Wir drehen die Uhr um vier Jahre zurück und schreiben das Jahr 2002. Gerade ist das Debütalbum einer jungen Emorock-Band namens Taking Back Sunday erschienen. Es heißt ‚Tell All Your Friends‘. Und irgendwie war der Name sofort Programm.
WeiterlesenKategorie: Musik
Ani DiFranco: Carnegie Hall 4.6.2002
‚Emotion vor Perfektion‘ ist die optimale Beschreibung für den aktuellen Livemitschnitt der wuseligen New Yorkerin.
Als Ani DiFranco am 4.6.2002 in der Carnegie Hall spielte, war aus ihrem Wohnort genau das geworden, was Thees Uhlmann von Tomte so treffend als die ‚Stadt mit Loch‘ bezeichnet. Abgerundet mit dem Vortrag von Gedichten präsentierte Ani an diesem Abend einen Soloauftritt, den Wehmut, Trauer und Fragen durchziehen. Einfache Antworten oder Wahrheiten gibt es heute noch keine und gab es auch ein dreiviertel Jahr nach der Tragödie nicht.
Celtic Frost: Monotheist
Was wäre die heutige Death- und Black Metal-Szene ohne die grandiose Vorarbeit einer Band wie Celtic Frost oder gar deren Vorgänger Hellhammer. Ende der Achtziger bzw. Anfang der Neunziger wurde das Kapitel Celtic Frost nach einigen Tiefschlägen zugeklappt, um tatsächlich im Jahr 2000 wieder aus der Mottenkiste gekramt zu werden.
WeiterlesenV.A.: The New Gold Standard
Fort Knox ist ein beliebtes Label bei DJs und Electro/HipHop-Fans. Schon seit einigen Monaten verkaufen sich die 12-Inches ganz gut. Hinter dem Label stecken Fort Knox Five, die mit fünf Vinylveröffentlichungen ein solches Aufsehen erregten, dass einige renommierte Künstler sie gleich engagierten. So durften sie ein paar Songs für das neue Afrika Bambaata-Album produzieren und als DJs Tourneen von Gwen Stefani und den Black Eyed Peas begleiten.
WeiterlesenSnow Patrol: Eyes Open
In Großbritannien braucht man niemandem, der behauptet, auch nur ansatzweise mit Indie(pop) sich auszukennen, zu erklären, wer Snow Patrol sind. Dazu bedurfte es nicht erst der letztjährigen Support-Tournee für U2, welche quer durch Europa ging. Da genügte bereits das Major-Debüt ‚Final Straw‘, das anno 2003 erstmals und 2004 in Neuauflage auf den Markt kam und sich zur Überraschung der Band und der Musikkritiker knapp über drei Millionen Mal verkaufen konnte.
WeiterlesenTribute To Nothing: How Many Times Did We Live?
Kurz gesagt haben Tribute To Nothing mit „How Many Times Did We Live?“ das Maximum herausgeholt. Haben die kraftvollen Engländer mit dem Vorgänger „Act Without Words“ schon den Olymp der Postcore/Punk-Helden umkreist, müsste ihnen jetzt ihr fünftes Album Zutritt verschaffen.
WeiterlesenRefused: Refused Are Fucking Dead
Vor zwei Jahren machte zum ersten Mal das Gerücht die Runde, Refused stellten eine DVD zusammen. Aus diesem Anlass wurden die Fans aufgerufen, Videoaufnahmen von Shows zur Verfügung zu stellen. Nun ist die DVD tatsächlich fertig, allerdings enthält sie keine Handy- und nur wenige verwackelte Amateuraufnahmen.
WeiterlesenPhoenix: It’s Never Been Like That
Ach, das berühmte dritte Album. Erster Vorbote zu der erweiterten Theorie, dass es wenige Bands schaffen, über fünf Alben in Folge spannend zu bleiben. Oberflächlich betrachtet geht den sympathischen Franzosen mit „It’s Never Been Like That“ ein wenig die Luft aus.
