Der US-amerikanische Songschreiber stirbt 71jährig in Nashville an den Folgen einer Lungenentzündung. Aus seiner Feder stammten (überwiegend Country-)Hits wie „Daytime Friends and Nighttime Lovers“, „Kiss An Angel Good Morning“, „Turn the World Around“ oder „Before the Next Teardrop Falls“.
Shortie: Without Promise
Die drei großen Buchstaben EMO haben schon zu viele mit dickem Strahl in den Schnee geschrieben, als dass noch weiße Flecken übrig wären. Vor vier oder fünf Jahren hätte „Without Promise“ eine riesige Welle ausgelöst, heute besteht die Gefahr, dass nur noch anerkennendes Kopfnicken übrig ist.
WeiterlesenCarl Amery
Der deutsche Schriftsteller („Der Untergang der Stadt Passau“), Mitglied der Gruppe 47 und ehemalige Präsident des deutschen PEN-Zentrums stirbt 83jährig in München.
Summer Camp: Vorbereitungen
Es ist ja nicht nur so, dass lernwillige junge Menschen aus der Tristesse ihres Studierzimmers in die Sommerseligkeit frischer Luft entführt werden sollen. In unserem summer camp geht es um die existentiellen Dinge des Krimischreibens. Wir wollen das Skelett eines Krimis aus der Erde unserer Gedanken graben (hm; ist das jetzt ein schönes Bild oder einfach nur Quatsch?), all die vielen kleinen Knöchelchen, und dann zusammensetzen.
WeiterlesenDas außerirdische Zitat
Völlig neue Erkenntnisse zu Krimis als solchen und der Tiefe des menschlichen Abgrunds lesen wir in einem →Beitrag von Peter Poprawa für n-tv.
WeiterlesenStudio Braun: Ein Kessel Braunes
So langsam geht die Luft raus. Das kreative Niveau des Telefonscherzes wird immer noch von Studio Braun definiert, Fans werden auch das neue Album mögen. Aber die großen Brüller und kleinen Genialitäten, die bisher auf allen Alben auftauchten, lassen hier auf sich warten. Dafür haben sich einige kleine Fiesheiten eingeschlichen.
WeiterlesenCrime School: Lektion 17
Wenn ich mich durch einen Raum, eine Landschaft bewege, will ich mich entspannen. Vielleicht, indem ich mir einfach nur den Weg als Ziel gesetzt habe, völlig desinteressiert an dem, was da um mich herum passiert. Atmosphäre? Meinetwegen; aber ich brauche sie nicht. Ich will nur vom Anfang bis zum Ende gelangen, weil ich der Meinung bin, dass mich Bewegung entspannt oder weil ich wirklich nichts Besseres zu tun habe.
Weiterlesen10 kriminelle Songs
Als wir im Spätherbst vorigen Jahres das Erscheinen des mittlerweile vollständig veröffentlichten →„PromiMassakers“ vorbereiteten, hatte einer von uns (wahrscheinlich wieder Chef Walter; jedenfalls läuft er seit Monaten herum und murmelt etwas von der „guten Idee“, die er da gehabt hat), eben besagte gute Idee, eine Liste mit „kriminellen Songs“ zusammenzustellen. Songs, in denen Morde und andere Verbrechen geschehen, und tatsächlich haben wir mehrere Hundert davon listen können.
WeiterlesenMonaco, Grand Prix, NRW
„In Monaco ist alles gut organisiert, und sicherlich – wenn gleich die Gedenkminute beginnt – wird man nicht nur hier, sondern auf der ganzen Welt des verstorbenen Fürsten gedenken.“ Ich überlege, ob Kai Ebel die Relevanz der schillernden Grimaldi-Familie nicht ein klein wenig überschätzt. Aber, hey: davon lass ich mir das herrliche TV-Wochenende doch nicht verderben. Erstmal bin ich beeindruckt: die Gedenkminute beginnt, und wer in Monaco (und auf der ganzen Welt) keine hässliche Schirmmütze abnehmen kann, der zieht sich pietätvoll die verspiegelte Sonnenbrille vom Gesicht. Das hat Style.
WeiterlesenExtremlesen: Krimi gefunden!
Welcher Roman schafft es, mir zwischen Fforde und Helgason die Zeit zu vertreiben? Welcher Verlag liefert am schnellsten? Oder muss ich wirklich zu Brechbühls „Kneuss“ greifen? Die Entscheidung ist gefallen!
WeiterlesenExtremlesen: … und welchen Krimi?
Friedrich Anis Mann im langen schwarzen Mantel ist glücklich zu Ende gelesen und durch die Rezensionsmühle gejagt worden. Ersatz ist schon da. Die Probleme beginnen am Wochenende.
