Unser Bild vom zweiten Weltkrieg in Europa wird zumeist vom Kampf zweier gigantischer Kolosse um das weitere Schicksal des Kontinents dominiert – letztlich natürlich zurecht. Es ist das Verdienst von Autoren wie Eric Ambler oder Alan Furst, dass wir die mühsamen Versuche der kleineren Länder Europas, ihr Überleben zu sichern, nicht aus den Augen verlieren.
WeiterlesenDirk Michael Mitters Lieblingsalben 2005
Dredg: Catch Without Arms
X-mal gehört, ohne Abnutzungserscheinungen festzustellen. Extra-Nachtisch für den Drummer, bitte
…And You Will Know Us By The Trail Of Dead: Worlds Apart
Keine Gefangenen und die einzige Schlacht, die an Ballett erinnert
Ben Folds: Songs For Silverman
Wieder bei der Triobesetzung angekommen, ist „Songs For Silverman“ so ziemlich das Cleverste, was man aus Klavier-Pop machen kann
WeiterlesenPioniere

So ganz langsam füllt sich das Horn, das wir bald als „Krimijahrbuch 2006“ über die harrende Gemeinde ausschütten werden. Die italienischen Herren haben gute Arbeit geleistet: Überall sitzen fleißige Beiträger über ihren Arbeiten und legen letzte Hand an, trotz gebrochener Nasenbeine und bedenklicher blauer Flecken. Manchmal ist körperliche Gewalt nicht nur in Krimis spannungsfördernd.
WeiterlesenBryan Harvey
Der US-amerikanische Sänger und Gitarrist (House of Freaks, Gutterball) wird zusammen mit seiner Frau und seinen beiden Töchtern in seinem Haus in Richmond ermordet. Er wird 49 Jahre alt.
KrimiWelt Bestenliste Januar 2006
Charles Willeford („Die Schwarze Messe“) an der Spitze, Reggie Nadelson („Russische Verwandte“) knapp dahinter: das neue Krimiweltjahr beginnt gut. Ebenfalls auf der Liste, die wie üblich →hier studiert werden kann: Anne Holt, Kathy Reichs, Manda Scott – „Mainstream“ also, wie der Abteilungsleiter unserer →Hamburger Niederlassung korrekt feststellt und die momentane Krimisauregurkenzeit dafür verantwortlich macht.
WeiterlesenDas Krimijahr 2006 -Prognose -2-
Und weiter geht’s mit der Zukunft aus dem Kaffeesatz. Was in den → beiden ersten Quartalen des neuen Jahres geschehen wird, wisst ihr schon. Auf, auf, zum Rest!
WeiterlesenHome Of The Lame: Here, Of All Places
Zwei Dinge sind bei jeder Home Of The Lame Rezension fast unausweichlich: Bandleader Felix Gebhard trägt angeblich ein Bild seines Sofas im Portemonnaie und genießt als Bassist der Hansen Band im Moment erhöhte Aufmerksamkeit.
WeiterlesenVal McDermid: Echo einer Winternacht
Sie wollen einen Krimi schreiben und wissen nicht wie? Plot, Handlungsstränge, Spannungsbögen, falsche und echte Spuren – nichts als böhmische Dörfer? Bevor Sie sich in eine „Krimischule“ begeben: Lesen Sie Val McDermid. Die verrät Ihnen, wie man perfekte Krimis schreibt.
WeiterlesenKorn: See You On The Other Side
„Hey Jonathan, Brian ist ja schon vor 100 Metern in Richtung Jesus abgebogen, aber hier geht’s schon wieder rechts oder links. Entweder Rick Rubin oder The Matrix, was sollen wir denn machen?“
„Jungs, wenn ich nochmal richtig Dudelsack spiele und das ausgefuchste Produzententeam von Avril Lavigne unsere altbackenen Riffs aufmöbelt, dann schaffen wir es nochmal!“
Das Krimijahr 2006 – Prognose -1-
Rückschau halten kann jeder. In die Zukunft blicken: nur dieser Blog hier. Was also bringt uns das Krimijahr 2006? Lassen wir das Übliche beiseite; all die tollen Regionalkrimis, die wunderbaren Themenkrimis, die phänomenalen Serienmörder- und Gerichtsmedizinerinnenkrimis, die unglaublichen… nein, nur die Highlights, bitte! Meister, schauen Sie in Ihren Kaffeesatz!
WeiterlesenReginald Hill: Bones and Silence
OK, die Schlacht ist geschlagen und der →Dagger of Dagger vergeben. Reginald Hills „Bones and Silence“ war eines der nominierten Bücher und hat nicht gewonnen. Dennoch, der einzigartige Stil Hills verdient eine Rezension in „watching the detectives“.
