Das haben Sie ganz schön versemmelt, Mr. Dunning. Hätte vom Thema her eine spannende Geschichte werden können, aktueller Whodunnit trifft historischen Krimi oder so, aber herausgekommen ist am Ende nur ein ziemlich beliebiger und teilweise dröhnend grotesker Langweiler. Schade, doch.
WeiterlesenKategorie: Watching the detectives
Brian Evenson: The Open Curtain
Dieses ist die fünfte und letzte Besprechung eines der Kandidaten für den Edgar des Jahres 2007, Kategorie „Bestes Taschenbuch“.
WeiterlesenAlles nur geklaut?
Drei Links zum Thema Plagiatsvorwürfe gegen Andrea Schenkel:
Die FAZ spricht mit der Autorin: &rarr Es geht nur ums Geld,
der Donaukurier sieht Widersprüche in den Aussagen und macht sich auf → Spurensuche im Fall Tannöd
und die Passauer Neue Presse spricht mit dem Anwalt der Gegenseite: → Der Krimi hinter dem Krimi
Globaler Erfolg
Während andernorts arglose Blogbesucher als Stimmvieh bei anrüchigen Provinzwahlen missbraucht werden (→hier und →hier), haben es dpr und Anne, das neue Traumpaar der deutschen Krimiszene, geschafft: Sie gehören zum erlauchten Kreis der populären Mitglieder der →weltgrößten Vereinigung der Krimifreunde. Darauf einen leckeren Pfälzer Frostschutzwein!

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Wtd-LeserInnen sind die Avantgarde des Krimibildungsbürgertums. 98& besitzen einen Kraftwagen, 61% zwei Paar Hosen und immerhin noch 19% leisten sich von Zeit zu Zeit einen Intelligenzquotienten. Damit liegen wir, was die Konsumentenstruktur angeht, bedeutend über dem Durchschnitt! Zum Vergleich die LeserInnen von Krimiblog.de: 70% halten Poe für einen wahlweise spanischen oder italienischen Fluß, 53% Ani für den Plural von Anus und 39% erkennen in Ludger Menke die Inkarnation des Wittenberger Kirchentürschänders Martin Ludger. Und jetzt erhalten Wtd-LeserInnen einen weiteren Informationsvorsprung: Werden Sie Wtd-Poweruser!
WeiterlesenNachtschatten
Wochenende. Die Geschäfte und Bibliotheken: zu. Und ausgerechnet jetzt hast du keinen neuen Krimi zur Hand. Die Lösung: Nimm einfach einen alten! Einen neu in der →„Criminalbibliothek des 19. und frühen 20. Jahrhunderts“ eingestellten! Gebhardt Schätzler-Perasinis „Nachtschatten“ von 1920. Bis Montag wirst du ihn durchhaben.
Vermischtes
An wirklich großen Themen aus der bunten Welt des Krimis mangelt es in der nachösterlichen Woche. Hat Frau Schenkel abgeschrieben und wenn nicht, warum nicht? Wird Ludger Menke Deutschlands literarischer →Superblogger, erhält er die legendären Warholschen 15 Minuten Berühmtheit, die ihm allemal zustehen? Wir müssen abwarten. Und sonst? Ein Streifzug durch die Kleinigkeiten des Dies & Das.
WeiterlesenPieke kupfert ab

