Axxis: Back To The Kingdom

„Kingdom Of The Night“ – so hieß 1989 das Debütalbum von Axxis. Da die Akzeptanz und der Erfolg in dieser Zeit am Größten waren, braucht es nicht viel Phantasie, um zu erahnen, wohin die Reise geht. Nachdem die beiden letzten Alben (Matters Of Survival, Voodoo Vibes) musikalisch vielseitig aber vergleichsweise erfolglos waren, beamen sich Axxis mit ihrem siebten Album zurück in vergangene Zeiten.

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Pink Cream 69: Sonic Dynamite

Ich staune immer wieder, wie viele Melodic-Metal-Veröffentlichungen es im Moment gibt. Da strecken Leute ihren dauergewellten Kopf aus dem Loch, von denen man gar nicht wußte, daß es sie noch gibt. Während die meisten Bands die Suppe der vergangenen, erfolgreichen Jahre wieder aufkochen, versuchen Pink Cream 69 das so wenig beachtete (und von Kritikern so wenig geliebte) Genre ins neue Jahrtausend zu retten.

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Megaherz: Himmelfahrt

NDH – Neue Deutsche Härte nennt man das wohl, was Megaherz hier kredenzen. Düstere Synthies, fette Gitarrenwände und ein Sänger, der die Texte interpretiert, als wäre er Hauptdarsteller in einem drittklassigen Horrorfilm. Ihr lieben Jungs von Megaherz – ist das Eure Vorstellung von „böse“? Grimmig gucken und lüstern sabbernd die Texte herauspressen? Das ist nicht böse, sondern gruselig – aber nicht im eigentlichen Sinn des Wortes!

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Paula: Als es passierte

Vor circa sechs Jahren knallte ein Sommerhit in das Leben der Allermeisten, der so lässig groovte, dass es fast tödlich war. Das Ganze zu dezenter Western-Atmo und mit einer Frauenstimme, die eigentlich mehr redete denn sang, aber es war klasse, und es war Sheryl Crow. „Als es passierte“ atmet zumindest den Geist von „All I Wanna Do“. Derselbe Schlenz, derselbe Swing. Und ein ähnlich nonchalanter Gesang, wobei hier nun tatsächlich gesungen wird, noch dazu mit engelsgleicher Stimme.

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Frl. Katjas Nähkästchen, Folge 17

Blöde ARD. Normalerweise hack ich ja auf dem ZDF rum, das war schon mein großes Thema im letzten Jahrtausend. Bleibt es vermutlich auch in diesem, etwa in bezug auf Herrn Herles. Der ist seit ein paar Monaten der neue Aspekte-Mensch, vielleicht sogar neuer Kultur-Chef beim ZDF. Das funktioniert ungefähr so wie im Bundeskabinett: Wer gestern Bau-Minister war, wird morgen vielleicht Gesundheits-Minister, who cares. Muss sich halt nur ein bißchen einlesen und auf seine Mitarbeiter vertrauen.

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Gry: Summer Wine

„Summer Wine“ ist Bestandteil eines Projekts namens „FM Einheit präsentiert: Gry – Public Recording“. Public Recording ist in diesem Fall wörtlich zu nehmen, denn die Aufnahmen im Münchener Marstall fanden unter ausdrücklicher, wenn auch offenbar lautloser, Einbeziehung des Publikums statt. Über-Die-Schulter-Gucken-Dürfen als Avantgarde? Klingt eher nach Workshop. Zugucken-Dürfen, wie die Profis es machen. Oooooooooh! Gaff!! Staun!!! Nein Nein, würden die Künstler wahrscheinlich sagen: die Anwesenheit von Publikum beeinflusst die Atmosphäre zutiefst und fliesst unterbewusst, also keineswegs unhörbar, ins Resultat ein. Eine Konserve mit Aufführungscharakter, also quasi live! Eine radikale seinsgeschichtliche Absage an Zwänge der Reproduzierbarkeit, die die Schranken der Kultuindustrie in herrschaftszerstörender Absicht unterläuft.

