Der US-amerikanische Sänger der Four Tops (Spitzname: „Obie“) stirbt 69jährig in einem Krankenhaus in Chicago.
Luther Vandross
Der US-amerikanische Sänger stirbt 54jährig in einem Krankenhaus in Edison (New Jersey).
Saint Bob

Nein, Herr Aspekte-Moderator Wolfgang Herles, man kann Bob Geldof vieles nennen – einen großartigen Organisatoren weltweiter Gutfühlevents, einen leidlich talentierten Rockmusiker – aber eine „Rocklegende„, nein das ist er definitiv nicht!

Preisfrage
Bevor wir uns alle ins wohlverdiente Wochenende verabschieden, hier noch etwas zum Grübeln für die freien Tage.
Welcher Krimi ist hier gemeint?
WeiterlesenWörtche online
Thomas Wörtches Artikel zur Zukunft des Krimis und seines Marktes, auf den ich gestern →hier zu sprechen kam, lässt sich jetzt auch →online bei kaliber 38 nachlesen.
Karel Glastra van Loon
Der niederländische Schriftsteller („Die Passionsfrucht“) stirbt 42jährig in Hilversum an einem Hirntumor.
Einige Abschweifungen nach Lektüre eines Wörtche-Artikels
Als ich mich vor nun auch schon geraumer Zeit der Kriminalliteratur zuwandte, hatte ich meine desillusionierendem Jahre auf literarischen Märkten schon hinter mir. Ein „experimenteller Roman“ war geschrieben worden, der selbst im nur unter dem Mikroskop relevanten Segment für solcherlei Wortarbeit fürchterlich floppte. Eine Zeitschrift zum Werk Arno Schmidts war herausgegeben worden, die gute Resonanz fand, also maximal 60 Abonnenten.
WeiterlesenDaniel Dubbe: Tropenfieber
Dieser Krimi hat Tempo. Detektiv Richard Karter wird beauftragt, seinen verschwundenen Kollegen Markmann zu finden, der wiederum auf Madagaskar hinter dem gleichfalls verschollenen russischen Dichter Limonov her war. Also ab ins Flugzeug – und schon finden wir uns an Karters Seite auf der großen mysteriösen Insel im Indischen Ozean wieder, hineingeworfen in Schwüle, Exotik und Hoffnungslosigkeit.
Alle Frauen sind scheinbar Prostituierte. Nun gut, ein Madegasse, der sich eine Woche ausschließlich im Rotlichtviertel einer deutschen Großstadt aufhält, wird wohl das hiesige weibliche Geschlecht ähnlich schildern. Die Männer, so sie schwarz sind, vertreiben sich ihre Zeit als Provinzdespoten und ihre Helfershelfer oder Chauffeure, so sie weiß sind, lassen sie sich, enttäuscht von der Welt, auf der Suche nach einer besseren, treiben.
WeiterlesenPerspektive

Man weiß es, aber man vergisst leicht: Literatur ist mehrdeutig, vielschichtig, mißverständlich, irritierend. Drück 100 Leuten je ein Exemplar von Kafkas „Schloss“ in die Hand, und sie werden dir nach der Lektüre 100 Interpretationen liefern. Nu ja, Kafka! Aber ein Krimi? Eine schlichte Geradeaus-Story?
WeiterlesenThe Get Up Kids: Live! @ The Granada Theater
Die abgedroschene Option ‚Aufhören, wenn’s am schönsten ist‘ nehmen leider immer weniger Bands für sich in Anspruch. The Get Up Kids haben sich erst gar nicht zur großen Talfahrt hinreißen lassen und können sicher sein, dass ihr Genre-Klassiker „Something To Write Home About“ nicht so schnell in Vergessenheit geraten wird.
WeiterlesenPaal Flaata: Rain
Paal Flaata — das ist der Mann, der fünf grandiose Alben lang das Herz von Songwriter Al deLoner auf der Zunge trug und Midnight Choir zu einer der unvergleichlichen Bands machte. Beim ersten Hören seines Soloalbums „Rain“ drängt sich vor diesem Hintergrund eine Frage theologischen Ausmaßes auf: Warum versucht Paal Flaata an machen Stellen zu klingen wie Morten Harket auf seinem Soloalbum?
WeiterlesenPaal Flaata: Rain
Paal Flaata — das ist der Mann, der fünf grandiose Alben lang das Herz von Songwriter Al deLoner auf der Zunge trug und Midnight Choir zu einer der unvergleichlichen Bands machte. Beim ersten Hören seines Soloalbums „Rain“ drängt sich vor diesem Hintergrund eine Frage theologischen Ausmaßes auf: Warum versucht Paal Flaata an machen Stellen zu klingen wie Morten Harket auf seinem Soloalbum? Gut, beide sind Norweger, aber muss das sein? ‚Oberflächlichkeit‘ will man rufen und beleidigt „Unsung Heroine“ rauskramen, aber während „Rain“ nochmal und nochmal läuft, stellt man fest, was für ein feines Werk es geworden ist.
WeiterlesenBruce Malmuth
Der US-amerikanische Regisseur („Nachtfalken“) stirbt 71jährig.
Urlaub ohne Ende

