Evan Hunter

Der 1926 als Salvatore Lombino in New York geborene US-amerikanische Schriftsteller („Saat der Gewalt“) und Drehbuchschreiber („Die Vögel“) stirbt 78jährig an Krebs. Am bekanntesten ist er wohl unter einem Pseudonym Ed McBain und durch seine Romane rund um das 87. Polizeirevier.

Evan Hunter

Der 1926 als Salvatore Lombino in New York geborene US-amerikanische Schriftsteller („Saat der Gewalt“) und Drehbuchschreiber („Die Vögel“) stirbt 78jährig an Krebs. Am bekanntesten ist er wohl unter einem Pseudonym Ed McBain und durch seine Romane rund um das 87. Polizeirevier.

Vargas, Stein, Rezension(1)

Ein Buch rezensieren: lesen, sich was dabei denken, aufschreiben. Ist man einigermaßen geübt: kein Problem. Doch dann kommen die Ausnahmen. Lesen, sich was dabei denken … und das Gefühl nicht loswerden, „falsch“ gelesen zu haben. Das ist mir bei Fred Vargas, „Der vierzehnte Stein“, passiert, und deshalb gibt es eine lange Rezension in drei Teilen. Wir beginnen mit dem deprimierenden Anfang.

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Dropkick Murphys: The Warrior’s Code

Als Rezensent hat man es bei Dropkick Murphys‘ Platten leicht: Am Besten, man bereitet einen Basistext vor und tauscht für jede neue Platte nur die Songtitel aus. Der wilde Straßengröhler („Take It And Run“), der Bagpipes-Overload („Wicked Sensitive Crew“) und die Mitsing-Hymne („Sunshine Highway“) sind auf jedem Album vertreten und diese Zutaten werden so lange gemischt, bis mehr als zehn Songs herauskommen, die man auf Platte packen kann.

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Rankin & Leven

Wer Ian Rankin nicht nur lesen, sondern auch hören will, der hat jetzt dazu Gelegenheit.

„Jackie Leven said“ heißt eine Doppel-CD, auf der Rankin eine „Familiengeschichte“ liest, die von Jackie Leven musikalisch untermalt wird. Zwei schottische Originale, und ihre Zusammenarbeit ergibt Sinn. Der Singer/Songwriter Leven, ehemals bei der unverächtlichen Band Doll By Doll, nennt eine turbulente Biografie sein Eigen, die aus einem Rankin-Roman abgekupfert sein könnte. Aufgenommen wurde das Ganze in der Edinburgher Queen´s Hall, 35 Minuten dauert die Lesung, und obwohl ich die Musik nicht gehört habe, nehme ich an, dass sie des Meisters Text würdig kommentiert. Denn Leven ist ein Guter. Einige der Songs beziehen sich zudem unmittelbar auf die Kriminalromane Rankins.

Die Plattenfirma zum Projekt:

„The first CD contains the story, Jackie Leven Said, written and read by Ian Rankin, from Ian and Jackie’s live show at the 2004 Edinburgh Festival. Ian tells the story in short chapters which are illustrated by musical interludes and complete songs performed by Jackie and keyboard player Michael Cosgrave. The story evokes the suffering (and healing) of a Scottish family coming back together for a funeral in Fife on the east coast of Scotland.“

Ian Rankin: Black and blue

(Es hat zwar ein paar Jahre gedauert, doch das Warten hat sich gelohnt. „Das Souvenir des Mörders“, deutsche Übersetzung von „Black and blue“ des schottischen Autors Ian Rankin, wird allseits als Meisterwerk gelobt. Dr. Bernd Kochanowski hat das Original gelesen und kann nur zustimmend nicken.)

Sie sind mir suspekt: Diese endlosen Krimi-Serien mit zehn und mehr Büchern, die immer um die gleiche Zentralfigur kreisen. Was uns unter dem Vorwand der Entwicklung einer Person angeboten wird, entpuppt sich häufig als Masche. Aber, so muss ich zugeben, manche Autoren wie Ian Rankin schaffen es, ihre Serien weiter zu entwickeln und uns immer wieder mit neuen Inhalten und anderen Erzählstrategien zu überraschen.

Als Kritik am Seriengedanken ist es aber wohl nicht aufzufassen, wenn deutsche Verlage, eigentlich Sachwalter der Interessen eines Autors, bei ausländischen Autoren die eigentliche Reihenfolge des Erscheinens der Bücher einer Serien verändern. Ökonomische Gesichtspunkte sind hier wohl eher im Vordergrund zu sehen. So kommt denn, unter dem Titel „Das Souvenir des Mörders“, der deutschsprachige Leser erst jetzt in den Genuss des 1997 erschienenen und im gleichen Jahr mit dem „Gold Dagger“ ausgezeichneten Buchs „Black and Blue“ von Ian Rankin.

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Moderationskultur

Als Moderator der 3Sat-Sendung „Kulturzeit“ ist Gert Scobel bekannt für seine besonders fluffigen und wohlklingenden Anmoderationen. Leider verbrennt er sich hin und wieder im Fegefeuer der Einzelheiten, besonders wenn er sich an die Ränder seines Kulturbegriffs begibt.



Im Zusammenhang mit der Meldung, dass sich beim englischen CD-Verkäufer HMV die Pink Floyd-CD-Verkäufe vervielfacht hatten, wußte Scobel, dass auch andere Live8-Künstler ihre Umsätze gesteigert hätten. Einzig bei den Libertines seien die Verkäufe eingebrochen, weil die „den schlechtesten Auftritt von allen“ hingelegt hätten.

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Deep Impact

Nur so, als Hinweis, Herr Wickert: Falls jemand fragt, wieso Sie in den heutigen Tagesthemen im Zusammenhang mit dem gleichnamigen NASA-Projekt gleich zweimal von Steven Spielbergs Film „Deep Impact sprachen, dann meinten Sie natürlich nur, dass dieser Herr Spielberg einer von mehreren Produzenten dieses Films ist und wer das Geld besitzt, dem gehört natürlich auch der Film. Und dass die Regisseurin des Films Mimi Leder (die Frau, die auch schon George Clooneys „Projekt – Peacemaker“ drehte) heißt war Ihnen natürlich klar, aber für den flotten Ablauf der Anmoderation völlig belanglos.

Preisfrage – Auflösung

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Ihr habt es natürlich alle sofort gewusst: Der gestern so kontrovers „rezensierte“ Roman ist kein geringerer als – na?

– Friedrich Dürrenmatts „Der Verdacht“. Die Urteile stammen aus dem unerschöpflichen Quell von amazon.de.

Ich könnte jetzt eine noch viel tückischere Frage nachschieben. Die: „Welche der beiden Besprechungen triffts denn nun am Besten?“ Ist gar nicht tückisch? Na, dann bin ich mal gespannt, ob mir jemand die Frage mit kurzer Begründung beantwortet!