Und wieder legen wir erschöpft den Griffel aus der Hand: fertig. Über 80 Seiten, ein Interview mit der Autorin inklusive sowie die Auswahlbibliographie von Herrn Przybilka. Jetzt alles an den Alten vom Wuppertaler Berge geschickt, auf dass er es schön setzen möge. Umschlag. Hm, kleines Problem, aber das kriegen wir schon hin. Und was steht denn nun drin in
WeiterlesenMichael Connelly: The Lincoln Lawyer
Wieder einmal hat Michael Connelly seinen Serienhelden Harry Bosch im Stich gelassen und mit „The Lincoln Lawyer“ einen Krimi geschrieben, der ein wenig quer zu den üblichen Regeln des Genres steht. Diese Buch um den Strafverteidiger Mickey Haller, mit seinen gut gemachten Gerichtsszenen kann man als Gerichtsdrama lesen; aber eigentlich ist Haller nicht nur ein Anwalt der um seine Mandanten kämpft, sondern er ist selber ein Beteiligter, einer der plötzlich für sich selber kämpfen muss. „The Lincoln Lawyer“ ist deshalb wohl eher als Thriller denn als Gerichtsdrama zu bezeichnen.
WeiterlesenEin Vielschreiber mit Niveau
… war dieser Walther Kabel, dessen Held Harald Harst allein 372 Abenteuer bestehen musste, bevor die Nazis befanden, ein deutscher Detektiv sei nicht mehr zeitgemäß, da ja ab sofort keine deutschen Verbrechen mehr stattfinden konnten. Zwei Geschichten gibt es nun in der →„Criminalbibliothek des 19. Jahrhunderts“, Abteilung frühes zwanzigstes. Und die Mitteilung, dass der „Jahresband 2006“ nun doch erst im Januar 2007 erscheinen wird. U.a. wegen zu magerer Subskriptionsausbeute. Traurig, das.
Der Mehrfach-Mord
(Ex-Kommissar Wickius, nach einer Intrige denk- und kommentarfauler Blogleser seines Amtes enthoben und in den vorzeitigen Ruhestand geschickt, kennt die Verbrechens- und Kriminalliteratur der letzten ca. 2500 Jahre in- und auswendig, er löst jeden Fall, indem er das literarische Muster dafür sucht. Und Sie? Wissen auch Sie, welche klassischen Fälle den hier in loser Folge geschilderten Mordtaten zu Grunde liegen? Dann nichts wie ran an die Kommentarfunktion! Für alle Unbelesenen gibt es die Auflösung immer ein paar Tage nach der Veröffentlichung der Geschichte.)
WeiterlesenJack Palance
Der US-amerikanische Schauspieler stirbt 87jährig.
WeiterlesenEin Stern leuchtet
Und zwar „der Stern der Anthold“. Was das ist? Ein alter Krimi von Adolf Streckfuß. Wurde soeben in die →„Criminalbibliothek des 19. Jahrhunderts“ eingestellt. Kostet nix. Wegen Weihnachten und Stern.
Valerio Varesi: Die Pension in der Via Saffi

(Weihnachten naht. Und mit ihm die Frage: Welche Krimis schenke ich meinen Liebsten? Jeder weiß: Das kann ins Auge gehen und langjährige Freundschaften abrupt beenden. Doch keine Angst: Hinternet hilft. Die Krimiredaktion hat einige aktuelle Spitzenprodukte der Spannungsindustrie unter die Lupe genommen und ihnen den jeweiligen Idealtypus Leser (hier „Geschenkempfänger“ genannt) zugeordnet. Jetzt kann nichts mehr schiefgehen.)
WeiterlesenPentti Kirstilä: Schwarzer Frühling
Ende der Siebziger, Anfang der Achtziger, als viele deutsche Krimiautoren noch auf Bäumen lebten und ihre Leser mit soziologischen Wortbrocken bewarfen, da übte Pentti Kirstilä schon den aufrechten Gang. Kaurismäki hatte den Finnen-an-sich noch nicht filmisch entworfen, diese Mischung aus Sentimentalität und Suff, Schweigsamkeit und Selbstmordanfälligkeit, aber wer wollte, der konnte in Kirstiläs Romanen bereits einen Prototyp dessen erkennen. Wer wollte – und konnte. In Deutschland konnte man nicht, auch der Skandinavien-Boom der Neunziger brachte die Krimis Kirstiläs nicht zu uns, erst jetzt unternimmt Grafit das lobenswerte Projekt, Hanhivaaras Fälle einen nach dem andern hierzulande zu veröffentlichen. „Schwarzer Frühling“ heißt das aktuelle Stück.
WeiterlesenThe Passing Show: The Life & Music of Ronnie Lane
Die Erstellung dieser TV-Dokumentation, die jetzt auch endlich auf DVD erhältlich ist, zog sich über fünf Jahre hin! Aber es hat sich gelohnt, wie man schon im Januar 2006 bei der BBC-Erstausstrahlung sehen und hören konnte. Die beiden Realisatoren, Rupert Williams und James Mackie, haben gründlich und mit viel Liebe zum Detail recherchiert und zahllose Gespräche mit Weggefährten, Freunden und Familienangehörigen Ronnie Lanes geführt. Ronnie Lane? Wer war denn das noch mal?
WeiterlesenAlbert Hammond Jr.: Yours To Keep
Das erste Soloalbum aus dem Strokes-Camp kommt von Gitarrist Albert Hammond Jr. Laut seiner Aussage schreiben derzeit auch seine Kollege an Songs. Konkrete Solopläne verfolgen sie aber noch nicht. Dafür soll im Frühjahr die Arbeit am nächsten Strokes-Album beginnen. Bis dahin wird die Band eine wohlverdiente Auszeit nehmen und Hammond Jr. sich ganz seinen Soloaktivitäten widmen.
