Zum Regionalkrimi

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Regionalkrimis, so hört man, waren auch diesmal wieder ein Messethema. Sie sind es wohl schon, seit der erste dieser Sorte – ich weiß nicht, welcher – aus dem Dickicht schriftstellerischer Phantasie auf das freie Feld des Buchhandels trat. Geliebt hat man sie nie – aber gekauft. Totgesagt werden sie seit langem – und seit langem erfreuen sie sich eines gesunden Daseins. Und es tut sich nichts?

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Blog War!

Chef Walter tigert durch das Strategiezimmer der Hinternet-Redaktion, die Hände auf dem Rücken verschränkt, den auf Hochtouren denkenden Kopf napoleonisch auf die Brust gebeugt. „Der Feind heißt Menke“, murmelt er, „als hätte ich es nicht immer gewusst. Dieser Fischkopf, dieser sauerländische. Diese Natter, die wir an unserer Brust genährt haben.“ Und dann, sich entschlossen aufrichtend: „Meine Damen und Herren! Das ist das Pearl Harbor der Krimibloggerei. →Wir sind angegriffen worden! Wir werden aufrüsten und zurückschlagen!“

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Blog War!

Chef Walter tigert durch das Strategiezimmer der Hinternet-Redaktion, die Hände auf dem Rücken verschränkt, den auf Hochtouren denkenden Kopf napoleonisch auf die Brust gebeugt. „Der Feind heißt Menke“, murmelt er, „als hätte ich es nicht immer gewusst. Dieser Fischkopf, dieser sauerländische. Diese Natter, die wir an unserer Brust genährt haben.“ Und dann, sich entschlossen aufrichtend: „Meine Damen und Herren! Das ist das Pearl Harbor der Krimibloggerei. →Wir sind angegriffen worden! Wir werden aufrüsten und zurückschlagen!“

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George P. Pelecanos: Right as Rain

Nach den Ereignissen in Folge des Hurrikans Katrina in New Orleans war in den Zeitungen zu lesen, dass große Teile der weißen amerikanischen Öffentlichkeit angesichts der Armut, die teilweise in ihrem Lande herrscht, überrascht waren. Gegen die Heilige Einfalt ließen sich einige literarische Beispiele anführen. Eines von ihnen ist George P. Pelecanos, der sich in den letzten Jahren als so etwas wie der „Stadtschreiber“ Washington D.C.s etabliert hat. Washington ist nicht nur die Hauptstadt der USA, sondern auch eine der Städte mit der größten Verbrechensrate im Lande.

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Sigur Rós: Takk

Schon mit ihrer aller ersten Veröffentlichung außerhalb ihres Heimatlandes, versetzten Sigur Rós die Fachwelt in Verzückung. Die 1999 auf dem experimentellen Electro-Label veröffentlichte 12-Inch „Svefn-G-Englar“ wurde vom britischen Fachblatt New Musical Express (NME) in allerhöchsten Tönen gelobt. Und nicht nur dort. Die E-Gitarre mit einem Geigenbogen zu spielen, das war (und ist) etwas Besonderes. Zumal mit dieser unorthodoxen Technik Klänge erzeugt werden, deren Schönheit kaum in Worte zu fassen ist.

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Beste Liste

Zwei sehr erfreuliche Notierungen auf der aktuellen →Krimiwelt-Bestenliste. Einmal: Jean Amilas →„Mond über Omaha“ des kleinen Saarbrücker Conte Verlages, mit dem ich weder verwandt noch verschwägert noch näher bekannt bin, sondern nur landsmännisch verbunden (Ethik!). Zum Zweiten: Mit Astrid Paprottas „Die Höhle der Löwin“ erstmals ein deutscher Krimi auf der Spitzenposition. Schwerverdientermaßen. Mag auch, Frankfurter →Buchmessengossip zu Folge, die Bestenliste nur „eine Liste BESTER Literatur“ sein, so wollen wir genau das hier loben und preisen und hoffen, sie werde niemals eine Liste erstbester Literatur, in der halt ein Mord passiert und die also Krimi genannt wird.

Schule der Rezensenten -10-

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Der Leser längerer Krimirezensionen. Nicht ausgestorben wie der Tasmanische Tiger, aber vielleicht so selten wie der Sibirische. Behutsame Nachzucht dieser aussterbenden Spezies ist also geboten.
Das Internet, denkt man, könnte ein solcher idealer Ort zu Hege und Pflege sein, zumal er, wenigstens in den Sphären, in denen wir uns bewegen, „contentmäßig“ kosten- und gebührenfrei ist, wo man nicht zur Auflage hinschielt wie nach einer schönen Frau, wenn die eigene neben einem steht. Bliebe die Frage: Wünscht der Leser überhaupt längere Rezensionen?

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Roll Deep: In At The Deep End

Man hätte einen Test machen können: Der Proband hätte die Augen schließen und einen Kopfhörer aufsetzen sollen. Man hätte auf den Startknopf des angeschlossenen CD-Players gedrückt und ‚In At The Deep End‘ von Roll Deep wäre gestartet. Sobald sich der Proband sicher gewesen wäre, aus welchem Land die zu hörende HipHop-Posse stamme, hätte er den Arm heben sollen. Es hätte wahrscheinlich nicht einmal einen Song lang gedauert. Großbritannien natürlich.

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Messe, Kürzestbericht

Die gute Nachricht: Auch 2006 wird es Krimis geben. Die noch bessere Nachricht: Erstmals fand auch eine Antiquariatsmesse statt. Die beste Nachricht: Edgar Allan Poe in der französischen Erstübersetzung von Baudelaire für 450 Affen. Die schlechte Nachricht: Ich hatte meine Kreditkarte dabei. Und sonst?

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Krimikultur – die Kommunikation

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Gemütlich im Sessel, im Bett: einen Krimi nach dem anderen dem stampfenden Häcksler der Augen vorwerfen: ein kulturelles Idyll. Oh, ich mag dieses private Kultivieren eines Interesses. Mache es ja genauso. Manchmal ist mir allerdings auch nach Austausch zu Mute, interessieren mich die Meinungen anderer, ihre Erkenntnisse, sogar ihre Irrwege. Als Krimifreund habe ich es da nicht leicht.

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