HipHop Forever II

Nach Kenny Dope kramte dieses Mal DJ Jazzy Jeff in seiner Schatzkiste und zog seine liebsten Tracks ans Tageslicht, um sie in diese geniale Mix-Scheibe einzubinden. Blahzay Blahzay, Black Moon, Nas, J-Live, Gang Starr, Jeru The Damaja, A Tribe Called Quest, deren Phife Dawg, die Beatnuts, die Genies The Pharcyde, Jaylib und Cypress Hill kamen unterem anderem zum Rotationseinsatz. Ein Line-up aus der Champions League, das vor allem Freunden der alten Schule zusagen wird.

(9 Fritten)

Various Artists: HipHop Forever II
(BBE/Rapster/Rough Trade)

The Hives: Tyrannosaurus Hives

The (International) Noise Conspiracy haben lediglich außerhalb Europas dem Indie-Dasein ade gesagt. The Hives wechselten weltweit zum Universal-Imperium. Geschadet hat es beiden Bands nicht. The Hives scheint es sogar noch beflügelt zu haben. Man hätte annehmen können, der immense Hype um die Band, der speziell in Großbritannien absurde und überdimensionierte Ausmaße annahm, steige womöglich den jungen Burschen gehörig zu Kopfe.

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Christina Milian: It’s About Time

Die amerikanische R&B-Sängerin mit kubanischen Wurzeln hat sich Zeit gelassen mit dem Nachfolger zu ihrem selbstbetitelten Debüt. Zeit, die sie nutzte, um selbst Hand an die neuen Songs zu legen und diese unter Mithilfe ihrer Mutter Carmen nach ihren gemeinsamen Vorstellungen auszuarbeiten. Im direkten Vergleich zu „Christina Milian“ wirkt „It’s About Time“ wesentlich harmonischer und ausgereifter.

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Biscaya


Haaach, „Biscaya“ ist und bleibt vermutlich mein liebstes Last-Lied. Auch wenn er´s nicht geschrieben hat – es ist ein Wahnsinns-Stück! Dieses genial vertonte Wellenplätschern, der ätherisch flirrende Chor, die Brandungsgeräusche, das leicht spröde – aber dann plötzlich geschmeidige, warme Akkordeon. Ich könnte noch tagelang weiterschwärmen.

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Musik und Zensur

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Taboo Tunes ist eine Website rund um das kürzlich in den USA erschienene Buch „Taboo Tunes: A History of Banned Bands & Censored Songs“ und beschäftigt sich mit allen möglichen Varianten von Zensur(versuchen). Eine „Gallery of the forbidden“ zeigt Beispiele von den Beatles bis zu den Strokes. Natürlich zeigt man auch nicht zu viel, schließlich soll ja das entsprechene Buch verkauft werden. Dafür gibt es noch einen umfangreichen Newsteil mit Vorfällen, die nach Drucklegung geschahen. Und der immer heißer werdende US-Wahlkampf wird hier bestimmt noch für einige Einträge sorgen.

[Update: Die oben erwähnte Domain wurde inzwischen von einer halbseidenen Kopulationsanbahnungsseite übernommen. Deshalb haben wir den Link entfernt]

With compliments


Ich finde, die Platte hätte auch „Schöne Grüße vom Sensemann“ heißen können. Oder „Herzlichst, ihre Gruft“. Man muss sich nur mal den Gesichtsausdruck von James Last angucken, den schwarzen Anzug und die Blume in seiner Hand. Eine weiße Lilie. Ich finde, weiße Lilien sind ausgesprochene Todesblumen.

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M.O.R.

M.O.R.? Middle of the road, sagt der Chefredakteur. Aha. “Polydor International’ steht unten auf der Hülle. Der Versuch, James Last Anfang der 70er international zu pushen? Glaub nicht, dass das 1973 noch nötig war. Vermutlich einfach eine internationale Pressung.

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Games that lovers play

Eine von diesen ganz frühen Last-Platten. Noch ohne typischen Schriftzug oder wiedererkennbare Design-Elemente auf dem Cover. Ich tippe auf Mitte bis Ende 60er.
Dafür ist das Paar auf dem Foto wirklich herzig, oder? Genau – auch James Last ist auf dem Cover nicht abgebildet.

