Tag 24

Back to the roots. Hinternet gibt es seit 1994. Damals kam es noch als abluffähiges Programm daher. Das WWW war noch wüst und ziemlich leer, Modems noch rar und die Übertragungsgeschwindigkeiten lächerlich (immer verglichen mit heute). Deshalb verteilten wir Hinternet auch mittels Disketten.
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Projekt ORGASMUS

In letzter Zeit häufen sich →die Klagen über schädliche, weil nicht den Vorstellungen der Autorinnen und Autoren gemäße Besprechungen literarischer Werke. Der wirtschaftliche Schaden, den solche „Rezis“ anrichten, ist in der Tat enorm und gerade in Zeiten von Eurokrise, schleichender Inflation und Sinnverlust ein nicht zu unterschätzender Standortnachteil für die deutsche Literaturwirtschaft. Doch solange jede und jeder als „Rezensent“ tätig sein kann, solange kein Regelwerk den respektvollen Umgang mit Literatur auf eine vernünftige objektive Grundlage stellt, lässt sich diesem Unwesen kaum Einhalt gebieten.

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Tag 22

Memories are made of this. Eine gute Freundin brachte mir vor rund 20 Jahren – als sie nach 2 Jahren von ihrem sechswöchigen Anerikatrip zurückkam – zwei sportliche Präsente mit: eine Football-Eiswürfelform und einen Baseball-Trinkbecher mit Spielern der Minnesota Twins.
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Joachim Linder (1948 – 2012)

Es waren nicht die Kriminalromane an sich, die ihn interessierten. Aber er suchte das Kriminelle in den Romanen, die Spuren des Rechts in der Literatur, das Literarische in der Rechtsprechung ebenso. Vor allem letzteres verhinderte, dass er sich Illusionen über das „objektive Recht“ machte, gar von einer Gleichsetzung Recht = Gerechtigkeit träumte. Er war ein Realist, der die Literatur liebte und befragte, ein Kenner jener „alten Krimis“ zumal, von denen man anderswo immer noch nicht weiß, dass es sie gibt. Und er war, natürlich, ein streitbarer Diskussionspartner. Im Laufe der Zeit hatte man sich angewöhnt, auf Joachim Linders Reaktionen zu bestimmten Themen geradezu zu warten. Und natürlich kamen sie. Jetzt nicht mehr. Am 12. Januar 2012 ist Joachim Linder, Betreiber des Blogs →„Notizen und Texte“ im Alter von 63 Jahren verstorben.

Tag 18

Wer unter unseren bekannt konsumorientierten Lesern kennt das nicht? Da versucht man mit dem Stand der Technik mitzuhalten und ordert im Internet Smartphone, Rasierapparat, Föhn, Toaster, Kaffeemaschine, Blu-ray-Player, Kompaktanlage und 60 Zoll Flachbildschirm. Kurz darauf schnauft der DHL-Mann die paar Stufen zu unserer Haustür herauf mit einem Paket, doppelt so schwer (die Handbücher, die Handbücher, siehe →Tag 13) und mindestens viermal so groß (die Verpackung, die Verpackung!) wie das bestellte Objekt der Technobegierde.
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Tag 17

Wir öffnen die Büchse der Pandora. Obwohl meine Mutter gar nicht Pandora hieß. Aber nach ihrem Tod vor vier Jahren habe ich den Küchennachlass geerbt, der jetzt in meinem Keller zwischengelagert ist. Der Bestand muß dringend einer Revision unterzogen werden und das dürfte teilweise gar nicht so einfach werden – ist doch einiges ziemlich erinnerungsbehaftet.
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Tag 13

Read the fucking manual! Wie oft habe ich diesen Satz schon benutzt, wenn Bekannte – von tiefschürfenden Problemen geplagt – anrufen. „Weißt Du, wo bei meinem Drucker das Papier reinkommt?“, „Und wo kommt es wieder raus?“ oder „Wie berechne ich in Excel die Wurzel von -1?“
Also wirklich. RTFM!
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