Ken Bruen: The Killing of the Tinkers

Mit „The Killing of the Tinkers“, dem zweiten Band der Jack Taylor Reihe schreibt Ken Bruen die Darstellung eines Alkoholikerlebens am Rande des Abgrunds (und manchmal darüber hinaus) fort. Bestand am Ende von’The Guards’, dem ersten Buch der Jack Taylor Reihe, noch Hoffnung auf Rettung, da Taylor nach einer harten Entziehung trocken nach London zog, erfahren wir nun, dass er dort auf Dauer nicht zurecht kam. Die Schuld die er meint, auf sich geladen zu haben, sie lastete zu schwer auf ihm. Und als er ein Jahr später nach Galway zurückkommt, ist er nun auch noch kokainabhängig.

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Sarah McLachlan: Mirrorball – The Complete Concert

Die Frage muss erlaubt sein: Braucht man das komplette „Mirrorball“-Konzert, wenn bereits ein Zusammenschnitt mit 14 Songs vorliegt? Die Antwort lautet tatsächlich: Ja.
Mitgeschnitten beim Tourabschluss in Portland am 20. und 21. April 1998 bietet die Doppel-CD 23 Songs, denen das Livegewand besser steht, als der sonst etwas ätherische Studioklang. Beeindruckend ist Sarah McLachlans Stimme, die auf der Bühne um so vieles kraftvoller klingt und nicht für einen Moment die Brillanz verliert. Sollte hier einer nachträglich an den Masterbändern geschraubt haben, dann hat er einen perfekten Job gemacht.

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Mogwai: Zidane: A 21st Century Portrait

Die Sympathien der Schotten zu den Franzosen, das geht wohl auf die Historie zurück und damit auf ihre gleichsam gehegte Antipathie gegen die Engländer. Unter diesem Gesichtspunkt verwundert es etwas weniger, dass ausgerechnet die schottischen Leise-leise-laut-Treter Mogwai für das filmische Porträt des just mit einen Knall abgetretenen französischen Fußball-Idols die musikalische Untermalung besorgt haben.

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Ein handgemachter Mord

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(Ex-Kommissar Wickius, nach einer Intrige denk- und kommentarfauler Blogleser seines Amtes enthoben und in den vorzeitigen Ruhestand geschickt, kennt die Verbrechens- und Kriminalliteratur der letzten ca. 2500 Jahre in- und auswendig, er löst jeden Fall, indem er das literarische Muster dafür sucht. Und Sie? Wissen auch Sie, welche klassischen Fälle den hier in loser Folge geschilderten Mordtaten zu Grunde liegen? Dann nichts wie ran an die Kommentarfunktion! Für alle Unbelesenen gibt es die Auflösung immer ein paar Tage nach der Veröffentlichung der Geschichte.)

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Saosin: Saosin

Das US-Quintett Saosin hat das Problem, dass es sich erst zu Wort meldet, als eigentlich schon alles gesagt ist. Ihr Wortbeitrag wurde zwar erwartet, aber keiner wusste, wann es so weit sein würde.
Als Sänger Antony Green nach der vielversprechenden EP „Translating The Name“ (2004) ausstieg und die famosen Circa Survive formte, wurde es, von Tourneen und Internetstreiflichtern abgesehen, ruhig um Saosin. Wäre das selbstbetitelte Full-Length-Debüt schon vor zwei Jahren erschienen, hätte es der Emo-Welt wahrscheinlich die Sprache verschlagen. Jetzt kann man nur hoffen, dass der Cover-Käfer stark genug ist, um beim großen Krabbeln mitzuhalten. Verdient hätten es die Jungs allemal.

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Johann König: Gestammelte Werke

Wer Johann Königs aktuelles Programm „Johann König eskaliert“ gesehen hat, weiß, dass der Kölner mehr drauf hat als den somnambulen Stammler. Mit wenigen Worten skizziert er die Welt und schwenkt zwischen scheinbar Sinnlosem und Alltagsphilosophie geschickt hin und her. Im stillen Kämmerlein kann man das mit seinem ‚literarischen Debüt‘ nachvollziehen, das jetzt unter dem leider nur mäßig witzigen Titel „Gestammelte Werke“ erscheinen ist.

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Krimiwelt-Bestenliste Dezember 2006

Die besten Krimis des Monats Dezember gibt es →hier. Die besten Krimis des Monats? Natürlich nicht; sondern die von einer Reihe ausgewiesener Experten empfohlenen. Diesmal besonders diskussionswürdig, denn mit Richard Rayners „Das dunkle Herz der Wüste“ und Thomas Kasturas „Der vierte Mörder“ stehen nicht nur gleich zwei Neueinsteiger auf den vorderen Plätzen, sondern auch zwei Kriminalromane, über deren Qualität man aus verschiedenen Gründen streiten kann. Und genau das ist das Gute an der Bestenliste. Schlecht wäre es, würde man sie jeden Monat kommentarlos durchwinken. Also werden wir in nächster Zeit mal drüber streiten.

