Ein guter Freund meinerseits versuchte in den letzten Wochen, mich mit dem Mississippi-Sumpffieber zu infizieren. Dem Fieber, das vor einigen Jahren auch Uli „Reverend“ King, ehemaliges Mitglied der Krautrocker Guru Guru, befallen hatte und das er nach seiner Rückkehr nach Deutschland seinem Freund Doktor Wenz, einem promovierten Arzt, injizierte.
WeiterlesenResident Evil: Apocalypse
Milla Jovovich kann sich freuen. Der zweite Teil des Zombie-Spektakels „Resident Evil“ ist äußerst erfolgreich in den US-Kinos angelaufen und spielte in wenigen Tagen knapp 24 Millionen Dollar ein. Mehr als der Vorgänger, der bekanntermaßen zu einem großen Teil in Berliner U-Bahn-Schächten gedreht wurde. Passend zu den Gruseleffekten musste natürlich adäquate Musik ausgesucht werden.
WeiterlesenLateef & The Chief: Maroons: Ambush
Quannum ist eines der coolsten Underground-HipHop-Labels. Dass sie mit der Punkrock-Fabrik Epitaph kooperieren, erstaunt nach wie vor. Aber warum nicht sich über Genregrenzen hinwegsetzen und im Underground mit vereinten Kräften agieren?
WeiterlesenJoy Denalane: Manami Live
Ein Studioalbum und schon ein Livealbum? Das ist ungewöhnlich. Erst recht, wenn es sich um eine der wenigen deutschen Soulstimmen handelt.«Das kam mir nicht ungewöhnlich vor. Ich fand, es war jetzt der richtige Zeitpunkt. Vielleicht liegt es auch daran, dass das Livespielen in der Musiklandschaft mittlerweile eine ganz andere Rolle eingenommen hat. Musik wird mehr denn je über Konzerte wahrgenommen, gar nicht mehr so viel über die Verkäufe», meint Denalane und mag damit vielleicht recht haben. Nicht zuletzt wegen der CD-Brennerei.
WeiterlesenAnnett Louisan: Bohème
Zarte Frauen mit großen Augen – die Amerikaner haben Norah Jones, die Engländer Katie Melua, die Franzosen Carla Bruni und wir können jetzt mit Annett Louisan dagegen halten. Während Katie Melua über ein keusches „My Aphrodisiac Is You“ nicht hinauskommt, fährt die 25-jährige Hamburgerin ganz andere Geschütze auf.
WeiterlesenArthur Hailey
Der US-amerikanische Schriftsteller („Airport“, „Hotel“) stirbt 84jährig.
Jedi Mind Tricks: Legacy Of Blood
Es ist erstaunlich zu beobachten, dass in den letzten Monaten verstärkt hochwertige HipHop-Alben auf den Markt drängen, die nicht mit dem Massengeschmack kompatibel sind. Die Hochzeit der Goldkettchen- und Goldzähnchen-Rapper scheint sich langsam dem Ende hin zu neigen.
WeiterlesenJimmy Eat World: Futures
Endlich. Was hatte die Emo- und Indie-Gemeinde auf den Nachfolger zu dem phänomenalen Album „Bleed American“ warten müssen. Seufz. Nun ist es da: „Futures“. Einen kurzen Einwurf an dieser Stelle: Dass das Jimmy Eat World-Lager nach wie vor gespaltener Meinung ist und die einen alles lieben was die Band bis zu „Bleed American“ veröffentlichte und die anderen alles seit ihrem globalen Durchbruch, diese Diskussion möchten wir an dieser Stelle getrost außen vor lassen. Wir reden heute nicht über die Fans, sondern über die Band.
WeiterlesenWoven Hand – Consider The Birds
Man kommt an David Eugene Edwards nicht vorbei ohne das Wort ‚Atmosphäre‘ in den Raum zu schmeißen. Er klimpert ein bisschen auf der Klaviatur der Seele und schickt dich mit wenigen Tönen von der Erlösung zur ewigen Verdammnis.Der Opener „Sparrow Falls“ führt in melodischen Treibsand, bei anderen Stücken, wie dem bedrohlichen „Off The Cuff“, ist der Untergang schneller besiegelt. Textlich kreist David Eugene Edwards diesmal mehr um die Erlösung als um die Verdammnis, klingt aber wie jemand, der Erlösung verdammt nötig hat.
„Consider The Birds“ ist ein so großartiges Album, dass man sich ernsthaft fragen muss, wie Sixteen Horsepower das toppen wollen.
Woven Hand
Consider The Birds
Glitterhouse/Indigo
VÖ: 20.9.2004
Link: http://www.16horsepower.com/wovenhand/
Terry Melcher
Der US-amerikanische Produzent (Byrds), Musiker (u.a. auf „Pet Sounds“ von den Beach Boys zu hören), Songschreiber (Co-Autor des BB-Hits „Kokomo“) und Sohn von Schauspielerin Doris Day stirbt 62jährig in Beverly Hills an Krebs.
