„Du sollst nicht lügen, ich bin bei dir“, schreit Peter Bolmer einem in den ersten Takten von „Wilder Westen“ entgegen. Der Song eröffnet das gleichnamige Album dieser jungen deutschen Band. Natürlich singen auch El*ke deutsch. Schließlich ist die einheimische Sprache endlich wieder salonfähig. Stilistisch gehen sie andere Wege als bis dato Sportfreunde Stiller, Dorfdisko oder Kettcar.
WeiterlesenSummer Camp -12-

Handübungen, wie man sie an einem bestimmten Punkt der theoretischen Überlegungen machen sollte, sind eine unangenehme Angelegenheit, solange sie nicht gelingen. Solange sie aber nicht gelingen, besteht die Möglichkeit, dass sie Erkenntnisse liefern. Erkenntnisse, die das Projekt zum Scheitern verurteilen oder, wir hoffen es, den Durchbruch zum Erfolg bringen.
WeiterlesenBarbara Bel Geddes
Die US-amerikanische Schauspielerin („Vertigo“) stirbt 82jährig in Northeast Harbor (Maine) an Lungenkrebs.
WeiterlesenGrätsche gegen den Fußball

Es gibt einen Ort, an dem die Zeit nicht vergeht. Es ist nicht das Paradies, im Gegenteil, es ist – die „Sportschau’.
Jürgen Kaube in der FAZ über öffentlich-rechtliche Sportberichterstattung: → „Alaaf gegen Helau„
Sport kann jeder Fünfzehnjährige verstehen, und viele davon tun es auch. Warum liefert man ihnen nur Phrasen? Der Fußball ist populär, man muß ihn nicht durch Mätzchen dazu machen.

Ibrahim Ferrer
Der kubanische Musiker, bei uns als Sänger des Buena Vista Social Club bekannt geworden, stirbt 78jährig.
Wahlplots -1-

