
Eben will dpr ein knuddeliges Alligatorenbaby von mir. Weiß der Himmel, wozu er das wieder braucht… Aber ich bin ja nur der Zeichner. Geht mich auch nichts an.
raphael

Eben will dpr ein knuddeliges Alligatorenbaby von mir. Weiß der Himmel, wozu er das wieder braucht… Aber ich bin ja nur der Zeichner. Geht mich auch nichts an.
raphael
Das gibt’s. Vier gelesene Bücher, die der Rezension harren. Alle in irgendeiner Weise beispielhaft, drei empfehlenswert, eins naja. Ob ich für jedes eine längere Besprechung hinkriege? Kommt ja immer wieder was dazu. Und bunkern für schlechte Zeiten? Mal sehen. Hier die vier Titel mit kurzer Bewertung.

[Warum ich morgens so gerne Zug fahre: Man wird hellwach dabei. Wenn ein Fähnlein Schüler sich des Abteils bemächtigt, ein Ausguck voraus, der nach freien Plätzen sucht und, wenn gefunden, „Los, schnell, hin, frei!“ schreit. Und dann wieseln sie an einem vorbei, und wenn man nicht aufpasst und zum Gang hin sitzt, wischen sie einem mit den Tornistern übers Gesicht. Stimmung. Das ist was los.]
WeiterlesenDie Eifel. Der Krimi. Berndorf. Und dazwischen immer mal wieder ein Abstecher in die hohe Politik (das unfassbar schwache „Eine Reise nach Genf“ um den Barschel-Fall) und den Dreck der Geheimdienste. Nun bin ich weder ein „Fan“ von Eifel-Berndorf (obwohl er einer der erträglichsten Schreiber von Regionalkrimis ist) noch generell von Polit-Spionage-Thrillern. Der Verriss von „Requiem für einen Henker“ scheint also vorprogrammiert.
WeiterlesenJa, da braut sich wieder etwas zusammen. Da kann wieder einer nicht das Erreichte genießen, sondern muss gleich blindlings auf das nächste Ziel losgehen. Blindlings? Nein, nicht doch. Er macht sich so seine Gedanken. Sie ranken sich um die Kriminalerzählung und werden hier in nächster Zeit dem verehrten Publikum zur gefälligen Kenntnis gebracht. Teilweise noch ungeordnet. Und was steht am Ende? Natürlich ein neues Projekt. Man kennt es von diesem Menschen ja gar nicht anders.
WeiterlesenGern genommen: Ein einschneidendes Ereignis hebt von heute auf morgen die ganze Welt aus den Angeln. Genauso geht es Ward Hopkins, der seine verunglückten Eltern zu Grabe tragen muss und nach der Beerdigung durch eine versteckte Botschaft erfährt: „Ward, wir sind nicht tot“.
WeiterlesenIch habe ihn jetzt lange genug beobachtet, den Herrn Linder. Und seine → Blogaktivitäten aufmerksam und schweigend verfolgt. Aber jetzt reichts! Jetzt muss es mal gesagt werden: Da kann man wirklich hingehen und was lernen und seinen Spaß haben. Herr Linder macht das viel wissenschaftlicher als wir Profanblogger. Er beobachtet den Buchmarkt, schaut auf die Justiz und zurück in die Vergangenheit, befasst sich mit Geständnissen und anderen krimiaffinen Dingen, sogar die Dienstwagenfrage bei Norbert Horst weiß er zu behandeln. Tja, tut mir leid: muss ich wohl empfehlen.
Webseiten von Autoren sind Werbeseiten. In Ordnung. Man hat ein Buch geschrieben und preist es an, man verweist stolz auf die Lobeshymnen der Rezensenten – und verschweigt im Allgemeinen ihre Verrisse. Auch in Ordnung. Das nennt man Kosmetik, das nennt man Werbung, das nimmt kein Mensch ernst, der seine fünf Groschen noch beisammen hat.
Weiterlesen„The Confession“ von Dominic Stansberry erhielt 2005 den Edgar in der Kategorie „Beste Taschenbuchneuerscheinung“. Eine Kategorie mit Tradition. In der Vergangenheit wurden hier Autoren wie Harlan Coben, Laura Lippman oder → Sylvia Maultash Warsh ausgezeichnet.
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Sex. Sie erinnern sich? Seit Kollege Bischnik, der mit mir auf der Stube sitzt und für die Erwerbssteuerpflichtigen A-H zuständig ist, einen Krimi schreibt, höre ich das Tag für Tag, und jedesmal verzweifelter: Sex, Sex, Sex! Wie mache ich aus meinem crime einen zünftigen SEX & crime?
Denn, unter uns, die Sache ist doch so: Heute liest kein Mensch mehr einen normalen Krimi. Irgendwas Besonderes sollte schon drin sein. Humor, die fränkische Küche, das Wiesbadener Land, drei Seiten Sozialkritik oder wenigstens eine abgekupferte Weisheit aus „Psychologie Heute“ oder der Lebensberatungsecke der „Brigitte“. Oder Sex. Aber das ist das Schwierigste.
Für meine Eigenwerbungen bin ich ja berüchtigt und, ja, ich geniere mich da gar nicht! Es gibt nichts Gutes, außer man tut es! Zum Beispiel: Die Krimikurzgeschichte retten. Die mittlere Erzählung auch noch, wenn wir schon dabei sind. Auf die Idee hat mich, natürlich, Anobella gebracht, sie hat mein Herz gerührt.
Und wie geht das? Ganz einfach. Gute Geschichten werden nur geschrieben, wenn es dafür gutes Geld gibt. Alles andere ist Kitsch, so „Ich schreibe, weil es aus mir herausdrängt.“ Na meinetwegen. Aber ich glaub das nicht. Gute Arbeit, gutes Geld, die Ehre noch obendrauf. So soll das sein.

