Resident Evil: Apocalypse

Milla Jovovich kann sich freuen. Der zweite Teil des Zombie-Spektakels „Resident Evil“ ist äußerst erfolgreich in den US-Kinos angelaufen und spielte in wenigen Tagen knapp 24 Millionen Dollar ein. Mehr als der Vorgänger, der bekanntermaßen zu einem großen Teil in Berliner U-Bahn-Schächten gedreht wurde. Passend zu den Gruseleffekten musste natürlich adäquate Musik ausgesucht werden.

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Joy Denalane: Manami Live

Ein Studioalbum und schon ein Livealbum? Das ist ungewöhnlich. Erst recht, wenn es sich um eine der wenigen deutschen Soulstimmen handelt.«Das kam mir nicht ungewöhnlich vor. Ich fand, es war jetzt der richtige Zeitpunkt. Vielleicht liegt es auch daran, dass das Livespielen in der Musiklandschaft mittlerweile eine ganz andere Rolle eingenommen hat. Musik wird mehr denn je über Konzerte wahrgenommen, gar nicht mehr so viel über die Verkäufe», meint Denalane und mag damit vielleicht recht haben. Nicht zuletzt wegen der CD-Brennerei.

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Jimmy Eat World: Futures

Endlich. Was hatte die Emo- und Indie-Gemeinde auf den Nachfolger zu dem phänomenalen Album „Bleed American“ warten müssen. Seufz. Nun ist es da: „Futures“. Einen kurzen Einwurf an dieser Stelle: Dass das Jimmy Eat World-Lager nach wie vor gespaltener Meinung ist und die einen alles lieben was die Band bis zu „Bleed American“ veröffentlichte und die anderen alles seit ihrem globalen Durchbruch, diese Diskussion möchten wir an dieser Stelle getrost außen vor lassen. Wir reden heute nicht über die Fans, sondern über die Band.

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Woven Hand – Consider The Birds

Man kommt an David Eugene Edwards nicht vorbei ohne das Wort ‚Atmosphäre‘ in den Raum zu schmeißen. Er klimpert ein bisschen auf der Klaviatur der Seele und schickt dich mit wenigen Tönen von der Erlösung zur ewigen Verdammnis.Der Opener „Sparrow Falls“ führt in melodischen Treibsand, bei anderen Stücken, wie dem bedrohlichen „Off The Cuff“, ist der Untergang schneller besiegelt. Textlich kreist David Eugene Edwards diesmal mehr um die Erlösung als um die Verdammnis, klingt aber wie jemand, der Erlösung verdammt nötig hat.

„Consider The Birds“ ist ein so großartiges Album, dass man sich ernsthaft fragen muss, wie Sixteen Horsepower das toppen wollen.


Woven Hand
Consider The Birds
Glitterhouse/Indigo
VÖ: 20.9.2004
Link: http://www.16horsepower.com/wovenhand/

Jeffrey Eugenides: Middlesex

Die Warnung zu Beginn des Buches ist ganz schön kühn: der Erzähler schickt entschuldigend voran, er könne manchmal ganz schön homerisch werden. Die bevorstehende Geschichte habe also etwas vom wohl berühmtesten griechischen Epos. Klingt vermessen. Aber um´s kurz zu machen: er darf das. „Middlesex“ gehört zu den besten Geschichten, die man sich überhaupt ins Bücherregal stellen kann.
Auch die andere Pointe gibt der Erzähler gleich zu Anfang preis: er ist Hermaphrodit. Als Mädchen geboren und erzogen. Aber in Wahrheit ein Junge. Als der er später gewissermaßen zum zweiten Mal geboren wird.

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King’s X: Live All Over The Place

Als Freund des texanischen Groove-Trios kann man sich über zu wenige Veröffentlichungen nicht beschweren, aber das Beste haben sich King’s X mehr als 15 Jahre aufgespart. Nach zehn Studioalben und unzähligen Sideprojects ist „Live All Over The Place“ tatsächlich das erste Livealbum der Band. Wer die Drei jemals on stage gesehen hat, hat auch schon den ein oder anderen andächtigen Kniefall hinter sich und kann sich dieses Erlebnis jetzt endlich ins CD-Regal stellen. Leider lässt die Aufnahmequalität ein bisschen zu wünschen übrig, aber das Livefeeling wird gut transportiert.

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Mick Hanly: Wish Me Well

Schade, dass er sich hierzulande so rar gemacht hat. Der irische Singer/Songwriter, der auf den britischen Inseln und in den USA nach wie vor äußerst beliebt ist und auch als Live-act geschätzt wird, bereist nur noch sehr selten den europäischen Kontinent. Er habe erkennen müssen, sagt er, dass seine (oft komplexen) Songtexte oft nicht verstanden würden – und dies frustriere ihn eben.Deshalb toure er praktisch nicht mehr außerhalb des anglophonen Sprachbereichs. Eine nicht ganz nachvollziehbare, aber zu respektierende Position. Ich wünschte mir, so manche simplen englischsprachigen Texte nicht verstehen zu müssen! Dabei „funktionieren“ Hanlys Songs & Ballads nicht nur über die lyrics. Er weiß nämlich Melodien zu schmieden, die letztlich hängen bleiben.

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Alpha Safari: Commercial Suicide

Entombed + Misery Loves Company = Indierock. Dass diese Rechnung aufgeht, hätte ich nicht gedacht. Hinter Alpha Safari verbergen sich mit Ulf Cederlund (Entombed) und Patrick Wirén (Misery Loves Company) zwei bekannte Namen, die mit ihren Hauptbands um einiges wilder am Start sind. Hier frönen sie einer guten Mischung aus Post-Rock, Indie und Alternative und jubeln 12 coole Songs unters Volk.

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Alpha Safari: Commercial Suicide
Threeman