Die Musik ist hauptsächlich balladig. Und schwer romantisch. Mit dem Titelsong geht´s schon mal los, ist ja klar. In der bekannten, wuchtigen Version. In der bekannten, schönen Version. Obwohl die minimalistischere Variante, über die man ganz selten mal stolpert, auch schön ist.

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Well kept secret


So ganz bring ich das ja nicht zusammen. Das Cover, den Titel und die Musik. Was hat ein altes Flugzeug mit einem gut gehüteten Geheimnis zu tun? Vielleicht damit, wo Glenn Miller und Saint-Exupéry abgeblieben sind… Und wo sind die Musiker von James Last? Hintendrauf stehen lauter (mir) unbekannte Namen. Wo ist Benny Benndorf? Wo Günter Platzek? Und warum hat James Last das Album nicht produziert?

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Im Allgäu


Ich seh schon: wer Polkas und James Last liebt, muss auch diese Platte haben. Klingt wie eine Lüge, aber Volksmusik und James Last geht halt so gut wie Party & James Last. Oder Swing & James Last. Oder Psychedelia & James Last. Und von wem kann man das noch behaupten?

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Nicole Willis: Be It

„Soul Makeover“ hieß der erste Streich der Soul-Sängerin Nicole Willis. Nicht nur wegen des bezaubernden Äußeren der jungen Dame lagen ihr die Kritiker zu Füssen. An dieser Stelle sollte man wissen, dass Willis nicht dem reinrassigen Soul frönt. Sie mag Experimente und mischt Pop, vertrackte Elektronik und Jazz in ihre Songs. Das von Jimi Tenor mitproduzierte und -geschriebene „Sunday Nite (Don’t Hold Back)“ erinnert mehr an Chaka Khan, denn an Aretha Franklin.

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Josh Martinez: Buck Up Princess

Vor kurzem in unserer kleinen Stadt – auf der Suche nach dem Soundtrack für den Sommer. Und da fällt mir kurz vor Redaktionsschluss dieses kleine ruhige Album von Josh Martinez mit dem Namen „Buck Up Princess“ in die Hände. Weit ab von dem amerikanischen Blockbuster-Hitcharts erinnert mich dieses Album aus Vancouver B.C., Westküste Kanadas, eher an z.B. Souls Of Mischief oder Pharcyde.

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David Grubbs: A Guess At The Riddle

David Grubbs ist viel rumgekommen. Er war Mitglied bei The Happy Cadavers, Squirrel Bait, Bastro, Gastro Del Sol und The Red Krayola. Gastauftritte hatte er u.a. bei Will Oldham, Palace Music, Royal Trux und Matmos. Selbst solo war er seit 1997 untätig. Er veröffentlichte in regelmäßigen Abständen EPs und vorrangig Alben. Sein neuestes Werk heißt „A Guess At The Riddle“ und beginnt nicht als das eines Singer/Songwriters im Indie-Kontext – sprich: rein gar nicht folkig. Grubbs wird von einer Band begleitet. Am Schlagzeug wechseln sich Adam Pierce von Mice Parade und Thomas Belhom (ABBC) ab. Am Cello taucht zwischendurch Niko Veliotis auf, der Mitglied des London Impro-visers Orchestra war.

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Sing mit Lass´ die Puppen tanzen


Wenn Frank Zander dereinst vor seinen obersten Richter tritt, wird er  erklären müssen, was er sich dabei gedacht hat – Stimmen so zu pitchen, dass sie zwar nicht lustig, aber irgendwie auffällig klingen.
Seinem Erbe verdanken wir nicht nur die Techno-Platten der Schlümpfe, sondern auch den Beginn dieser James Last-Platte. Wenn albern verzerrte Stimmen singen „Lass die Puppen tanzen“. Demnach wären es ja die Puppen selbst, die hier fordern, dass man sich tanzen lässt. Sollen sie doch einfach tanzen, wenn ihnen danach ist. Und wenn sie wissen, wie das geht…

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