John Phillips war der Kopf der Mamas & Papas und ist Anfang diesen Jahres an Herzversagen gestorben. Das vorliegende Album ist 1977 bei einer Session mit Mick Jagger und Keith Richards entstanden und war mehr als zwei Jahrzehnte verschollen.
WeiterlesenKategorie: Musik
Live: The Jones / Thermo King Diesel
Kaiserslautern Benderhof, 11.5.2001
Ich bin ja ein alte Schwede. Die von mir höchst gespannt erwarteten Jones spielten ein Konzert am Samstag 12.5. im Hellmut hier in Saarbrücken. Ich wusste aber, dass ich an dem Tag Kusel mit Loony rocken musste. Also habe ich herausgefunden – ohne Internet-Hilfe, da die Band noch keine richtige Webseite hat – dass die Jones einen Tag früher im nahliegenden Kaiserslautern ein Konzert vor hatten. Zu meinen weiteren Glück ist an dem Abend eine Arbeitskollegin nach K-Town gefahren, die Zughinfahrt konnte ich mich also auch sparen.
WeiterlesenMelvins: Gluey Porch Treatments / Colossus Of Destiny
Die Melvins sind seit Jahr und Tag eine Randerscheinung in der bunten, vielfältigen Musikwelt. Mitte der Neunziger hatten sie eine Phase, in der sie ganz nah dran am Popstardasein waren. Aber so schnell sie aus dem Untergrund hervorkrochen, so schnell verschwanden sie im selbigem wieder. Majorlabel ade und ganz flott back to the roots, sprich: zurück zum Independent-Label. So landeten sie vor geraumer Zeit bei Mike Pattons Firma ‚Ipecac‘, einem kunterbunten Sammelbecken obskurer und von anderen geringgeschätzten Künstlern, bei denen es trotz allen Bedenken lohnt, ihnen eine Plattform zu bieten.
WeiterlesenDie Aeronauten – Bohème pas de problème
Sind das kleine Gamaschen, da an den Füßen der Aeronauten? Weiter oben ein Gehrock und ein Stöckchen? Ja doch. Geschmeidige Dandys sind sie geworden, mit elastischen Beinen und purem Sex im Blut.
WeiterlesenLive: Donnas / Sahara Hotnights
Köln Underground, 5.5.2001
Vor manchen Konzerten kriegt man ein Signal, dass alles- der Eintritt, die Hinfahrt, das Schwitzen- sich lohnen wird. Im Fall der Donnas war es die Set-Liste. Ich stand direkt vor der Bühne, dank der zahlreichen aggressiven Fotografen wie eine Sardine, als Gitarristin Donna R. kam, um ihre Set-Liste auf die Monitor-Box zu kleben. Mit Spannung habe ich meine Lieblings-Titel gesucht, aber wichtig waren nicht die Titel, sondern die Handschrift. Zuerst dachte ich, das ist doch Computer-Schrift. Die Zeilen waren aber viel zu krumm. In dem Moment hat das Image der Donnas sich als Realität erwiesen: sie sind wirklich Kaugummi-kauende Kinder-Frauen! Als Donna C. kurz danach ihr Schlagzeug aufbaute, lief „Addicted To Love“ von Robert Palmer über die Anlage und Donna C. hat mitgesungen und Kaugummi geknatscht! Aber ihr wollt das alles gar nicht hören, ihr wollt etwas über das Konzert lesen, gell?
WeiterlesenMXPX: The Renaissance EP
Langsam wird’s mir ein bisschen viel. MXPX sind zwar schon seit Jahren am Start, aber ein eigenes Profil haben sie für sich noch nicht erarbeitet. Melodic-Punk, wie ihn halt auch Green Day gemacht haben und Blink 182 machen. Wer’s mag, liegt mit der „Renaissance EP“ aber nicht falsch.
WeiterlesenDouble Trouble: Been A Long Time
Double Trouble – da müsste es eigentlich bei jedem Blues-Rock Fan klingeln. Genau, die Rhythmustruppe des 1990 verstorbenen Stevie Ray Vaughan. Zusammen mit einer wechselnden Allstar-Besetzung brennen Tommy Shannon (Bass) und Chris Layton (Drums) ein wahres Feuerwerk ab. Dr. John, Doyle Bramhall II, Jonny Lang, Kenny Wayne Shepherd, Charlie Sexton und Susan Tedeschi, um wirklich nur Einige zu nennen.
WeiterlesenHazeldine: Doubleback
Die Mädelsband (plus Drummer) ist inzwischen eine feste Institution in Sachen Americana geworden. Früher fand ich sie immer ein bisschen schlafmützig, aber die ersten vier Songs hauen mächtig in den Pudding.
WeiterlesenAutechre: Confield
Elektro ja, aber dafür bin ich noch nicht reif genug. Es knarxt, es scheppert, es fiept an allen Ecken und Enden. Darüber ein die Bassmembran in hohem Masse in Anspruch nehmender vertrackter Beat. Too much for me.
(3 Fritten)
Autechre: Confield
(Warp/Zomba)
Technique: Sun Is Shining
Das erste was ich von Alan McGhees (ex – Creation Labelboss) neuem Label zu hören bekomme ist britischer Radiopop im Kylie Minogue – Gewand. Das hätte ich mir von jemandem, der Oasis entdeckte und Bands wie My Bloody Valentine und Primal Scream rausbrachte, ein bisschen anders vorgestellt, aber in England ticken die Uhren mittlerweile anders.
