Vor Wochenfrist noch präsentierte die „Deutsche Krimilesergewerkschaft“ stolz ihr einmillionstes Mitglied – jetzt macht sie ernst. Wie die Nachrichtenagenturen soeben vermelden, hat die DKLG – Wahlspruch: „Mehr Qualität im Krimi! Dafür kämpfen wir!“ – zu einem unbefristeten Streik ihrer Mitglieder aufgerufen.
WeiterlesenKategorie: Watching the detectives
Krimiwelt-Bestenliste April 2007
Dem lieben Kollegen vom →Krimiblog gefällt das gar nicht: Peter Temple hat mit „Kalter August“ die Spitze der April-KrimiBestenliste erklommen – Gründe, die darauf schließen ließen, man habe das Buch mit Günter Grassens „Dummer August“ verwechselt, liegen keine vor.
WeiterlesenPieke erinnert

…im RBBinfoRADIO 93,1 am 31. März 2007 um 11:45 Uhr an Klaus Hübner. Klaus Hübner? Das KZ Columbia-Haus in Berlin? Nie gehört. Also hören: „Klaus Hübner – Emil Winkler und das KZ Columbia-Haus“. Wiederholungen: um 19:45 und in der folgenden Nacht um 0:45 und 5:45 Uhr.
WeiterlesenSehen, hören, riechen

Erinnern wir uns: Die Geschichte des uns heute geläufigen Krimigenres beginnt mit einem Hoch auf die Logik. Geniale Detektive erkennen die Verbrechen und ihre Urheber, indem sie Zeichen lesen, miteinander verknüpfen und Schlüsse ziehen. Später wurde das anders. Dazu drei Zitate, eins aus einem alten Krimi, zwei aus aktueller Produktion.
WeiterlesenSusanne Goga: Tod in Blau
Roaring Twenties. Berlin. Die Weimarer Republik, ein labiles Konstrukt, an dem die Extreme rütteln. Turbulente Zeit. Die nach dem turbulenten Krimi verlangt? Nicht unbedingt. Obwohl: Vielleicht hätte etwas mehr Turbulenz Susanne Gogas „Tod in Blau“ vor der Mittelmäßigkeit retten können.
WeiterlesenVierzehn

Als ich vor jetzt 22 Jahren meine erste Zeitschrift gegründet habe, hatte ich null Leser. Nach der ersten Ausgabe waren es 21 Abonnenten. Nach der fünften 60. Und ganz am Schluss: 75. Und das war nun wirklich was für Hardcore-Leute! Und ist heute, kein Witz, eine gesuchte Rarität!
WeiterlesenReginald Hill: Mord auf Widerruf
Geübte LeserInnen dieses Blogs ahnen es bereits: Aha, ein Hill. Den wird der Rezensent über den grünen Klee loben. Jawohl. Wir loben Reginald Hills „Mord auf Widerruf“ über den grünen Klee. Nicht, weil der Titel 2003 schon einmal unter dem Titel „Die dunkle Lady meint es ernst“ erschienen ist. Nicht, weil diese „dunkle Lady“ laut Personenregister „frei nach Shakespeare“ agiert. Auch nicht, weil der Rezensent vor lauter Lesevergnügen irgendwann den Kriminalfall aus den Augen verloren hat. Sondern weil Hill, indem er launig erzählt, selbst diesen Fall niemals aus den Augen verliert.
WeiterlesenFriedrich Ani: Wer lebt, stirbt
Rezension: Sprachschludriger, dünnpfiffiger, hochstelziger, amöbenlogischer, invalidensätziger, lügwörtiger, plotgrausliger, hirnmetzelnder, germanistenbeglückender, grobmotorischer, krummhaxiger, matschbirniger Quatsch.
Aber hat was. Dazu mehr in:
Makro scoop, Heft 1. Nur →im Abonnement.
P.J. Parrish: A Killing Rain
Was immer sie sich auch erhofft hatten, an diesen Abend konnten sie es vergessen. Schon von Anfang an stand das erste „Tete-à-tete“ zwischen Louis Kincaid, Privatdetektiv, und Susan Outlaw, Anwältin und alleinerziehende Mutter, unter einem schlechten Stern. Während er sich mühte, den Premiumtisch in einem netten Restaurant zu ergattern, bereitete sie ein gemütliches Essen daheim vor. Und während sie es noch aussortieren, steht plötzlich Austin, ihr früherer Ehemann vor der Tür und will einen auf treusorgenden Vater machen.
WeiterlesenSchlechter Krimi Wirklichkeit

