Die stets lesenswerte Sarah Weinman berichtete →neulich über einen Artikel im Library Journal, der den Wandel im Marketing von (zumeist kleineren resp. neu auf dem Markt operierenden) Krimiverlagen zum Thema hat. Autorenlesungen, so erfährt man, lohnen sich nur noch für die literarische upper class. Vielversprechender: das Internet.
WeiterlesenPorcupine Tree: Fear Of A Blank Planet
Nach einer etwas sterilen DVD und der müden zweiten Blackfield-Platte bringt Steven Wilson das Schiff Porcupine Tree wieder auf Kurs. „Fear Of A Blank Planet“ erscheint in Europa nicht mehr bei einem Major-Label, hebt aber die Band auf ein Qualitätsniveau zurück, um das man bei „Deadwing“ (2005) latent fürchtete.
WeiterlesenLogh: North
Liebe auf den zweiten Blick! Es gibt Bands, die sich beinahe jedem Zugriff entziehen – auch dem des tüchtigen Konsumenten von einschlägigen Musikzeitschriften, Magazinen und Blogs. Keine der britischen Musikpostillen namens „New Musical Express“ (NME) oder „The Wire“ treiben sie als die nächste „Sau“ durchs Dorf und in den deutschen Musikmedien finden sie in der Regel auch nur als Randnotiz statt. So Logh aus dem südschwedischen Lund.
WeiterlesenRonnie Lane: Just For A Moment
An sich ist „die Kuh schon längst gemolken“, möchte man meinen. Alles, was der liebenswerte Country-Rocker und Singer/Songwriter solistisch auf Band gebannt hat, wurde seit seinem Tod im Juni 1997 in verschiedensten Ausgaben und Zusammenstellungen auf CD veröffentlicht, und das bisweilen „doppelt gemoppelt“. Dies war allerdings auf den europäischen Markt begrenzt. In den USA gab´s offiziell nur eine CD mit den beiden SLIM CHANCE-Alben für das „Island“-Label. Alles weitere musste als Import besorgt werden.
WeiterlesenKritiker-Criminale 2007: Pressebericht
Wie jedes Jahr fand auch heuer wieder die „Kritiker-Criminale“ statt, das große Treffen der führenden Krimikritiker Deutschlands, welche die reizvolle Landschaft der Südlichen Weinstraße zum Schauplatz ihres Gedankenaustausches erkoren hatten.
WeiterlesenCD-Neuheiten KW16/2007

Interessante, wichtige und vielversprechende CD-Neuheiten dieser Woche:
Glücksverdummt

(…) selbst die gute alte Klimakatastrophe ist nichts gegen das glücksverdummte Dauerschwadronieren über Kinder, Küche und Kabinett. Aber gut, warum nicht. Glück macht dumm und wer glücklich ist, dem geht der Mund über. Kinder machen nach einer alten Vorschrift besonders glücklich, also muss noch viel mehr gequasselt werden als sonst schon im deutschen Fernsehen.
Willi Winkler in der Süddeutschen über Mutterglück auf allen Kanälen
Schleimiges Grinsen
Nein, da muss er schon selber durch, der liebe Ludger. Nur ganz kurz: In einem inzwischen wegen der Androhung rechtlicher Schritte →entbloggten Beitrag hatte Kollege Menke aus einer Rundmail der Autorenvereinigung Syndikat zitiert, die nicht gerade schmeichelhaften Äußerungen Anne Chaplets zu seiner, Ludgers Person betreffend. Ob es sich hierbei um eine „öffentliche Aussage“ Frau Chaplets handelte oder nicht – das mag ich nicht entscheiden, darum soll es nicht gehen. Dass ich persönlich die Mail nicht veröffentlicht hätte, sei hier nur der Vollständigkeit halber angemerkt. Dass sich einige AutorInnen flugs zu Menkes Verhalten äußerten, wäre auch nicht weiter bemerkenswert, ist ihr gutes Recht. Aber dann ist mir was eingefallen…
WeiterlesenStieg Larsson: Verdammnis
Willkommen im Zoo der nicht artgerecht gehaltenen Krimikonsumenten. Enge Käfige mit rostigen Gitterstäben, ein Schild „Vorsicht Hochspannung!“ drangeschraubt. Fütterung. Uniform gekleidete KrimiAutorinnen zwängen die Brocken durch die Gitterengen. Portionsgerecht zerteilt, vorgekaut, ja, sogar vorverdaut. Gammelkrimis, zur Düpierung der Geschmacksnerven in einer Tunke aus „Gesellschaftskritik“ mariniert. Nein, nicht artgerecht: keine freie Wildbahn, kein Belauern der Beute, kein Triumph bei Jagderfolg. Nichts als fressen, nichts als rumtigern, kuschelige Objekte mit verfilztem Fell.
WeiterlesenJohn Dunning: Das Geheimnis des Buchhändlers
Das haben Sie ganz schön versemmelt, Mr. Dunning. Hätte vom Thema her eine spannende Geschichte werden können, aktueller Whodunnit trifft historischen Krimi oder so, aber herausgekommen ist am Ende nur ein ziemlich beliebiger und teilweise dröhnend grotesker Langweiler. Schade, doch.
WeiterlesenBrian Evenson: The Open Curtain
Dieses ist die fünfte und letzte Besprechung eines der Kandidaten für den Edgar des Jahres 2007, Kategorie „Bestes Taschenbuch“.
WeiterlesenAlles nur geklaut?
Drei Links zum Thema Plagiatsvorwürfe gegen Andrea Schenkel:
Die FAZ spricht mit der Autorin: &rarr Es geht nur ums Geld,
der Donaukurier sieht Widersprüche in den Aussagen und macht sich auf → Spurensuche im Fall Tannöd
und die Passauer Neue Presse spricht mit dem Anwalt der Gegenseite: → Der Krimi hinter dem Krimi
Bright Eyes: Cassadaga
Schluss, aus, niemand sollte Conor Oberst mehr als ‚Wunderkind‘ bezeichnen. Der Knabe ist erwachsen geworden und so klingen jetzt auch seine Platten. Sind sie deswegen langweiliger? Nein – „Cassadaga“ ist vielmehr der perfekte Schliff für die bekannten Bright-Eyes-Trademarks.
WeiterlesenGlobaler Erfolg
Während andernorts arglose Blogbesucher als Stimmvieh bei anrüchigen Provinzwahlen missbraucht werden (→hier und →hier), haben es dpr und Anne, das neue Traumpaar der deutschen Krimiszene, geschafft: Sie gehören zum erlauchten Kreis der populären Mitglieder der →weltgrößten Vereinigung der Krimifreunde. Darauf einen leckeren Pfälzer Frostschutzwein!

