Mit dem Sonnenorchester verbringt man gerne einen Tag am See und lässt die Sorgen Sorgen sein und fünf mal gerade. Es plätschert, piept und zirpt an allen Ecken und Enden. Der Kassettenrecorder, irgendwo liebevoll unter einem Busch im Schatten platziert, vertont die Sommerhitze und das dazu passende Ambiente von nackten Körpern im See oder beim Schwitzen in der Sonne liegend.
Kategorie: Musik
Untitled
Punkrock kalifornischer Herkunft erfreut sich weiterhin großer Beliebtheit. Bouncing Souls geben keinen Anlass von dieser These abzulassen. Ihr neues Album ist Party-Punkrock mit Gute-Laune-Garantie.
(7 Fritten)
Bouncing Souls: How I Spent My Summer Vacation
(Epitaph/Connected)
Blink 182: Take Off Your Pants And Jackets
Die einen sagen Kinderfasching dazu, andere ergötzen sich an dem unbekümmerten Punkrock von Blink 182. In Kalifornien scheint das Wetter wirklich nie so schlecht zu sein, dass man für längere Zeit übel gelaunt ist. Blink 182, da weiß man zu erwarten hat.
(4 Fritten)
Blink 182: Take Off Your Pants And Jackets (MCA/Polydor/Universal)
The Rosenbergs: Mission:You
„Sucking On A Plum“ – der Titel an sich ist schon ein Rieseneinstieg. Aber von Pflaumen ist das New Yorker Quartett weit entfernt. Diese Jungs haben sich die Melodien tonnenweise reingefahren und frönen ausgelassenem Power-Pop.
WeiterlesenThe Pearlfishers: Across the Milky Way
Der Sommer trägt unterschiedliche Kollektionen. Bei den einen kommt er Ballermann-haft krachend daher, in grellen Farben, mit fiesen Hooks und schon von weitem winkend. Aufdringlich halt. Und unnatürlich fröhlich. Bei anderen darf der Sommer noch Mensch sein: melancholisch, auch wenn die Sonne scheint. Elegisch, manchmal gar. Er darf in zarten Farben schimmern, die Welt verzaubern und sich in Demut vor der Natur verneigen.
WeiterlesenHosh: Hosh
Es gibt Alben, über die mag man als Kritiker gar nicht schreiben. Ganz selten sagt dann das Gehirn „Nein“, während die Ohren begeistert sind. Also, Ratio über Bord, kein Gejammer über Innovation und eigenes Profil – mir gefällt „Hosh“. Das selbstbetitelte Album des deutschen Quintetts steht zwar komplett im Schatten amerikanischer Vorbilder, hat aber trotzdem Farbe abbekommen. Das schlägt sich dann in so starken Songs wie „It’s Not Your Fault“, „Metaphor For You“ oder „Corn Mummy“ nieder.
WeiterlesenMichael Fitz: Gleichgewicht
Wer den Fehler begangen hat, in die ARD-Serie „Die Boegers“ länger als fünf Minuten reinzuschauen, sollte sein Urteil nicht auf die neue CD von Michael Fitz übertragen. Sein fünftes Werk „Gleichgewicht“ ist ein solides Popalbum mit deutschen und englischen Texte sowie je einem französischen und italienischen Beitrag. „Chi“ driftet zwar ein wenig in Richtung Francesco Napoli ab, aber Michael Fitz ist als Typ zu glaubwürdig um ihn als Schnulzenträllerer abzutun.
WeiterlesenVideo Noise: Video Noise
Erst 19 Jahre alt und doch schon steckt er ganz tief drin in der Elektronik. Christian Sörgel hat vor zwei Jahren dem Wunsch nicht widerstehen können, in den eigenen vier Wänden Klangexperimente auszutüfteln und diese per Computer mitzuschneiden. So wie viele Hobbymusiker das von Zeit und Zeit tun. Das Resultat gemastert hat übrigens Michael Heilrath, der Mann hinter Couch und Blond und gemischt Sörgel selbst, der sich langsam als Wunderkind zu entpuppen scheint.
WeiterlesenAlpha Motherfuckers: A Tribute To Turbonegro
Wahrscheinlich war es gut so, dass sich Turbonegro auflösten. Es ist nicht anzunehmen, dass sie ihre beiden Meisterwerke „Ass Cobra“ (1996) und „Apocalypse Dudes“ (1998) noch hätten toppen können. Es heißt ja, man soll aufhören, wenn es am Schönsten ist. Ob es am Ende noch so schön und aufregend war, bei Turbonegro mitzumachen, steht auf einem anderen Blatt. Nicht nur Sänger Hank hatte zu dem Zeitpunkt völlig den Kontakt zur Realität verloren. Arroganz stand in großen Lettern auf ihren Fahnen. Aber man will ihnen das selten vorwerfen und erinnert sich statt dessen lieber an die Tage, als ihre Musik im Vordergrund stand. Nicht ihr Image oder ihr pöbelhaftes Benehmen.
WeiterlesenMitchel Forman Trio: Patience
Das Instrumentalalbum „Patience“ ist gleichermaßen spannend wie entspannend. Der Jazzpianist Mitchel Forman geht in den ersten drei Stücken erstaunlich melodisch zu Werke und lässt den Jazz nur durchschimmern („Patience“). Erst im weiteren Verlauf entlockt er seinen Tasten eben diese Klänge, bei denen Jazz-Hasser immer proklamieren, dass hier irgend jemand nicht mehr die richtigen Töne findet („Speedy“).
WeiterlesenGas Giant: Pleasant Journey In Heavy Tunes
Dänemark rockt wieder! Nachdem es schon länger kein nennenswertes Lebenszeichen aus dem Kreise der dänischen Musikergilde gab, brechen Gas Giant den Bann des Schweigens. „Too Stoned“ singen sie im Opener ihres Debüts und untermauern den Refrain dieses Singalong-Glanzstückes mit psychedelischen Sounds à la Monster Magnet und Fu Manchu. Die gehören wohl zu ihren größten Faves, hört man im Verlauf der Scheibe doch einige Male deutliche Parallelen zu den Amis heraus – siehe „All Creatures“ und „Super Sun Trigger“.
WeiterlesenBalduin: Creative Cookery
Loops und Beats genügten Balduin, der in den Schweizer Alpen aufwuchs, um seine kreativen Kochkünste in die Tat umzusetzen. Das Menü besteht fast ausschließlich aus Nu Jazz-Zutaten, die den oben genannten elektronischen Weg auf den Teller des Hörers gefunden haben. Eine gelungene Abwechslung für den Magen.
(7 Fritten)
Balduin: Creative Cookery
(Crippled Dick Hot Wax/EfA)
New American Shame

