Das Kölner Label Defiance Records hat vom US-Hardcore/Emo-Label Equal Vision das Album der nicht mehr ganz neuen Band Coheed And Cambria lizenziert. Wer jetzt glaubt, hier abwinken zu müssen, weil die x-te Emo-Band auf den Plan tritt, der täuscht sich gewaltig. Coheed And Cambria sind in vielerlei Hinsicht anders. Oberflächlich mag man an Emo denken, beschäftigt man sich intensiver mit der Materie, entdeckt man melodischen bis komplexen Prog-Metal als Nebengewächs. Man stelle sich eine Mischung aus Into Another, Further Seems Forever und Rush vor. Irre, oder?
WeiterlesenKategorie: Musik
Enchant: A Blueprint Of The World
Wer von den exquisiten Prog-Rockern die aktuellen Alben im Schrank stehen hat, kann jetzt nochmal mit dem Debüt nachlegen. Das Label Insideout hat „A Blueprint Of The World“ remastered und mit einer Bonusversion und Liner-Notes angereichert.
WeiterlesenMark Selby: Dirt
Mark Selby hat auf seinem zweiten Album ein kleines bisschen den Fuß vom Gas genommen, aber -Albumtitel und Cover verraten es schon- eine Schippe Dreck mit drauf gelegt. Nicht mehr ganz so explosiv wie auf „More Storm’s Coming“ steht seine raue Gitarre gleichberechtigt neben seiner kratzigen Stimme, und mit diesen Pfunden rüttelt Mark Selby nachhaltig am Hörerohr.
WeiterlesenKillswitch Engage: Alive Or Just Breathing
Verehrte Knochenbrecher und Schädelspalter, wenn ihr mal wieder Ausschau nach einem Album haltet, das so hart und so verwirrend ist, dass ihr nach dem Komplettkonsum zur Psychoanalyse müsst, dann solltet ihr euch „Alive Or Just Breathing“ antun. Das Quartett verschmilzt Hardcore-Einflüsse mit Death Metal, hängt hymnische Refrains obenauf und ist mit diesen Einflüssen immer noch nicht hinreichend erklärt.
Dillinger Four: Situationist Comedy
Im Lager von Fat Wreck ist man stolz und etwas aufgeregt, dass man den ersten Dillinger Four-Release auf dem Label präsentieren darf. Die Band verließ nämlich für ihr drittes Album ihren bisherigen Heimathafen Hopeless Records. Dass sie es seit ihrer Gründung 1994 erst zu drei Alben gepackt haben, ist nicht unbedingt rühmlich.
WeiterlesenRegency Buck: Incoming
Sie kommen aus Glasgow und zu ihren Einflüssen zählen sie Depeche Mode, The KLF und Black Sabbath. Welch bizarre Mischung. Das muss ihnen erst einmal jemand nachmachen. Noch bevor sie ein Album auf den Markt bringen konnten, wurden sie von zehn US-Major-Firmen gejagt.
WeiterlesenChokebore: It’s A Miracle

1998 erschien „Black Black“, das letzte Studioalbum von Chokebore. Nach einer ausgedehnten Tournee igelte sich die Band, um neue Kraft zu schöpfen und einen Ersatz für Schlagzeuger Mike Featherstone zu finden. Christian Madrigal Izzo kehrte spontan in den Schoß seiner ehemaligen Bandmitglieder zurück. Es folgten eine Single und eine EP, ehe man sich an das fünfte Album ran traute.
WeiterlesenThe 69 Eyes: Paris Kills
Dass ein Gothic-Rock-Album drollig ist, ist wahrscheinlich nicht so das Riesen-Kompliment, aber die Düster-Finnen von The 69 Eyes haben sich mit ihrem siebten Album nicht wirklich Mühe gegeben, Ernst genommen zu werden. An den zehn Songs gibt‘ zwar nix zu meckern, aber Sänger Jyrki borgt sich schon im ersten Titel das Timbre von Billy Idol und wechselt dann wahlweise zwischen Sisters Of Mercy- und Depeche Mode-Anleihen.
WeiterlesenDario Mollo/Tony Martin: The Cage 2
Wer mit den Alben von Glenn Hughes was anfangen kann (speziell „From Now On“), der wird an „The Cage 2“ auch nichts auszusetzen haben. Klassischer, rifforientierter Hardrock mit Tony Martin am Mikro, der auch stimmlich ziemlich in der Ecke von Glenn Hughes liegt.
WeiterlesenKotipelto: Coldness
Schwerfälliger bis flotter Power Metal, dem ein wenig mehr Tempowechsel gut getan hätten. Timo Kotipelto hat das Album mit Musikern von Symphony X, Children Of Bodom und Tunnelvision eingespielt. Manche Keyboard-Eskapaden hätte sich Janne Wirman von Children Of Bodom wie von Warmen sparen können.
