Krimibibliothek des 19. Jahrhunderts

Das wäre mal etwas Konkretes nach all der Theorie: Eine sukzessive zusammengestellte „Krimibibliothek des 19. Jahrhunderts“, hübsch im PDF-Format für jedermann zu nutzen, mit hilfreichen Anmerkungen versehen. Aber alleine stemme ich das nicht. Erstens: Mir fehlen die Quellen, denn was da der Lektüre harrt, ist zumeist nur noch antiquarisch zu beziehen. Ich besitze zwar selbst ein paar Raritäten, aber Auswahl sollte schon sein. Zweitens: Das muss ja auch alles sauber aufbereitet werden ( neu abgetippt oder als Faksimile-Ausgabe eingerichtet). Also: Hat jemand etwas Altes, Rares im Bücherschrank, das er / sie zur Verfügung stellen könnte (als Scan-Kopie oder, falls nicht möglich, durch den Fotokopierer gejagt)? Wäre jemand daran interessiert, die Herausgabe zu besorgen, also auch die hilfreichen Anmerkungen zu schreiben? Kontakt: hier.

t.A.T.u.: Dangerous And Moving

Es gab Zeiten, da strebte die Wahrscheinlichkeit, dass es von dem russischen Skandal-Duo t.A.T.u. ein zweites Album geben würde, gen Null. Es hieß, dass Duo sei zerstritten und es sowieso leid, ein lesbisches Pärchen vorzugaukeln. Außerdem wurde bekannt, dass ihr einstiger Produzent und Förderer, Ivan Shapovalov, ein neues Projekt an den Start gebracht hatte: N.A.T.O. genannt und statt mit lesbischen, nun mit vermummten und auf tschetschenische Selbstmordattentäterinnen getrimmten Mädchen.

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Ironie ist immer gut

Mitglied von Gang of Four zu sein, das war eine ziemlich unangenehme Sache, weil wir vier Typen so besessen waren, so viel voneinander verlangt haben. Bei einem Konzert in Jugoslawien wollte das Publikum eine Zugabe, aber wir konnten nicht zurück auf die Bühne, weil sich Andy und Dave backstage prügelten. Dave hatte während des Auftritts seinen Fuß auf einen Monitor gestellt, und Andy fand das rockistisch – das reichte damals schon, um sich die Fresse zu polieren.

Gang of Four-Sänger Jon King im taz-Interview: → „Wir sind radikal“

Adolph Müllner – Buchlink

Ach ja, dass ich es nicht vergesse. Die letztens hier erwähnte „Detektivgeschichte“ von Adolph Müllner, „Der Kaliber. Aus dem Papieren eines Criminalbeamten“ aus dem Jahre 1828 (nicht 1829, wie irrtümlich behauptet) ist zum wohlfeilen Preis von 15 € beim →Liliom Verlag zu bestellen. Ob hier nun wirklich Poe seiner GenreErfinderEhre verlustig geht oder nicht, erzähl ich euch nächste Woche.

Untersuchung an Krimis: Albert Drach

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(„KrimiX“ sind Krimis, die keine sind und doch welche sind. Gemixtes halt. Diese Tierchen sind übrigens der Regelfall in der Literatur, bloß wissen es die wenigsten. In dieser Reihe sollen also Bücher vorgestellt werden, die man als genretreuer Kritiker und Leser nicht „Krimi“ nennen würde, die aber unbedingt dazugehören. Übrigens ist der Leser durchaus zur Mitarbeit aufgefordert. Nutzt die Kommentarfunktion, um Geschöpfe zu benennen, von denen ihr auch nicht so genau sind, ob sie nun oder ob eher nicht. Wer selbst etwas Ausführlicheres zu einem solchen Titel schreiben möchte, schicke mir eine Mail.)

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TSAR: Band – Girls – Money

Das renommierte US-amerikanische Branchenblatt „Billboard Magazine“ lehnte sich jüngst weit aus dem Fenster, als es über das Debütalbum der Newcomer Tsar schrieb, ‚Band – Girls Money‘ sei eines der besten Rockalben des Jahres. Wir wollen doch mal die Kirche im Dorf lassen. Denn die Konkurrenz – zumindest aus unserer Sicht – ist immens groß und zudem gut gerüstet.