WeiterlesenVincent Schiavelli
Der US-amerikanische Schauspieler stirbt 57jährig im sizilianischen Polizzi Generosa an Lungenkrebs.
WeiterlesenWünsche für das neue Jahr -2-

Was treibt ein Herausgeber so über Weihnachten und Neujahr? Verdirbt er sich den Magen an selbstgemachten Plätzchen aus dem Steinbruch seiner Backkünste? Lehrt er ein Fläschchen nach dem andern und studiert zum xten Male verliebt seinen Rentenbescheid? Lernt er wenigstens ein Topmodel kennen, das ihm sofort eine Villa in Florida überschreibt? Genau das, natürlich. Aber noch viel mehr.
WeiterlesenGern behilflich
„Todestag von Joe Strummer und Samuel Beckett. Lebt eigentlich Shane McGowan noch?“
konstatiert und stellt fest: →Jan Seghers. Schön, dass er, wie so viele andere, den →„Historischen Kalender“ von Hinternet entdeckt hat. Und Shane McGowan lebt noch. Man glaubt es nicht, aber es ist so. Was er gerade macht? Dafür bin ich nicht zuständig. Dafür haben wir hier andere Kapazitäten. Sonst aber: Immer zu Diensten.
Schönes Jahresende mit Jan Seghers
Danke, Herr Seghers, Sie haben mir den tristen Tag gerettet. Indem Sie, leider ohne konkrete Quellenangabe, meinen „Verriss“ Ihrer „Braut im Schnee“ wie folgt →kommentierten:
WeiterlesenWünsche für das neue Jahr -1-
Alle meine Wünsche für 2006 sind bescheiden und erfüllbar. So möchte ich etwa, bitte, bitte, solche Aussagen nicht mehr lesen müssen, wie sie →der bloggende Krimimann in die Welt setzt:
WeiterlesenKarl Braun: Mordgeschichten
Weil ich es dem Herrn J.L. ja versprochen habe und es vielleicht noch jemand anderen interessiert: Die „Mordgeschichten“ von Karl Braun sind da! Zwei Bände in einem, 1875 erschienen. Erster Eindruck: Sehr politisch, weniger Fiction, mehr Faction als etwa bei Temme.
WeiterlesenCharles Willeford: Ketzerei in Orange
Pulp und die Moderne. Krimi und die Theorie vom Werden der Kunst im Auge des Betrachters. Das passt nicht? Passt! In Charles Willefords „Ketzerei in Orange“.
Ist der Kunstkritiker James Figueras ein Psychopath? Nun, er ist ehrgeizig und skrupellos, beides Eigenschaften, die er braucht, als ihm der reiche Sammler Cassidy ein unmoralisches Angebot macht: Ich vermittle dir ein Interview mit dem legendären Maler Jacques Debierue und du stiehlst ihm im Gegenzug ein Bild für mich. Debierue ist ein Nichtmaler. Einmal hat er einen leeren Bilderrahmen über einen Mauerriss gehängt, mehr war nie von ihm zu sehen. Jetzt sitzt der alte Franzose in der Wildnis Floridas, verzehrt Fertiggerichte, guckt sich drittklassige Komiker im Autokino an, während in der Welt draußen die Mythen gedeihen und der Ruf des Künstlers ins Maßlose wächst. Figueras braucht nicht lange zu überlegen. Ehrgeizig, skrupellos: Zusammen mit seiner Freundin fährt er zu Debierue, parliert ein wenig, will ein Bild stehlen, aber findet keines. Er steckt das Haus in Brand, vorher hat er genügend Malutensilien entwendet, um selbst ein Bild zu malen, das dann ein Bild Debierues werden soll. Ja, und dann auch noch ein Mord und ein überraschendes Ende.
WeiterlesenKlingeling, der Krimimann
Ja, → der Krimimann ist da und bloggt. Der stets wache Ludger hat ihn schon im illustren Kreis begrüßt, tun wir das also auch. Der Krimimann beginnt praktisch:
WeiterlesenDie Braut im Worthülsenbett
Die ersten Seiten eines Buches sind seine Visitenkarte. Kaum ein Autor, dem dies nicht bewusst wäre, der nicht daran feilte, bis er überzeugt ist, damit jeden Leser ohne Verzögerung in die Geschichte zu ziehen, ihn an sie zu fesseln, bis ihn die letzte Seite wieder ausspuckt. Man sieht den ersten Seiten eines Buches in der Regel nicht an, ob ihr Verfasser ein guter, gar ein großer Schriftsteller ist. Ist er aber ein schlechter oder allenfalls mittelmäßiger, verraten ihn die ersten Seiten seines Werkes unfehlbar.
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