The John Butler Trio: Grand National

This album goes out with respect to the indigenous people of the land that is beneath your feet. To the universal dream and obtainable reality of justice, peace, love & respect for all life on this earth. This songs are a prayer for courage, faith, compassion, tolerance, education and action for all citizens of our grand national community. Man kann es dem Gutmenschen John Butler einfach nicht übel nehmen, dass seine Platten eher sub- als objektiv überzeugen. Auch wenn sein musikalischer Ansatz und sein Instrumentarium nicht der Norm entsprechen, kommen am Ende doch immer recht normale Songs plus Jam-Einlagen raus.

Weiterlesen

Angemessene Kleidung

Pete Harris ist tot. Wie →PCPalm berichtet starb der Musiker am Mittwoch 60jährig an einem Gehirntumor. Wer sich jetzt grübelnd am Kopf kratzt sei beruhigt: Auch wenn er es auf vier CDs und eine DVD brachte war Harris doch „nur“ eine lokale Größe in Florida und bei uns muss, ja kann man ihn nicht kennen.

Weiterlesen

Zugespitzt und abgestumpft

Den Einbruch der Wirklichkeit in den Kriminalroman nahmen wir wohlwollend und erleichtert zur Kenntnis. Allwissende Ermittler in einem gesellschaftlich aseptischen Umfeld, die Polizei mal unfähig mal treudoof, meistens beides, die Welt ein leicht oder schwer in Unordnung geratenes Rätselpflaster, das man mit dem Besen des Rechts sauberfegte Der Realiendreck untern Krimiteppich gekehrt. So ist’s halt nicht; und selbst die überzeugtesten Eskapisten hatten es irgendwann einmal satt, angenehm durchs abgebrannte Maikäferland kutschiert zu werden. Aber: Inzwischen nervt sie nur noch, die angebliche Wirklichkeit.

Weiterlesen

CD-Neuheiten KW17/2007

Stöhn! So viele neue CDs.
Und hier kommt sie wieder, unsere wöchentliche Liste mit den CD-Neuheiten dieses Freitags. Die meiste Aufmerksamkeit erfährt dabei „Beyond“, das erste Dinosaur JR-Album in Originalbesetzung seit fast zwei Jahrzehnten („Erhaben dreckig, eigenbrötlerisch und kompromisslos.“ Karl Fluch im →Standard).


Es geht in dieser Liste immer um die Veröffentlichung in Deutschland, nicht um irgendwelche über Import erhältliche Alben. So werden die Cosmic Rough Riders, ein vielversprechendes Trio aus Glasgow, mit einem Jahr Verspätung auch bei uns veröffentlicht, während Mute Maths gleichnamiges Album in ihrer Heimat sogar schon 2005 erschien.

Weiterlesen

Washington: Astral Sky

Tasteten sich Washington mit ihrem Debüt „A New Order Rising“ noch behutsam nach vorne, haben sie für „Astral Sky“ jegliche Zurückhaltung abgelegt. Sänger und Hauptsongwriter Rune Simonsen setzt ausschließlich auf die großen Gefühlen und kramt alles aus der Pathos-Trickkiste, was andere schon wieder verschämt zurückgelegt hätten.

Weiterlesen

Kenny Wayne Shepherd: 10 Days Out

Nachdem Kenny Wayne Shepherd mit „The Place You’re In“ vom Mainstream-Bus gestreift wurde begibt er sich jetzt zurück zu seinen Wurzeln. „10 Days Out – Blues From The Backroads“ ist genau das, was der Titel verspricht und das vertonte Roadmovie eines ‚Weißbrots‘, das in zehn Tagen den Süden der USA abklappert und mit Blues-Veteranen in die Saiten greift.

Weiterlesen

Nur Spaß, gelt?

Gerade habe ich den Eintrag für morgen geschrieben, u.a. über „…ein Armutszeugnis, das vor allem diejenigen sich selber ausstellen sollten, die schon in der Vergangenheit eine Menge dummes Zeug zu alten Krimis herausschwafelten und es wohl auch in Zukunft tun werden“, da les ich (welcher Teufel ritt mich nur) →das da und glaub es nicht:

Weiterlesen

Poison The Well: Versions

„Versions“ ist ein Geschoss. Wer es schafft, aus dieser Feuersalve die Projektile abzufangen und auf Anhieb benennen kann, was drin ist, der muss Ohren haben wie ein Luchs. Obwohl ich mit dem Opener „Letter Thing“ mehr als 90% meines Freundes- und Bekanntenkreises innerhalb von einer Minute aus dem Wohnzimmer kegeln könnte, lohnt jeder Song dieser vermeintlichen Krachmacherplatte.

Weiterlesen

Maria McKee: Late December

Maria McKee macht sich locker. Seitdem ihr Veröffentlichungsrhythmus erkennbar angezogen hat, scheint sie auch auf übertriebene Perfektion zu verzichten und lässt die Songs auf „Late December“ von der Leine. Überwiegend nur in klassischer Bandbesetzung eingespielt und mit wunderbarem Rumpelschlagzeug von Tom Dunne ist das sechste Album der Qualitätsdiva erstaunlich transparent und direkt.

Weiterlesen

Feist: Reminder

Vor einer Weile machte es ‚zapp‘ und Leslie Feists Album „Let It Die“ (2004) war in aller Munde. Seitdem hat sie scheinbar weltweit eine „Gutfind-Garantie“ und erinnert jetzt mit „The Reminder“ daran, warum das so ist. In überwiegend wohnlicher Umgebung in Paris wurden die neuen Songs geschraubt und aufgenommen.

Weiterlesen

The Fall: Reformation! Post TLC

This is what it sounds like! – Nachdem The Fall-Mastermind Mark Edward Smith während der US-Tour zum durchweg positiv aufgenommenen Vorgängeralbum „Fall Heads Roll“ seine musikalischen Mitstreiter abhanden gekommen waren, stand er zusammen mit Keyboarderin und aktueller Ehefrau Elena Poulou plötzlich alleine auf weiter Flur. Kein Problem für einen Exzentriker wie Smith, der neben seiner Musik in der Vergangenheit unter anderem auch wegen solcher Randnotizen legendär geworden ist.

Weiterlesen

Glauser 2007

Wie ich soeben dem „Liechtensteiner Vaterland – meistgelesene Tageszeitung in Liechtenstein“ entnehme, ist der Schweizer Autor Martin Suter für seinen Roman „Der Teufel von Mailand“ mit dem Friedrich Glauser – Preis 2007 ausgezeichnet worden. Den Debütpreis gewann Andrea Maria Schenkel, den Kurzgeschichtenglauser Sabina Naber, der Hansjörg-Martin-Preis für Kinder- und Jugendliteratur ging an Christoph Wortberg. Die Abteilung „Preise im Krimisegment“ der Hinternet-Redaktion gratuliert recht herzlich!