Damien Rice: 9

Gentlemen sind dieses Jahr scheinbar ‚in‘. David Fridlund hat seine eigene Platte nicht selbst eröffnet, Bert Jansch gibt großzügig das Mikro weiter und Frauenversteher Damien Rice steht da auch nicht hinten an. „9 Crimes“, der erste Song seines zweiten Albums, eröffnet mit einem herrlichen Pianosound, gefolgt von der hinreißenden Stimme Lisa Hannigan’s. Was für ein Start!

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2006: Die Besten

2006, das Krimijahr. Was war gut, was wird bleiben? Der Rezensent hat seine Arbeiten kritisch gesichtet und elf Titel ausgewählt, denen er die Stempel „unbedingt lesen!“ und „weiter so!“ ohne Zögern aufdrückt, eine Hitparade, die aber keine ist, denn die ausgesuchten Romane lassen sich in thematischen Kleingruppen zusammenfassen, was nun ein zwar unvollständiges, aber über den Listencharakter hinausgehendes Bild des kriminalliteratischen state of the art hierzulande und anderswo ergeben könnte. Und hier ist sie: die Top 11 Zwotausendsechs.

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2006: The lost novels

Das Jahr neigt sich nach vorne und liegt, kaum sind die Weihnachtsplätzchen gegessen, vollends auf der Schnauze. Die Zeit der Rückschau ist angebrochen, in der wir Rechenschaft über das vergangene Krimijahr ablegen müssen. Aufgrund unserer außergewöhnlich guten Beziehungen zu den Putzgeschwadern der deutschen Verlagshäuser ist es uns gelungen, die Manuskripte dreier Kriminalromane zu lesen, die nicht das Licht der Welt erblickten. Drei Romane von drei Heroen des Genres – schnöde von den Lektoraten für unwürdig befunden und in die Papierkörbe entsorgt. Hier sind sie.

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The Magic Numbers: Those The Brokes

Eigentlich hätten die Magic Numbers nach dem Erfolg ihres Debütalbums und den darauf folgenden Tourneen eine kleine Pause verdient gehabt. Doch die Band war nicht zu bändigen. „Wir haben wirklich darüber nachgedacht, eine Pause einzulegen. Selbst unsere Plattenfirma hat uns das empfohlen. Aber wir hatten bereits wieder einen Haufen neuer Songs zusammen und konnten es kaum abwarten, wieder ins Studio zu gehen. Wir wollten uns einfach nicht monatelang auf die faule Haut legen, um dann feststellen zu müssen, dass wir eingerostet sind.“ So erklärt Romeo Stodart die damalige Situation.

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Gunnar Steinbach: Des Schreinermeisters schönster Sarg

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(Weihnachten naht. Und mit ihm die Frage: Welche Krimis schenke ich meinen Liebsten? Jeder weiß: Das kann ins Auge gehen und langjährige Freundschaften abrupt beenden. Doch keine Angst: Hinternet hilft. Die Krimiredaktion hat einige aktuelle Spitzenprodukte der Spannungsindustrie unter die Lupe genommen und ihnen den jeweiligen Idealtypus Leser (hier „Geschenkempfänger“ genannt) zugeordnet. Jetzt kann nichts mehr schiefgehen.)

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Yusuf: An Other Cup

Man kann eigentlich fast nicht über „An Other Cup“ schreiben, ohne sich mit aktuellen religiös-politischen Problemen zu befassen. Wichtig in diesem Zusammenhang erscheint mir im Wesentlichen die Erwähnung Yusuf Islams, dass sein Nachname und der Name seiner Religion ‚Friede‘ bedeutet. In seinen durchweg spirituellen Texten zeichnet er dann auch ein Bild, das Friede, Toleranz und die Sinn-Suche ins Zentrum einer jeden Religion stellt.

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Wirklich nur ein Zufall?

