Da kommt ein 22-jähriger Franzose klammheimlich und unerwartet mit einer der besten Easy Listening-CDs daher, die seit „Vampyros Lesbos: Sexadelic Dance Party“ und „The Spirit Of Vampyros Lesbos“ auf den Markt gekommen sind. Aufmerksame Musikfreunde werden Rob bereits auf dem Sampler „We Love You…So Love Us Too“ begegnet sein. Da glänzte er mit dem Titelstück seines Debüts „Don’t Kill“.
WeiterlesenKategorie: Musik
Entwine: Gone
Ganz schlimm – schon wieder eine düstere Metal-Band aus Finnland, und schon wieder eine, die voll aufräumt. Entwine ist zwar die X-te Band, die klingt wie Sentenced, 69 Eyes oder (unvermeidlich) HIM. Dabei sind sie nicht so poppig wie Ville Valos Mannen oder so hart wie die Erstgenannten. Hinzu kommt, dass Mika Taurainen weder eine typische Gothic- noch eine Metalstimme hat.
WeiterlesenGigantor: Back To The Rockets
„Back To The Rockets“ ist das nunmehr fünfte Album der fünf Punkrocker Gigantor. Seit 1991 tatkräftig an vorderster Front aktiv und immer noch nicht müde oder berechenbar. Ganz im Gegenteil: Das Album „Back To The Rockets“ erschien bereits vor zwei Jahren in Japan und räumte dort mächtig ab. Ihre in japanisch gesungene Single „Asia No Jushin“ wurde sogar im ganzen Land in den Radios gespielt und somit verkaufte sich die CD dementsprechend rasant und oft. Nicht schlecht für eine Band aus dem Norden Deutschlands.
Jetzt sollen auch die hiesigen Fans in den Genuss des „neuen“ Albums kommen. 17 melodiöse Punkrock-Stücke und das Video zu „Asia No Jushin“ haben Gagu, Heiko Bendlin, Andreas Mertens, Jay Lansford und Jenzzz Gallmeyer anzubieten. Das sollte reichen, um auch hier etwas verloren geglaubten Boden im Nu wieder wettzumachen und an den Erfolg in Nippon anzuknüpfen. Denn was die Donots können, können Gigantor schon lange.
Gigantor: Back To The Rockets
(Steamhammer / SPV )
My Vitriol: Finelines
Die britische Musikszene hat es gut. Fast jede Woche taucht eine hochgradige Band aus dem Nichts auf und bewegt die Kritiker dazu, sie abzufeiern. So auch geschehen bei der Londoner Band My Vitriol. Das Quartett bestehend aus Som Wardener (Gesang), Seth Taylor (Gitarre), Carolyn Bannister (Bass) und Ravi Kesavaram (Schlagzeug) hat bereits vier Singles auf der Insel veröffentlicht und wartet jetzt mit ihrem Langspieler „Finelines“ auf.
WeiterlesenLive: Turbo AC’s
Saarbrücken, Hellmut. 28.4.2001
Was bisher geschah: Unser Rezensent reist ins ferne Solingen, um das zweite Konzert der Turbo A.C.’s-Deutschlandtour zu sehen aus der panischen Angst heraus, die Band könnte den Weg in seine Wahlheimat Saarbrücken nicht finden (siehe Liverezension Turbo A.C.’s in Solingen). Doch natürlich kam alles ganz andees:
WeiterlesenAstrid: Play Dead
Wieder eine Band aus Glasgow und wieder Pop in bestechender Qualität. Mal schnell, laut und aufheiternd, mal gezügelt, leise und nachdenklich. Der rote Faden heißt zuckersüße Harmonien und Melodien mit Langzeitwirkung. Astrid sind klein, aber fein und vor allem nicht zu unterschätzen.
(8 Fritten)
Astrid: Play Dead
(Fantastic Plastic/EFA)
Antichrisis: Perfume
Allein aufgrund des Namens hätte ich eine finstere Death-Metal-Combo erwartet und war ziemlich überrascht, als mir keltisch geprägte Klänge entgegen schlugen. Antichrisis haben zwar unüberhörbar auch Freude an härteren Klängen, aber eine exakte Stilschublade zu finden, ist gar nicht so leicht. Die sechs Musiker experimentieren mit Loops, Tribal-Voices, Whistles, Uillean Pipes und atmosphärischen Keyboard-Flächen. Obwohl die Beats fast schon Ambient-Charakter haben, bleibt der Gesamteindruck sehr akustisch, irgendwo in dem breiten Feld zwischen Celtus und M. Walking On The Water.
WeiterlesenBriskeby: Jeans For Onassis
Im Vorprogramm von a-ha zu spielen ist zwar sehr breitenwirksam, aber… naja, lassen wir das. Live soll das norwegische Quartett Briskeby angeblich richtig gut gewesen sein – ihr Debütalbum kann diese These allerdings nicht stützen. Ausgeschlafen wie ein Narkoleptiker präsentieren sie zehn nette Liedchen, die man am Besten sofort wieder vergisst.
WeiterlesenGallery: Smile
Mit allen elektronischen Finessen aufgemotzter Power-Metal. Düster, pathetisch und melodiös. Mit saftigen Gitarren, harten Beats und jeder Menge Special Effects. Oft an der Grenze zum Skater-Rock der Guano Apes. Einfallsreich und knackig produziert. Mainstream-Metal im Blockbuster-Format. Kids mit abgehärteten Ohren werden Gallery aus der Hand fressen. „Elevator Music“ heißt übrigens einer der Takes.
