„Abstrakt“ ist das erste, was einem zum neuen Sensorama-Album einfällt. Cluster statt Melodien. Geräusche, Rythmen, Entwicklungen- bestenfalls. Trotzdem oder deswegen: es ist ein schönes, faszinierendes Album.
WeiterlesenKategorie: Musik
Metalheadz Presents Platinum Breakz 03
Goldie, der Kerl mit dem Goldzahn und dem fiesen Grinsen, ist von seinen Leinwandaktivitäten zurückgekehrt. Ihm war nach Wiederbelebung seines einstigen Drum&Bass-Flagschiffs ‚Metalheadz‘. Es ist leider nicht mehr Mitte der Neunziger, als eine Veröffentlichung auf ‚Metalheadz‘ Garant für erstklassige Musik war. In der Zwischenzeit, in der sich der Labelmacher uninspiriert gab und die Füße hochlegte, haben andere das Zepter in die Hand genommen.
WeiterlesenUntitled
Aufgenommen mit Tery Edwards (ex-Gallon Drunk/Madness) und Paul Crocket, Produzent von Placebo, ist „Blue Gravy: Phase 9“ eine Sammlung neuer und überarbeiteter alter Stücke. Schnell, eingängig und unterhaltsam wie immer.
(7 Fritten)
Snuff: Blue Gravy: Phase 9
(Ten Past Twelve/Indigo)
Built to Spill: Ancient Melodies Of The Future
Grandiose Hymnen im perfektionierten Built to Spill-Sound: Walls of Sound aus Alternative-Gitarren und viel Psychedelik
–>ausführliche Rezension.
(9 Fritten)
Built to Spill: Ancient Melodies Of The Future
(WEA)
Continental Drifters: Better Day
Die Allstar-Riege der Continental Drifters lädt bereits zum dritten Mal zum Hörgenuss. Das Sextett um Peter Holsapple kann man getrost als traditionell bezeichnen, aber wie heißt es so nett: „Tradition verpflichtet“. Der Opener „Na Na“ vereint alle Trademarks der Band: Simple Melodie, knackig gespielt und mächtig viel Staub an den Stiefeln.
WeiterlesenSophie B. Hawkins: Timbre
Klassische Singer-Songwriter-Kunst im modernen Gewand. Sophie B. Hawkins präsentiert sich selbstbewußt mit Elektronik-Akustik-Mix. Ohne erkennbaren Smash-Hit, aber auf gleichbleibend hohem Niveau.
–>ausführliche Rezension
(7 Fritten)
Sophie B. Hawkins: Timbre
(Ryko/Zomba)
Danko Jones: I’m Alive And On Fire

Wer das Glück hatte, die Band auf ihrer Sommertour durch europäische Städte zu sehen, dürfte nunmehr hellauf begeistert sein. Wir hier in Saarbrücken mussten in den sauren Apfel beißen und auf Danko Jones verzichten. Die Band zog es vor, auf dem Roskilde Festival zu spielen anstatt im hübschen Saarbrücken das Hellmut zu rocken. Pech gehabt. Wenigstens die CD sollte aber rezensiert werden, denn Danko Jones könnten bald groß rauskommen und mit den „Veteranen“ At The Drive-In und den Newcomern The Strokes und Moldy Peaches (beide aus New York) Rock’n’Roll wieder in aller Munde bringen.
WeiterlesenLa Linea: La Musica
La Linea ist dieses weiße, italienische Strichmännchen, das in den Siebzigern über die Bildschirme flimmerte und sich dermaßen auskotzte, dass jeder sizilianische Pizzabäcker vor Neid erblasste. Hektisch, cholerisch und so anstrengend, dass man mehr als ein paar Minuten nicht ertragen konnte.
WeiterlesenJean Beauvoir: Bare To The Bones
Man schimpft ja immer über die großen Labels, die Jagd nach Airplay und wundert sich, warum ein Album an Wert verlieren soll, wenn keine Single drauf ist. Bei Jean Beauvoirs neuem Werk muss man sich aber wirklich fragen: W E R soll „Bare To The Bones“ kaufen? Diese Frage stellt sich viel weniger wegen der musikalischen Qualität, als wegen der Positionierung der CD.
WeiterlesenStille Volk: Satyre Cornu
Mittelaltermusik mit altfranzösischen Texten. Anstrengend wie joggen mit Joch, verdient aber mindestens genauso viel Aufmerksamkeit. Authentizität statt Jahrmarkt.
(7 Fritten)
Stille Volk: Satyre Cornu (Prophecy Productions/Connected)
Ponty Bone: Fantasize
Akkordeonklänge sind in der Rockmusik immer noch recht rar. Irgendwie assoziiert man wohl nach wie vor die „Ziehharmonika“ mit volkstümlicher Musik, bestenfalls Folk und ähnlichem. Gleichwohl haben Künstler wie Tom Waits oder Willy DeVille immer mal wieder das Akkordeon als exotisches Klangelement eingesetzt. Im übrigen sind virtuose Akkordeonisten in der populären Musik eher selten, sieht man mal von den Spezialisten in den Sparten „Cajun“ (z. B. Zachary Richard oder Boozoo Chavis) und „TexMex Music“ (z. B. Flaco Jiménez oder Steve Jordan) ab.
Weiterlesen10000 Women Man: Drunk Love
Marc De Backer, früher Mucky Pup und Dog Eat Dog, ist auf einem ganz anderen Trip. Britisch-melancholisch nämlich. Ein paar gute Songs sind dabei rausgesprungen, „Ready To Go“, „Divorce“ und „The Flow“ etwa. File under: Tea Party meets Masters Of Reality.
