Feeder: Echo Park

„Echo Park“ sollte man nur hören, wenn man nichts gegen Endorphine hat. Das schon heftig im TV rotierte „Seven Days In The Sun“ gibt die Marschrichtung vor: Feeder sind eine Happy-Band und Nichts für das Ehepaar Griesgram aus der Sesamstraße. Während sich bei den meisten ach so „witzischen“ Bands musikalisches Niveau und Humor die Waage halten, haben Feeder genug Ideen, um nicht nach der ersten Party im CD-Regal zu verstauben.

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Rob: Don’t Kill

Da kommt ein 22-jähriger Franzose klammheimlich und unerwartet mit einer der besten Easy Listening-CDs daher, die seit „Vampyros Lesbos: Sexadelic Dance Party“ und „The Spirit Of Vampyros Lesbos“ auf den Markt gekommen sind. Aufmerksame Musikfreunde werden Rob bereits auf dem Sampler „We Love You…So Love Us Too“ begegnet sein. Da glänzte er mit dem Titelstück seines Debüts „Don’t Kill“.

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Antichrisis: Perfume

Allein aufgrund des Namens hätte ich eine finstere Death-Metal-Combo erwartet und war ziemlich überrascht, als mir keltisch geprägte Klänge entgegen schlugen. Antichrisis haben zwar unüberhörbar auch Freude an härteren Klängen, aber eine exakte Stilschublade zu finden, ist gar nicht so leicht. Die sechs Musiker experimentieren mit Loops, Tribal-Voices, Whistles, Uillean Pipes und atmosphärischen Keyboard-Flächen. Obwohl die Beats fast schon Ambient-Charakter haben, bleibt der Gesamteindruck sehr akustisch, irgendwo in dem breiten Feld zwischen Celtus und M. Walking On The Water.

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Mouse On Mars: Idiology

Mouse On Mars waren bis zur zweiten LP „Iahora Tahiti“ eine dubbige Angelegenheit, die auf einem englischen Indielabel namens „Too Pure“, mit solch illustren Namen wie Laika, Stereolab und dem PJ Harvey-Erstling 1994 eine E.P. namens „Frosch“ herausbrachten und damals meine ungeteilte Aufmerksamkeit auf sich zogen. MOM sind seitdem eine Ausnahmeerscheinung, da sie bei jeder Folgeveröffentlichung regelmäßig zu den Lieblingen der Journaille gekürt werden, und das nicht nur im Heimatland. Deutsche Experimentalelektroniker haben in England ja Props ohne Ende. Da kommt sofort der ganze Kraftwerk-, Krautrock- und Can-Schwall rüber („Oh, you are Tschörman, hohoho, so you must know funfunfun on se Autobahn huah huah huah.“ – So kann es einem ergehen, wenn man in einem Pub zu laut quatscht…)

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Supreme Beings Of Leisure: s/t

Wie eine launische Diva, die alles verspricht, aber nichts davon hält. Bei Supreme Beings Of Leisure kann man den Namen beim Kinde nennen, denn wie ein solches verhält sich die Musik zum Etikett, das darauf verweist, dass der Käufer luxuriöses Klanggut erwirbt. Mit anderen Worten, schön, aber nicht essentiell.

Das kurzweilige Vergnügen ohne Haltwertszeit hat alle Ingredenzien zu einer Muzak, die den Thirtysomethings der Max- und Arabella Kiesbauer-Generation gerade gefällt, wenn’s mal etwas progressiver sein darf: A bisserl trip hoppy, a bisserl orientalisch, „…die Frau hat echt ’ne coole Stimme, erinnert irgendwie an…“, auch Gitarren und handwerklich sauber.

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Gallery: Smile

Mit allen elektronischen Finessen aufgemotzter Power-Metal. Düster, pathetisch und melodiös. Mit saftigen Gitarren, harten Beats und jeder Menge Special Effects. Oft an der Grenze zum Skater-Rock der Guano Apes. Einfallsreich und knackig produziert. Mainstream-Metal im Blockbuster-Format. Kids mit abgehärteten Ohren werden Gallery aus der Hand fressen. „Elevator Music“ heißt übrigens einer der Takes.

Gallery: Smile
(Virtual Records VV 0024-2)

Liquid Gang: Sunshine

Volles Dezibelbrett! Die US-Band Liquid Gang haut dermaßen in den Pudding, dass es für Anhänger fetter Gitarrenmusik ein wahres Fest ist. Dass das ziemlich freakig wirkende Quintett dabei keine neue Stilrichtung definiert, ist nebensächlich. Im Dreieck aus Post-Grunge, Gitarrenrock und Metal haben sie sich häuslich eingerichtet und ziehen dabei so straight vom Leder wie kaum eine andere Band, die sich in diesem Feld tummelt.

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