(5 Fritten)
Kotipelto: Coldness
(Century Media/SPV)
Nate Dogg: Music & Me
Der Titel des neuen Nate Dogg-Albums klingt irgendwie religiös, nachdenklich und andächtig. Es scheint, als würde er sich vom Gangster-Image distanzieren wollen. Zumindest in textlicher Hinsicht trifft das zu. Musikalisch ist der G-Funk weiterhin dominierend. Nate Dogg alias Nathaniel Hale war früher Stammgast auf Alben von Dr. Dre, Warren G, Snoop Dogg, 2 Pac, Kurupt … eine endlose Liste an Hits, an denen er mitgewirkt hat. Jetzt darf er sich auch solo beweisen.
WeiterlesenRose Tattoo: Pain
Sie sind aus Australien, sie sind hart und sie machen seit Jahren die gleiche Musik. Wenn man mit dieser Beschreibung nicht AC/DC meint, bleiben eigentlich nur die räudigen Straßenköter von Rose Tattoo.
WeiterlesenMaria Solheim: Behind Closed Doors
Süßes Gesicht, verschmitztes Lächeln. Wie sie so dasteht mit ihrer roten Handtasche älteren Datums? Warum sie wohl Knöpfe sammelt? Will sie nähen? Hat sie einen Tick? Was sie wohl hinter den verschlossenen sonst noch treibt? Wer weiß. Was wir wissen ist, dass sie eine tolle Stimme hat. Irgendwo zwischen Björk und Tori Amos. Macht sie sympathisch. Alles macht sie eigentlich sympathisch. Nicht weil der Rezensent männlichen Geschlechts ist. Es ist ihre Ausstrahlung, ihre Musik, ihre Aura.
WeiterlesenWohlstandskinder: Baby, Blau!
Infantiler Punkrock, wie er mir so gar nicht gefallen möchte. Schallala und trallala und wenn es sein muss, dann gibt es plötzlich Betroffenheitstexte. Nö, lasst mal gut sein, rockt nur weiter, aber ohne mich.
(2 Fritten)
Wohlstandskinder: Baby, Blau! Vitaminpillen Records/Zomba (VÖ. 21.05.)
Rachel Stamp: Oceans Of Venus
Schriftzug und Cover-Gestaltung lassen auf eine Progressive Rock-Band schließen – wären da nicht die böse dreinschauenden Gesichter der Musiker. Die verraten durch ihre Kajal-Schminke, dass in der Verpackung hippe Musik stecken muss. Bingo! Marylin Manson trifft die Backyard Babies. Oder so ähnlich. Not too bad!
(6 Fritten)
Rachel Stamp: Oceans Of Venus
(Pure Stirling/Sony Music)
Coal Chamber: Dark Days
Irgendwie tragisch – „Dark Days“ ist das dritte und wahrscheinlich auch bislang stärkste Werk von Coal Chamber. Einziges Problem: es kommt ein paar Jahre zu spät! Coal Chamber haben bereits mit ihrem Debüt 1997 an einem Sound mitgebastelt, der damals noch im Entstehen war. Jetzt haben sie sich gefunden und wurden in der Zwischenzeit von unzähligen Bands überholt.
WeiterlesenAxel Rudi Pell: Shadow Zone
Trotz meiner metallischen Jugendprägung fällt es mir immer schwerer, Alben wie „Shadow Zone“ an einem Stück zu hören. Herr Pell spielt Hardrock, wie er ihn schon immer spielt und wie er ihn am besten kann. Mit Johnny Gioeli hat er auch einen wirklich respektablen Sänger am Start, aber auf Albumlänge gestreckt, wirkt das alles ermüdend vertraut.
(5 Fritten)
Axel Rudi Pell: Shadow Zone
Steamhammer/SPV
Neil Young: Are You Passionate?
Selten hat ein Lied mich vor seiner Veröffentlichung so neugierig gemacht wie Neil Youngs „Let’s Roll“. Drei verschiedene Schreiber der deutschen Version von „Rolling Stone“ haben sich in der April-Ausgabe damit beschäftigt, das Stück als patriotisches Gewäsch zu diskreditieren. Es geht um die Passagiere des United-Flugs 93 vom 11. September 2001, die ihre Entführer zwangen, das Flugzeug in den Boden zu fliegen, statt in das White House oder irgendein anderes Gebäude.
WeiterlesenThe Goo Goo Dolls: Gutterflower
Über das vergangene Album der Goo Goo Dolls „Dizzy Up The Girl“ (s.u.) habe ich seinerzeit geschrieben, dass der Staub noch an den Stiefeln klebt; inzwischen sind die Schühchen aber blank geputzt.
WeiterlesenTigerbeat: No. 1

Huch, die neue Platte von Jon Spencer und seiner Blues Explosion? Fast. Nicht New York, sondern Hamburg ist der Brutkasten dieser vorzüglichen trashigen Rock’n’Roll-Band. International Frehn, The Rev D und Angry S.E. (klasse Pseudonyme!) verstehen ihr Handwerk und sich nicht als Kopisten. Sind sie auch nicht. Jedoch haben sie die Musikgeschichtsbücher gut und eingehend studiert. Besonders die Kapitel über The Make-Up und über eben jene Blues Explosion. Da kommt Freude auf.
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