Als Mustasch erst im Frühjahr diesen Jahres mit ihrem Debüt nach der Retro-Rock-Krone griffen, zeichnete sich schon ab, dass eine Menge anderer Bands lieber die Spielart wechseln sollten. Hatten die vier Schweden aber bei „Above All“ noch komplett die Hand im Schritt, bleibt diesmal sogar noch Zeit für begleitende Spielereien.
WeiterlesenKategorie: Musik
Guano Apes: Live
Einst als deutsche Crossover-Hoffnung gefeiert, haben die Göttinger in den vergangenen Jahren von Kritikern hauptsächlich Prügel einstecken müssen. Seit Mike Patton Guano Apes für Scheiße befunden hat, haben sich dieser Meinung viele ungefragt angeschlossen und selbst ein ordentliches Rockalbum wie „Walking On A Thin Line“ konnte daran nichts entscheidendes verändern. Gut, Stumpfsinnsattacken wie „Lords Of The Boards“ oder „We Use The Pain“ lassen sich auch auf dem jetzt vorliegenden Live-Album nicht wegdiskutieren, aber auf der Mehrzahl der 20 Songs zeigen Guano Apes, dass sie ordentlich rocken.
WeiterlesenM. A. Numminen & Sanna Pietiäinen und Das Neorustikale Tango-Orchester: Finnischer Tango
Suomi/Finland: Der exotische Norden Europas, Land der Seltsamkeiten (wie den Leningrad Cowboys), in dessen Resteuropäern vollkommen fremden Sprache laut Max Goldt alle Interrail-Reisenden ein paar Zahlen aufzählen konnten, wenn mal wieder der Gesprächsstoff ausging.
Das Münchner Label Trikont verbreitet hierzulande Tango-Kultur aus der nordischen Fremde, zu Recht auf den Kultus der Seltsamkeit setzend. Hauptzugpferd: Der Jazz-, Tango- und Trash-Künstler M.A. Numminen. Neuestes Produkt: Eine randvolle CD mit Live- und Studioaufnahmen, größtenteils finnische Tangoklassiker, teilweise auch selbstgeschriebenes.
Asian Dub Foundation: Live

Dub ist ja nicht wirklich meine Spielwiese und Asian Dub Foundation dementsprechend bisher an mir vorbeigezogen. Auf der jetzt vorliegenden CD, bzw. DVD prangt ein riesiger Aufkleber „The Best Live Band Ever!“ – da würde ich jetzt nicht direkt meine Unterschrift drunter setzen, aber die Jungs haben echt einen Mörder-Groove.
WeiterlesenAnberlin: Blueprints For The Black Market

Der Ruf des fundamental-christlichen Labels Tooth & Nail ist zweifelhaft, aber zumindest die A&R-Abteilung hat ein Händchen für gute Bands. Nach Acts wie z.B. Further Seems Forever sollte man jetzt für Anberlin die Ohren spitzen. Ein Anzug ist ein Anzug, aber den Unterschied zwischen maßgeschneidert und C&A sollte man doch bemerken.
WeiterlesenThe Beautiful South: Gaze
War der Erfolg von The Housemartins eher quick and dirty, haben sich The Beautiful South um Sänger Paul Heaton und Dave Hemingway seit 1989 einen langfristigen Platz erarbeitet. „Gaze“ überrascht eigentlich nur mit der bereits dritten Sängerin (Alison Wheeler), die es schafft, die engen vokalen Grenzen zwischen pseudo-sexy und debil auszuloten.
WeiterlesenAnberlin: Blueprints For The Black Market
Der Ruf des fundamental-christlichen Labels Tooth & Nail ist zweifelhaft, aber zumindest die A&R-Abteilung hat ein Händchen für gute Bands. Nach Acts wie z.B. Further Seems Forever sollte man jetzt für Anberlin die Ohren spitzen. Ein Anzug ist ein Anzug, aber den Unterschied zwischen maßgeschneidert und C&A sollte man doch bemerken.
WeiterlesenKatja Riemann Oktett: Favourites
Das Buch „Singende Schauspieler“ hat viele dunkle Kapitel. Katja Riemann kann seit „Bandits“ die Finger auch nicht mehr vom Mikro lassen und veröffentlicht mit „Favourites“ ihr zweites Album. Westernhagen muss sich bis heute anhören, dass er den Rockstar nur spielt und wenn Katja Riemann den lasziven Vamp, der sich in einer kleinen Bar im Abendkleid auf dem Flügel räkelt, nur spielt, dann macht sie das sehr überzeugend.
WeiterlesenThree Days Grace
Three Days Grace machen fetten Rock, der vom Mainstream-Highway à la Creed und Nickelback abgebogen ist und trotzdem nicht vom Nu-Metal Pick-Up erfasst wurde. Die famose Band Liquid Gang hat mit ihrem Album „Sunshine“ einen ähnlich druckvollen und wütenden Sound wie das Trio aus Toronto.
WeiterlesenOlli Schulz & der Hund Marie: Brichst Du mir das Herz, dann brech‘ ich Dir die Beine!