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The Life And Music Of Nick Cave

Eins gleich vorweg: „The Life And Music Of Nick Cave “ ist keine gewöhnliche Biographie. Zum einen ist da das übergrosse Format, zum anderen spricht die Tatsache, dass das Buch jeweils zur Hälfte aus Bildern und Texten besteht dafür. Es gibt nicht nur einen ausgiebigen Überblick über den begnadeten Musiker Nick Cave, der als Nicholas Edward Cave am 22. September 1957 im australischen Wangaratta geboren wurde und der weltweit mit The Birthday Party und Nick Cave & The Bad Seeds für Furore sorgen konnte, es beleuchtet auch den mystischen Privatmann, der sich hinter einem zumeist düsteren und melancholischen Image versteckt.

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Bolschewistische Kurkapelle Schwarz-Rot: Tänze

„Smells like teen spirit“ hat „Smoke on the water“ längst abgelöst. In der Kategorie „Attraktivster Song für jugendliche Möchtegern-Rockstars“. Es wird von Cello-Lehrern berichtet, die seit bald zehn Jahren am Wunsch ihrer Schüler verzweifeln, den Grunge-Klassiker auf vier Saiten zu kratzen. Mein Bruder brauchte vor sechs Jahren dringendst eine E-Gitarre, um sich im Schnellverfahren die Griffe des Nirvana-Hits draufzuschaffen. Wie sich zeigte, tatsächlich die einzige Bestimmung des bedauernswerten Utensils, das seit seiner kurzen „Smells like…“-Blüte in der Ecke vor sich hin staubt.

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Oasis: Standing On The Shoulder Of Giants

Oasis ist eine Band, die man gut finden muß oder wenigstens sollte. Seit 1993 versuchen alle Musikjournalisten dieser Welt uns begreiflich zu machen, wie wichtig diese Band ist. Es wurde sogar eine eigene Schublade für sie kreiert: Brit-Pop. Folglich hatte kein Musikkritiker den Mut, etwas Schlechtes über die Beatles-Klone zu schreiben und jeder Konsument, der etwas auf guten Musikgeschmack hält, kaufte artig die CD´s.

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To/Die/For: All Eternity

Fangen wir gleich mit dem Schlechten an: Warum fühlt sich im Moment fast jede Band dazu berufen, Songs aus den 80er Jahren zu covern? Und warum kommt man als Düster-Rock-Band auf die Idee, „In The Heat Of The Night“ von Sandra nochmal aufzunehmen? Schaurigerweise singt im Refrain dann auch noch eine Dame mit, der – genau wie Sandra – der IQ-Mangel schon aus der Stimme springt. Dabei haben die fünf Finnen solche Sperenzchen nicht nötig – die elf eigenen Songs ihres Debüt-Albums müssen sich nicht verstecken.

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Interview: Chemikal Underground

Kai Florian Becker im Gespräch mit Stewart Henderson und Alun Woodward von Chemikal Underground

Ein paar hundert Meter entfernt vom imposanten Stadion des 1887 von katholischen irischen Einwandern gegründeten Fussballclubs F.C. Celtic Glasgow liegt ein überschaubares Industriegebiet. In einem der wenigen Bürogebäude hat sich vor ein paar Jahren im obersten Stockwerk die junge und aufstrebende Plattenfirma Chemikal Underground Records eingenistet.

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Viva MTV!

Es war am 1. August 1981, als im amerikanischen Fernsehen ein Mann auf dem Mond landete. Er stieg aus einem Raumschiff, in der Hand die obligatorische Fahne, die er nun natürlich hisste, aber statt Stars-and-Stripes gabs nur drei Buchstaben: TVM klang den Machern zu platt. MTV schien da schon mehr herzumachen. MTV, wie: Music Television. Ein Fernsehkanal, nur mit Musikvideos. Das war der Anfang.

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