Merkwürdig still ist es um Deutschlands Krimiautorenelite geworden. Lesereisen wurden abgesagt, Autorenblogs bleiben ungepflegt. Denn die Autoren schreiben. Sie schreiben Wahlthriller, Wahlwhodunnits, Wahlregionalkrimis, ja selbst ein Wahlkatzenkrimi und ein Wahlweinkrimi sind in Arbeit. Die Zeit drängt, denn spätestens Anfang September müssen die Offsettrommeln rotieren.
Wir haben in bewundernswerter Recherchearbeit einige der Plots ermittelt und stellen sie bis Ende des Monats in loser Folge vor. Begonnen sei heute mit: DIE WELTFORMEL.
WeiterlesenSommerkrimi -4-
Sommer und Abenteuer. Davon hatten wir bisher reichlich. Zeit, es etwas langsamer angehen zu lassen und einen Kurztrip an einen Ort zu unternehmen, der für die Langsamkeit der dort lebenden Menschen und ihrer Gedanken bekannt ist: die Pfalz. Genauer gesagt: Kaiserslautern.
Schön; dies schreibt ein Saarländer, Vertreter eines Volksstammes mithin, der wegen seiner räumlichen Nähe zu Pfalz und Pfälzern gestraft genug ist. Schon dieser Dialekt – man kann die Pfalz bekanntlich nur mit Ohropax durchqueren, wenn man keinen Schaden an Leib und Seele nehmen will, und da ist es schon sehr rücksichtsvoll von Dr. Bernd Franzinger, seinen Krimi „Dinotod“ in astreinem Hochdeutsch anzubieten. Aber als Akademiker (in der Pfalz erhält man den Doktortitel, wenn man vor dem Schreiben des eigenen Namens sicherheitshalber noch mal in den Duden schaut) weiß Franzinger natürlich, was er der Kultur, die bislang so schmählich an der Pfalz vorbeigegangen ist, schuldig ist.
WeiterlesenSchreiben Sie einen Krimi, Herr Schönbohm!
Sehr geehrter Herr Innenminister!
Sie tun mir leid. Ein so sensibler Mensch wie Sie muss sich um die Belange eines Volkes kümmern, dass durch widrige Umstände erzwungenermaßen „proletarisiert“ wurde und nun all die bösen Dinge tut, die das Proletariat schon seit Jahrhunderten nicht lassen kann: Säuglinge ermorden, Trabi fahren, PDS wählen.
Urlaubsvertretung, Nr. 3 für heut
Andreas Schäfer und sein Krimi →„Mainhattan Ice“ stehen im Mittelpunkt einer Rezension in der „Frankfurter Rundschau“. Da Herr Schäfer im wirklichen Leben als Kriminalhauptkommissar sein Geld verdient, wird auch die bekannte Thematik „Der Polizeialltag ist gaaanz anders“ angesprochen. Die Inhaltsbeschreibung unterscheidet sich indes kaum von der eines „Normalkrimis“.
Urlaubsvertretung
Also dass mir das aber nicht zur Gewohnheit wird! Zwei Rezensionen respektive Autorinnenporträts sind uns hier in der Hinternet-Redaktion aufgefallen, und weil ich im Urlaub eh nix Besseres zu tun habe, soll ich sie kurz präsentieren.
WeiterlesenNoch eine Digitalität
Eine kleine Kriminalschnurre, „Das schwedische Zündholz“, von Anton Cechov (1860 – 1904) möchte ich euch heute ans Herz legen. Sie ist nur wenige Druckseiten stark, kann →hier gelesen werden und lässt sich durchaus als eine Art Veräppelung der schon im späten 19. Jahrhundert grassierenden Faktenhuberei in den Kriminalgeschichten interpretieren.
WeiterlesenUrlaubsvertretung, die zweite für heut
Ach, jetzt muss ich auch noch die TAZ anlesen… und was finde ich dort? →„Bienzle, schleich dich!“ rät ein grimmiger Philipp Mausshardt dem bräsigen SWR-Kommissar. Ja, ob er das tut?
Die alte Leier in der Fernsehfassung?
Denn Journalismus ist ein zartes Pflänzchen, das geschützt und gehätschelt werden muss, um ungehindert wachsen zu können. Bei Springer aber hat schon weiland Axel Cäsar versucht, die Redaktionspflanzen in Reihe zu setzen.
Bettina Schmieding kommentiert im Deutschlandfunk die Medienmeldung des Tages: Axel Springer AG kauft ProSiebenSat.1
Urlaubsvertretung, die zweite
Ach ja, und in der Online-Ausgabe der „Welt“ unterhalten sich →„Zwei grausame Hausfrauen“, Minette Walters und Mo Hayder, über Krimis und Prostituierte und verraten, warum Frauen bessere Krimis schreiben. ??? Als wer?
Weltmacht Europa – Hauptstadt Berlin?
„Imperialismus“ prangt als Kategorisierung auf diesem konkret-Band. Das mag viele Leute erstmal irritieren, geht es doch um das friedliche Europa. Dieses wird in jüngerer Geschichte und aktueller Politik seziert, bis es gar nicht mehr so friedlich dasteht: „Die Autoren zeigen das Aggressionspotential der ‚Großmacht mit Herz‘, ihre antiamerikanische und antiisraelische Außenpolitik, die Förderung von Terroristen als ‚Widerstandskämpfer‘, die Destabilisierung durch völkische Minderheiten, den Kampf gegen den Dollar als Leitwährung und die Aufrüstungspläne zu einer weltweit kriegstauglichen EU-Armee“, so das Verlagsinfo.
WeiterlesenUrlaubsvertretung I
Weil sich die Alligatorenmannschaft (schon wieder!) Betriebsferien verordnet hat, hier die aktuellen Krimieinträge beim Titel-Magazin.
WeiterlesenChristine Lehmann: Harte Schule
Erinnert sich noch jemand an das Champions-League-Finale Bayern München gegen Manchester United? Genau; das mit den beiden Toren in der Nachspielzeit, als die wackeren Bayern doch noch um die Früchte ihrer Arbeit gebracht wurden. In ähnlicher Erinnerung wird mir Christine Lehmanns „Harte Schule“ bleiben. Lehmann gegen die Unlogik, könnte man sagen, und zunächst sieht alles nach einem souveränen Sieg der Autorin aus.
Die in der ersten Halbzeit ihres Krimis alles richtig macht. Ein etwas zwielichtiger Lehrer wird ermordet im Schulhof aufgefunden, mit heruntergelassener Hose, erstochen. Lisa Nerz, Reporterin bei einer Stuttgarter Lokalzeitung, ermittelt, eine ungeliebte Volontärin im Schlepptau und nicht gerade mit konventionellen Methoden. Sie bricht ins Lehrerzimmer ein, macht sich an die Schüler ran, lernt einige merkwürdige Pädagogen kennen. Gut so.
WeiterlesenMassenweise Downloadmasse
Auf die Vielfalt von → archive.org haben wir im Hinternet schon mehrfach hingewiesen. Jetzt ist mal wieder Zeit auf das Angebot an Spielfilmen hinzuweisen. Aktueller Anlass: seit kurzem gibt’s dort Buster Keatons Meisterwerk → The General zum ebenso kostenlosen wie legalen Download. Und wie gewohnt in den Geschmacksrichtungen 64Kb MPEG4, 256Kb MPEG4, MPEG1 und MPEG2 (77MB, 175MB, 210MB, 733MB).
Weitere aktuelle Download-Empfehlungen:
Scorpions und Bratwurst
Das Vorwahl-Politfeuilleton bringt schon seltsame Blüten hervor. In der Süddeutschen (→ „Brutto: Kultur. Netto: Pop„) fragt Tobias Kniebe
WeiterlesenKann man Deutschland überhaupt regieren, wenn man zwar ein Dauerticket für den Bayreuther Wagnerhimmel, aber nur eine einzige „Beatles“-Platte besitzt?
Little Milton
Der US-amerikanische Bluesmusiker (bürgerlich: Milton Campbell) stirbt in Memphis an den Folgen eines Schlaganfalls, den er eine Woche zuvor erlitten hatte.
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