[Na, das fängt ja toll an: Der Zug fast leer (Schulferien), aber ein Mief, als hätte gerade eine Horde Restalkoholisierter das Abteil geentert. Und dann das:]
Weiterlesen„Hamburg: In der Präsidentensuite des Hotels Atlantic an der Außenalster wurde heute Nachmittag während einer Hotelbesichtigung die Leiche eines unbekanntes Mannes gefunden.“
Ui, da hat mir der Unionsverlag aber eine Steilvorlage geliefert! „Schlechter Jazz kann tödlich sein!“, so bewirbt er das neue Buch von Bill Moody, „Bird lives!“. Und schon weiß ich, wie ich meine Rezension beginne, wenn mich die Lektüre nicht überzeugt: „Schlechte Krimis auch! Tödlich langweilig!“ Schade um den schönen Einstieg.
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Eine neue Reihe macht es möglich. Man setzt sich in den Zug, beginnt zu lesen, steigt aus, vollbringt sein Tagwerk, setzt sich wieder in den Zug, liest – und das Buch ist ausgelesen. „64 Seiten – und Schluss!“ Das verspricht eine neue Reihe der Edition Nautilus – und das wollen wir doch mal ausprobieren.
WeiterlesenSchon nach wenigen Büchern hat sich Julia Spencer Fleming in den USA als außergewöhnlich erfolgreiche Autorin etabliert. Ihr erstes Buch „In the bleak midwinter“ erhielt insgesamt sechs verschiedene Krimipreise und der vorliegende Band „Out of the Deep I Cry“ wurde 2005 für den Edgar und den Anthony nominiert.
WeiterlesenEine Büttenrede
„Liebe Närrinnen und Narren, ein dreifach donnerndes Helau!!! für das Praktikantinnenballett von Hinternet für diesen gelungenen Faschingstanz! Und wenn die Herren im Publikum ihre Erektionen verarbeitet haben, können wir weitermachen. Draußen steht ein Krimisüchtiger und will uns sein Leid klagen. Wolle ma ihn roi lasse?“
WeiterlesenEin Jahr KrimiWelt Bestenliste. Ein Jahr lang zuverlässige Begleiterin durch das Dickicht der Neuerscheinungen. Was da von kompetenter Seite empfohlen wurde, stand zumeist außerhalb dessen, was man mainstream nennt, wäre des öfteren ohne das Machtwort der Jury unter Schrott begraben worden, da in kleinen Verlagen erschienen. Man denke an David Peace, Charles Willeford oder, ganz aktuell, Andrea Maria Schenkel, die auf der aktuellen Liste den ersten Platz belegt. So weit so gut. Aber seit einigen Monaten tut sich was.
WeiterlesenNoch ist das Krimijahrbuch 2006 nicht erschienen, da hat es auch schon einen Skandal verursacht, der ganz Krimideutschland erschüttert. Eine Autorin mokiert sich öffentlich darüber, wie „schlecht“ sie der Herausgeber behandelt habe, ja, von Zensur ist die Rede, vom Zerstören einer gerade erst hoffnungsvoll begonnenen Karriere. Das sind schwerwiegende Beschuldigungen.
WeiterlesenDicke Luft im kleinen Sitzungssaal des Hinternet Buildings. „Waaas“ – Chef Walter holt tief Luft – „Bill Moody, ‚Bird lives‘ soll nächste Woche rezensiert werden? Dieser Jazzkrimi? Nur über meine Leiche!“ Ein Kindheitstrauma. Mit vier ist Chef Walter in einen Kessel mit heißen Synkopen gefallen und seitdem hasst er Jazz wie sonst nur noch alles Französische. Aber ich bleibe standhaft. Moody. Bird. Am Donnerstag! Oder ich kündige!
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Die „Criminalbibliothek des 19. Jahrhunderts“ wächst stetig. Neu: → Der Herr Präsident“ von Adolf Streckfuß, ein Roman um die Spielleidenschaft eines Regierungspräsidenten und ihre kriminellen Folgen.
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