Die Happy: Supersonic Speed

Da hat sich alle Welt so eine Mühe gemacht, Die Happy in die Guano Apes-Ecke zu stellen und dann kommt das Album raus – und jegliche Parallelen sind verschwunden. Mit Ausnahme des Bandgefüges (Trio + Sängerin) und der ersten Single („Supersonic Speed“) haben die beiden Bands nicht viel gemein. Die Happy sind eindeutig im Hard-Rock verwurzelt und überlassen auf ihrem Debüt nichts dem Zufall.

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Tantric: Tantric

Maverick, finanziell etwas angeschlagenes US-Label, versucht den Grunge aufleben zu lassen. Drei ehemalige Days Of The New-Musiker zusammen mit Sänger Hugo Ferreira blicken zurück auf eine Zeit der abgeschnitten Jeanshosen, langen Mähnen und Holzfällerhemden. Ob das mehr Geld bringt, wenn man Alice In Chains nacheifert?

(4 Fritten)

Tantric: Tantric
(Maverick/Wea)

Ladomat 100

Ladomat wird hundert. Zumindest in Longplay-Veröffentlichungen gerechnet. Es gibt also was zu feiern. Und zwar mit einer Doppel-CD voll exklusivem Material (fast) aller Label-Acts. Console, Erobique, Turner, Commercial Breakup, Sensorama, Netto Houz, Grom, Arj Snoek, Hans Nieswandt, Egoexpress und Arne Zank – um nur einige zu nennen. Und wenn der Begriff „Hamburger Schule“ je Sinn macht, dann um das Geflecht sich überschneidender und befreundeter Projekte einer ganz bestimmten Hamburger Szene zu benennen: auch unter den Ladomat-Künstlern finden sich Mitglieder von Stella, Tocotronic, zeitweilige Untermieter von Tocotronic-Mitgliedern und Ex-Whirlpool-Productions-Leute, zum Teil in fröhlichen Ko-Allianzen.

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Terrorvision: Good To Go

Vorsicht – das Album geht ab wie eine geschüttelte Wasserflasche. Terrorvision haben das, was so vielen Bands fehlt: Esprit. Den Geist des Rock’n’Roll, den Geist des Punk, aber auch den Pop-Geist. Auf ihrem mittlerweile fünften Album klappern sie die komplette Stilpalette durch und haben elektronische Geschwindigkeitsattacken („D’Ya Wanna Go Faster“) genauso drauf wie melodische Pop-Nummern („Sometimes I’d Like To Kill Her“).

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Stoned: Stoned

Eine der wenigen schwedischen Melodycore-Bands, die anscheinend den Boom vor ein paar Jahren irgendwie doch überlebt und überstanden hat und sich noch nicht verdrossen aufgelöst hat. Nach den Alben „Partysongs“ (1994), „Music For The Morons“ (1995), „Ed’s Diner“ (1997) und „Way Back In The Day“ (1999), haben Stoned in diesem Monat ihr neuestes und nach sich selbst betiteltes Werk nachgeschoben.

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Motorpsycho: Barracuda

Neu ist das Material des gerade veröffentlichten Mini-Albums „Barracuda“ ja nun nicht mehr. Es wurde bereits zwischen Februar und Mai 1999 aufgenommen und erst jetzt unters Volk gebracht. Das sollte aber nicht weiter stören, denn zum einen sind hier echte Profis am Werk, die eigentlich immer ein bis zwei Scheiben zur Sicherheit in petto haben und diese auch mehr als regelmäßig auf den Markt werfen. Zum anderen bürgen die Trondheimer für Spitzenqualität – zumindest wenn sie nicht gerade wieder ihre Energie in ein etwas sperriges Livealbum investieren (wie zuletzt geschehen). Aber lassen wir das.

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John Frusciante: To Record Only Water For Ten Days

John Frusciante ist hauptberuflich Gitarrist der Red Hot Chili Peppers. Obwohl, besser trifft auf ihn die Bezeichnung Songschreiber zu. Er ist einer der besonderen Sorte, denn er hat das gewisse Etwas. Das ist den RHCP-Alben „Blood, Sugar, Sex, Magic“ und „Californication“ unweigerlich anzuhören. Leider nur investiert er manchmal zu viel Energie in seine Musik und zerstört damit sich selbst. Seine langjährige Heroinsucht ist ein Zeugnis davon. Es scheint, dass er sie mittlerweile im Griff hat und das wünsche ich ihm von Herzen. Frusciante ist einfach ein zu begnadeter Songschreiber.

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Brave Captain: Go with yourself

Wer in den neunziger Jahren ein Freund guter Popmusik war, der erinnert sich bestimmt noch an die Boo Radleys. Zehn Jahre bereicherten sie vor allem die britischen Charts – größter Hit: „Wake up, Boo“. Vor zwei Jahren war dann Schluß mit lustig. Die Band löste sich auf, aber der schottische Vorsteher der Liverpooler macht weiter. Hinter dem Namen „Brave Captain“ verbirgt sich niemand anderes als Martin Carr.

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