Kollegenkritik

Aus unserer beliebten Reihe „Blinde beklagen die Farblosigkeit der Welt“:

„Sowas wird heutzutage im Hardcover auf den Markt geworfen, der Autor sei ja schließlich der deutsche Mankell, verkündet der Verlag. Klar, dessen Schund verkauft sich ja auch ganz prima.“ (Eintrag vom 11.April).

Schon richtig. Was da so alles schund- und hardcovermäßig auf den Markt geworfen wird… → Hier weiß eine, von was sie spricht.

Unperson

Medienmogul Alfred „Silvio“ Miersch („Alligatorpapiere“, NordPark Verlag u.v.a.), besonderes Kennzeichen: trinkt seinen täglichen Champagner bevorzugt aus Autorenschädeln, hat zurückgeschlagen. Erbost über meine knallharte → Enthüllungsstory setzt er alle Hebel in Bewegung, mich zur Unperson zu erklären und aus dem kollektiven Gedächtnis der deutschen Krimibesserleser zu streichen (danke für die Formulierung, → Astrid!). Hier der Beweis:

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Hinternet-Sammelalbum

Wer nicht auf das Hinternet-Sammelalbum warten möchte, kann ja schon mal im Hobbykeller loslegen. Hier kommt die Bauanleitung: Zunächst mal gebraucht werden 1 x großer Aktenordner (später mit Fußballbildern, Fanpostkarten, WM-Aufklebern verzieren), 1 x Sperrholzplatte DIN A4 (für die erste Staffel Sammelbildchen; weitere Platten nach Bedarf), 5 x Handy-Bildschirmchen (SW reicht aus, besser aber teurer: Farbe), 1 x Speicherchip (SD, XD, MS Pro, egal), 3 x Babyzelle. Zunächst die Sperrholzplatte sauber lochen (Aktenordner!), dann mit der Laubsäge Aussparungen für die Handybildschirmchen schneiden und diese entsprechend mit Schmelzkleber montieren (Achtung, Kontakte freilassen). Babyzellen vorsichtig flachklopfen, mit Bildschirmchen verkabeln und probeweise am Speicherchip anschließen. Die Monitore müssten jetzt rhythmisch flackern. Wenn nicht, Verkabelung überprüfen, Verpolung (plus an plus, minus an minus) korrekt ? Jetzt mit dem Speicherchip ins Internet, Sammelbildchen laden, Alles fest verlöten, Chip und Batterien mit Teppichklebeband fixieren, fertig – ENJOY !

raphael

Robert Ferrigno: The Wake Up

Frank Thorpe arbeitete als Undercoveragent bei einem kleineren (Geheim-)Dienst der USA. Organisiertes Verbrechen, Drogenhandel waren seine Themen. Sein letzter Job ging leider gründlich schief; das „Zielobjekt“ drehte den Spieß um und nahm ihn aufs Korn: Er wurde schwer verletzt und seine Partnerin erschossen. Ausgemustert: Jetzt hat er Zeit, viel Zeit…und so steht er am Flughafen und sieht, wie ein arroganter Schnösel ein Kind, welches dort Lebensmittel feilbietet, umrennt und zu Boden stößt.

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Paul Wall: The Peoples Champ

Man kann nur hoffen, dass die mit Diamanten besetzten Beschläge, die Paul Walls Frontzähne auf dem CD-Cover zieren, nicht echt sind. Oder sind sie es und etwa dafür verantwortlich, dass der gute Mann etwas nuschelt? Nun ja, lassen wir das. Paul Wall befindet sich in guter Gesellschaft. Zu seinen Freunden zählen unter anderem Lil‘ Wayne, B.G. und Kanye West. Letzterer ist auch mit einem Track auf Walls Album vertreten: „Drive Slow“.

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The Streets: The Hardest To Make An Easy Living

Mike Skinner ist ein Genie. Seine Musik, seine Art zu singen (oder ist es rappen?): das sind seine unverwechselbaren Markenzeichen. Er ist ein Mann von der Strasse, der in seinen Texten sein Leben reflektiert. Hatte er früher darüber geschrieben, wie er pleite in seiner Wohnung sitzt und an der Spielkonsole zockt, musste er sich nach den Erfolgen seiner ersten beiden Alben neuen Themen widmen. Denn pleite ist er keineswegs mehr. Allerdings kam ihm da die britische Klatschpresse zur Hilfe, die sehr gerne über Skinners bewegtes Leben berichtete.

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Geschichte einer Nichtrezension

I
Das Päckchen erreichte mich an einem regnerischen Morgen. Es enthielt zwei Bücher – beide identischen Inhalts, das eine gebunden, das andere broschiert – und einen kurzen Brief: „Hallo! Wir freuen uns, Ihnen als NordPark-Powerrezensent den von Axel Bußmer herausgegebenen Band → „Lawrence Block – Werkschau eines New Yorker Autors“ überreichen zu dürfen, und zwar in zwei Ausführungen.“ Das sah ich selbst. Weiter hieß es: „Um baldige Besprechung wird gebeten. Sonst werden wir ungemütlich.“ Den letzten Satz hielt ich für einen Scherz.

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