Kai Florian Beckers Lieblingsalben 2005

War es ein gutes Jahr für den Pop-Fan? Auf jeden Fall. Zum einen war interessant, dass der Sturm der britischen Bands nicht abflaute, aber hinterrücks von Kanadiern ausgebremst wurde. Es war das Jahr von Arcade Fire, The Stars und Broken Social Scene. 2005 war auch das Jahr, in dem Trail Of Dead einen bombastischen Fels an Rockalbum veröffentlicht haben, auf den Pink Floyd nur neidisch sein können.

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Sexblog?

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Dass wir das sind, könnte man meinen, liest man sich durch die Liste der von lüsternen Lesern eingegebenen Google-Suchbegriffe, die auch auf diesen seriösen Krimiblog hier verweisen. Beispiele von heute: „das erste mal einem Jungen einen runterholen“ – „knieende Frauen“ – „Penis abgeschnitten“. Daraus könnte man glatt einen Porno-Kurzkrimi machen! Google, ick liebe dir!

Christian von Ditfurth: Das Luxemburg-Komplott

Am 15. Januar 1919 ermorden Mitglieder eines Freikorps Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht, die Führer des Spartakusbundes, und schlagen damit endgültig den gemeinsam von Spartakisten und der Unabhängigen Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (USPD) initiierten „Januaraufstand“ nieder. Das sind die historischen Fakten. Was aber wäre geschehen, hätte man Luxemburg und Liebknecht freigelassen und die Revolution gesiegt? Das ist die Fiktion, aus der Christian von Ditfurth einen bemerkenswerten Politthriller gemacht hat.

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Rezensionen 10/05 – 12/05

Und hier der Rest von 2005. 33 blitzsaubere Rezensionen, davon 11 zu deutschsprachigen Titeln, 8 zu von Frauen verfassten. Das kann nur besser werden im nächsten Jahr, unser Beauftragter gegen Deutschkrimi- und Frauenbenachteiligung steht mir schon auf den Zehen. Bei Gelegenheit gibt es eine Jahresliste aller Rezensionen der fleißigen Mannschaft dieses Blogs.

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Subcomandante Marcos / Taibo II: Unbequeme Tote

Im Allgemeinen gilt das Krimigenre als ein konservatives, die Ordnung wiederherstellendes Medium. Zeitgenössische Autoren wie Xiaolong aus China, Padura aus Kuba oder eben Taibo aus Mexiko belegen jedoch die Subversivität, welche dem Krimi innewohnen kann. Am vorliegenden Buch „Unbequeme Tote“ hat darüber hinaus ein Autor mitgewirkt, der seine Subversivität nicht beweisen muss. Subcomandante Marcos von den Zapatisten aus Mexiko, der früher bewaffnet und heute unbewaffnet den Widerstand der indianischen Bevölkerung gegen die mexikanische Zentralgewalt leitet*.

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Die neueste Sau

Es gibt aber auch Tage, da möchte man, dass dieses ganze abgeschmackte Spiel zur Hölle fährt: dieses quasi-natürliche Bedürfnis der britischen Popkultur, in regelmäßigen Wellen den Rest der Welt mit Kleingangs von Jungs zu überschwemmen, die unter Zuhilfenahme von zwei Gitarren, Bass und Schlagzeug davon singen, was es heißt, jung, britisch, mächtig breit und pleite zu sein.

Die taz über die → Arctic Monkeys, das kommende große Ding von der Insel, das locker einen Club in Berlin füllt – mit Engländern (dank Billigfliegern): England schüttelt sich

Krimi-Irrtümer

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Korsetts mögen ja ihren Reiz haben. Krimis allerdings sehen darin eher gedrückt in die Landschaft. Also schnüren wir das Mieder ein wenig auf. Krimi-Irrtümer eins bis fünf.
Irrtum 1: Ein Krimi muss mit dem Verbrechen beginnen (Mord!) und dieses Verbrechen (Mord!) bis zum Ende des Romans aufgeklärt haben.

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Noch unübersetzt

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Das „Krimijahrbuch 2006“ soll dokumentieren, was uns hierzulande an einheimischer und auswärtiger Spannungsware erreicht hat. Es wird weder die amerikanische noch die englische noch irgend eine andere „Szene“ ausführlich beleuchten können. Wie auch. Es ist ein Buch für deutschsprachige Leser von deutschsprachigen Kritikern und Autoren. Aber wie es sich für ein gutes Buch gehört, gibt es Ausnahmen.

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Paul Dooley: Music from the Robert ap Huw Manuscript

Ein aufstrebender junger Harfenist ist Paul Dooley, inzwischen einer der renommiertesten auf der „grünen Insel“. Er widmet sich auf seiner selbstproduzierten CD den um 1613 von dem Harfenspieler Robert ap Huw aus Anglesey angefertigten Abschriften alter walisischer Musik. Experten vermuten, dass manche Melodien aus Irland schon etwa um das Jahr 1100 herüber nach Wales kamen.

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