
Was „Krimi“ ist, weiß bis heute kein Mensch. Die Schlauen geben das zu, die nicht ganz so Fixen im Geiste beharren auf Definitionen, wie sie zuhauf angepriesen werden. Nach einer allgemeingültigen Begriffsklärung suchen sie indes alle, das ist wohl Menschenschicksal. Neben den üblichen Exkursionen ins vorwiegend Inhaltliche („Krimi ist, wenn gemordet wird, wenn ein Ermittler auftaucht, wenn deduziert und kombiniert wird…“) und (Literatur)Geschichtliche („Krimi ist, was wie Agatha Christie oder Raymond Chandler oder Heinrich Steinfest klingt“) respektive Schulmeister-Ästhetische („Krimi ist, was nicht Literatur ist“) gibt es ein weiteres Feld, auf dem wir die leidige Frage unter Umständen klären könnten. Es ist nur nicht leicht zu benennen, dieses Feld, und deshalb tun wir es auch noch nicht. Sondern beginnen dort, wo aller Krimi irgendwann endet: beim Leser, bei der Leserin.
Weiterlesen

