Crime School – Das Buch

Unsere Crime School ist ja ein sehr spontanes Bildungsinstitut. Als ich damit anfing, hockte in meinem Kopf eine allgemeine Vorstellung von Literatur, nichts sonst, und ich wollte sehen, wie weit sie sich dem „Genre“ Kriminalroman überstülpen lässt – oder nicht. Heute, die 15. Lektion wird pünktlich am Montag erscheinen, sehe ich klarer – und auch wieder nicht. Ein Abenteuer ist die Crime School weiterhin – für den „Lehrer“ und die Schüler, die aktiven (wenige) und die passiven (scheinen erstaunlich viele zu sein).

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Summer Camp -1-

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Okay. Ich habe es mir in den Kopf gesetzt, die Welt zu erschaffen. Im Anfang war das Wort, und das Wort war beim Autor, und der Autor war das Wort. Will sagen: eine vage Idee. Natürlich genial. Man glaubt ja gar nicht, wieviel Genialität im eigenen Kopf brütet, aber so selten in fremden. Ein bislang kaum erforschtes Naturphänomen.

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Manchester, So Much To Answer For

Montagvormittag. Unser Ding. Aus Anlass des neuen Oasis-Albums „Don’t Believe The Truth“ gibt’s einen Beitrag über die Britpop-Rabauken, der so beginnt:

„Aus Manchester kommt ja echt nicht viel, was man kennen muß ausser Oasis“

So so. Und was bitte ist mit The Bee Gees, dem Manchester-Kapitalismus, The Smiths, Buzzcocks, Magazine, Joy Division, New Order, der Manchesterhose, The Fall, Factory Records, Inspiral Carpets, Stone Roses, Manchester United, „Für alle Fälle Fitz“, den Happy Mondays und The Chemical Brothers?

„Ignorance of your culture is not considered cool“

(The Residents)


Oscar Brown Jr.

Der US-amerikanische Jazz- und R’n’B-Sänger stirbt 78jährig. Er schrieb u.a. die Songtexte zu Miles Davis‘ „All Blues“ und zum Cannonball Adderly Hit „Work Song“. Darüber hinaus schrieb er ein gutes Dutzend Theaterstücke und Musicals und war in den 60er Jahren in der US-amerikanischen Bürgerbewegung aktiv.

Fabio Montale: Blutiges Finale

Nach Besichtigung des ZDF-Sonntagskrimis muß ich schon fragen: hat man unserem hiesigen (Saarbrücker!) Tatort nicht viel Unrecht getan? Ok, auch ein gealterter Alain Delon macht – selbst wenn er nur immer wieder die Sonnenbrille abzieht oder sich im Bistro ein ums andere Mal einen hinter die Binde kippt – mehr her als ein brummeliger Jochen Senf. Und, klar, die Marseiller Kulissen sind imposanter, die Kurven kurviger und die Buchten vor allem dunkelblauer als alles, was das Saarland so an Tümpeln anzubieten hat.

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Margery Allingham…

… wäre heute 100 Jahre alt geworden. Eine der „großen alten Damen“ des englischen Krimis, aber, wenn man es nüchtern betrachtet, wohl doch die größte. →Die Alligatorpapiere gedenken der Lady, schenken uns ein Bündel Links (auch einer zu →Hinternet ist dabei), und während wir uns da durcharbeiten, öffnen wir in Gedanken eine Fläschlein Schaumwein. Prost, Margery. Well done.

Maria McKee: Peddlin‘ Dreams

Es ist ein Elend – während Acts wie Katie Melua oder Norah Jones aus dem Stand durch die Decke gingen, kämpfen Qualitätsgaranten wie Natalie Merchant oder Maria McKee nur noch um Aufmerksamkeit in Insiderkreisen.Maria McKee’s neues Album erscheint über Cooking Vinyl, was hoffen lässt, dass die Wahrnehmung etwas höher ausfällt als bei „High Dive“. Verglichen zu den Jahren davor befindet sich die Dublinerin im Moment in einem wahren Veröffentlichungstaumel. Zwei Studioalben und eine Liveplatte in nur drei Jahren ist für Mrs. McKee eine beachtliche Schlagzahl. Dabei ist „Peddlin‘ Dreams“ bewusst direkter gehalten als die lang gereiften Vorgänger, was der Qualität keinen Abbruch getan hat.

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KT Tunstall: Eye To The Telescope

KT Tunstall ist eine schottische Songwriterin, die mit einem kantigen und ausgefuchsten Debüt überrascht. Würde Meredith Brooks heute noch richtig gute Songs schreiben und wäre Sheryl Crow nicht so unerträglich mainstreamig geworden, könnten beide als entfernte Verwandte herhalten.KT Tunstall zieht ihren eigenen Stil durch und überzeugt besonders bei den schnelleren Stücken. Ohne brachial zu rocken verleiht sie den Up-Tempo Nummern einen rauen Groove, der gut mit ihrer rauchigen Stimme harmoniert. Aber auch die Leisetreter liegen weit über dem Durchschnitt, allen voran die düstere Abschlussballade „Through The Dark“.

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Law & Disorder

Dass Dir, RTL2, deine neue Serie „Law & Order: New York“ nicht sonders am Herzen liegt haben wir ja schon letztens gemutmaßt. Aber mußt du denn dein Desinteresse gleich so deutlich zeigen?
Dass du die – in Deutschland noch nie gezeigten – Folgen im Doppelpack sendest riecht ja schon ein wenig nach Ramsch. Dass die Folgen aber auch noch ohne Vorspann und Abspann aneinandergeklebt werden erfüllt schon den Tatbestand fortgesetzter Lieblosigkeit. Ein klarer Fall für den Scheidungsanwalt.

P.S.: Und nach der zweiten Folge gab’s noch einen Trailer – für die erste Folge des Abends!

Rezensent/in gesucht

Der rührige Grafit Verlag hat mir drei interessante Neuerscheinungen geschickt. Schön so. Und da ich Rezensionsexemplare möglichst schnell mit einer Rezension quittiere, habe ich nun Stoff genug. Zuviel Stoff? Ob jemand von euch vielleicht Lust hätte? Ich frag ja nur.

Also. Bei den drei Büchern handelt es sich um folgende:

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