Jeffrey Eugenides: Middlesex
Die Warnung zu Beginn des Buches ist ganz schön kühn: der Erzähler schickt entschuldigend voran, er könne manchmal ganz schön homerisch werden. Die bevorstehende Geschichte habe also etwas vom wohl berühmtesten griechischen Epos. Klingt vermessen. Aber um´s kurz zu machen: er darf das. „Middlesex“ gehört zu den besten Geschichten, die man sich überhaupt ins Bücherregal stellen kann.
Auch die andere Pointe gibt der Erzähler gleich zu Anfang preis: er ist Hermaphrodit. Als Mädchen geboren und erzogen. Aber in Wahrheit ein Junge. Als der er später gewissermaßen zum zweiten Mal geboren wird.
Goldie Lookin Chain: Greatest Hits
Das letzte Album der Goldie Lookin Chain, einer Gruppe aus dem englischen Newport, war okay. Schaffte es aber irgendwie nicht, gänzlich zu überzeugen. Mit „Greatest Hits“ liegt die Sachlage völlig anders.
WeiterlesenDavid Judson Clemmons: Life In The Kingdom Of Agreement
Eigentlich als Fullbliss-Album gestartet, ist „Life In The Kingdom Of Agreement“ doch ein Soloalbum geworden. Vielleicht liegt’s an den Aufnahmequerelen und dem „Produzentensplitting“, aber das neue Werk ist nicht so durchschlagend geworden wie der Fullbliss-Vorgänger „This Temple Is Haunted“.
WeiterlesenKing’s X: Live All Over The Place
Als Freund des texanischen Groove-Trios kann man sich über zu wenige Veröffentlichungen nicht beschweren, aber das Beste haben sich King’s X mehr als 15 Jahre aufgespart. Nach zehn Studioalben und unzähligen Sideprojects ist „Live All Over The Place“ tatsächlich das erste Livealbum der Band. Wer die Drei jemals on stage gesehen hat, hat auch schon den ein oder anderen andächtigen Kniefall hinter sich und kann sich dieses Erlebnis jetzt endlich ins CD-Regal stellen. Leider lässt die Aufnahmequalität ein bisschen zu wünschen übrig, aber das Livefeeling wird gut transportiert.
WeiterlesenOl‘ Dirty Bastard
Der US-amerikanische Rapper und Wu-Tang Clan-Mitbegründer (bürgerlich: Russell Tyrone Jones) stirbt zwei Tage vor seinem 36. Geburtstag in einem Musikstudio in New York. Todesursache: zu viel Kokain und Schmerzmittel auf einmal.
Talib Kweli: The Beautiful Struggle
Während sein einstiger Duettpartner Mos Def (aus Black Star-Zeiten) weiterhin mehr der Schauspielerei, denn der Musik frönt und lediglich hier und da mit einer Maxisingle auf sich aufmerksam macht, hat Talib Kweli in der Zwischenzeit sein neues Album „The Beautiful Struggle“ produziert.
WeiterlesenLawn: Backspace
Irgendwie passt bei Lawn alles zusammen. Sie tourten im Vorprogramm von Sophia, der kongenialen Band von Robin Proper-Sheppard. Sie waren zu Gast auf dem Haldern Pop-Open Air, dem schnuckeligsten und besten Open Air für Indie-Fans überhaupt. Ihr neues Album „Backspace“ nahmen sie dann auch noch mit Pieter Kloos, dem Soundmann von Motorpsycho und Mitglied von 35007/Loose, auf.
WeiterlesenIan Brown: Solarized
Wie aus dem Nichts erscheint das neue Soloalbum des einstigen Stone Roses-Frontmannes Ian Brown. „Solarized“ knüpft nicht wirklich dort an, wo er anno 2001 mit „F.E.A.R.“ aufgehört hatte. Schon im ersten Satz des Begleitschreibens der Plattenfirma heißt es, Brown sei zu den „baggy grooves“ der Acid-Ära zurückgekehrt.
WeiterlesenMick Hanly: Wish Me Well
Schade, dass er sich hierzulande so rar gemacht hat. Der irische Singer/Songwriter, der auf den britischen Inseln und in den USA nach wie vor äußerst beliebt ist und auch als Live-act geschätzt wird, bereist nur noch sehr selten den europäischen Kontinent. Er habe erkennen müssen, sagt er, dass seine (oft komplexen) Songtexte oft nicht verstanden würden – und dies frustriere ihn eben.Deshalb toure er praktisch nicht mehr außerhalb des anglophonen Sprachbereichs. Eine nicht ganz nachvollziehbare, aber zu respektierende Position. Ich wünschte mir, so manche simplen englischsprachigen Texte nicht verstehen zu müssen! Dabei „funktionieren“ Hanlys Songs & Ballads nicht nur über die lyrics. Er weiß nämlich Melodien zu schmieden, die letztlich hängen bleiben.
WeiterlesenAlpha Safari: Commercial Suicide
Entombed + Misery Loves Company = Indierock. Dass diese Rechnung aufgeht, hätte ich nicht gedacht. Hinter Alpha Safari verbergen sich mit Ulf Cederlund (Entombed) und Patrick Wirén (Misery Loves Company) zwei bekannte Namen, die mit ihren Hauptbands um einiges wilder am Start sind. Hier frönen sie einer guten Mischung aus Post-Rock, Indie und Alternative und jubeln 12 coole Songs unters Volk.
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Alpha Safari: Commercial Suicide
Threeman
