Die Berliner CDU nominiert Friedbert Pflüger als Bürgermeister-Kandidaten. Und die taz fragt: → Hat die CDU den verdient?
Live: Posies
Saarbrücken, Kleine Garage, 17. Januar 2006.
Warum zum Teufel läuft beim Soundcheck des Haupt-Acts immer so ausgelutsche Musik? Das drückt eh schon die Stimmung. So geschehen auch beim Gig der reformierten „power pop band“ Posies aus Seattle. Bevor sich die ins Zeug legten, durfte noch das andere Quartett, The Amber Light aus Wiesbaden, ran und sollte mit vier Stücken musikalisch mehr Vielfalt (zwischen Alternative Pop und ProgRock) bieten, als seine Nachfolger.
WeiterlesenSmarf schreibt einen Krimi
Ich mag Smarf, weil er offensichtlich Anobella nicht mag. Soll nicht heißen, dass ICH Anobella nicht mag. Aber offensichtlich Leute, die Anobella nicht mögen. Hm. Jedenfalls: Seit kurzem schreibt Smarf auch einen →Krimi . Peu à peu. Soll nicht heißen, dass ich den jetzt gelesen hätte. Aber man kann natürlich. Sogar →Anobella liest ihn, obwohl sie Smarf, der sie ja nicht mag, wahrscheinlich auch nicht mag.
Blick nach vorn
So, vorbereiten auf die nächste Woche der → Skandale und wilden Geschichten. Am Montag gibt es einen weiteren enthüllenden Blick in das Inhaltsverzeichnis des aufsehenerregenden Krimijahrbuchs 2006.
WeiterlesenAussage
Weiterlesen„Geburtstag hat Edgar Allan Poe, von dem viele Doofis behaupten, er habe den Kriminalroman erfunden.“
Arctic Monkeys: Whatever People Say I Am, That’s What I’m Not
Irgendwie haben die Briten einen Ehrgeiz entwickelt, dass die Hypes, die sie über den Kanal blasen, auch einer langfristigen Prüfung standhalten. Da man vor ein paar Jahren bereits nach der zweiten Kopie abwinken konnte, wartet man jetzt auch auf ‚the next big thing‘, das vielleicht doch nicht so großartig ist. Die Arctic Monkeys fallen diesem Urteil mit Sicherheit noch nicht zum Opfer — die vier Bübelchen stehen chronologisch zwar in der langen Reihe hinter Franz Ferdinand, Bloc Party, Maxïmo Park und Co., punkten aber mit jugendlichem Drang nach vorne.
WeiterlesenMadsen
Nachdem im vergangenen Jahr deutschsprachige Rockbands von fragwürdiger Qualität im Sekundentakt um Aufmerksamkeit buhlten, habe ich irgendwann angefangen, die meisten davon zu ignorieren. Zumindest bei der 3/5-Brüder-Truppe Madsen war das ein Fehler.
WeiterlesenJerome Charyn: Marilyn the Wild
Anlässlich des Erscheinens der Taschenbuchausgabe wiedergelesen und wieder faszinierend: Jerome Charyns „Marilyn the Wild“. Wem das alte Schwarz und Weiß und Gut und Böse der schlichten Genregesetzgebung zum Halse heraushängt, findet hier sein Referenzwerk.
WeiterlesenWilson Pickett
Der US-amerikanische Soulsänger („In the Midnight Hour“) stirbt 64jährig an einem Herzinfarkt.
AMC

Aufgehorcht: Bei download.com (in der Sparte Adult Alternative Pop/Rock) gibt’s vom American Music Club das komplette → „Everclear“-Album zum legalen Download!
Und als Bonus: „Another morning“ vom 2004er Album „Love songs for patriots“.
Anna: Ins Gesicht
Eigentlich kein Wunder, dass Anna auf Michy Reinckes Label gelandet ist. Rintintin ist auch die Heimat von Regy Clasen, an die die Hamburgerin Anna zumindest stimmlich erinnert. Auch musikalisch liegen keine Welten dazwischen, aber „Ins Gesicht“ ist durchweg akustischer als die Alben von Regy Clasen.
WeiterlesenNovitäten