Rotzrock-Offensive aus Seattle
Manche Alben liegen Monate nach ihrer Veröffentlichung immer noch wie Blei im Regal und entwickeln sich erst nach einiger Zeit zum Megaseller. „Throwing Copper“ von Live ist dafür sicherlich ein Paradebeispiel. Das Debüt von New American Shame wartet auch schon gut sechs Monate auf den Wendepunkt des Bekanntheitsgrades und der Verkaufszahlen. Sieht man mal von den Lobeshymnen eines deutschen Hardrock-Magazins ab, ist das Quintett faktisch unbekannt.
WeiterlesenIced Earth: Horror Show
Lang erwartet und bereits im Vorfeld heiß diskutiert: Das siebte Langeisen von Iced Earth. Die Zusammenarbeit mit Hansi Kürsch von Blind Guardian bei Demons & Wizards scheint Jon Schaffer nachhaltig beeinflusst zu haben. „Horror Show“ hat in Sachen Chören und Bombast eine kleine Schlagseite in diese Richtung bekommen. Macht aber Nix, macht gar Nix. Geschwindigkeits- und Härtefanatiker werden zwar jammern, weil das neue Werk kein gnadenloser Nackenbrecher geworden ist, aber dafür haben Iced Earth ein überraschend abwechslungsreiches Album eingezimmert.
WeiterlesenG. Rag Y Los Hermanos Patchekos: 0321H

Oh doch, sie haben richtig gelesen. Bandname stimmt und Albumtitel sowieso. Nein, ist nicht die Katalognummer, ist der Titel und man sollte ihn folgendermaßen aussprechen: oh-dreieinazwanzg-ha. Ganz bestimmt. Die Musik ist ebenso wenig ein Irrtum. Die 11-köpfige Band stammt aber nicht aus Texas oder der mexikanischen Einöde, sie kommt schnurstracks aus München und klingt doch alles andere als bavarisch.
WeiterlesenNikolo Kotzev: Nostradamus
Die Zeiten stehen schlecht für melodischen Hardrock – lange vorbei die Tage, an denen diese Art von Musik die breite Masse begeistert hat. Schade für die Rockoper „Nostradamus“, die so nie die Aufmerksamkeit bekommen wird, die sie verdient. 21 Stücke auf Doppel-CD über den französischen Arzt und Astrologen Michel de Notre-Dame. Der bulgarische Gitarrist Nikolo Kotzev hat in drei Jahren dieses Werk erarbeitet und bemüht zum Einen die sattsam bekannte Kombination aus Orchester und Rock, zum Anderen ist die Oper so homogen und einfallsreich, dass man das Geschehen förmlich vor sich sieht.
WeiterlesenThe Dickies: All This And Puppet Stew

Es gibt sie noch und sie rocken wie früher. Was ihre Nachfahren oft verzweifelt probieren, gelingt The Dickies noch im hohen Alter: stilvollen Punkrock zu erschaffen. Seit Ende der Siebziger sind sie zugange und trotz vieler Labelschwierigkeiten und mal längeren, mal kürzeren Pausen leben sie und haben die Lust an der Musik nicht verloren.
WeiterlesenParagon Of Beauty: Comfort Me, Infinity
Keine Ahnung, ob es beabsichtigt ist, dass das Pseudonym des Sängers Monesol (fast) ein Anagramm von „lonesome“ ist, würde aber gut passen. Paragon Of Beauty tummeln sich im selben Teich wie Düsterrocker á la Katatonia, haben in ihren Songs aber einen stärkeren Alternative-Touch.
WeiterlesenNew Found Glory: s/t

Nichts Neues von der Hampelmann- und Gute-Laune-Front. New Found Glory aus Coral Springs (Kalifornien) machen eben das, was viele andere schon vor ihnen gemacht haben: lustigen, eingängigen Punkrock ohne jedweden Tiefgang. Die Seichtwasserfahrt auf ihrem selbstbetitelten Album geht schnell ins Ohr und ebenso schnell wieder raus.
WeiterlesenDepeche Mode: Exciter
Knapp war es. Hätte Dave Gahan vor Jahren Erfolg gehabt mit seinen selbstzerstörerischen Zügen, wären eine der interessantesten Bands aus den Achtzigern ausradiert worden. Wer Depeche Mode-Fan ist, der wird wahrscheinlich schon seit vielen Jahren ihre Songs mit Anmut hören und ist jedes Mal gespannt, wenn es heißt, ein neues Album sei in der Mache.
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