Werden Sie Wtd-Poweruser!

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Wtd-LeserInnen sind die Avantgarde des Krimibildungsbürgertums. 98& besitzen einen Kraftwagen, 61% zwei Paar Hosen und immerhin noch 19% leisten sich von Zeit zu Zeit einen Intelligenzquotienten. Damit liegen wir, was die Konsumentenstruktur angeht, bedeutend über dem Durchschnitt! Zum Vergleich die LeserInnen von Krimiblog.de: 70% halten Poe für einen wahlweise spanischen oder italienischen Fluß, 53% Ani für den Plural von Anus und 39% erkennen in Ludger Menke die Inkarnation des Wittenberger Kirchentürschänders Martin Ludger. Und jetzt erhalten Wtd-LeserInnen einen weiteren Informationsvorsprung: Werden Sie Wtd-Poweruser!

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Vermischtes

An wirklich großen Themen aus der bunten Welt des Krimis mangelt es in der nachösterlichen Woche. Hat Frau Schenkel abgeschrieben und wenn nicht, warum nicht? Wird Ludger Menke Deutschlands literarischer →Superblogger, erhält er die legendären Warholschen 15 Minuten Berühmtheit, die ihm allemal zustehen? Wir müssen abwarten. Und sonst? Ein Streifzug durch die Kleinigkeiten des Dies & Das.

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Pieke kupfert ab

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Was? Die jetzt auch? Das „Krimijahrbuch“-Covergirl eine Plagiateuse? Nee, jetzt mal gaaanz ruhig: Pieke doch nicht! Die ist immer Original, auch in ihren Kriminalreportagen. „Abgekupfert“ heißt die neueste, wie stets am Sonnabend 14. April 2007 in DER TAGESSPIEGEL und im RBB-Inforadio 93,1um 11:45 Uhr (Wiederholungen: um 19:45 und in der folgenden Nacht um 0:45 und 5:45).

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Rainer Gross: Grafeneck

Die „Tannöd“-Klone schmoren schon in den kreativen Röhren. Neuer Deutscher Heimatkrimi: nachdenklich, rückwärtsgewandt, dünnleibig. Wer wohl wird der / die Erste auf der Welle sein? Rainer Gross, das steht fest, ist es nicht. Dem ist mit „Grafeneck“ ein sehr eigenständiges, sehr vielversprechendes Debüt gelungen.
Dabei musste mit dem Schlimmsten gerechnet werden. „Ein melancholischer Krimi, ein dunkler Heimatroman“, warnt der Klappentext. Ort des Geschehens: ein Dorf auf der Schwäbischen Alb. Wir lernen den Protagonisten kennen, Hermann Mauser mit Namen, Schullehrer, knapp über 60, der Dorfkauz, fährt gerne Motorrad und kriecht in dunkle Höhlen.

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Dumm gelaufen

Es hätte so nett werden können. Im Rahmen des „Jahres der Geisteswissenschaften“ hat die EU das Programm „Royalties Exchange“ aufgelegt. Und das geht ungefähr so: Hat etwa Astrid Paprotta einen neuen Krimi geschrieben und dpr ein Büchlein über Astrid Paprotta, dann erhält A.P. die Honorare aus dem Paprotta-Büchlein und dpr kann sich über die fetten Einnahmen freuen, die ein Paprotta-Krimi aber allemal abwirft. Sollte man meinen. Tja. Dumm gelaufen.

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Ostern

So. Feierabend. Über Ostern werden keine Detektive beobachtet. Sondern →DAS=DA wird in eine erste lockere Form gebracht. Es geht um kleine indische Eisbären, rote Heringe im toten Meer und die Frage, warum das Schlechte gut wird, wenn man das Gute für das Schlechte hält. Den typisch saarländischen Ostergruß – „Ich wünsche euch viele dicke Eier!“ – schenke ich mir. Beißt den Osterhasen die Ohren ab.

Anne Perry: Das dunkle Labyrinth

Bitte keine historischen Kriminalromane mehr, die „hervorragend recherchiert“ sind! Keine Potemkinschen Dörfer mit Baumaterialien aus Geschichtsbüchern, keine „Ausflüge in die Vergangenheit!“ Mag ja alles lehrreich sein. Aber eben doch nur Vergangenheit aus zweiter Hand. Gebt uns Originale – oder aktuelle Krimis, die sich nicht in Faktenhuberei erschöpfen. Gebt uns, zum Beispiel, Anne Perry.

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Kriminetz

Gemäß Redaktionsbeschluss vom 2.4.07 bin ich ja jetzt auch Mitglied eines →„sozialen Netzwerks“ in Sachen Krimi. Wir durften einfach nicht zulassen, dass →DER=DA alleine die Visitenkarte für deutsche Krimiblogs abgibt. Außerdem: In Deutschland haben wir alles erreicht, was ein Krimiblog nur erreichen kann. Nun erobern wir die Welt. Gut, man muss so manche Kröte schlucken. Die etwa, den Krimiblogger M. aus H. jetzt offiziell zum „Freund“ zu haben. Aber der Kollege ist bereits auf dem Rückzug und hat sein eigenes sektiererisches →„Kriminetz“ gegründet. Wehret den Anfängen! Tretet massenhaft bei! Nur der Aufstand der Guten kann dieses Netzwerk des Bösen auf den Pfad der Tugend lenken!

Krimistreik

Vor Wochenfrist noch präsentierte die „Deutsche Krimilesergewerkschaft“ stolz ihr einmillionstes Mitglied – jetzt macht sie ernst. Wie die Nachrichtenagenturen soeben vermelden, hat die DKLG – Wahlspruch: „Mehr Qualität im Krimi! Dafür kämpfen wir!“ – zu einem unbefristeten Streik ihrer Mitglieder aufgerufen.

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Sehen, hören, riechen

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Erinnern wir uns: Die Geschichte des uns heute geläufigen Krimigenres beginnt mit einem Hoch auf die Logik. Geniale Detektive erkennen die Verbrechen und ihre Urheber, indem sie Zeichen lesen, miteinander verknüpfen und Schlüsse ziehen. Später wurde das anders. Dazu drei Zitate, eins aus einem alten Krimi, zwei aus aktueller Produktion.

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Vierzehn

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Als ich vor jetzt 22 Jahren meine erste Zeitschrift gegründet habe, hatte ich null Leser. Nach der ersten Ausgabe waren es 21 Abonnenten. Nach der fünften 60. Und ganz am Schluss: 75. Und das war nun wirklich was für Hardcore-Leute! Und ist heute, kein Witz, eine gesuchte Rarität!

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