Alcest ist die perfekte Band für Menschen, die in ihrer musikalischen Sozialisierung kurz Düster-Metal gestreift haben, sich für Ethno-Eso-Folk wie Tenhi begeistern können und heute Bands wie Isis oder Mogwai schätzen.
WeiterlesenKategorie: Musik
Fauxliage: Fauxliage
Das erste Album des Projekts Fauxliage hat etwas von einem Spinnennetz: Technisch perfekt, gleichermaßen fragil wie stabil, von unbestrittener Schönheit und trotzdem überlegt man, ob man’s nicht doch wegmachen sollte. Aber während man noch versonnen vor der Stopp-Taste steht, liegt Thekla schon auf der Lauer und spinnt den Hörer ein.
WeiterlesenOceansize – Frames
Die Albumtitel „Everyone Into Position“ (2005) und „Frames“ suggerieren beide, dass alles seinen festen Platz hat. War bei der vergangenen Platte eine Arretierung notwendig, um nicht aus der Kurve getragen zu werden, löst das dritte Oceansize-Werk seinen Titel auf eher überraschende Weise ein. Der ‚Rahmen‘ des britischen Quintetts reicht diesmal für einen 9×13-Abzug und beackert nur ein kleines Feld dieser an sich doch so großartigen Band.
WeiterlesenThe Cult: Born Into This
The Cult machen es richtig. Seit ihrer kommerziellen Hochphase veröffentlichen sie jetzt nur noch alle Jubeljahre eine Platte und man kommt gar nicht dazu sich aufzuregen, dass sie ihren Sound nicht ein Jota verändern. Im Gegenteil: Man freut sich wie Bolle über neue Songs, die man auch rund zwanzig Jahre nach „Sonic Temple“ noch großartig finden kann.
WeiterlesenDropkick Murphys: The Meanest Of Times
Das Grundkonzept von Dropkick Murphys‘ Alben ist so einfach wie der Ablauf des alljährlichen St.-Patrick’s-Days: Mitgrölvocals, drei Akkorde und eine keltische Schlagseite. Wenn man für diesen Sound in Stimmung ist, kann man sich mit „The Meanest Of Times“ prächtig unterhalten.
WeiterlesenKrista Detor: Cover Their Eyes
Wollte man in den Krümeln suchen, könnte man Krista Detor vorwerfen, dass sie ein grandioses Album einfach nochmal aufgenommen hat. Da aber ihre vergangene Platte „Mudshow“ (2006), bisher nicht die verdiente Aufmerksamkeit bekam, ist in diesem Falle ein stures Weitermachen rundum positiv zu sehen.
WeiterlesenLoreena McKennitt: Nights From The Alhambra
Zwei Monate bevor ihr aktuelles Studio-Album „An Ancient Muse“ im November 2006 erschien, gab Loreena McKennitt ein Konzert in der spanischen Alhambra. In der atemberaubenden Kulisse des Palastes hat es zwar ’nur‘ für vier der neuen Stücke gereicht, aber die insgesamt 18 Songs werden — wie immer — in einer Qualität dargeboten, die einem den Atem raubt. Das gesamte Konzert erscheint jetzt in einem Doppel-CD/DVD-Paket, das klanglich und musikalisch keine Wünsche offen lässt.
WeiterlesenPanda: Tretmine
Diese Band wird polarisieren. Nicht wegen der Musik. Aber wegen Frontfrau Anna Fischer, die so wunderschön berlinert und in ihren frechen Texten kaum ein Blatt vor den Mund nimmt. Wenn sie ruft „Jeht Kacken“, dann nimmt man ihr das ab. Sie ist ja Profi. Denn bekannt ist Fischer weniger als Sängerin denn als Schauspielerin aus der TV-Serie „Berlin, Berlin“ und der phantastischen ZDF-Mini-Krimiserie „KDD – Kriminaldauerdienst“. Für ihre Rolle in „Liebeskind“ erhielt sie 2006 sogar den renommierten Max-Ophüls-Preis. Jetzt singt sie auch beziehungsweise schreit leicht hysterisch.
WeiterlesenRaging Speedhorn: Before The Sea Was Built
Raging Speedhorn melden sich anno 2007 in etwas veränderter Besetzung zurück. Ein neuer Sänger und ein neuer Bassist sind nunmehr dabei. Diese Besetzungswechsel haben dem Sextett mit den zwei Sängern allerdings verdammt gut getan. ‚Before The Sea Was Built‘ ist düster, aggressiv und brutal zugleich. Da werden Erinnerungen an die manischen Phasen von Neurosis, das Spielerische von Tool und das Wuchtige der Deftones wach.
WeiterlesenCommon: Finding Forever
Lonnie Rashid Lynn, besser bekannt als Common, hat gerade sein viertes Album ‚Finding Forever‘ veröffentlicht. Das könnte ihn in noch höhere Sphären katapultieren als er sich sowieso schon befindet. Entstanden sind die Songs unter der Regie des Produzenten, der Common schon das mit vier Grammys prämierte Vorgängeralbum ‚Be‘ bescherte: Kanye West (siehe auch die Kritik zu dessen neuem Album → Graduation).
WeiterlesenChristina Lux: Pure & Live
Dass Christina Lux ein Händchen für brillante und satt tönende Liveaufnahmen hat, weiß man spätestens seit dem vorzüglichen „Live“ (2003). Jetzt legt sie mit „Pure & Live“ nach und man fragt sich ernsthaft, warum diese Frau nicht einem größeren Publikum bekannt ist.