WeiterlesenPunchy: Just My Type
Oh je, amerikanischer College Rock. Soll das der neueste Trend sein? Nee, oder? Laaaaaaaaaangweilig! And not my f type.
(1 Fritte)
Punchy: Just My Type (Pinch Hit/Cargo)
Shantel: Greatdelay
Stefan Hantel ist Shantel, ein Frankfurter, den es nach Tel Aviv verschlagen hat. Dort erschuf er ein genreübergreifendes Album zwischen Elektronik (Drumcomputer, Keyboards) und Akustik (Streicher, Bläser), zwischen Orient und Okzident. „Greatdelay“ klingt dank der vielen verschiedenen Einflüsse leichtfüßig, interessant und erfrischend anders.
(7 Fritten)
Shantel: Greatdelay
(!K7/Zomba)
16 Horsepower: Hoarse

„…denn ihr selbst wisst genau, dass der Tag des Herrn kommen wird wie ein Dieb in der Nacht.“
(Th 5,2)
Bis es soweit ist, martern uns 16 Horsepower mit düsteren Vorahnungen und apokalyptischen Szenarien. Das aktuelle Live-Album wurde schon 1998 mitgeschnitten und gab es schonmal im kleinen Rahmen als Mailorder-Only-CD, daher fehlen Songs von „Secret South“ komplett. Schade, ändert aber nichts an der wahnsinnigen Ausstrahlung der Band.
WeiterlesenAt Vance: Dragonchaser
In schöner Regelmäßigkeit hat die deutsche Formation At Vance in drei Jahren drei Alben veröffentlicht. Dass Mastermind und Gitarrist Olaf Lenk jedesmal ein Klassikstück über’s Griffbrett jagt, ist absolut OK, aber welche Hardrock-Combo kommt auf die Idee, pro Album ein ABBA-Stück zu covern? Normalerweise wird sowas mit Agnetas Soloalben nicht unter 48 Stunden bestraft.
WeiterlesenFeeder: Echo Park
„Echo Park“ sollte man nur hören, wenn man nichts gegen Endorphine hat. Das schon heftig im TV rotierte „Seven Days In The Sun“ gibt die Marschrichtung vor: Feeder sind eine Happy-Band und Nichts für das Ehepaar Griesgram aus der Sesamstraße. Während sich bei den meisten ach so „witzischen“ Bands musikalisches Niveau und Humor die Waage halten, haben Feeder genug Ideen, um nicht nach der ersten Party im CD-Regal zu verstauben.
WeiterlesenSautiva: Sautiva
Italienische Rockmusik? Da fällt mir auf Anhieb nicht viel ein. Chansoneske Nuschelprinzen, Pop-Langweiler oder eine ganze Liga Haarspray-Rocker, die tönen, als hätten sie schonmal einen Lindwurm mit der Hand gefangen.
WeiterlesenAmorphis: Am Universum
Immer wieder entfernen sich Bands von ihren Wurzeln und brechen zu Ufern auf, die man ein paar Alben vorher noch gar nicht erahnen konnte. Speziell aus dem engen Death-Metal-Korsett haben sich einige atmosphärische Highlights herausgeschält. Paradise Lost mögen Geschmackssache sein, aber Bands wie Katatonia oder Amorphis waren nie besser.
WeiterlesenRob: Don’t Kill
Da kommt ein 22-jähriger Franzose klammheimlich und unerwartet mit einer der besten Easy Listening-CDs daher, die seit „Vampyros Lesbos: Sexadelic Dance Party“ und „The Spirit Of Vampyros Lesbos“ auf den Markt gekommen sind. Aufmerksame Musikfreunde werden Rob bereits auf dem Sampler „We Love You…So Love Us Too“ begegnet sein. Da glänzte er mit dem Titelstück seines Debüts „Don’t Kill“.
WeiterlesenEntwine: Gone
Ganz schlimm – schon wieder eine düstere Metal-Band aus Finnland, und schon wieder eine, die voll aufräumt. Entwine ist zwar die X-te Band, die klingt wie Sentenced, 69 Eyes oder (unvermeidlich) HIM. Dabei sind sie nicht so poppig wie Ville Valos Mannen oder so hart wie die Erstgenannten. Hinzu kommt, dass Mika Taurainen weder eine typische Gothic- noch eine Metalstimme hat.
WeiterlesenGigantor: Back To The Rockets
„Back To The Rockets“ ist das nunmehr fünfte Album der fünf Punkrocker Gigantor. Seit 1991 tatkräftig an vorderster Front aktiv und immer noch nicht müde oder berechenbar. Ganz im Gegenteil: Das Album „Back To The Rockets“ erschien bereits vor zwei Jahren in Japan und räumte dort mächtig ab. Ihre in japanisch gesungene Single „Asia No Jushin“ wurde sogar im ganzen Land in den Radios gespielt und somit verkaufte sich die CD dementsprechend rasant und oft. Nicht schlecht für eine Band aus dem Norden Deutschlands.
Jetzt sollen auch die hiesigen Fans in den Genuss des „neuen“ Albums kommen. 17 melodiöse Punkrock-Stücke und das Video zu „Asia No Jushin“ haben Gagu, Heiko Bendlin, Andreas Mertens, Jay Lansford und Jenzzz Gallmeyer anzubieten. Das sollte reichen, um auch hier etwas verloren geglaubten Boden im Nu wieder wettzumachen und an den Erfolg in Nippon anzuknüpfen. Denn was die Donots können, können Gigantor schon lange.
Gigantor: Back To The Rockets
(Steamhammer / SPV )

