Rob: Don’t Kill

Da kommt ein 22-jähriger Franzose klammheimlich und unerwartet mit einer der besten Easy Listening-CDs daher, die seit „Vampyros Lesbos: Sexadelic Dance Party“ und „The Spirit Of Vampyros Lesbos“ auf den Markt gekommen sind. Aufmerksame Musikfreunde werden Rob bereits auf dem Sampler „We Love You…So Love Us Too“ begegnet sein. Da glänzte er mit dem Titelstück seines Debüts „Don’t Kill“.

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Entwine: Gone

Ganz schlimm – schon wieder eine düstere Metal-Band aus Finnland, und schon wieder eine, die voll aufräumt. Entwine ist zwar die X-te Band, die klingt wie Sentenced, 69 Eyes oder (unvermeidlich) HIM. Dabei sind sie nicht so poppig wie Ville Valos Mannen oder so hart wie die Erstgenannten. Hinzu kommt, dass Mika Taurainen weder eine typische Gothic- noch eine Metalstimme hat.

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Antichrisis: Perfume

Allein aufgrund des Namens hätte ich eine finstere Death-Metal-Combo erwartet und war ziemlich überrascht, als mir keltisch geprägte Klänge entgegen schlugen. Antichrisis haben zwar unüberhörbar auch Freude an härteren Klängen, aber eine exakte Stilschublade zu finden, ist gar nicht so leicht. Die sechs Musiker experimentieren mit Loops, Tribal-Voices, Whistles, Uillean Pipes und atmosphärischen Keyboard-Flächen. Obwohl die Beats fast schon Ambient-Charakter haben, bleibt der Gesamteindruck sehr akustisch, irgendwo in dem breiten Feld zwischen Celtus und M. Walking On The Water.

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Supreme Beings Of Leisure: s/t

Wie eine launische Diva, die alles verspricht, aber nichts davon hält. Bei Supreme Beings Of Leisure kann man den Namen beim Kinde nennen, denn wie ein solches verhält sich die Musik zum Etikett, das darauf verweist, dass der Käufer luxuriöses Klanggut erwirbt. Mit anderen Worten, schön, aber nicht essentiell.

Das kurzweilige Vergnügen ohne Haltwertszeit hat alle Ingredenzien zu einer Muzak, die den Thirtysomethings der Max- und Arabella Kiesbauer-Generation gerade gefällt, wenn’s mal etwas progressiver sein darf: A bisserl trip hoppy, a bisserl orientalisch, „…die Frau hat echt ’ne coole Stimme, erinnert irgendwie an…“, auch Gitarren und handwerklich sauber.

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Gallery: Smile

Mit allen elektronischen Finessen aufgemotzter Power-Metal. Düster, pathetisch und melodiös. Mit saftigen Gitarren, harten Beats und jeder Menge Special Effects. Oft an der Grenze zum Skater-Rock der Guano Apes. Einfallsreich und knackig produziert. Mainstream-Metal im Blockbuster-Format. Kids mit abgehärteten Ohren werden Gallery aus der Hand fressen. „Elevator Music“ heißt übrigens einer der Takes.

Gallery: Smile
(Virtual Records VV 0024-2)

Liquid Gang: Sunshine

Volles Dezibelbrett! Die US-Band Liquid Gang haut dermaßen in den Pudding, dass es für Anhänger fetter Gitarrenmusik ein wahres Fest ist. Dass das ziemlich freakig wirkende Quintett dabei keine neue Stilrichtung definiert, ist nebensächlich. Im Dreieck aus Post-Grunge, Gitarrenrock und Metal haben sie sich häuslich eingerichtet und ziehen dabei so straight vom Leder wie kaum eine andere Band, die sich in diesem Feld tummelt.

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Nick Cave & The Bad Seeds: No More Shall We Part

Nick Cave veröffentlicht zwar schon seit 1984 Platten, aber erst sein morbides Duett mit Kylie Minogue hat die Underground-Ikone in ein breiteres Licht gerückt. Die darauf folgende CD „The Boatman’s Call“ hat ihn und seine Band von einer unheimlich intensiven und verschlossenen Seite gezeigt. Fast vier Jahre hat sich Nick Cave Zeit gelassen, um erneut ein tiefschürfendes Werk zu veröffentlichen.

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