Müsste man die Wirklichkeit, wenn sie ein Buch wäre, auf dem „Kriminalroman“ steht, nicht schleunigst und verärgert aus der Hand legen? Einspruch: Gibt ja keine Wirklichkeit. Einspruch: Es gibt eine Wirklichkeit, die offizielle, die unserem Bewusstsein unterschobene, die aus den vielen, vielen Wirklichkeiten künstlich destillierte. Die Wirklichkeit als Roman, nach Genregesetzen konstruiert, die Wirklichkeit, wie sie als Krimi auf ganzer Linie misslingt.
WeiterlesenWenn ich eine eigene Rubrik hätte,
bräuchte ich solche L i e b h a b e r f o t o s nicht in Watching the detectives zu setzen.
Dünne Männer bei 3sat
Detektiv Nick Charles und seine Frau Nora, na, wer hat die erfunden? Richtig. Dashiell Hammett. Und wer hat sie gespielt? Falsch. Auch falsch. Ganz falsch. Es waren William Powell und Myrna Loy, inszeniert von W.S. Van Dyke. Zu Tagesmensch-freundlichen Zeiten werden die dünnen Männer jetzt von 3sat gesendet, immer montags um zwei Uhr (mittags). Am 2. April kommt „Der dünne Mann“; am 16. April „Nach dem dünnen Mann“; am 23. April „Noch ein dünner Mann“, am 30. April „Der Schatten des dünnen Mannes“ und am 7. Mai, „Der dünne Mann kehrt heim“. Alle dünnen Männer entstanden zwischen 1934 und 1944.
Neue Kategorie „Anobella“
Auf vielfachen Wunsch einer einzelnen Mitarbeiterin präsentiert Hinternet die neue Rubrik „Anobella – Bloggen im Exil“. Taräääää!
(Der Chef)
* säubert das schwarze Brett
Makro-scoop
Nein, die Routine des Bloggens macht mir immer noch Spaß. Aber die Routine ist ein Feind der Versuchung, die Versuchung aber immer Vorstufe des Versuchs, der Versuch Vorstufe des Neuen, das Neue eine potentielle Tür zum bisher Unbekannten. Unklare Worte. Also konkret: Es wird eine deutsche Krimizeitschrift geben. Sie heißt makro-scoop, erscheint quartalsweise, ist ein Experiment, hat mindestens 16, höchstens 32 Seiten und einen einzigen Autor. Die kleinste Krimizeitschrift der Welt?
WeiterlesenJohn Connolly: Nocturnes
John Connolly als Meister der kleinen Form? 15 Geschichten, deren kürzeste 11 und die längste 121 Seiten lang ist. Grenzgänge und –überschreitungen zur Phantastik, der Thrillerautor als Schöpfer kurzer Horrorminiaturen – kann das gut gehen? Es geht, und wie. Schon in seinen recht umfangreichen Romanen ist Connolly ein hervorragender Schöpfer mannigfaltiger Stimmungen, die Beschränkung auf wenige Seiten zeigt, WIE gut er wirklich ist. Ihm reichen Andeutungen, kurzes Aufflackern von Gewalt, um Düsternis und Bedrohung sehr anschaulich darzustellen.
WeiterlesenMalcolm Middleton – A Brighter Beat
Schon nach den ersten Sekunden des aktuellen Soloalbums des einstigen Arab Strap-Mannes ist die Überraschung groß. Nix Singer/Songwriter-Pop wie noch zuvor. Nix Arab Strap-Nachwehen. Flott, poppig und energisch legt „We’re All Going To Die“ los. Der Opener klingt wie ein Befreiungsschlag, ein Neuanfang.
WeiterlesenQiu Xiaolong: Rote Ratten
Shanghai, die Weltboomtown, wird immer krimitauglicher. Eben hat noch der →Fengshui-Detektiv einen weißen Elefanten durch die hektische Stadt gejagt, jetzt folgt Oberinspektor Chen weitaus gefährlicheren Tieren: „Roten Ratten“, korrupten und skrupellosen Parteikadern, die mit Gangstern gemeinsame Sache machen.
WeiterlesenRache und Inseln

Drei Krimis in der Schnellkritik. Nummer eins und Nummer zwei haben nicht nur den Verlag, sondern auch das Thema gemein. Nummer zwei und drei sind Inselromane und stammen von „Monopolisten“. Und alle drei handeln von Rache.
WeiterlesenDer tolle Graf
…heißt ein Roman von J.D.H. Temme aus dem Jahr 1862. Und aufmerksame LeserInnen ahnen es schon: Aha, den gibts ab sofort in der →„Criminalbibliothek des 19. Jahrhunderts“. Genau.
Paul Levine: The deep blue alibi
Dieses ist die dritte Besprechung eines der Kandidaten für den Edgar des Jahres 2007, Kategorie „Bestes Taschenbuch“.
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