That´s life


Eine schöne, alte James Last Platte. Mit einem derart stylishen und raffinierten Cover, dass man dem Designer die Füße küssen möchte. Und die Frau auf dem Bild muss noch nichtmal viel Haut dafür zeigen. Der Clou beim Ganzen: dass der Rahmen des Covers im Grunde der Rahmen eines Brillenglases ist… Hach.

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Caribbean Nights


Mein Gott – dieses Cover. Da wurde ein Traum für James Last wahr, oder? Vielleicht auch der eines Art Directors. Ich vermute allerdings mal, es war ein männlicher Traum. Da muss dann auch der Kopf der Frau nur noch halb drauf. Hauptsache, die Titten und James Last sind zu sehen. Nun ist der ja wiederum durch etliche seiner restlichen Cover rehabilitiert. Denn was man da mit ihm gemacht hat, das verstieß ja oft in vielerlei Hinsicht gegen die Genfer Konventionen. Trotzdem.

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Beastie Boys: To The 5 Boroughs

Ein halbes Jahr nach den Terroranschlägen vom 11. September haben Adam Yauch, Mike D und Adam Horovitz mit den Arbeiten am längst überfälligen „Hello Nasty“-Nachfolger begonnen. Dazwischen lagen ereignisreiche Jahre. Ein Gouverneur von Texas zog unter fragwürdigen Umständen ins Weiße Haus ein. Zwischenzeitlich erlebten die Beastie Boys ihre persönlichen Hochs und Tiefs. Für ihr Label Grand Royal verpflichteten sie At The Drive-In und veröffentlichten deren Meisterwerk „Relationship Of Command“. Das verkaufte sich wie geschnitten Brot; das Label jedoch ging Pleite. Das Trio brach seine Zelte in Los Angeles ab und kehrte in seine Geburtstadt New York zurück.

„To The 5 Boroughs“ ist den fünf Stadtbezirken Manhattan, Bronx, Brooklyn, Queens und Staten Island gewidmet. Die Beastie Boys blieben also trotz Zwischenstation in Kalifornien in ihren Herzen New Yorker: „We can’t say enough about all you do. ‚Cause in the city we’re ourselves and electric too. (…) Since 9/11 we’re still livin‘ and lovin‘ life we’ve been given“ (aus „An Open Letter To New York“). Dass sie keine Party-Rapper mehr sind, dürfte seitdem Yauch Benefizkonzerte für Tibet organisiert bekannt sein. Aktuell erregt sie George W. Bushs Präsidentschaft. „We’ve got a president we didn’t elect / the Kyoto treaty he decided to neglect“, heißt es in „It Takes Time To Build“.

„To The 5 Boroughs“ geht zurück zu ihren (musikalischen) Wurzeln. In den Songs wummern heftigst die Beats, die eine Herausfor-derung für jede Bassmem-bran sind. Die Old School-Samples stammen von LL Cool J, Chuck D, Run DMC, Marley Marl (Begründer von Cold Chillin‘ Records) und der Sugarhill Gang.

Wer die Messlatte nicht zu hoch legt und nicht von den Beastie Boys verlangt, sich neu zu erfinden und Gefallen am HipHop der alten Schule findet, der wird „To The 5 Boroughs“ in sein Herz schließen können. Vielleicht nicht auf Anhieb.

Beastie Boys: To The 5 Boroughs
Capitol/EMI
VÖ: 14.6.2004

The Bees: Free The Bees

Als vor über zwei Jahren Paul Butler und Aaron Fletcher unter dem Bandnamen The Bees ihr Debütalbum „Sunshine Hit Me“ veröffentlichten, kassierten sie dafür jede Menge Lob und eine Nominierung für den „Mercury Music Award“. Trotz all der Lorbeeren sollte das Duo mit seinem zweifelsohne gewöhnungsbedürftigen und zugleich experimentellen Mix aus Pop, Reggae, Folk und Rock hierzulande nicht den Erfolg wie in der britischen Heimat erlangen. Mit „Free The Bees“ hat sich eine befreiende Leichtigkeit bei den Herren von der Isle Of Wight breit gemacht, die den Bekanntheitsgrad der „Bienen“ auch bei uns steigern müsste. Ein neues Label, ein anderes Studio, Abbey Road nämlich, eine richtige Band und das Essentiellste: ein neuer, positiv überraschender Sound.

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Happyning


Dieses Platte muss man allein schon wegen ihres Covers küssen. James Last in einem Sandhaufen. Mit geflochtener Anglerkappe, geknotetem Shirt und gelben Flossen. Leider nicht an den Füßen! In welchem Studio das Foto wohl gemacht ist? Ob es schwer war, ihn dazu zu überreden? Ich hätte wirklich gern Mäuschen gespielt.

