
Sie ist die Königin des guten alten englischen Kriminalromans. Das sagt ein Antiroyalist. Aber wir kennen das ja: Jede Queen hat ihr annus horrabilis, und bei Margery Allingham muss es 1938 gewesen sein, als sie diesen Roman schrieb.
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Sie ist die Königin des guten alten englischen Kriminalromans. Das sagt ein Antiroyalist. Aber wir kennen das ja: Jede Queen hat ihr annus horrabilis, und bei Margery Allingham muss es 1938 gewesen sein, als sie diesen Roman schrieb.
WeiterlesenStets auf der Suche nach Neologismen, stieß ich beim Stöbern in den Emails eines Kollegen auf das mir bis dahin unbekannte Wort „Problemsack“.
Die Neuschöpfung stammt aus dem sozialpädagogischen Sprachmilieu, welches uns schon in der Vergangenheit mit Kreationen wie „Bedarfe“ oder „bildungsresistente Jugendliche“ belehrt hat, keine Sprache sei blöd genug, nicht noch blöder zu werden.
WeiterlesenDer US-amerikanische Sänger bei Gladys Knight & the Pips stirbt in einem Krankenhaus in Detroit an den Folgen eines Schlaganfalls. Er wird 65 Jahre alt.

Best of Formel 1 (Kabel 1). Heute erfahren wir aus dem Mund von ex-Formel 1-Moderator Ingolf Lück, dass er sich zur 100. Sendung eine Band wünschen durfte und dass das Jesus & Mary Chain war. Respekt. Ausgehend vom Niveau seiner Witze hätten wir ihm so einen guten Geschmack gar nicht zugetraut.
WeiterlesenÜber meine seltsame Begegnung mit Bert F. Island, dem Autor von „Kommissar X“-Romanen, und seine Enttarnung habe ich in diesem Blog bereits berichtet. Ein abgeschlossener Fall? Mitnichten. Die Geschichte von Bert F. Island muss neu geschrieben werden.
Denn soeben hat mich Herr Preyer vom →Oerindur-Verlag freundlicherweise davon unterrichtet, dass „Bert F. Island“ ein Sammelpseudonym war, es ergo nicht als gesichert gelten kann, dass Paul Alfred Müller als Autor des nachgerade gigantischen Titels „Ein Henker ist kein Blumenstrauß“ in die Geschichte des Kriminalromanes eingeht.
WeiterlesenEs musste ja so kommen. Hunter S. Thompson, Erfinder des „Dr. Gonzo“ und, nun ja…äh, Kultbuchautor, hat sich, wie es die Presse vornehm umschrieb, „eine tödliche Schusswunde beigebracht“. So what?
Ich gebe zu, dass mich „Fear and Loathing in Las Vegas“, Thompsons Hauptwerk, über weite Strecken gelangweilt hat. Vom 2001-Versand in den Endsiebzigern (waren’s die Endsiebziger? Es können nur die Endsiebziger gewesen sein) penetrant beworben, hatte ich mir das Buch gekauft, um vor allem jenen Dr. Gonzo kennenzulernen, der als Namensgeber für den „Gonzo-Journalismus“ herhalten musste, das Gegenteil eines „Spiegel-Journalismus“, könnte man sagen, nicht objektiv, nicht feingeistig, nicht distanziert-ironisch, sondern halt: gonzo. Subjektiv, grob, mittendrin.
WeiterlesenNicht nur nachts eine hübsche Ergänzung zu unserem Detektivebeobachten ist Ludger Menkes Krimiblog →Nachtbuch.

In der Tagesschau hörte ich heute, dass der saubere Herr Hoyzer, „auf Lebenszeit vom Verband ausgeschlossen werden, 50.000 Euro Geldstrafe zahlen, sowie nie mehr ein Amt beim DFB, insbesondere nicht das eines Schiedsrichters, ausüben dürfen“ soll.
Kein Amt beim DFB und Schiedsrichter schon gleich zweimal nicht, das klingt, als wolle man sagen: „Na gut, Strafe muß sein, aber DFB-Präsident, das könnte irgendwann doch noch mal drin sein“.
WeiterlesenWährend Name und Covergestaltung noch darum ringen, wer von beiden der Beklopptere ist, ballern die vier Finnen ein Album unters Volk, das komplett konträr zum ersten Eindruck läuft.
WeiterlesenAuch wenn bei Butterside Down das Brot immer auf die falsche Seite fällt, ist das süddeutsche Trio auf dem richtigen Weg. Den Alltag in angenehme Rocksongs umgewandelt, die sich leider zwischen überambitioniert und belanglos nicht so ganz entscheiden können.