Was? Die jetzt auch? Das „Krimijahrbuch“-Covergirl eine Plagiateuse? Nee, jetzt mal gaaanz ruhig: Pieke doch nicht! Die ist immer Original, auch in ihren Kriminalreportagen. „Abgekupfert“ heißt die neueste, wie stets am Sonnabend 14. April 2007 in DER TAGESSPIEGEL und im RBB-Inforadio 93,1um 11:45 Uhr (Wiederholungen: um 19:45 und in der folgenden Nacht um 0:45 und 5:45).
WeiterlesenRainer Gross: Grafeneck
Die „Tannöd“-Klone schmoren schon in den kreativen Röhren. Neuer Deutscher Heimatkrimi: nachdenklich, rückwärtsgewandt, dünnleibig. Wer wohl wird der / die Erste auf der Welle sein? Rainer Gross, das steht fest, ist es nicht. Dem ist mit „Grafeneck“ ein sehr eigenständiges, sehr vielversprechendes Debüt gelungen.
Dabei musste mit dem Schlimmsten gerechnet werden. „Ein melancholischer Krimi, ein dunkler Heimatroman“, warnt der Klappentext. Ort des Geschehens: ein Dorf auf der Schwäbischen Alb. Wir lernen den Protagonisten kennen, Hermann Mauser mit Namen, Schullehrer, knapp über 60, der Dorfkauz, fährt gerne Motorrad und kriecht in dunkle Höhlen.
Matti Rönkä: Der Grenzgänger
Der Grafit Verlag wäre gut beraten, jener Person, die für die Akquise finnischer Kriminalromane zuständig ist, eine ordentliche Gehaltserhöhung zu gewähren. Denn nach dem respektablen Harry Nykänen und dem kaum noch zu übertreffenden Pentti Kirstilä flattert uns aus Dortmund nun Matti Rönkä ins Haus – und überzeugt.
WeiterlesenDumm gelaufen
Es hätte so nett werden können. Im Rahmen des „Jahres der Geisteswissenschaften“ hat die EU das Programm „Royalties Exchange“ aufgelegt. Und das geht ungefähr so: Hat etwa Astrid Paprotta einen neuen Krimi geschrieben und dpr ein Büchlein über Astrid Paprotta, dann erhält A.P. die Honorare aus dem Paprotta-Büchlein und dpr kann sich über die fetten Einnahmen freuen, die ein Paprotta-Krimi aber allemal abwirft. Sollte man meinen. Tja. Dumm gelaufen.
WeiterlesenJan Burke: Bloodlines
Mit 637 Seiten in der amerikanischen TB-Ausgabe kann Jan Burkes „Bloodlines“ als außergewöhnlich umfangreich gelten. Die in den USA erfolgreiche Autorin, die u.a. 2000 den Edgar für ihr Buch „Bones“ bekam und von der alle Bücher ins Deutsche übersetzt vorliegen, gruppiert ihre Serie um die Journalistin Irene Kelly, die bei einer kleineren Zeitung arbeitet und, da ihr Mann Polizist in der Gemeinde ist, nicht die Kriminalgeschichten für die Zeitung bearbeitet, aber dennoch immer wieder auf solche stößt.
WeiterlesenOstern
So. Feierabend. Über Ostern werden keine Detektive beobachtet. Sondern →DAS=DA wird in eine erste lockere Form gebracht. Es geht um kleine indische Eisbären, rote Heringe im toten Meer und die Frage, warum das Schlechte gut wird, wenn man das Gute für das Schlechte hält. Den typisch saarländischen Ostergruß – „Ich wünsche euch viele dicke Eier!“ – schenke ich mir. Beißt den Osterhasen die Ohren ab.
Anne Perry: Das dunkle Labyrinth
Bitte keine historischen Kriminalromane mehr, die „hervorragend recherchiert“ sind! Keine Potemkinschen Dörfer mit Baumaterialien aus Geschichtsbüchern, keine „Ausflüge in die Vergangenheit!“ Mag ja alles lehrreich sein. Aber eben doch nur Vergangenheit aus zweiter Hand. Gebt uns Originale – oder aktuelle Krimis, die sich nicht in Faktenhuberei erschöpfen. Gebt uns, zum Beispiel, Anne Perry.
WeiterlesenNo friends

Ludger, Lars, Thomas – das müsst Ihr sofort ändern! Seid sozial!
H.R.F. Keating: Inspector Ghote reist 1. Klasse
Ob er nun ein Ei zerbricht, nach Bollywood geht, auf sein Herz hört, oder, wie im vorliegenden Fall, 1. Klasse Zug fährt: Inspector Ghote aus Bombay bleibt immer Inspector Ghote aus Bombay. Ein Beamter zwischen der Sicherheit des Subalternen und dem Aufrührerischen des eigenen Denkens, was ebenso lustig wie traurig wie alltäglich sein kann.
WeiterlesenDie Adler sind gelandet!

Da hält man sie nun in der Hand, wie sie der Postbote soeben abgeliefert hat: →Krimijahrbuch 2007 und →„Die Zeichen der Vier“. Schön. Schön und ab sofort lieferbar. Und irgendwie seltsam berührend, dass das Paprotta-Bändchen einen Tag nach dem Tod von Paul Watzlawick hier eingetroffen ist. Warum? Das lest selber.
WeiterlesenKriminetz
Gemäß Redaktionsbeschluss vom 2.4.07 bin ich ja jetzt auch Mitglied eines →„sozialen Netzwerks“ in Sachen Krimi. Wir durften einfach nicht zulassen, dass →DER=DA alleine die Visitenkarte für deutsche Krimiblogs abgibt. Außerdem: In Deutschland haben wir alles erreicht, was ein Krimiblog nur erreichen kann. Nun erobern wir die Welt. Gut, man muss so manche Kröte schlucken. Die etwa, den Krimiblogger M. aus H. jetzt offiziell zum „Freund“ zu haben. Aber der Kollege ist bereits auf dem Rückzug und hat sein eigenes sektiererisches →„Kriminetz“ gegründet. Wehret den Anfängen! Tretet massenhaft bei! Nur der Aufstand der Guten kann dieses Netzwerk des Bösen auf den Pfad der Tugend lenken!
Patrick Neate: City of Tiny Lights
Dieses ist die vierte Besprechung eines der Kandidaten für den Edgar des Jahres 2007, Kategorie „Bestes Taschenbuch“.
WeiterlesenWachstumsorientiert
Dass ein Projekt lebt, merkt man zuverlässig daran, wie kontinuierlich es wächst. Die „Criminalbibliothek des 19. Jahrhunderts“ jedenfalls wächst. Sie heißt nun offiziell →„Criminalbibliothek des 19. und frühen 20. Jahrhunderts“ und hat eine neue Abteilung mit dem Namen „Weiterführend“ erhalten.
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