Fauser bei Penzel

„Fausers erster großer Prosatext, »Der Schneemann«, wird verfilmt, über 200.000 Mal verkauft, ins Englische und Französische übersetzt. Im Leben des Dichters ist es der dritte große Wendepunkt – so wie der Entzug, die Brando-Bio. Auf der Überholspur des Lebens rast er weiter, wieder mit mehr Journalismus, Kolumnen für Tip. 1984 das autobiografische »Rohstoff«, dann der City-Thriller »Das Schlangenmaul«, als Redakteur bei TransAtlantik, der von Charles Dickens inspirierte Fortsetzungskrimi »Kant«.“

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Ein Alligator reimt zusammen

In Klagenfurt am Wörthersee
tut wieder man den Wörtern weh.
So manch Gedanke wird gestemmt,
der Kritikaster ungehemmt
schütts Hirn über die Wörter aus.
Da such ich lieber Mörder raus.
Was über jene man geschrieben,
die fleißig Krimischreiben üben.
Hier, liebe NärrInnen aus Kärnten,
die ersten Stück, die ich tat ernten.

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Catherine Gildiner: Verführung

Es sind nicht die Schlechtesten, die Sigmunds Freuds Psychoanalyse für das Erklärwerk eines phantasiebegabten und durchaus cleveren Ermittlers halten, der den Fährten im kriminellen Alltag der Psyche folgte und am Ende die Übeltäter vermittels Interpretation dingfest machte. Man muss nicht so weit gehen wie Vladimir Nabokov, der Freud einen Kurpfuscher nannte. Aber man kann darauf verweisen, dass Freud vielleicht doch eher ein Fall für die Literaturwissenschaft wäre und, im Gegenzug, ein ganzer Stapel Bücher der letzten 200 Jahre stattdessen ein Fall für die Psychologie, da dort „Wahrheiten über die Psyche“ besser erhellt, jedoch kaum „erklärt“ werden. Nun denn: Jetzt ist Freud, der Ermittler, selbst Gegenstand einer Ermittlung geworden, in Catherine Gildiners „Verführung. Ein Freud-Krimi“.

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Alte Krimis – die Bibliografie

Wer alte Krimis lesen möchte, ist nicht zwangsläufig auf die Originale oder die sauteuren Neuausgaben der „Criminalbibliothek des 19. Jahrhunderts“ angewiesen, mit denen sich der Herausgeber seinen Lebensabend zu finanzieren gedenkt. Seit 1945 wurden und werden Neuauflagen einzelner Werke oder Sammelveröffentlichungen veranstaltet. Es wird Zeit, das Zeug zu listen. Die erste Liste mit ca. 30 Titeln ist nun →hier einzusehen. Work in progress. Wer etwas beizutragen hat, der trage bei.

Axels Tipps 24. Juni – 7. Juli 2006

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→ Hier findet man üblicherweise Axel Bußmers TV-Krimi – Tipps. Bei den Alligatoren. Und die sind…richtig: ausgeflogen sozusagen. Folglich: Was der Flimmerkasten vom 24. Juni bis zum 7. Juli 2006 so hergibt, lässt sich ausnahmsweise → hier im pdf-Format einsehen, runterladen, ausdrucken, rahmen. Leider ohne die schönen Bildchen, die sind in Alfreds Giftschrank und der mitsamt seinem Herrn und Meister all-inklusive am Ballermann. Aber lesen kann man wenigstens.

Patzer und andere Kritiken

Das Julischaffen von „literaturkritik.de“ ist erfreulicherweise recht krimihaltig. Auch Georg „Herr“ Patzer hat einiges beigesteuert, seine euphorischen „Krimijahrbuch 2006“- und „Schwarzwaldau“-Kritiken etwa, die ja →schon angezeigt wurden. Aber was hat Georg „Drei Rezensionen vor dem Frühstück“ Patzer sonst noch zu bieten? Der Mann, bei dessen Ansichtigwerden Arno Schmidt immer die Straßenseite wechselte?

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Prospektives 1

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Die gute Nachricht: Bald gibt es neue Krimis. Und die schlechte: Sie sind noch nicht da. Aber Vorfreude ist der erste Schritt zum Lesespaß und deshalb hier die erste Folge eines genüßlichen Streifzugs durch die Prospekte führender deutscher Krimiverlage, den Spätsommer und den Herbst 2006 betreffend.

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Live: Matt Costa

Köln, Prime Club, 7.6.2006.

Eigentlich hätte der lange laue Vorsommerabend all diese Jungs und Mädels mit den Skater-Schuhen, T-Shirts mit Aufdruck „West Shore“ und kleinen Holzsurfbords um den Hals zu einer Grillparty oder zumindest in den Biergarten gelockt, wäre da nicht das Matt Costa Konzert im Prime Club gewesen.
In der Schlange vorm Club wird noch in Ruhe ein Joint geraucht, bevor die Sonnenbrillen in den Taschen oder in den Haaren verschwinden und das schummerig-dunkle Saal-Licht uns alle umhüllt. Auf den Auftritt muss ich noch zwei angenehme Bierlängen warten. Der Raum ist voll als der nette Junge von nebenan die Bühne betritt…

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Gaaanz schnell noch

Walter Delabar über →David Peace, „1977“. Sein Fazit: „Das Ganze kommt dabei nicht als billiger handwerklicher Erzähltrick daher: Schneid‘ ich hier mal meinen Dialog ab, spring‘ woanders hin und komme erst später wieder. Nein, Peace bleibt über die gesamten fast vierhundert Seiten gleichermaßen schnell, attraktiv und erzählerisch auf hohem Niveau.“

Und ab vor die Glotze.
Äh…Dank an JL