Statt Ani jetzt also Hallgrimur Helgasons „Vom zweifelhaften Vergnügen, tot zu sein“. Klingt wie ein Krimititel, ist aber kein Krimi.
WeiterlesenBatya Gur
Die israelische Schriftstellerin stirbt in Jerusalem 57jährig an Krebs.
Crime School: summer camp
Wir werden unsere Zelte im Dschungel der Kriminalromane aufschlagen. Abends über’m Lagerfeuer Würstchen grillen, Alcopops zischen und die schönsten Songs von Heinz Rudolf Kunze zur Klampfe singen. Und tagsüber strolchen wir durch die aufregende Welt der Krimiarchitektur. Welcome to

Bohren & Der Club Of Gore: Geisterfaust
Eine Faust hat fünf Finger. Auch die eines Geistes. Ergo müssen fünf Lieder her. Da darf es nicht stören, dass sich diese über knapp 60 Minuten hinziehen. Die Songs heißen symptomatischer Weise „Zeigefinger“, „Daumen“, „Ringfinger“, „Mittelfinger“ und „Kleiner Finger“.
WeiterlesenCrime School: Materialien 3
Wahrheit, Leben, Wirklichkeit: Das Thema lässt uns hier nicht mehr los. Philippe Djian hat ein schönes Bild parat, das nicht von ihm stammt, sondern von Céline.
Die Wahrheit steht nicht in den Büchern. Sie liefern nur ein bestimmtes Bild der Wahrheit. Und auch das Leben in meinen Büchern ist nur eine Reflexion des Lebens. Es funktioniert nun einmal nicht, wenn man das reale, echte Leben in die Bücher packen will. Es nützt nichts, wenn man einfach nur ein Mikro in eine Bar hineinhält und das dann abtippt, das ergibt kein Buch. Das heißt, es ist alles nur eine Darstellung der Wahrheit, anders geht es nicht, sonst ist man kein Schriftsteller. Céline hat das einmal sehr schön gesagt: wenn man einen Stab ins Wasser hält, dann gibt es eine Lichtbrechung und der Stab sieht aus, als wäre er geknickt. Damit er gerade aussieht, muss man den Stab erst zerbrechen. Dann hält man den gebrochenen Stab ins Wasser, und erst dann sieht er gerade aus.
Das komplette Interview kann man bei Spiegel Online lesen.
Extremlesen – infernalischer Dreier
Manchmal kann man es auch übertreiben mit dem Extremlesen. Tiefe Depression hier, überbordende, kindliche (kindische?) Phantasie dort. Da tut es gut, wenn man was Drittes in petto hat, das die Extreme souverän auspendelt.
Zwei Vorabexemplare, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten: Friedrich Anis neuer Krimi „Süden und der Mann im langen schwarzen Mantel“ – Jasper Ffordes neues Abenteuer mit Thursday Next „Im Brunnen der Manuskripte“.
WeiterlesenBüdchen-Blog
Ein schönes Fotoblog über Trinkhallen in Dortmund. Und weil dort mehrheitlich Export konsumiert wird, heißt die Site ganz bescheiden → Exportweltmeister. Der Charme der Vergangenheit in einer Stadt, die auch schon bessere Zeiten gesehen hat.
P.S. Schön: die Fotos stehen stehen unter einer Creative Commons-Lizenz.
P.P.S: Exportweltmeistermacher Dirk Hesse betreibt daneben auch das charmante → Ligne Claire-Blog.
Patrice: Nile
Der Mann mit der nasalen Reggae-Stimme ist zurück: Patrice, 25 Jahre jung und auf dem aufsteigenden Ast. Nach zwei Soloalben (‚Ancient Spirit‘, ‚How Do You Call It?‘) und einer EP mit dem Silly Walks Movement (‚Silly Walks Meets Patrice‘) hat er mit seiner Begleitband Shashamani ein reifes und formvollendetes Album eingespielt, in dem viel seines Herzbluts drinsteckt. Und Arbeit.
WeiterlesenTweet: It’s Me Again
Von ihrem letzten Album zeigten sich viele sehr angetan. Uns ist auch der Gassenhauer „Oops (Oh My)“ in bester Erinnerung. Nach zwei Jahren Funkstille kehrt die von Missy Elliott protegierte Künstlerin Tweet zurück. Statt peppigen HipHop hat sie sich verstärkt Herzerwärmendem zugewandt.
WeiterlesenBoris Akunin: Die Bibliothek des Zaren
Wurde in der Crime School schon erwähnt, hier jetzt eine → Rezension, in bewährer Fremdgängermanier bei „Titel-Forum“ veröffentlicht.