WeiterlesenIsobel Campbell: Milkwhite Sheets
Die frühere Belle & Sebastian-Cellistin und -Sängerin Isobel Campbell legt nach einem eher gemächlichen Start ihrer Solokarriere nunmehr ein beachtliches Tempo vor. Zuletzt erschien ‚Ballad Of The Broken Seas‘, ihr Gemeinschaftswerk mit dem ehemaligen Screaming Trees-Sänger und Queens Of The Stone Age/Twilight Singers-Kollaborateur Mark Lanegan. Jetzt, ein Dreivierteljahr später, erscheint das nächste Album der adretten Schottin.
WeiterlesenHarlan Coben: Keine Friede den Toten
Nachwuchskritiker Jochen König, dessen trauriges Schicksal – seit Monaten wegen fortgeschrittener Harlancobenphobie in psychiatrischer Behandlung – wir an dieser Stelle schon beklagten, hat uns nun ein weiteres Indiz für seine schwere Erkrankung zukommen lassen. Eine Rezension wie aus dem Ärmel der Zwangsjacke geschüttelt – die Ausbildung bei „watching the detectives“ lässt sich nicht verleugnen. Jochen, wir halten zu dir!)
WeiterlesenJa mei, die Wahrheit…
Den ersten „modernen Krimalroman“ möchte →Kollege Ludger Menke im Auftrag wissbegieriger Leser eruieren – und der Haken ist natürlich dieses „modern“. Wie bestimmt man nun diese Zeitenwende, diesen Punkt, an dem etwas Etabliertes obsolet, etwas Neues aktuell wurde? Geht das überhaupt? Na, versuchen wir’s mal mit einer geistigen Stampede über die Steppen der Literaturgeschichte – und traben am Ende erschöpft auf die Weide zurück.
WeiterlesenMichael Weston King: Love’s A Cover
Keine schlechte Idee, die Zeit (nicht nur) für die Fans bis zum nächsten Studioalbum mit einer zwar nicht sehr originellen, aber gelungenen Compilation zu überbrücken. Der inzwischen in Birmingham beheimatete Singer/Songwriter mit dem gewissen Schmelz in der Stimme erweist Idolen und befreundeten KollegInnen seine Reverenz. Bei Live-Auftritten baut Michael Weston King (MWK) bekanntlich immer mal wieder gerne Coverversionen ein, vorzugsweise keine sog. „Klassiker“, sondern weniger bekannte, aber durchweg hörenswerte Songs.
WeiterlesenLevellers: Chaos Theory
In jeder musikalischen Sozialisierung gibt es initialzündende Bands. Als ich Anfang der 1990er Jahre nur die letzten Takte von „15 Years“ gehört habe, entbrannte eine mühsame (internetfreie!) Suche nach der Band, von der ich leider nicht den Namen wusste. Auch wenn diese Begeisterung viele Federn lassen musste, kann man Levellers auch heute noch zugestehen, dass sie einige Alben lang eine wichtige und vor allem wuchtige Band waren.
WeiterlesenAllan Guthrie: Kiss her Goodbye
Dieses ist die vierte Besprechung eines der diesjährigen Kandidaten für den Edgar, Kategorie „Bestes Taschenbuch“.
WeiterlesenKrimis schweben vorüber
Wo? Natürlich in der →„Criminalbibliothek des 19. Jahrhunderts“. Oder genauer: In ihrem Appendix „Frühes 20. Jahrhundert“. „Ursula schwebt vorüber“ heißt die Neuanschaffung des 1931 verstorbenen Walther Harich, der nebenbei ein veritabler Literaturwissenschaftler und Vater des Philosophen Wolfgang Harich war. Ach ja: Und wer alle bis Ende 2006 veröffentlichten Texte auf einer CD haben möchte (mit bequemer Navigation und zusätzlichen Extras, und das alles für 5 €), der / die schaue auch mal auf die Seite.
Ein Blick ins Krimijahrbuch 2007
Die gute Nachricht: Es wird ein Krimijahrbuch 2007 geben. Die noch bessere Nachricht: Wir widmen uns diesmal auch verstärkt dem Film- /TV-Krimi. Die beste Nachricht: Wer jetzt bestellt, wird beschenkt.
WeiterlesenSo helft uns doch!
Die →Criminalbibliothek des 19. Jahrhunderts nimmt langsam, aber unaufhaltsam Konturen an. Fleißige Hände legen alte Krimis auf moderne Scanner, seit wir auch das frühe 20. Jahrhundert unter unsere Fittiche genommen haben, kriechen die verstaubten Schwarten aus allen Ecken und schreien: „So digitalisiert uns doch für die Ewigkeit!“
WeiterlesenSpiek to me
Aber das tut sie ja pausenlos. Die Biermann im Radio, das ist alleweil besser als der Biermann im Fernsehen. Diesmal sogar eine Woche früher als sonst, heißt es morgen wieder „MENSCHEN-ORTE-KRIMINALITÄT“, im RBBinfoRADIO 93,1, 4.November 2006 um 11:45 Uhr hören wir Pieke Biermanns Porträt von „Mitch Cohen, Opfer von Kriminalität ohne Täter“, es geht um Stalking, und da kennen wir uns aus. Folgen wir doch pausenlos und hartnäckig der Stimme Piekes durch den Äther.
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