28 Seiten alte Krimis zum Reinschmecken. Aus den drei längeren Erzählungen des Jahresbandes 2006 der „Criminalbibliothek des 19. Jahrhunderts“ (erscheint voraussichtlich im Oktober) sowie des Einzeltitels „Leibrenten“ von Emilie Heinrichs (für das Frühjahr 2007 geplant).
WeiterlesenBernice Rubens: Das Wartespiel
Ein exklusives Altersheim nahe Dover, „an der Straße nach Paris“, und das in einem Krimi einer englischen Autorin. Na servus. Sitzt da nicht Miss Marple schon kombinierend im Plüschsessel? Wird das nicht alles von sehr sehr britisch-skurriler Landhausluft umweht? Kommen wir zu etwas ganz anderem: Bernice Rubens’ „Das Wartespiel“. Ort der Handlung: ein exklusives Altersheim nahe Dover, „an der Straße nach Paris“.
WeiterlesenSpannungsverlagerung

Und noch eine kleine Sommerserie: Kurze Überlegungen zur Geschichte der Spannung in Kriminaltexten. Vieles ausbaufähig, das meiste skizzenhaft. Keine Angst: Gibt keine Heftchen.
Für die These, die Spannung in alten Krimis unterscheide sich grundsätzlich von der in neuen, gibt es ein beredtes Belegstück, den 1981 beim Freiburger Herder-Verlag neu aufgelegten Roman „Mord beim Sandkrug“ von J.D.H. Temme.
Giant Drag: Hearts And Unicorns
Elmo stirbt als erster. Das ist dieses nervige rote Knäuel aus der Sesamstraße, gegen den Grobie sich ausnimmt wie ein Lieblingsneffe. Tot sind sie am Ende aber alle. Was zuerst wie zwei putzige neue Sesamstraßenbewohner wirkt, entpuppt sich schnell als der berühmte Wolf im Schafspelz. Die Gremlins waren auch nur am Anfang süß.
WeiterlesenJoan As Police Woman: Real Life
Es wird einem ganz schwindelig, hört man die Namen, die um Joan Wasser kreisen: Jeff Buckley, Antony, Rufus Wainwright und Lou Reed sind wahrlich keine Bezugspunkte oder Kollaborationspartner, für die man sich schämen muss.
WeiterlesenWortspielhölle: Großer Abgesang
Super Fußball, Emotionen,
Power, Kopf und schönes Bein,
Hoch begehrt, man müsst ihn klonen,
Ihr wisst sicher, wen ich mein.
Spitzenfußball, nichts putzt klarer,
Nichts schaut fester, locht so ein,
Streifenfrei, doch nun viel rarer:
Zinedine Sidolein.
(Anonym, aus einem italienischen Spottlied)

Krimijahrbuch-Krimi
An die nicht abreißen wollende Flut positiver Besprechungen des „Krimijahrbuchs 2006“ gewöhnt man sich so langsam. Und gerne. Vor Überraschungen ist man dennoch nicht gefeit:
WeiterlesenReed Farrel Coleman: The James Deans
Dieses ist die erste Besprechung eines der diesjährigen Kandidaten für den Edgar, Kategorie „Bestes Taschenbuch“. Besprechungen der anderen Kandidaten und jener für die Kategorie „Bestes Buch“ sollen folgen.
WeiterlesenGreg Graffin: Cold As The Clay
Da ist es: Das lang angekündigte zweite Soloalbum des Bad Religion-Frontmanns. In voller Konsequenz hat er sich traditionellem amerikanischem Liedgut zugewandt und präsentiert Songs, die ihn seit seiner Kindheit begleiten. Wer denkt, hier säße ein alter Punk-Onkel auf der Veranda und schrubbe ein paar Traditionals in Grund und Boden, liegt falsch.
WeiterlesenNoch eine Leseprobe
…weil man ja die Katze nicht im Sack kaufen will. Also eine Leseprobe aus dem Krimiheftchen zu den Ina-Henkel-Krimis von Astrid Paprotta, diesem immer bedrohlicher anwachsenden Textkonvolut, der so langsam gebändigt werden muss. Und jetzt fällt mir auch noch der Mittwoch aus, weil ich wieder mal in Wiesbaden bin.
WeiterlesenBettnässen