Nach den bunten Verlagsprospekten, die mir der Postmann unter den nicht vorhandenen Weihnachtsbaum gelegt hat, folgen nun langsam die eigentlichen Objekte der Begierde und Werbetexterphantasien: die Novitäten des Frühjahrs. Hier die ersten drei.
WeiterlesenAbgestempelt
Beim Guardian findet sich ein exklusiver Auszug aus „A Man without a Country“ von → Kurt Vonnegut: → Hollow Laughter. Darin beschreibt Vonnegut auch seine Anfänge als „SF-Autor“:
WeiterlesenMost of our critics are products of English departments and are very suspicious of anyone who takes an interest in technology. So, anyway, I was a chemistry major, but I’m always winding up as a teacher in English departments, so I’ve brought scientific thinking to literature. There’s been very little gratitude for this.
Zwei Preisträger
Unterschiedlicher können Gewinner kaum sein. Hier steigt einer in Dantes Inferno und verbrennt; dort macht einer seinen Job und morgen wartet der nächste. Seit gestern haben David Peace, „1974“ und Norbert Horst, „Todesmuster“, wenigstens eines gemeinsam: den Gewinn des →Deutschen Krimipreises 2006. Aber damit hört es nicht auf.
WeiterlesenNaomi Hirahara: Summer of the big Bachi
Die US-Bürger japanischer Abstammung finden in den meisten US-amerikanischen Büchern wenig Beachtung. Viele von diesen US-Bürgern lebten (und leben) an der Westküste der USA. Während des 2. Weltkrieges wurden die meisten der damals in den USA lebenden japanischstämmigen US-Bürger interniert. Männer konnten der Internierung nur entgehen, wenn sie sich als Soldaten verpflichteten, Frauen hatten kaum eine Möglichkeit dem Lager zu entkommen. Einige gingen auch in den späten 30er Jahre nach Japan zurück, und so verweist dann auch die Eingangssentenz des Buches „Summer of the big Bachi“ von Naomi Hirahara darauf, dass 500 der 210.000 Überlebenden des Atombombenabwurfs auf Hiroshimas in ihre Heimat, die USA, zurückgingen.
WeiterlesenGewinnspiel
Hm, das soll jetzt nicht die Regel werden. Aber mir ist eine Doublette von Karl Brauns „Mordgeschichten“ (1875) zugelaufen, für die jetzt ein neues Herrchen oder Frauchen gesucht wird. Nichts für Anfänger, also muss eine gaaaanz schwere Frage beantwortet werden. Nämlich die: Er wurde von einem berühmten Poeten erstmals ins Französische übersetzt. Nennen Sie eine Geschichte von ihm, in der Kannibalismus praktiziert wird. Wer als erster die richtige Antwort in den Kommentar postet und eine valide Emailadresse angegeben hat, ist lucky winner.
Deutscher Krimipreis 2006
Gerade →via Alligatorpapiere reingekommen: Die Preisträger des Deutschen Krimipreises 2006! Besonders der 1. Rang von Norbert Horst in der nationalen Kategorie freut mich. Heinrich Steinfest macht den zweiten, A.P. geht diesmal leer aus, müssen auch mal andere ran. Schorlau fange ich morgen an zu lesen, also noch kein Urteil. David Peace „1974“ dominiert die internationale Kategorie, keine Überraschung. Deon Meyer als Zweiter und Arne Dahl als Dritter: auch nicht unbedingt. Pech für Fred Vargas, wie denn heuer Damen schlechte Karten hatten. Was aber sicher Zufall ist. Summa: Doch, doch, gut gewählt.
Die deutschsprachige Abteilung

Das Krimijahrbuch 2006 trennt deutschsprachige von übersetzten (und noch nicht übersetzten) Krimis. Das ist keine Extrawurst und schon gar nicht Ausdruck einer Geringschätzung deutschsprachiger Werke. Aber das verdichtete Bild einer „Szene“ können wir natürlich nur für das Einheimische versuchen, nicht für USA, Großbritannien und andere Hochburgen der Krimikunst. Was den Leser an Betrachtungen zum deutschsprachigen Krimi erwartet, kann man jetzt offiziell nachlesen.
WeiterlesenJetzt – nichts
Der ja hier und andernorts schon genügend mitgeteilte Werbefeldzug der Süddeutschen Zeitung für die Kriminalbibliothek der Süddeutschen Zeitung in der Süddeutschen Zeitung hat auch in → JETZT , dem, na was eigentlich, Kulturmagazin der Süddeutschen Zeitung ihre Spuren hinterlassen. Gott sei gelobt muss man nur die ersten Sätze lesen, um mit dem Lesen wieder aufhören zu dürfen.
WeiterlesenIntensiv und Rebellisch

Die Wissenschaft hat mal wieder was festgestellt. US-amerikanische Forscher – wer sonst? – suchten nach einem Zusammenhang zwischen Musikvorlieben und Persönlichkeit – und sind fündig geworden: →Musikwahl lässt auf Charakter schließen. Demzufolge bin ich wohl ein intoleranter, geschwätziger, konservativer Linksparteiwähler, der glaubt, dass die Mädels auf ihn fliegen.
Zu den weiteren aufregenden Erkenntnissen gehört, dass