Verschwitzt am Schreibtisch und träumen. Mit Heidi Klum auf den Seychellen. Mit Angelina Jolie auf der Luftmatratze. Mit Angela Merkel im Bundeskanzlerinnenamt. Oder: Mit →John Rebus im Pub. Okay. Hab eh Durst.
George P. Pelecanos: The sweet forever
Es klingt wie eine Zukunftsvision unserer Gesellschaft, die mit dem Familienkonzept des 19.Jahrhunderts den Alleinerziehenden des 21.Jahrhunderts begegnet: Jugendliche Drogendealer, denen die Schule das Lesen nicht beigebracht hat, 11jährige, die, allein auf sich gestellt, auf den Strassen ´rumgammeln und Strassen, auf denen Bandenmitglieder zahlreicher sind als Polizisten. Washington DC im Jahre 1986 in George P. Pelecanos Buch „The sweet forever“. Fast wie im wirklichen Leben, zerfällt dort langsam die Ordnung: Der Bürgermeister ist kriminell, die Stadt pleite, und die Polizei kommt gegen die wachsende Kriminalität nicht an.
WeiterlesenDredg: Catch Without Arms
„Uplifting News“ heißt der Bonus-Track von Dredg‘ s drittem Album. Besser kann man die neuen Stücke nicht beschreiben. Die Gesangslinien von Gavin Hayes sind wahrhaft ‚uplifting‘. In der tiefsten Schwermut schwingt sich seine Stimme erhaben auf und vermittelt den Eindruck, alles schaffen zu können. Selbst auf dem harten, schroffen Untergrund von „The Tanbark Is Hot Lava“ suggeriert seine Stimme ein Daunenkissen. Dabei spielen Dredg nicht mit vordergründigen Emotionen, ihre Songs sind tief und verlieren trotz einer neu gewonnenen Eingängigkeit nie die Magie. Direkt beim Opener „Ode To The Sun“ möchte man laut ‚Danke‘ rufen. Alles beim Alten und doch alles neu.
WeiterlesenLori McKenna: The Kitchen Tapes
Man soll ja nicht Äpfel mit Birnen vergleichen, aber die Vorstellung, wie irgendeine dieser Hitparaden-Bratzen am Küchentisch mit einer Gitarre sitzt und versucht, in gut einer Stunde ein paar Songs einzuspielen, ist wirklich zu drollig. Für Lori McKenna kein Problem. Mit technischer Minimalausstattung (MiniDisc-Recorder, kleines Mikro) hat sie einen Großteil der elf Songs am 17.März 2001 praktisch ‚in Echtzeit‘ eingesungen.
WeiterlesenYann Tiersen – Les Retrouvailles
Der französische Komponist Yann Tiersen ist mit seinen Arbeiten für „Die fabelhafte Welt der Amélie“ und „Good-Bye Lenin“ in den Fokus der Zuhörer gerutscht. Dass auch seine ’normalen‘ Alben eine große, visuelle Kraft besitzen, ist unbestritten und wird von „Les Retrouvailles“ eindrucksvoll belegt.
Yann Tiersen nimmt sich jede künstlerische Freiheit, die er braucht, und ist bei einer simplen Klaviermelodie („Le Matin“) genauso pointiert wie beim großen Besteck des Titelsongs. Sein Hang zu Kettenkarussell-Assoziationen ist auch auf „Les Retrouvailles“ unverkennbar, wird aber weiter verfeinert durch eine unglaubliche Instrumentenvielfalt und beeindruckende Kooperationen. Gesungen wird wenig, aber wenn, dann erheben Leute wie Liz Fraser, Jane Birkin, Stuart A. Staples oder Dominique A ihre Stimmen.
„Les Retrouvailles“ beginnt mit netten Klimperinstrumentals und steigert sich mit jedem Titel. Speziell zum Ende hin beweist der Multiinstrumentalist Yann Tiersen, dass er den Stempel ‚Komponist‘ zu Recht trägt. Wer so bewegend bildreiche Musikstücke schreibt, den darf man nicht mit der Schublade ‚Instrumentalmusik‘ abqualifizieren.
Yann Tiersen
Les Retrouvailles
Virgin/EMI
VÖ: 20.5.2005
Alkaline Trio: Crimson
Von Allen, die zum Musizieren in die Gruft hinabsteigen, haben Alkaline Trio mit Sicherheit den größten Humor. Mit „Crimson“ gibt es bereits zum fünften Mal morbide Punkhymnen, die sich im Wesentlichen um Schmerz, Tod oder Mord drehen.
WeiterlesenAuch Andrea Fischer macht Urlaub
… und wie es sich für eine ehemalige Ministerin und jetzige „Krimiexpertin“ gehört nicht nur in der Südsee, sondern in der →„Welt“.
Dort liegt sie am Strand und sinniert über den europäischen Kriminalroman, der zwar den Reiseführer nicht ersetzt, aber „kongenial ergänzen“ kann.
Weiterlesen„Das Verbrechen ist universell, Krimis gibt es daher in jedem europäischen Land.“