Soeben frisch ausgepackt: Bücher von Stieg Trenter („Eine Puppe für Samarkand“, Neuer Europa Verlag) und Leif G.W. Persson („Zwischen der Sehnsucht des Sommers und der Kälte des Winters“, btb). Na und?
Bücher kommen hier täglich an, aber – das hier sind schwedische! Schwedische! Ich krieg eigentlich eher mauretanische als schwedische und jetzt gleich zwei und das einen Tag nachdem mir der Band „Fjorde, Elche, Mörder. Der skandinavische Kriminalroman“, herausgegeben von Jost Hindersmann auf den Tisch geflattert ist! Zufall?

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Laura Lippman: Gefährliche Engel

Laura Lippman, so schrieb der Rezensent anlässlich des letzten Abenteuers ihrer Protagonistin Tess Monaghan, gehöre „zu den Lieferantinnen solider Spannungsware“. Dieses Urteil muss nach der Lektüre von „Gefährliche Engel“ revidiert werden: Denn nicht nur solide Spannungsware beschert uns die Autorin, auch fein ausgedachte Beobachtungen psychischer und weltlicher Kalamitäten hat sie im Programm.
Wobei das einzig leicht Ärgerliche an „Gefährliche Engel“ eben dieser deutsche Titel ist. Engel sind Alice und Ronnie, die beiden elfjährigen Mädchen nämlich nicht, gefährlich schon, denn sie entführen einen Säugling und töten ihn anschließend. Für diese Tat sperrt man sie sieben Jahre weg, Elfjährige, wohlgemerkt. Als junge Frauen werden sie in die Freiheit entlassen, doch als wiederum ein Kleinkind gekidnappt wird und sich herausstellt, dass sich die beiden Mädchen ganz in der Nähe des Tatorts aufgehalten haben, holt sie die Vergangenheit ein.

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Cerys Matthews: Never Said Goodbye

Ich geb’s zu: Ich hab mal eine Catatonia-CD verkauft, weil ich Cerys Matthews‘ Stimme nicht mehr ertragen konnte. Ein Fehler – ganz klar! Matthews ist jetzt ohne Band wieder da und hat in den vergangenen Jahren erkannt, dass es langfristig kein Kompliment ist, wenn man alle Jungs unter den Tisch saufen kann. Inzwischen ist sie Mutter zweier Kinder und neuerdings auch Mutter einer zweiten Solo-CD.

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Jahrbuch-Leckerli 1

Die heiße Phase des Krimijahrbuchs 2007 hat begonnen. Nach und nach trollen sich die Manuskripte in meinen Briefkasten, erste Fingerübungen zum Satz werden angestellt, Fotos begutachtet (ja, diesmal auch mit Bildern drin! Schwarz-weiß-schön). Wer bis Donnerstag 24 Uhr nicht geliefert hat, erhält in den nächsten Tagen dezenten Besuch zweier italienischer Herren, Spezialität: Finger brechen, Schultern auskugeln, Korrektur lesen. Selbiges gilt auch für Leser, die nicht so-fort vorbestellen. Und lieber eine kleine Extragabe des Herausgebers wollen als einen dicken Krankenschein. Kleinere Leckerli zum Appetitmachen werden ab sofort in unregelmäßiger Folge verabreicht.

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Seherische Fähigkeiten?

München (sid) Max Merkel ist tot. Der frühere Fußball-Meistertrainer starb am Dienstag, neun Tage vor seinem 88. Geburtstag, in seinem Haus in Putzbrunn bei München. Die Familie bestätigte eine entsprechende Vorabmeldung der Bild-Zeitung auf sid-Nachfrage.

Deftones: Saturday Night Wrist

Elf Freunde sollt ihr sein, oder auch fünf, oder vier. Was im Fußball selten funktioniert, klappt bei Rockbands noch lange nicht. Immer wieder faszinierend zu beobachten, wie Chino Morenos Kollegen sich in Interviews unverblümt über ihren Sänger auslassen und klarstellen, dass er eigentlich aus der Band fliegen würde, wenn er nicht so talentiert wäre. Und an Talent mangelt es dieser Truppe sicher nicht.

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