Logh: North

Liebe auf den zweiten Blick! Es gibt Bands, die sich beinahe jedem Zugriff entziehen – auch dem des tüchtigen Konsumenten von einschlägigen Musikzeitschriften, Magazinen und Blogs. Keine der britischen Musikpostillen namens „New Musical Express“ (NME) oder „The Wire“ treiben sie als die nächste „Sau“ durchs Dorf und in den deutschen Musikmedien finden sie in der Regel auch nur als Randnotiz statt. So Logh aus dem südschwedischen Lund.

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Ronnie Lane: Just For A Moment

An sich ist „die Kuh schon längst gemolken“, möchte man meinen. Alles, was der liebenswerte Country-Rocker und Singer/Songwriter solistisch auf Band gebannt hat, wurde seit seinem Tod im Juni 1997 in verschiedensten Ausgaben und Zusammenstellungen auf CD veröffentlicht, und das bisweilen „doppelt gemoppelt“. Dies war allerdings auf den europäischen Markt begrenzt. In den USA gab´s offiziell nur eine CD mit den beiden SLIM CHANCE-Alben für das „Island“-Label. Alles weitere musste als Import besorgt werden.

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Glücksverdummt

(…) selbst die gute alte Klimakatastrophe ist nichts gegen das glücksverdummte Dauerschwadronieren über Kinder, Küche und Kabinett. Aber gut, warum nicht. Glück macht dumm und wer glücklich ist, dem geht der Mund über. Kinder machen nach einer alten Vorschrift besonders glücklich, also muss noch viel mehr gequasselt werden als sonst schon im deutschen Fernsehen.

Willi Winkler in der Süddeutschen über Mutterglück auf allen Kanälen

Schleimiges Grinsen

Nein, da muss er schon selber durch, der liebe Ludger. Nur ganz kurz: In einem inzwischen wegen der Androhung rechtlicher Schritte →entbloggten Beitrag hatte Kollege Menke aus einer Rundmail der Autorenvereinigung Syndikat zitiert, die nicht gerade schmeichelhaften Äußerungen Anne Chaplets zu seiner, Ludgers Person betreffend. Ob es sich hierbei um eine „öffentliche Aussage“ Frau Chaplets handelte oder nicht – das mag ich nicht entscheiden, darum soll es nicht gehen. Dass ich persönlich die Mail nicht veröffentlicht hätte, sei hier nur der Vollständigkeit halber angemerkt. Dass sich einige AutorInnen flugs zu Menkes Verhalten äußerten, wäre auch nicht weiter bemerkenswert, ist ihr gutes Recht. Aber dann ist mir was eingefallen…

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Stieg Larsson: Verdammnis

Willkommen im Zoo der nicht artgerecht gehaltenen Krimikonsumenten. Enge Käfige mit rostigen Gitterstäben, ein Schild „Vorsicht Hochspannung!“ drangeschraubt. Fütterung. Uniform gekleidete KrimiAutorinnen zwängen die Brocken durch die Gitterengen. Portionsgerecht zerteilt, vorgekaut, ja, sogar vorverdaut. Gammelkrimis, zur Düpierung der Geschmacksnerven in einer Tunke aus „Gesellschaftskritik“ mariniert. Nein, nicht artgerecht: keine freie Wildbahn, kein Belauern der Beute, kein Triumph bei Jagderfolg. Nichts als fressen, nichts als rumtigern, kuschelige Objekte mit verfilztem Fell.

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Hape Kerkeling: Ein Mann, ein Fjord!

Das gelungene Buch/Hörbuch „Ich bin dann mal weg“ hat einen doch sehr milde gestimmt. Zudem kam Hape Kerkeling in den vergangenen Monaten mit ein paar netten Humorattacken aus dem Quark und so war die Vorfreude auf ein neues Hörbuch groß. Trotzdem ist es immer schade, wenn man versucht eine neue und eigenständige Geschichte mit bekannten Figuren an den Mann zu bringen.

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Werden Sie Wtd-Poweruser!

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Wtd-LeserInnen sind die Avantgarde des Krimibildungsbürgertums. 98& besitzen einen Kraftwagen, 61% zwei Paar Hosen und immerhin noch 19% leisten sich von Zeit zu Zeit einen Intelligenzquotienten. Damit liegen wir, was die Konsumentenstruktur angeht, bedeutend über dem Durchschnitt! Zum Vergleich die LeserInnen von Krimiblog.de: 70% halten Poe für einen wahlweise spanischen oder italienischen Fluß, 53% Ani für den Plural von Anus und 39% erkennen in Ludger Menke die Inkarnation des Wittenberger Kirchentürschänders Martin Ludger. Und jetzt erhalten Wtd-LeserInnen einen weiteren Informationsvorsprung: Werden Sie Wtd-Poweruser!

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The Secret Show: Impressionist Roadmap Of The West

Langsam könnten man dazu übergehen eine Standardeinleitung zu schreiben, die immer dann greift, wenn laute Jungs leise werden. So in der Art von: „Um die Pause zwischen zwei Alben seiner Stammband X zu überbrücken, hat Y mit seinem Sideproject all die Ideen verwirklicht, die im Bandkontext keinen Platz gefunden haben. Dabei besinnt er sich auf die alten Helden und verneigt sich vor Blues, Country, Westcoast, Singer/Songwriter und natürlich Johnny Cash und Bruce Springsteen.“

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Vermischtes

An wirklich großen Themen aus der bunten Welt des Krimis mangelt es in der nachösterlichen Woche. Hat Frau Schenkel abgeschrieben und wenn nicht, warum nicht? Wird Ludger Menke Deutschlands literarischer →Superblogger, erhält er die legendären Warholschen 15 Minuten Berühmtheit, die ihm allemal zustehen? Wir müssen abwarten. Und sonst? Ein Streifzug durch die Kleinigkeiten des Dies & Das.

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