The Magic Numbers: The Magic Numbers

An dem Tag als diese Zeilen niedergeschrieben wurden, erschien in Großbritannien eine neue Ausgabe des „New Musical Express“. Auf dem Cover: The Magic Numbers. Darunter der Titel der Geschichte: „How The Magic Numbers brought the smile back to music“. Wahrlich, lachen und schmunzeln kann man, wenn man die Musik der vier Londoner hört. Sie machen aber keine alberne Musik. Sondern Musik fürs Herz und die gute Laune. Eine Mischung aus 70er Jahre-Rock, Southern Rock und Folk.

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Kinky Friedman: Greenwich Killing Time

„In dieser Nacht regnete es wie eine Hure mit Überziehungskredit.“ – Eigentlich habe ich alles verstanden in Kinky Friedmans Erstling „Greenwich Killing Time“, die Bedeutung dieses Vergleichs ausgenommen. Macht nichts. Ein Krimi, der von den Assoziationen seines Protagonisten lebt, ist immer noch besser als einer, der von seinen vorgestanzen Bauteilen erschlagen wird.

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Smoke Blow: Dark Angel

Schwarz? Ja. Engelhaft? Nein. Trotzdem der passende Titel für diese Scheibe. Das neue Album der eigentlich netten Jungs von Smoke Blow ist pechschwarz und düster wie eine Nacht ohne Mond. Nicht das Cover, der Inhalt ist gemeint und damit die Texte und die Musik. Allein schon die Songtitel, die Smoke Blow sich ausgedacht haben: „Diabolical“, „Diabolical Reaction“, „Black Church Of America“ oder „Demonslaver“. Dämonen und Teufel allerorten. Es ist zum Gruseln. Man könnte fast meinen, die Jungs hätten gar keinen Spaß.

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Das Weib zur freiwilligen Sclavin ihres Herrn

Für Männer brechen harte Zeiten an. Jetzt sind die Frauen sogar schon Bundeskanzler, und morgen rasieren sie sich, während wir uns die Beine mit heißem Wachs enthaaren. Carl von Holtei war nicht nur Autor blutrünstiger, sexprotzender, tiergrimmiger Romane wie „Schwarzwaldau“; nein, er war auch ein Kenner des Geschlechterkrieges und hellsichtig obendrein. Wie das Verhältnis von Mann und Frau sein sollte, das hat er wie kein Zweiter in Worte gefasst. Schon deshalb muss man „Schwarzwaldau“ subskribieren. Den Männern als Hoffnung auf bessere Zeiten, den Frauen zur Ermahnung.

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Criminal-Bibliothek des 19. Jahrhunderts

Noch ist sie nichts weiter als ein feuchter Traum, die Criminal-Bibliothek des 19. Jahrhunderts. Aber das war Holteis „Schwarzwaldau“ auch einmal, und jetzt wird aus dem Traum so langsam Wirklichkeit. Könnte man beides nicht verbinden? Ja, zum Nutzen des Lesers gar mit einer Art „Alterssicherung“ versehen, damit in hohem Alter und großer Not das Zeug profitabel verscherbelt werden kann? Man kann.

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The Royal We: The Royal We

Nach seinem Ausstieg bei Scumbucket wollte deren ehemaliger Bassist Dylan Kennedy musikalisch nicht untätig bleiben. Ergo gründete er The Royal We, anfangs ein Soloprojekt, das über das Kölner Indielabel Rakete vor einigen Monaten die EP ‚A New Sunrise‘ herausbrachte. Die Presse verglich die Songs des Mini-Albums mit Tom Waits, Grandaddy und Calexico. Eine fürwahr interessante Mischung.

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Lichte Worte

„Gibt es Nachgeborene, die sich für die Geschichte der Kriminalliteratur in Deutschland interessieren? Für die Geschichte der Kriminalliteratur überhaupt, ausserhalb eines Studiums? Einfach aus Interesse? Man weiß es nicht. Und ebenso, ob das Interesse fehlt oder das Angebot. Es fehlt ein wenig die Struktur. Und die kräftige, gemeinsame Notwehr. Die scheinen die Fans der Science Fiction schon länger aufgebaut zu haben …“

– schreibt weise und wahr Stefan Lichtblau in seinem Krimiblog →„Ducken!“, den anzuempfehlen wir nicht zögern wollen, von wegen „gemeinsame Notwehr“ und aufrechter Gang.

Starsailor: On The Outside

Nein, es ist nicht das erwartete Album von Starsailor. Die Herren um Ausnahmesänger James Walsh hätten sicherlich weiter den Weg der Melancholie beschreiten können und wären mit der Masche bestens gefahren. Aber den sicheren Weg, den wollten sie nicht einschlagen. Sie wollten experimentieren.
Ihr drittes Album sollte nicht unbedingt nahtlos an die Vorgänger „Love Is Here“ (2001) und „Silence Is Easy“ (2003) anknüpfen. Obwohl Walsh anfangs schon so seine Zweifel ob des neuen Sounds hatte: „Es ist bizarr, wenn man so etabliert ist wie wir. Manchmal glaubt man fast, es wäre einem verboten, Neues auszuprobieren. Aber ich bin überzeugt, dass wir mit ‚On The Outside‘ ein reifes Album aufgenommen haben, das das Beste der frühen Starsailor mit vielen neuen Ideen perfekt kombiniert.“ Wo er Recht hat, hat er Recht.

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Cathedral: The Garden Of Unearthly Delights

Lee Dorrian ist der Gott des Doom. Oder besser gesagt: der geistige Bruder des Doom-Gottes. Denn es gibt ja noch Scott „Wino“ Weinrich. Jedenfalls sind Cathedral eine der Bands, auf die kein echter Doom-Fan verzichten will/kann. Was zum einen am Einfallsreichtum der Band liegt. Zum anderen an der unverwechselbaren Stimme Dorrians. Zumal Cathedral selten langweilig klingen – auch nicht auf ihrem mittlerweile achten Studioalbum, das den seltsamen Titel ‚The Garden Of Unearthly Delights‘ trägt und dessen Cover im typischen Cathedral-Stil gezeichnet wurde.

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Blackalicious: The Craft

Was soll man über Blackalicious noch viele Worte verlieren? Das ist der allerbeste Underground-HipHop, den es auf dem Markt gibt. Wer der Verkommerzialisierung des New Yorker Labels Rawkus hinterher trauert, dem Ende von Company Flow Tränen nachweint, sich mit dem dumpfen Gehabe der Mainstream-Rapper nicht anfreunden kann/möchte und lieber die kongenialen A Tribe Called Quest oder Sage Francis & Co. hört, der ist bei Blackalicious an der genau richtigen Stelle.

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Prima Idee

Da quatschen wir hier über Rezensionsethik, und anderswo ist man längst woanders. Bei der Zeitschrift Ixlibris etwa, wo →das Rezensieren bestellt werden kann. Die Vorschriften werden selbstverständlich eingehalten. Autoren und Rezensenten sind miteinander weder verwandt noch verschwägert, kennen sich nicht einmal. So geht’s doch auch! Zur Nachahmung empfohlen! Sauber!