Bernice Rubens: Das Wartespiel

Ein exklusives Altersheim nahe Dover, „an der Straße nach Paris“, und das in einem Krimi einer englischen Autorin. Na servus. Sitzt da nicht Miss Marple schon kombinierend im Plüschsessel? Wird das nicht alles von sehr sehr britisch-skurriler Landhausluft umweht? Kommen wir zu etwas ganz anderem: Bernice Rubens’ „Das Wartespiel“. Ort der Handlung: ein exklusives Altersheim nahe Dover, „an der Straße nach Paris“.

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Spannungsverlagerung

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Und noch eine kleine Sommerserie: Kurze Überlegungen zur Geschichte der Spannung in Kriminaltexten. Vieles ausbaufähig, das meiste skizzenhaft. Keine Angst: Gibt keine Heftchen.
Für die These, die Spannung in alten Krimis unterscheide sich grundsätzlich von der in neuen, gibt es ein beredtes Belegstück, den 1981 beim Freiburger Herder-Verlag neu aufgelegten Roman „Mord beim Sandkrug“ von J.D.H. Temme.

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Noch eine Leseprobe

…weil man ja die Katze nicht im Sack kaufen will. Also eine Leseprobe aus dem Krimiheftchen zu den Ina-Henkel-Krimis von Astrid Paprotta, diesem immer bedrohlicher anwachsenden Textkonvolut, der so langsam gebändigt werden muss. Und jetzt fällt mir auch noch der Mittwoch aus, weil ich wieder mal in Wiesbaden bin.

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Bettnässen

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Und noch eine kleine Sommerserie: Kurze Überlegungen zur Geschichte der Spannung in Kriminaltexten. Vieles ausbaufähig, das meiste skizzenhaft. Keine Angst: Gibt keine Heftchen.
Monoton ist es schon, das Retten der alten Krimis. Scannen und oder abschreiben. Aber auch irgendwie erhebend. Man rettet kein Menschenleben, aber immerhin ein Bücherleben. Und lernt etwas dabei. Nicht nur über die alten, auch über die neuen Krimis, deren Spannungstechniken auf einmal nicht mehr so selbstverständlich daherkommen, wenn man weiß, dass es früher andere, durchaus nicht schlechtere Strategien gegeben hat, Spannung zu erzeugen.

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Sie muss es wissen

Tatort: die Krimibuchhandlung „Wendeltreppe“ in Frankfurt am Main. Das Delikt: Buchhändlerinnen lesen aus Kriminalromanen, Motto: „Weibliche Spürnasen ermitteln“. Die Opfer: „Etwa 15 Damen des evangelischen Frauenbegegnungszentrums sind zu Gast und lauschen gespannt der Buchhändlerin.“

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Die Gegenseite

„Wie regressiv unsere eigene kriminalliterarische Landschaft zur Zeit ist, zeigt weniger Jörg von Uthmanns Killer, Krimis, Kommissare. Kleine Kulturgeschichte des Mordes (C.H. Beck) selbst – eine der üblichen ahnungslosen Kompilationen auf dem Kenntnis-, Erkenntnis- und Reflexionsstand von 1950, sondern die flächendeckenden Beweihräucherung dieses Werkleins als kenntnisreich und kompetent. Das ist nur ärgerliches Geplapper, schlimmstenfalls nicht mal wider besseres Wissen.“

So donnert, vom neuesten →Leichenberg, Thomas Wörtche. Und hat, was die flächendeckende Beweihräucherung angeht, recht. Fast.

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Verschnaufen

Unter den Selbstausbeutern in Sachen Krimi hat sich, nicht nur witterungsbedingt, eine gewisse Müdigkeit ausgebreitet. Oder schließe ich nur von mir auf andere? Jedenfalls: Wenn ich mir überlege, was in den nächsten Monaten alles anliegt, würde ich am liebsten die Augen schließen, einschlafen, aufwachen – und erfreut feststellen, dass alle Pläne verwirklicht, alle LeserInnen zufrieden, alle KritikerInnen euphorisch, alle Bankkonten proppenvoll sind. Nee, letzteres nicht. Man ist schließlich Selbstausbeuter und stolz darauf.
Also schließen wir für einen Moment die Augen und verschnaufen, während vor der inneren Linse all die unfertigen Dinge paradieren, die fertig werden wollen.

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