(6 Fritten)
10000 Women Man: Drunk Love
(HKM Records/Roadrunner/Connected)
Larmousse: Larmousse
Zuletzt frage mich jemand, was meiner Meinung nach der nächste Trend werden könnte. Ich war überrascht, dass das jemand gerade von mir wissen wollte. Zugleich suchte ich vergeblich nach einer sinnvollen und plausiblen Antwort. Was kommen wird, weiß keiner. Ich würde mir allerdings wünschen, dass atmosphärisch-dichte Musik wie sie seit längerem von Mogwai, Sigur Ros, The For Carnation, Songs: Ohia oder Godspeed You Black Emperor! gemacht wird, einen erheblich höheren Stellenwert und damit mehr Anerkennung findet. Weist man Musikliebhaber auf diese Bands hin und hören sie gespannt und aufmerksam zu, werden sie auch meist bekehrt.
WeiterlesenVision Of Disorder: From Bliss To Devastation
Ihr zweites Album war eine Enttäuschung, da mit dem Wunsch, härter zu klingen, die Innovation auf der Strecke blieb. Mittlerweile haben Vision Of Disorder einigermaßen die Balance gefunden. Sie befinden sich nunmehr in der goldenen Mitte von experimentellem Hardcore und Metal (Edge).
(6 Fritten)
Vision Of Disorder: From Bliss To Devastation
(Music For Nations/Zomba)
Eyehategod: 10 Years Of Abuse (And Still Broke)
Die Ausschlachtung des Eyehategod-Backkatalogs nimmt kein Ende. Dieses Mal serviert uns ihre Plattenfirma vier Demoaufnahmen aus dem Jahre 1990 und zwei kleinere Konzertmitschnitte aus den Jahren 1994 und 2000. Alles nicht unbedingt in berauschender (eher rauschender) Qualität.
WeiterlesenTom Liwa: Evolution Blues
Die Gitarre von Tom Liwa muß sehr tapfer sein. Nie, einfach nie kann sie mit der Stimme ihres Herrn konkurrieren. In Liwas Gesang liegt einfach mehr Musik als in all den wunderbaren, swingenden Holz-Arrangements auf „Evolution Blues“ zusammen. Diese leise, samtige Stimme singt die ganze Band an die Wand.
WeiterlesenPatrick Bruel: Rien ne s’efface (Live)
Patrick Bruel ist in Frankreich mindestens so beliebt wie bei uns Grönemeyer und Hartmut Engler zusammen (wilde Kombination). Dementsprechend nimmt das Publikum auf der CD einen großen Raum ein – da wird mitgesungen und gejubelt wie bei den Kelly’s und als sich dann noch Johnny Hallyday zum Duett auf die Bühne schleppt, ist kollektive Ekstase angesagt.
Davon abgesehen hat die Doppel-CD aber wirklich Charme. Patrick Bruel pendelt zwischen Chanson und Pop, weicht aber dem Prädikat „Schmalzbacke“ geschickt aus. Manchmal erinnert er sogar an Stephan Eicher. Unterstützt von einer wirklich respektablen Band und einem kompletten Streichorchester geben die Aufnahmen den Blick frei auf das Phänomen Patrick Bruel. Ich hab’s versucht, aber ich kann mich der entspannten Eingängigkeit der 24 Songs nicht entziehen. Ist das das vielzitierte „savoir vivre“? Egal, Sonne, Balkon, Rotwein raus, „Rien ne s’efface“ rein, alles Andere interessiert nicht.
Patrick Bruel
Rien ne s'efface (Live)
(14 Production / BMG )
Nightwish: Over The Hills And Far Away
Als ich vor rund zwei Jahren das erste Mal „Oceanborn“ hörte, war ich auf Anhieb begeistert. Ein Album und diverse Live-Auftritte später hat sich die Begeisterung entsprechend manifestiert. Wenn Tarja walkürenartig ihre geschulte Opernstimme erhebt, geht das bis ins Mark. Faszinierend finde ich es aber immer noch, dass die fünf Finnen es mit ihrer konsequenten Mischung aus Metal und Operngesang geschafft haben, ein so großes Publikum zu erreichen.
WeiterlesenMarkus Rill & The Gunslingers: Nowhere Begins
„Ramblin‘ Man’s Lament“, „Ten Bucks Worth Of Gas“, „Women & Whiskey“ – wenn man die Songtitel liest, weiß man, wie Markus Rill klingt, selbst wenn man noch nie was von dem Wahl-Würzburger gehört hat.
WeiterlesenJackie Leven: Creatures Of Light & Darkness
„Creatures Of Light & Darkness“ eröffnet ungewohnt beschwingt mit Mariachi-Feeling und klar südlichen Tönen („My Spanish Dad“). Dass bei dem sonst so melancholischen Schotten eine lockere Fröhlichkeit Einzug gehalten hat ist überhaupt nicht schlimm, schlimm ist nur, dass die nächsten zwei Songs klingen, als würde er sich und die Welt nicht mehr Ernst nehmen können. Speziell der zweite Song „Exit Wound“ erinnert ganz bedrohlich an Gene Pitney und Marc Almond. Aber im weiteren Verlauf der Platte findet er dann doch zur gewohnten Form zurück, auch wenn diesmal kein durchgehendes Konzept zu erkennen ist.
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