Im Zentrum von „In the Midnight Hour“ der Krimi-Autorin (und Soziologin) Michelle Spring steht eine Familie, der vor 12 Jahren ein Kind abhanden gekommen ist und die nicht weiß, ob dieses Kind tot ist oder irgendwo lebt. Sensibel und gekonnt verwendet die Autorin dieses Thema als Hintergrund für ihren 2001 erschienenen Roman.
WeiterlesenKategorie: Watching the detectives
Krimievent
Keine Frage: Der Herausgeber und Kritiker T.W. ist ein Tausendsassa. Jetzt tritt er auch als →Kunstesser in Frankfurter Privatwohnungen (!) auf und demonstriert seinen souveränen Umgang mit Messer und Gabel:
WeiterlesenRest der Welt

Deutschsprachige Krimis – und der Rest der Welt. Das geht unseren hiesigen AutorInnen doch runter wie Butter, oder? Einige der Highlights des Krimiimportjahres 2005 – aber eben nicht nur. Auch noch nicht übersetzte Werke werden vorgestellt, Autoren porträtiert und befragt. Und David Peace, frisch gekürter Krimipreisträger, schreibt selbst. Hier die Einzelheiten.
WeiterlesenSmarf schreibt einen Krimi
Ich mag Smarf, weil er offensichtlich Anobella nicht mag. Soll nicht heißen, dass ICH Anobella nicht mag. Aber offensichtlich Leute, die Anobella nicht mögen. Hm. Jedenfalls: Seit kurzem schreibt Smarf auch einen →Krimi . Peu à peu. Soll nicht heißen, dass ich den jetzt gelesen hätte. Aber man kann natürlich. Sogar →Anobella liest ihn, obwohl sie Smarf, der sie ja nicht mag, wahrscheinlich auch nicht mag.
Blick nach vorn
So, vorbereiten auf die nächste Woche der → Skandale und wilden Geschichten. Am Montag gibt es einen weiteren enthüllenden Blick in das Inhaltsverzeichnis des aufsehenerregenden Krimijahrbuchs 2006.
WeiterlesenAussage
Weiterlesen„Geburtstag hat Edgar Allan Poe, von dem viele Doofis behaupten, er habe den Kriminalroman erfunden.“
Jerome Charyn: Marilyn the Wild
Anlässlich des Erscheinens der Taschenbuchausgabe wiedergelesen und wieder faszinierend: Jerome Charyns „Marilyn the Wild“. Wem das alte Schwarz und Weiß und Gut und Böse der schlichten Genregesetzgebung zum Halse heraushängt, findet hier sein Referenzwerk.
WeiterlesenNovitäten

Nach den bunten Verlagsprospekten, die mir der Postmann unter den nicht vorhandenen Weihnachtsbaum gelegt hat, folgen nun langsam die eigentlichen Objekte der Begierde und Werbetexterphantasien: die Novitäten des Frühjahrs. Hier die ersten drei.
WeiterlesenZwei Preisträger
Unterschiedlicher können Gewinner kaum sein. Hier steigt einer in Dantes Inferno und verbrennt; dort macht einer seinen Job und morgen wartet der nächste. Seit gestern haben David Peace, „1974“ und Norbert Horst, „Todesmuster“, wenigstens eines gemeinsam: den Gewinn des →Deutschen Krimipreises 2006. Aber damit hört es nicht auf.
WeiterlesenNaomi Hirahara: Summer of the big Bachi
Die US-Bürger japanischer Abstammung finden in den meisten US-amerikanischen Büchern wenig Beachtung. Viele von diesen US-Bürgern lebten (und leben) an der Westküste der USA. Während des 2. Weltkrieges wurden die meisten der damals in den USA lebenden japanischstämmigen US-Bürger interniert. Männer konnten der Internierung nur entgehen, wenn sie sich als Soldaten verpflichteten, Frauen hatten kaum eine Möglichkeit dem Lager zu entkommen. Einige gingen auch in den späten 30er Jahre nach Japan zurück, und so verweist dann auch die Eingangssentenz des Buches „Summer of the big Bachi“ von Naomi Hirahara darauf, dass 500 der 210.000 Überlebenden des Atombombenabwurfs auf Hiroshimas in ihre Heimat, die USA, zurückgingen.
WeiterlesenGewinnspiel
Hm, das soll jetzt nicht die Regel werden. Aber mir ist eine Doublette von Karl Brauns „Mordgeschichten“ (1875) zugelaufen, für die jetzt ein neues Herrchen oder Frauchen gesucht wird. Nichts für Anfänger, also muss eine gaaaanz schwere Frage beantwortet werden. Nämlich die: Er wurde von einem berühmten Poeten erstmals ins Französische übersetzt. Nennen Sie eine Geschichte von ihm, in der Kannibalismus praktiziert wird. Wer als erster die richtige Antwort in den Kommentar postet und eine valide Emailadresse angegeben hat, ist lucky winner.
Deutscher Krimipreis 2006
Gerade →via Alligatorpapiere reingekommen: Die Preisträger des Deutschen Krimipreises 2006! Besonders der 1. Rang von Norbert Horst in der nationalen Kategorie freut mich. Heinrich Steinfest macht den zweiten, A.P. geht diesmal leer aus, müssen auch mal andere ran. Schorlau fange ich morgen an zu lesen, also noch kein Urteil. David Peace „1974“ dominiert die internationale Kategorie, keine Überraschung. Deon Meyer als Zweiter und Arne Dahl als Dritter: auch nicht unbedingt. Pech für Fred Vargas, wie denn heuer Damen schlechte Karten hatten. Was aber sicher Zufall ist. Summa: Doch, doch, gut gewählt.
Die deutschsprachige Abteilung

