Suidakra: Emprise To Avalon

Ohne Gnade wird man von dem deutschen Trio in eine heftige Black- und Death-Metal-Schlacht geworfen, in der es nur ein Ziel gibt: überleben. Wer die harten Knüppelattacken übersteht, wird belohnt mit hymnischen Melodien, die kurze Siegeshoffnung verbreiten, um dann wieder ins dickste Getümmel zu geraten. Was hier so martialisch klingt, ist auf CD gebannt ein ziemlich cleveres Stück Musik.

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Discharge: Discharge

Bitte tief Luft holen, bevor sie den Startknopf ihres CD-Players drücken. Denn eine Verschnaufpause wird ihnen während der nächsten 13 Songs (inklusiver zweier Remixe) keine gegönnt. Die Punk-Legende Discharge ist zurück. Was wie aus einem Märchen klingt, ist wahr. Sänger Cal Morris und Bassist Rainy Wainwright, die bis dato noch jeden Line-up-Wechsel der Band überlebt haben, konnten die Original-Besetzung reanimieren, um jedem Jung-Punk zu zeigen, wie roher Ur-Punk auch im neuen Jahrtausend noch klingen kann.

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35007: Liquid

Es gab einige Bands, die haben vorgemacht dass es funktioniert, auf Gesang zu verzichten. 35007 wollen es auch probieren und haben auf ihr Vier-Song-Album „Liquid“ Vokales außen vor gelassen. Sie fragen sich bestimmt, ob ich mich verzählt habe? Nee, habe ich nicht. Vier Songs ergeben 39 Minuten und somit das Album „Liquid“, zugleich Soundtrack zum gleichnamigen Film.

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Zombie Joe: Vegas

Zugegeben: Es ist ungewöhnlich, dass eine Alternative Metal-Band mit deutschen Texten ihr Glück versucht. Aber warum nicht, Herrschaften? Es gibt kein Regelbuch, das besagt, es müsse in Englisch gesungen werden. Das dachten sich wohl auch Zombie Joe und fütterten ihre düsteren lyrischen Visionen mit ebensolcher Musik. Ein fieser eigenwilliger Bastard ist der sächsischen Band gelungen, der noch am ehesten mit einer wilden Mischung aus Tool, Thumb und Korn zu vergleichen ist.

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Red Hot Chili Peppers: By The Way

Mit allen Erwartungen gebrochen und alle Erwartungen erfüllt. Oder, um es mit Herbert Grönemeyer zu sagen: Bleibt alles anders. Red Hot Chili Peppers gehören zu den wenigsten Bands, die es schon vor Jahren geschafft haben, einen eigenen Sound zu kreieren, der unverrückbar mit ihnen verbunden ist. Schon mit dem Atemholen von Anthony Kiedis weiß man sofort, welche Band gerade am Werke ist. Kiedis‘ typischer Sprechgesang (wie immer mit atemberaubender Schieflage), Fleas ausgefeiltes Bassspiel, John Frusciantes beseelter Gitarrenton – alles ist auf „By The Way“ vorhanden, aber die Band hat sich von den Funk- und Zappelattacken der vergangenen Tage fast ausnahmslos verabschiedet.

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The Seer: Rise

Eins vorneweg: Ich mag The Seer, ich war auf unzähligen Konzerten und ich schätze die überragende Live-Qualität der fünf Augsburger. Jetzt das andere hinterher: die Alben der Band werden immer müder. 1995 („Across The Border“) mit prominenter Unterstützung der soundverwandten Hooters gestartet, haben es die folgenden Alben immer weniger geschafft, die fast einzigartige sympathische Energie der Konzerte auf Platte zu bannen.

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