WeiterlesenKanye West: Graduation
Kanye West ist auf dem besten Wege, sich unsterblich zu machen. Auf seiner Habenseite stehen zum einen die vielen Produktionen, mit denen er bewiesen hat, dass er ein gutes Gespür bzw. Gehör für moderne und aufregende „black music“ hat. Ob er nun Common half, HipHop mit Soul zu versüßen oder mit Nas auf dessen Album „HipHop Is Dead“ kooperierte. Aber er ist nicht nur ein versierter Produzent: Er ist auch HipHop-Musiker. Und ein ganz großer obendrein. Da muss man sich nur seine aktuelle Single „Stronger“ anhören, die just auf Platz drei der britischen Charts auftauchte.
WeiterlesenEditors: An End Has A Start EP
Vollbedienung gibt es von den Editors. Der Titelsong des aktuellen Albums stellt die neue Single und wird mit einer Akustikversion und vier unveröffentlichten Tracks auf EP-Größe angereichert.
WeiterlesenM.I.A.: Kala
Maya Arulpragasam alias M.I.A. gibt sich auf ihrem zweiten Album weltoffener denn ja. Sie vermischt HipHop mit UK Garage, auch Grime genannt, und World Music. Was u.a. wohl daran liegt, dass die Songs überall auf der Welt entstanden sind: in Indien, Trinidad, Jamaika, Australien, Japan und den USA.
WeiterlesenGentleman – Another Intensity
Gentleman ist kein reines deutsches Phänomen mehr. Der als Tillmann Otto geborene Kölner Musiker ist mittlerweile auf der ganzen Welt begehrt. Von Köln aus ist sein Roots Reggae, eine traditionelle und spirituelle Variante des Reggae, sogar bis nach Israel vorgedrungen. Dieser Siegeszug wird dank seines brillanten vierten Studioalbums ‚Another Intensity‘ noch nicht zu stoppen sein.
Bereits das erste Lied, „Evolution“, offenbart die Vielseitigkeit des neuen Albums. Zum Reggae haben sich u.a. Soul-Einflüsse gesellt. „Ich bin noch offener geworden und habe mich diesmal mehr getraut. Nach wie vor ist Roots Reggae der rote Faden in meiner Musik. Doch nunmehr haben sich auch andere Einflüsse eingeschlichen“, gesteht Gentleman. Mit Sizzla konnte er einen prominenten Gast auf seinem Album begrüßen. Sizzla hatte Gentleman schon lange auf seiner Wunschliste.
„Ich wollte schon immer einen Song mit ihm machen. Es hat aber elf Jahre gedauert, diesen Wunsch zu realisieren. Sizzla lässt einen nicht so schnell an sich ran. Wir hatten uns immer wieder getroffen und dabei festgestellt, dass wir am gleichen Strang ziehen. Ich lernte ihn letztendlich als bescheidenen, liebevollen und intelligenten Menschen kennen. Wir verstanden uns, obwohl wir lyrisch nicht immer auf einer Wellenlänge liegen.“
Inspiriert wurde Gentleman für dieses Album zum einen durch Bücher von Don Miguel Ruiz, Charles Colson und Harold Fickett, zum anderen durch diverse Reisen. Was vielleicht der Grund ist, warum die Musik noch offener ist. In „Light Within“ (mit Gastsängerin Diane King) gibt sich Gentleman sogar überraschend poppig. Andere Songs sind aber – wie er selbst gesagt hat – 100%-Roots Reggae (siehe „Pursuit Of Happiness“).
Gentlemam - Another Intensity
Four Music/Sony BMG
VÖ: 24.8.2007
The Bravery: The Sun And The Moon
Nach ihrem New Wave-Debüt sind The Bravery jetzt im Convenience-Rock angekommen: Appetitliche Häppchen, nett zubereitet für den komfortablen, schnellen Genuss. „The Sun And The Moon“ ist an keiner Stelle ärgerlich, aber das Album läuft einfach zu glatt durch.
WeiterlesenKilians: Kill The Kilians
Manchmal fühle ich mich unfassbar alt, wenn ich in den Begleitschreiben der Plattenfirmen Sätze lese wie ‚Die Kilians mögen vielleicht ein kleines Alkoholproblem haben,…‘ Da klopft dann ganz massiv der Erziehungsberechtigte gegen meine Hirnrinde und fragt sich, ob es Sinn macht, jungen Menschen kurz nach dem Abitur schon eine handfeste Abhängigkeit einzureden. Unabhängig davon dauert es meistens auch eine Weile, bis man ein Trinker-Image wieder los wird.
WeiterlesenOkkervil River: The Stage Names
Wenn Verrückte ausnahmsweise weniger verrückt sind, sind sie noch lange nicht normal. Nach dem kunterbunten → „Black Sheep Boy“ (2005) legen Okkervil River mit „The Stage Names“ jetzt ein Album vor, das im Kontext der Band durchaus als Pop durchgehen könnte.
WeiterlesenNew Model Army: High
New Model Army sind ein bisschen wie The Cure — irgendwie merkt man sich immer nur den Frontmann und jedes Album könnte theoretisch das letzte sein. In den vergangenen Jahren haben sich aber beide Bands mit einer ungeahnten Stabilität und Kreativität zurückgemeldet.
WeiterlesenBen Harper & The Innocent Criminals: Lifeline
Wirklich unschuldig sieht die kriminelle Begleitband von Ben Harper nicht aus. Schwankt die Optik zwischen Edelpenner und Kleinganove, ist die musikalische Qualität auf der Gegenseite der Medaille zu finden. Nach monatelanger Tour sind Ben Harper And The Innocent Criminals direkt von der Bühne ins Studio gegangen und haben in Harpers Wunschaufnahmeort Paris eines der besten Alben seiner Karriere eingespielt.
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