Hübsch hässliches Fundstück

Dem deutschen Dichter rat ich, sich ein Nilpferdfell überzuziehen, sonst hält ers nimmer aus in seinem Vaterlande. Vor nicht langer Zeit verblich der als Mensch so liebenswürdige und vortreffliche, wie als Romanschreiber fleißige, tüchtige, wackere Schriftsteller Ewald August König. Er war bei den Deutschen sehr beliebt. Zeitschriften und Zeitungen rissen sich um seine Arbeiten. Fürstinnen und Nähmamsells lasen ihn »unbeschreiblich« gern. Er soll Vermögen hinterlassen haben. In demselben Jahre, fast an einem Tage, starb der Dichter Albert Lindner, der aus Nahrungssorgen wahnsinnig geworden war, im Irrenhause. Acht Leidtragende nur folgten dem Sarge. Deutschland – – –

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Das Recht auf Erden

„Flehen wir submissest zu Ihro Gnaden, dem gemeinen Juristen Temme, welcher im Nest der Zürcher Emigrantenbrut sitzt wie die Fliege im Schmeiß, das schmutzige Handwerk dringendst zu legen, alldieweil Genannter Preßwerke zu veröffentlichen sich nicht versagt, welche geeignet sind, das blöde Volk zum Murren zu bewegen, welches gar allzu schnell zum Amoklaufen…“

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Oliver Buslau: Das Gift der Engel

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(Weihnachten naht. Und mit ihm die Frage: Welche Krimis schenke ich meinen Liebsten? Jeder weiß: Das kann ins Auge gehen und langjährige Freundschaften abrupt beenden. Doch keine Angst: Hinternet hilft. Die Krimiredaktion hat einige aktuelle Spitzenprodukte der Spannungsindustrie unter die Lupe genommen und ihnen den jeweiligen Idealtypus Leser (hier „Geschenkempfänger“ genannt) zugeordnet. Jetzt kann nichts mehr schiefgehen.)

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Gepieksackt

…werden in der neuen Kriminalreportage von Pieke „Krimijahrbuch-Schwerpunkt“ Biermann die Hütchenspieler, die ihrerseits die armen Berlin-Touristen piekieren. „Asphalt-Hazard“ spielt man am Sonnabend, 25.November 2006 in DER TAGESSPIEGEL und auf RBBinfoRADIO 93,1 um 11:45 Uhr. Ein eventuell notwendiges Elfmeterschießen wird in den Wiederholungen um 19:45 und in der folgenden Nacht um 0:45 und 5:45 Uhr erledigt.

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Krimiverbot!

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„Na, Herr K., heute die Pumpgun dabei? Kleiner Amoklauf geplant?“ – Diese Hackfresse! Eines Tages klopp ich dem sein Abteilungsleitergrinsen zurück in seine Abteilungsleitergedärme! Aber ist immer dasselbe: Kaum hat irgendwo wieder einer mit der Knarre um sich geballert, zeigen sie mit dem Finger auf mich und hämeln: „Guck ma, der K.! Der liest Krimis! Wer Krimis liest, bringt auch Menschen um!“

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Spamsicher

Nachdem wir gestern abend eine verschärfte Spamattacke überstehen mussten, haben wir jetzt die höchste Sicherheitsstufe eingeschaltet. Wenn ihr euren Kommentar abgeschickt habt, kommt eine englischsprachige Seite, die euch sagt, dass jeder Kommentar ab sofort zuerst von einer neu eingerichteten Spam-Findungskommission gesichtet wird. Da diese Kommission (die sieben Mitglieder erhalten Sitzungsgeld und freie Getränke) nicht ständig tagt, kann es also mal zu Verzögerungen bei der Veröffentlichung von Kommentaren kommen. Wir bitten dies zu entschuldigen.

Kerstin Rech: Der Werwolf vom Webenheimer Bösch

„Saarlandkrimis“ kommen gut durch die kalte Jahreszeit, denn sie hüllen sich gemeinhin in zwei Mäntel: den des Grauens und den des Vergessens. Woran das liegt, weiß kein Mensch. Es ist scheinbar Naturgesetz, dass alles, auf dem „Saarlandkrimi“ (alternierend: „Saarland Krimi“) steht, im Inneren aus hüftsteifem Aufsatzdeutsch undoder hochgestochen hohlen Plots undoder düsterschwer ins Blaue philosophierter Langeweile gemacht ist. Ob Kerstin Rech dieses fatale Gesetz ebenfalls befolgt? Oder bricht?

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