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Robert Hültner: Fluch der wilden Jahre

Ein Geschlagener ist er, der Ex-Kripomann Türk, der jetzt bei der Münchner Schutzpolizei Dienst tun muss. Degradiert, misstrauisch beäugt, gegen die Oberen grantig dickköpfig stur, wie einst der Glausersche Wachtmeister Studer fast, den sie wegen einer „Bankenaffaire“ geschasst hatten.

Und das Leben und der Krimi lassen dem Türk keine Ruhe: Wo er ist, ist Mord, wo Mord ist, verfolgen die ehemaligen Kollegen falsche Spuren und nur der Türk sieht, dass sie falsch sind. So, als der Baulöwe von fremder Hand in die Tiefe gestoßen wird und gleich ein leicht weltfremder Antiquar, der um sein Geschäft und sein Zuhause bangen muss, als Täter parat steht. Da kann der Türk nicht tatenlos zusehen und macht sich also ans Aufklären.

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Der Kopf durch einen dumpfen Schlag getroffen

Dass es sich bei Carl von Holteis „Schwarzwaldau“ um einen blutrauschigen, sexszenenschwangeren Krimi der Sonderklasse handelt – „ein Thriller wie eine Schweinemetzgerei“ (Thomas Wörtche) -, wurde ja in diesem Blog schon hinreichend bewiesen. Aber mehr noch! „Schwarzwaldau“ ist zudem ein Gerichtsmedizinerreißer par excellence! „Kathy Reichs“ (Tobias Gohlis) ist „ein“ (Ludger Menke) Dreck „dagegen „(Andrea Fischer). Quod erat Demonstrationsverbot:

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Lieber Piper Verlag

Mein Name ist Dieter Paul Rudolph, bekannt bin ich auch als dpr, und ich schreibe Krimi-Rezensionen für meinen Weblog „Watching the detectives“, der ein Teil des Hinternet-Weblogs ist, welcher wieder als Teil des legendären Hinternet fungiert. Außerdem bin ich bisweilen für das Titel-Magazin tätig und, aber nur noch ganz, ganz selten, auch im Rundfunk präsent. Aber was erzähl ich dir da. Weißt du doch schon. Oder willst du es ganz einfach nicht wissen?

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Youth Group: Skeleton Jar

Anti Records, das charmante und unpunkige Sublabel von Epitaph, hat diese wundervolle Platte der Band Youth Group lizenziert. Sie stammt aus Sydney (Australien) und besteht hauptsächlich aus Singer/Songwriter Toby Martin sowie Schlagzeuger/Keyboarder Danny Allen. Aktuell gehören noch zwei weitere Musiker dazu – jedoch scheint das Gründungsduo nach Belieben die Begleitmusiker auszutauschen.

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8, 9, 10, aus!

Die Sat.1-Sprechschau „Talk der Woche“ mit Bettina Rust ist bereits wieder Vergangenheit. Nach nur 10 Ausgaben wurde die Sendung mit sofortiger Wirkung auf den Müllhaufen der Fernsehgeschichte befördert. Zu Recht: wer zweimal innerhalb kurzer Zeit und ohne Not Susanne „Moppel-Ich“ Fröhlich als Talkgast einlädt hat die Höchststrafe verdient. Auch als Warnung an alle anderen Sendungen.

Integrity: Sliver In The Hands Of Time

Clevelands Hardcore-Urgesteine Integrity melden sich auch mal wieder zu Wort. „Silver In The Hands Of Time“ ist erwartungsgemäß gespickt mit metallischem Hardcore und hasserfülltem Gesang.
Allerdings alles kein neues Material, sondern B-Seiten und Rares aus der Integrity-Schatzkiste. Weshalb wir über den mitunter mäßigen Sound den Mantel des Schweigens werfen wollen.

(4 Fritten)

Integrity: Sliver In The Hands Of Time
Dockyard1/Soulfood
VÖ: 15.7.2005