Das Krimijahrbuch 2006 trennt deutschsprachige von übersetzten (und noch nicht übersetzten) Krimis. Das ist keine Extrawurst und schon gar nicht Ausdruck einer Geringschätzung deutschsprachiger Werke. Aber das verdichtete Bild einer „Szene“ können wir natürlich nur für das Einheimische versuchen, nicht für USA, Großbritannien und andere Hochburgen der Krimikunst. Was den Leser an Betrachtungen zum deutschsprachigen Krimi erwartet, kann man jetzt offiziell nachlesen.
WeiterlesenJetzt – nichts
Der ja hier und andernorts schon genügend mitgeteilte Werbefeldzug der Süddeutschen Zeitung für die Kriminalbibliothek der Süddeutschen Zeitung in der Süddeutschen Zeitung hat auch in → JETZT , dem, na was eigentlich, Kulturmagazin der Süddeutschen Zeitung ihre Spuren hinterlassen. Gott sei gelobt muss man nur die ersten Sätze lesen, um mit dem Lesen wieder aufhören zu dürfen.
WeiterlesenSZ-Krimiblog
Wie mir meine Gewährsfrau →Anobella soeben glaubhaft versicherte, hat nun auch die Süddeutsche Zeitung einen Krimiblog. Jawoll: einen, nicht ein (was denn auch gleich im ersten Kommentar bemosert wurde).
WeiterlesenHistorienschinken

Der Herr dpr ist ja eigentlich ein sehr netter Mensch. Hat seine Macken, aber na, wer hat die nicht? Eines aber sollte man vermeiden, wenn man in seiner Nähe ist: „Historienkrimis“ zu loben. Ui, da färbt sich das Bloggerköpfchen zornesrot!
WeiterlesenSexblog?

Dass wir das sind, könnte man meinen, liest man sich durch die Liste der von lüsternen Lesern eingegebenen Google-Suchbegriffe, die auch auf diesen seriösen Krimiblog hier verweisen. Beispiele von heute: „das erste mal einem Jungen einen runterholen“ – „knieende Frauen“ – „Penis abgeschnitten“. Daraus könnte man glatt einen Porno-Kurzkrimi machen! Google, ick liebe dir!
Christian von Ditfurth: Das Luxemburg-Komplott
Am 15. Januar 1919 ermorden Mitglieder eines Freikorps Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht, die Führer des Spartakusbundes, und schlagen damit endgültig den gemeinsam von Spartakisten und der Unabhängigen Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (USPD) initiierten „Januaraufstand“ nieder. Das sind die historischen Fakten. Was aber wäre geschehen, hätte man Luxemburg und Liebknecht freigelassen und die Revolution gesiegt? Das ist die Fiktion, aus der Christian von Ditfurth einen bemerkenswerten Politthriller gemacht hat.
WeiterlesenEilmeldung
Soeben sind die Referenzexemplare von Carl von Holteis „Schwarzwaldau“ bei mir eingetroffen! Überraschend gut und, so auf den ersten Blick geschätzt, fehlerlos. Dem Verlag bestätigen – und dann wird gedruckt. Auslieferung also demnächst, legt mich nicht auf einen Termin fest.
WeiterlesenRezensionen 10/05 – 12/05
Und hier der Rest von 2005. 33 blitzsaubere Rezensionen, davon 11 zu deutschsprachigen Titeln, 8 zu von Frauen verfassten. Das kann nur besser werden im nächsten Jahr, unser Beauftragter gegen Deutschkrimi- und Frauenbenachteiligung steht mir schon auf den Zehen. Bei Gelegenheit gibt es eine Jahresliste aller Rezensionen der fleißigen Mannschaft dieses Blogs.
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