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Happy Summer Party


Eine Happy Summer Party mit James Last? Aber immer doch. Er scheint auch richtig auf Gäste zu warten, wenn man sich mal das Rückcover anguckt. Oder ist das eine Ein-Mann-Party? Getrunken wird hier ja offenbar auch schon… Und für wen sind die ganzen anderen Drinks? Alle für den Mann in den Nikes? Hm. Der Drinks mit der Sahne und den drei Strohhalmen sieht toll aus. Aber die Weintrauben wiederum… Möchte sowieso nicht wissen, wie es bei dem Foto-Shooting gestunken hat. Da liegt noch eine aufgeschnittene Ananas. Huah.

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Sax à gogo


Diese à gogo-Platten sind wirklich klasse, um Instrumentenkunde zu betreiben. Nach Hören der „Trumpet à gogo“ und der „Sax à gogo“ weiß man so einiges. Zum Beispiel, warum nur das Saxophon das Instrument der 80er werden konnte. Weil es im Gegensatz zur Trompete schwerfällig, leicht schmierig und überhaupt unprägnant im Klang ist. Ja, ich bin eine alte Saxophonhasserin. Ich hab wahrscheinlich auch zu viele sexy Saxophonistinnen in schlechten 80er-Videoclips und -Filmen gesehen.

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Non Stop Dancing 9


Wow, das Cover macht ja allein schon besoffen… Toll, was sich so alles mit der Non Stop-Schrift anfängen lässt. Also, da durfte sich jemand design-Begabtes aber mal so richtig austoben. Die Marke – sprich: der Schriftzug – dürfte Ende der 60er mehr als eingeführt gewesen sein. Da ließ sich dann natürlich auch herrlich verfremden…  Und, ähem, der Last-Schriftzug steht ja noch genügend deutlich und unverfremdet darüber. Nein, schief gehen konnte hier nichts mehr.

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Non Stop Dancing 7


Nein, es ist kein Wunder, dass dieser Platte ein Hit wurde. Nein, nein, nein. Wer schon so göttlich mit „Help yourself“ einsteigt – im wunderbaren, peppigen Bläsersound, mit hochfrequentem Vibraphon-Puls unterlegt –, der muss ein Weltstar werden! Und wer noch dazu so genial den Anschluss an „Mrs. Robinson“ findet… Mit satter, angezupfter  Surfgitarre. Wahnsinn!

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Hammond à gogo 3


Endlich wird auf dem Cover mal nur gesoffen. Und nicht geraucht. Das Foto ist ja auch mal wieder der Werbung einer bekannten Sektmarke entliehen…
Und nicht nur das Cover ist stylisher geworden – es hat sich komplett gewandelt, um es mal deutlich zu sagen. Die Schrift, die Farben, die gesamte Anmutung ist poppiger geworden. …sondern auch der Sound hat sich verändert. Die Mischung ist komplett anders. Alles ist leichtgewichtiger geworden und mehr miteinander verschmolzen.

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Frl. Katjas Nähkästchen, Folge 29

Folge XXIX: Zum Tod von Chlodwig Poth

Katjas Schreibmaschine?Das war ein schneller, erfolgreicher Beutezug. Anders als die mäandernde Pfarr-Suche. Kurs aufs Bücherregal, dann anpeilen und, zack, zuschlagen. Eine kleine Poth-Bibliothek konnte ich ausheben. Allein bei den Cartoons. Halt, er hat doch auch… ja, hat er: oben, bei der Prosa, sogar noch ein Poth-Roman. Plus im Regal-Parterre: etwas Großes, furchtbar Schweres. Mit den berühmten Wimmelbildern. Was will mir das sagen? Mehrerlei.

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Polka Party 3


Ah, diesmal wird recycelt. „Wochenend und Sonnenschein“ als Polka! Gute Idee anyway. Man ist sofort wieder voll drin. Im fröhlichen Polka-Gehopse. Diese dritte Folge ist von 1974, und sie wirkt besonders hell und freundlich. „Happy Cowboy“ ist natürlich eine Eigenkomposition des Meisters und sogar mit lustigen Wah-Wah-Gitarren unterlegt.

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Frl. Katjas Nähkästchen, Folge 28

Folge XXVIII: Zum Tod von Bernd Pfarr

Katjas Schreibmaschine?Klarer Fall von „J´accuse“. Klarer Fall von Einbildung. Ersteres bezieht sich auf die Unverschämtheit, den Tod des besten deutschen Cartoonisten nur kurz zu melden. In der „Kulturzeit“ auf 3sat. Nein, nicht Maronde. (Ich bin doch keine Brigitte-Leserin.) Der Tod von Bernd Pfarr also: letzter Punkt in den „News“. Unverschämtheit. Zweites bezieht sich auf mein Gefühl, die Wohnung müsse voll mit Pfarr-Cartoons sein. Jahrelang hab ich sie aus dem noch früher verblichenen ZEIT-Magazin ausgeschnitten und in Schulhefte geklebt. Aber mit 30 kam plötzlich mein Rappel, das wichtigste Hab und Gut müsse in eine Schuhschachtel passen. Na gut, in eine 60 auf 40 Zentimeter große Schuhschachtel. Und 1,80 m hoch. Weg sind sie.

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