Das junge Hamburger GHVC-Label baut sein Repertoire langsam weiter aus. Neu im Stall ist Olli Schulz, der, anstatt immer nur die Verstärker zu schleppen, jetzt selbst auf der Bühne stehen will. Bei seinem Debütalbum handelt es sich um solide produzierten Gitarren-Erzähler-Pop mit vielen ruhigen Balladen. Es hinterlässt den Eindruck von durchaus vorhandenem Singer-/Songwriterpotential, welches aber noch reifen muss.
WeiterlesenMichael Schenker: Forever And More
Nachdem Michael Schenker bei Mascot eine neue Label-Heimat gefunden hat, legt jetzt die alte Plattenfirma mit einer Doppel-Best-Of-CD nochmal nach. Die Auswahl aus neun Alben gibt zwar keinen kompletten, aber doch recht umfassenden Überblick. Specials oder irgendwelche Boni fehlen zwar, aber es geht ja um die Mucke.
(6 Fritten)
Michael Schenker: Forever And More -
The Best Of Michael Schenker (Do-CD)
(Steamhammer/SPV)
31 Knots: It Was High Time To Escape
„Hochnäsiger Indie-Rock“ ist eine Bezeichnung, die ihnen das Magazin „Ox“ verpasst hat. Oder anders gesagt – „It Was High Time To Escape“ ist genau die Sorte Musik, bei der der Gitarrist meiner Band immer sagt: „Ja, bestimmt kein schlechtes Album…., aber hast du nicht vielleicht die neue Alice Cooper?“
WeiterlesenVan Morrison: What’s Wrong With This Picture?
Seit „Hymns To The Silence“ (1991) werden die Alben von Van Morrison immer sehr unterschiedlich aufgenommen. Nach dem schon gelungenen „Down The Road“ ist man sich bei „What’s Wrong With This Picture?“ durch die Bank einig: Dem Meister ist wieder ein großartiges Album gelungen.
WeiterlesenCryptic Slaughter: 2 Re-releases
Zwei Re-Releases, die via Relapse Records ins Haus geschneit kamen. Cryptic Slaughter werden auf zwei Scheiben geehrt, die mit reichlich Bonusmaterial angereichert wurden.
WeiterlesenMuff Potter: Heute wird gewonnen, bitte.
Hinter dem Namen Muff Potter kann sich eigentlich alles verbergen. In diesem Fall ist es ein Punkquartett aus Münster und die vier Jungs haben nicht nur ein Händchen für eingängige Albumtitel. „Heute wird gewonnen, bitte.“ ist alles andere als ein Feuerwerk der Innovationen, aber Muff Potter haben einen Flow in ihren Songs, den man sonst lange suchen muss.
WeiterlesenEnon: Hocus-Pocus
John Schmersel (ex-Braniac), Matt Schulz (Let’s Crash) und Toko Yasuda (Blonde Redhead, The Lapse) bilden diese unschlüssige Trio namens Enon, das in so vielen Töpfen rührt, es wird einem beim Hören schwindelig. Indie-, Electro- und Irrsinns-Rock, der stets darauf besteht, schräg und anders zu sein. Hier muss man schon die Nerven bewahren, um von einem Song zum nächsten nicht ob der Stiländerung zu verzweifeln.
(6 Fritten)
Enon: Hocus-Pocus
(Touch & Go/EFA)
Danko Jones: We Sweat Blood
Auch wenn die Coverumsetzung etwas kitschig geworden ist, der Albumtitel passt perfekt zur Musik von Danko Jones. „We Sweat Blood“ ist das dritte Werk der Band und atmet mehr als die beiden Vorgänger Hardrock-Luft.
WeiterlesenRotes Haus: 73,29 minutes to save the world
Eine bunte Anzeigenkampagne weckte diesen Herbst Interesse am potenziellen „next big thing“: modern, international, hip und engagiert. „Rotes Haus“ enttäuschen diese Erwartungen. Der Hamburger Elektropoprock erinnert immer wieder stark an Chumbawamba und eine gewollte aber nicht gekonnte dünne Asian Dub Foundation-Kopie. Dazu kommt nicht besonders ausdrucksstarker Gesang, lethargischer Sprechgesang und ein paar eckig-holprige Raps.
WeiterlesenWhere the bad boys rock 2
Einen Platten sammelnden Punkrocker im Freundeskreis? Dieser Sampler klingt verdächtig nach dem letzten persönlich zusammengestellten Geburtstagstape von ihm…
WeiterlesenThis is Bad Taste Vol. 5
Dem Labelnamen gerecht werden hier nur Danko Jones mit ihren schrottig betexteten Hardrocksongs für moderne Vokuhilas. Der Großteil der restlichen 7 (jeweils zweimal vertretenen) Bands kommen aus dem Collegerock-/Emopop-Spektrum (Four Square, All Systems Go, Last Days Of April, Hard-Ons). Fans von Jimmy Eat World, Weston und Samiam werden ihren Gefallen daran finden.
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