WeiterlesenNach einer weiteren Treppe sind wir da, das Ziel der Pilgerreise ist erreicht, die nächste Stunde ist dann so aufregend wie ein Fußbad, und das vorherrschende Gefühl ist das hier: Schöne Scheiße. Westernhagen hat, eventuell in weiser Voraussicht, die Fernbedienung mitgenommen. Skippen: unmöglich. Leider.
taz-Reporter Martin Weber war bei der CD-Präsentation der neuen Westernhagen-CD: ==> Zu nah dran an Westernhagen.
Es war nicht mehr als ein flüchtiger Einfall, während ich auf den Zug wartete. Warum nicht Namen für Verbrechen erfinden, die es so bisher noch nicht gegeben hat? „Neologismen“ nennt das der Sprachwissenschaftler. Und sogleich fiel mir auch schon eins ein: Pudelmord. Gibts nicht. Dachte ich.
WeiterlesenDer US-amerikanische Schriftsteller („Hell’s Angels“, „Fear and Loathing in Las Vegas“) begeht in seinem Haus in Woody Creek (Colorado) Selbstmord. Er wird 67 Jahre alt. ↑ Hinternet-Nachruf
Die US-amerikanische Folksängerin stirbt 48jährig an Brustkrebs.
Nachdem Billy Corgan alle Bands und Projekte eingestampft hat, hat sich Jimmy Chamberlin flugs emanzipiert und zeigt mit seinem ersten Soloalbum, dass er nicht versucht in die Stapfen von Smashing Pumpkins oder Zwan zu treten. Instrumentalrock flirtet behutsam mit Jazz- und Fusionanleihen und Songwriterkollege Billy Mohler und auch Ex-Chef Billy Corgan gehören zu den rar gesäten Vokalisten.
WeiterlesenKaizers Orchestra meets Firewater auf Französisch. Les Hurlements d’Leo ist eine achtköpfige Combo, die sich wild in der Welt der bunten Töne dreht. Schräger Folk mit Geige und charmantem französischem Gesang.Leider bleiben die meisten der 17 Songs ein bisschen gesichtslos, aber die Konzerte der anstehenden Deutschlandtour ab Ende Februar müssten ein Riesenspaß werden.
(6 Fritten)
Les Hurlements d'Leo: Ouest Terne
Hipster Records/Soulfood
www.hurlements.com
Einmal mehr schafft es ein Sampler aus dem Hause Trikont, auf ein ansonsten in Europa weniger beachtetes Stück Musikgeschichte aufmerksam zu machen. Der Sampler zeigt, dass die Klischees des weißen Country aus der Mittelschicht und dem schwarzen Soul aus dem Ghetto nicht so einfach funktionieren.Zum Beweis gibt es 24 Stücke, in denen sich Country, Soul und Blues die Hand reichen. Für das ungeübte Ohr klingt das meist entweder nach klassichem Soul ODER klassischem Country, bei genauerem Hinhören fällt dann doch einiges auf: Was machen z.B. Bläsersätze und Gospel-orientierte Backgroundvocals in einem Country-Song?
WeiterlesenDie Süddeutsche berichtet über einen Kurs an der Hochschule des Vatikans. Thema Exorzismus leicht gemacht: ↑Teufel komm raus
Diskotheken und andere Orte, wo Drogen konsumiert würden seien nachgerade „Rekrutierungsbüros für das Böse“
zitiert die SZ einen Pater Garbriele Amoth, der in seinem Leben – er ist jetzt 74 –
WeiterlesenGlenn Hughes und kein Ende. Obwohl der Altmeister Dave Navarro für zwei Songs an die Gitarre geholt hat und Chad Smith (Red Hot Chilli Peppers) das ganze Album durchtrommelt, will der Funke nicht so richtig überspringen.
Weiterlesen„Blackout Love“ ist mindestens so altmodisch wie die Holzvertäfelung auf dem Cover. Da sich aber Neal Casal noch nie um Trends geschert hat, ist sein Sideproject Hazy Malaze ein knackiger Rückwärts-Ausflug. Weniger Herzschmerz, mehr Soul und Funk und bärenstarke Nummern wie z.B. „Corrina“. Nostalgiker aufgepasst – CDs muss man nicht umdrehen.
(7 Fritten)
Hazy Malaze: Blackout Love
Fargo/Rough Trade
VÖ: 24.1.2005