Hape Kerkeling: Ein Mann, ein Fjord!
Das gelungene Buch/Hörbuch „Ich bin dann mal weg“ hat einen doch sehr milde gestimmt. Zudem kam Hape Kerkeling in den vergangenen Monaten mit ein paar netten Humorattacken aus dem Quark und so war die Vorfreude auf ein neues Hörbuch groß. Trotzdem ist es immer schade, wenn man versucht eine neue und eigenständige Geschichte mit bekannten Figuren an den Mann zu bringen.
WeiterlesenWerden Sie Wtd-Poweruser!

Wtd-LeserInnen sind die Avantgarde des Krimibildungsbürgertums. 98& besitzen einen Kraftwagen, 61% zwei Paar Hosen und immerhin noch 19% leisten sich von Zeit zu Zeit einen Intelligenzquotienten. Damit liegen wir, was die Konsumentenstruktur angeht, bedeutend über dem Durchschnitt! Zum Vergleich die LeserInnen von Krimiblog.de: 70% halten Poe für einen wahlweise spanischen oder italienischen Fluß, 53% Ani für den Plural von Anus und 39% erkennen in Ludger Menke die Inkarnation des Wittenberger Kirchentürschänders Martin Ludger. Und jetzt erhalten Wtd-LeserInnen einen weiteren Informationsvorsprung: Werden Sie Wtd-Poweruser!
WeiterlesenThe Secret Show: Impressionist Roadmap Of The West
Langsam könnten man dazu übergehen eine Standardeinleitung zu schreiben, die immer dann greift, wenn laute Jungs leise werden. So in der Art von: „Um die Pause zwischen zwei Alben seiner Stammband X zu überbrücken, hat Y mit seinem Sideproject all die Ideen verwirklicht, die im Bandkontext keinen Platz gefunden haben. Dabei besinnt er sich auf die alten Helden und verneigt sich vor Blues, Country, Westcoast, Singer/Songwriter und natürlich Johnny Cash und Bruce Springsteen.“
WeiterlesenNachtschatten
Wochenende. Die Geschäfte und Bibliotheken: zu. Und ausgerechnet jetzt hast du keinen neuen Krimi zur Hand. Die Lösung: Nimm einfach einen alten! Einen neu in der →„Criminalbibliothek des 19. und frühen 20. Jahrhunderts“ eingestellten! Gebhardt Schätzler-Perasinis „Nachtschatten“ von 1920. Bis Montag wirst du ihn durchhaben.
Vermischtes
An wirklich großen Themen aus der bunten Welt des Krimis mangelt es in der nachösterlichen Woche. Hat Frau Schenkel abgeschrieben und wenn nicht, warum nicht? Wird Ludger Menke Deutschlands literarischer →Superblogger, erhält er die legendären Warholschen 15 Minuten Berühmtheit, die ihm allemal zustehen? Wir müssen abwarten. Und sonst? Ein Streifzug durch die Kleinigkeiten des Dies & Das.
WeiterlesenCD-Neuheiten KW15/2007

Interessante CDs in dieser Woche. Der Preis für das häßlichste Cover geht diesmal eindeutig an Hayseed Dixies „Weapons of Grass Destruction“