Wichtige Eilmeldung

Wie dpa soeben gemeldet hat, wurde Ludger Menke, Betreiber eines Krimiblogs, zum diesjährigen „Krimipapst“ gewählt. Die Jury (sie ist mit der des „Glauser“ identisch) begründet diese Wahl u.a. wie folgt: „Ludger Menke ist von jener natürlichen Heiligkeit, die ihn zum Amt eines Hirten prädestiniert, der seine Schafe und ihre Krimis hütet wie das Aug seinen Apfel.“ Papst Syndikator I folgt Papst Thomas XXXIII nach, der kürzlich wegen Rauchens beim Segen „Urbi et Orbi – dem Regionalkrimi und dem Globalkrimi“ seines Amtes enthoben worden war.

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Eine Szene aus David Peace, »1974«

Wer das → Krimijahrbuch 2006 vorbestellt hatte, kennt diesen Artikel schon. Die anderen haben ihn zwar nicht verdient, aber hier ist er halt. Eine Szene, bei der dem Leser ein „Toll!“ raus rutscht, die aber auch – Warnung! – leicht ins Pornografische kippt. Und am Montag gibts wieder was zum Lachen mit dem Herrn K.
Edward Dunford, Gerichtsreporter und ebenso zynischer wie sensibler Held in David Peaces »1974«, besucht Paula Garland, die Mutter eines entführten und auf grässlichste Weise ermordeten Mädchens. Er stellt zunächst die üblichen Fragen, bekommt die üblichen Antworten. Das Gespräch wird hitziger, ein Verdacht geäußert, und plötzlich springt Dunford auf:

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Ach ja…

…um Missverständnisse zu vermeiden: Die Krimiporträts werden in einer Auflage von HÖCHSTENS 100 Stück gedruckt. Da liegen also nicht in zehn Jahren noch irgendwo „lieferbare Exemplare“ rum. Ich sags ja nur. Damit mir später niemand einen Vorwurf machen kann, niemand jedenfalls, der gleich hier bestellt.

dpr
*klopft weich
**beherrscht die Pseikollätschi

Anne Perry: Das Geheimnis der Miss Bellwood

Miss Bellwood stürzt die Treppe runter. Immer wieder, fast 450 Seiten lang. Und die Verdächtigen beteuern ihre Unschuld. Und rekapitulieren das Geschehene. 450 Seiten lang. Das klingt nun nach kriminalistischer Diätkost, Minimal Music goes Crime, und irgendwie ist das auch so. Es tut sich wenig in diesem Buch, nach zweihundert Seiten glaubt man, es tue sich eigentlich gar nichts. Aber das täuscht.

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Klassisch

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Klassisch seriös das Äußere. Streng aus den Texten hergeleitet das Innere. Kein biografischer Versuch, kein Klatsch, nur Literatur. Exklusiv der Vertrieb: Auf höchstens 100 Exemplare limitiert, in der Reihenfolge des Bestelleingangs nummeriert. Nur Direktbezug. Irgendwann im Spätsommer. Weitere Porträts können peu à peu folgen. Auf der Warteliste: Horst Eckert, Wolf Haas, Pieke Biermann, Horst Bieber. Deutsche Krimikunst exemplarisch. Jeweils ca. 24 Seiten. Jeweils ca. 5 € all inklusive. Nur hier. Ab sofort, bis es zu spät ist.