Und noch eine kleine Sommerserie: Kurze Überlegungen zur Geschichte der Spannung in Kriminaltexten. Vieles ausbaufähig, das meiste skizzenhaft. Keine Angst: Gibt keine Heftchen.
Monoton ist es schon, das Retten der alten Krimis. Scannen und oder abschreiben. Aber auch irgendwie erhebend. Man rettet kein Menschenleben, aber immerhin ein Bücherleben. Und lernt etwas dabei. Nicht nur über die alten, auch über die neuen Krimis, deren Spannungstechniken auf einmal nicht mehr so selbstverständlich daherkommen, wenn man weiß, dass es früher andere, durchaus nicht schlechtere Strategien gegeben hat, Spannung zu erzeugen.
Milan Williams
Der US-amerikanische Keyboarder, Songschreiber und Mitbegründer der Commodores stirbt 58jährig in Houston an Krebs.
June Allyson
Die US-amerikanische Schauspielerin stirbt nach längerer Krankheit 88jährig im kalifornischen Ojai.
WeiterlesenSie muss es wissen
Tatort: die Krimibuchhandlung „Wendeltreppe“ in Frankfurt am Main. Das Delikt: Buchhändlerinnen lesen aus Kriminalromanen, Motto: „Weibliche Spürnasen ermitteln“. Die Opfer: „Etwa 15 Damen des evangelischen Frauenbegegnungszentrums sind zu Gast und lauschen gespannt der Buchhändlerin.“
WeiterlesenSyd Barrett
Der englische Musiker und Mitbegründer von Pink Floyd stirbt 60jährig an den Folgen seiner Diabetes-Krankheit.
Rudi Carrell
Der holländische Entertainer, Produzent und Sänger stirbt an 71jährig Krebs.
WeiterlesenDie Gegenseite
„Wie regressiv unsere eigene kriminalliterarische Landschaft zur Zeit ist, zeigt weniger Jörg von Uthmanns Killer, Krimis, Kommissare. Kleine Kulturgeschichte des Mordes (C.H. Beck) selbst – eine der üblichen ahnungslosen Kompilationen auf dem Kenntnis-, Erkenntnis- und Reflexionsstand von 1950, sondern die flächendeckenden Beweihräucherung dieses Werkleins als kenntnisreich und kompetent. Das ist nur ärgerliches Geplapper, schlimmstenfalls nicht mal wider besseres Wissen.“
So donnert, vom neuesten →Leichenberg, Thomas Wörtche. Und hat, was die flächendeckende Beweihräucherung angeht, recht. Fast.
WeiterlesenVerschnaufen
Unter den Selbstausbeutern in Sachen Krimi hat sich, nicht nur witterungsbedingt, eine gewisse Müdigkeit ausgebreitet. Oder schließe ich nur von mir auf andere? Jedenfalls: Wenn ich mir überlege, was in den nächsten Monaten alles anliegt, würde ich am liebsten die Augen schließen, einschlafen, aufwachen – und erfreut feststellen, dass alle Pläne verwirklicht, alle LeserInnen zufrieden, alle KritikerInnen euphorisch, alle Bankkonten proppenvoll sind. Nee, letzteres nicht. Man ist schließlich Selbstausbeuter und stolz darauf.
Also schließen wir für einen Moment die Augen und verschnaufen, während vor der inneren Linse all die unfertigen Dinge paradieren, die fertig werden wollen.
Billy Talent: II
Manchmal braucht es Bands, die mit dem zweiten Album genau das machen, was man von ihnen erwartet. Was →Kettcar in Deutschland vergangenes Jahr so solide erfüllt haben, sind nun Billy Talent für Kanada.
WeiterlesenMuse: Black Holes And Revelations
„Black Holes And Revelations“ ist in erster Line ein typisches Muse-Album, aber die drei immer noch blutjungen Briten haben den Ball dieses Mal noch weiter, höher und schneller gespielt. Adjektive wie ‚dramatisch‘ oder ‚theatralisch‘ beschreiben nur unzureichend die Ideenvielfalt, die scheinbar mühelos aus dem Kopf von Matthew Bellamy fällt.
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