Gallery: Smile
(Virtual Records VV 0024-2)
Liquid Gang: Sunshine
Volles Dezibelbrett! Die US-Band Liquid Gang haut dermaßen in den Pudding, dass es für Anhänger fetter Gitarrenmusik ein wahres Fest ist. Dass das ziemlich freakig wirkende Quintett dabei keine neue Stilrichtung definiert, ist nebensächlich. Im Dreieck aus Post-Grunge, Gitarrenrock und Metal haben sie sich häuslich eingerichtet und ziehen dabei so straight vom Leder wie kaum eine andere Band, die sich in diesem Feld tummelt.
WeiterlesenFear Factory: Digimortal
Die Band, die einst in der Szene der langen und moshenden Matten als fortschrittlich und bewundernswert galt, hat es nun geschafft, in Stagnation zu enden. Alles ist beim Alten geblieben, sieht man von ein paar moderneren Soundsamples mal ab.
WeiterlesenThe Lucky Stars: Hollywood & Western
‚Ipecac‘, das sind nicht nur die Melvins und die unzähligen Nebenprojekte eines gewissen Mike Patton, in Rente gegangener Sänger von Faith No More. Das sind einfach alle Produktionen, die Patton in die Finger gekommen sind und die seinen Zuspruch gefunden haben. Davon zehren nun auch die Lucky Stars, die Überraschungs-Country und Western-Stars der Neuzeit.
WeiterlesenHell On Wheels: Hell On Wheels
„Die Hölle auf Rädern“ – erinnert mich ein bisschen an meinen Zivildienst. Während die Zivis im Mobilen Sozialen Hilfsdienst (MSHD) gewaschen und gewindelt haben, sind die Anderen mit aufgewärmtem Essen durch den Ort gefahren. Ob der Fahrstil oder der leidlich erwärmte Alufolienschmaus die Hölle war, lass‘ ich lieber mal offen.
WeiterlesenKumikameli: Nature sucks!
Knochentrockener Punkrock mit Pop-Melodien ist Kumikamelis musikalische Startrampe. Das kleine Einmaleins der Grundrockarten beherrschen die vier Finnen mühelos. Speed Metal, Wave Rock, Fun Pop, Minimal Ska, Beat – und natürlich die Polka. Die liegt den Nordländern im Blut. Aber von allem Genannten trifft das Wörtchen „Minimal“ die Musik von Kumikameli am besten.
WeiterlesenNærvær: Stiftninger
„Stiftninger“ ist nicht die beste Platte, die ich in den vergangenen Monaten gehört habe, aber mit Sicherheit eine der interessantesten. Abgesehen von der dunklen Grundstimmung und dem Hang zu seltsamen Gesängen hat man Mühe zu glauben, dass das immer die selbe Band ist.
WeiterlesenTimothy B. Schmit: Feed The Fire
Timothy B….Wer? Ein roter Sticker auf dem Cover verrät es: Bassist von den Eagles. 1977 beerbte er Randy Meisner am Tieftöner. Sein Soloalbum „Feed The Fire“ unterscheidet sich nicht gravierend von seiner Stammband. Melodischer, Vocal-betonter Westcoastrock, den man zur Not auch Oma vorspielen kann.
WeiterlesenBrown Sugar presents Cold Sweat
Es gibt gegenwärtig kaum eine Sampler-Reihe, die so tief und lohnenswert in den Archiven gräbt, um nie entdeckte oder fast vergessene Perlen ans Tageslicht zu zerren. Brown Sugar haben jetzt zum dritten Streich ausgeholt und schließen nahtlos an die Qualität der Vorgänger an. Superbe Songauswahl plus informative und kompetente Linernotes. 73 Minuten feinster Groove!
WeiterlesenNick Cave & The Bad Seeds: No More Shall We Part
Nick Cave veröffentlicht zwar schon seit 1984 Platten, aber erst sein morbides Duett mit Kylie Minogue hat die Underground-Ikone in ein breiteres Licht gerückt. Die darauf folgende CD „The Boatman’s Call“ hat ihn und seine Band von einer unheimlich intensiven und verschlossenen Seite gezeigt. Fast vier Jahre hat sich Nick Cave Zeit gelassen, um erneut ein tiefschürfendes Werk zu veröffentlichen.
WeiterlesenMouse On Mars: Idiology
Mouse On Mars waren bis zur zweiten LP „Iahora Tahiti“ eine dubbige Angelegenheit, die auf einem englischen Indielabel namens „Too Pure“, mit solch illustren Namen wie Laika, Stereolab und dem PJ Harvey-Erstling 1994 eine E.P. namens „Frosch“ herausbrachten und damals meine ungeteilte Aufmerksamkeit auf sich zogen. MOM sind seitdem eine Ausnahmeerscheinung, da sie bei jeder Folgeveröffentlichung regelmäßig zu den Lieblingen der Journaille gekürt werden, und das nicht nur im Heimatland. Deutsche Experimentalelektroniker haben in England ja Props ohne Ende. Da kommt sofort der ganze Kraftwerk-, Krautrock- und Can-Schwall rüber („Oh, you are Tschörman, hohoho, so you must know funfunfun on se Autobahn huah huah huah.“ – So kann es einem ergehen, wenn man in einem Pub zu laut quatscht…)
WeiterlesenNickelback: The State
Noch Lust auf eine Band, die klingt wie Bush, Oleander oder auch Creed? Ja? Dann solltet ihr euch auf Nickelback stürzen. Es bleibt halt immer die Frage, ob man noch den Klon vom Klon hören will. Im Falle von Nickelback fällt die Entscheidung recht leicht.
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