WeiterlesenIgnite: Our Darkest Days
Nur ein paar Takte und man weiß, warum man Ignite so schmerzlich vermisst hat. OK, getourt haben sie wie die Wahnsinnigen, aber das eigentliche Release von „A Place Called Home“ liegt inzwischen sechs Jahre zurück. Jetzt hat es endlich geklappt und der Hardcore-Fünfer aus Orange County präsentiert neue Songs für eine bessere Welt.
WeiterlesenRob Zombie: Educated Horses
Mit White Zombie hat das, was deren früherer Mastermind Rob Zombie neuerdings macht, nicht mehr viel gemein. Dazu fehlt die Wucht, der Rock’n’Roll, in seinen Songs. Dennoch sind einem natürlich Zombies Stimme und der Klang der Gitarren bekannt. Daran hat sich in all den Jahren nichts geändert.
Die Songs auf ‚Educated Horses‘, seinem ersten Album in fünf Jahren, sind in Kooperation mit John Five (Ex-Marylin Manson) und seinem Produzenten Scott Humphrey entstanden. Im Studio waren zudem Bassist Blasko, Schlagzeuger Tommy Clufetos (Ex-Alice Cooper/Ted Nugent) sowie die Aushilfsschlagzeuger Tommy Lee (Mötley Crüe) und Josh Freese (A Perfect Circle) behilflich.
Ministry: Rio Grande Blood
Au weia. Bevor Ministry so richtig loslegen, kriegt George W. Bush, der amtierende Präsident der USA, richtig sein Fett ab. Mit zusammengeschnittenen Zitaten aus seinem eigenen Munde wird ihm der Spiegel vorgehalten. Al Jourgensen hat ihm Worte wie „I am a brutal dictator“ in den Mund gelegt.
WeiterlesenBuilt To Spill: You In Reverse
Einst wurden zwei Bands vom deutschen Popkulturzentralorgan Spex als die „Zukunft des Rock“ propagiert. Das waren zum einen die unnachahmlichen Modest Mouse, zum anderen die nicht minder genialen Built To Spill. Letztere sind wieder da und wollen mit ‚You In Reverse‘ ihrer führenden Rolle im Indierock-Kosmos natürlich gerecht werden.
WeiterlesenTherapy?: One Cure Fits All
Therapy? beweisen mit „One Cure Fits All“, dass sie nach all den Jahren noch immer zu okayen bis guten Alben fähig sind. Man weiß halt, was man bekommt.
WeiterlesenBig Country: Live In Germany ’95
Wenn eine Kuh leergemolken ist, kann man ja noch eine Menge mit dem Fell und dem Fleisch anstellen. Big Country sind den Schritt vom Land ins Schlachthaus gegangen und pflegen seit dem Freitod von Stuart Adamson eine Veröffentlichungspolitik, die langsam groteske Züge annimmt.
WeiterlesenThe Gathering: Home
Man sagt ja so schön ‚Home is where the heart is‘, aber was macht man, wenn man gerade nicht weiß, wo das Herz ist? Das Cover-Männlein von „Home“ ist auch am Suchen und beginnt sich darüber die Brust zu zerreißen. Im Spannungsfeld aus Suchen und Ankommen haben sich The Gathering in den vergangenen Jahren zu musikalischen Höhen aufgeschwungen und genießen den schwer zu erreichenden Status, nur mit sich selbst vergleichbar zu sein.
WeiterlesenLive: Blumfeld
Hannover, Musikzentrum, 27.04.06
Immer wieder … Liebeslieder
Blumfeld ist zurzeit die beste Band, die es in Deutschland gibt. Punkt.
Steve McQueen: Lässige Eleganz, hinter der sich unbändige Leidenschaft zu verstecken scheint. Gelegentlich bricht die Energie aus, liegt sichtbar an der Oberfläche – und trotzdem verliert der Mann nie die Aura der Unergründlichkeit. Behind blue eyes …
Wäre Steve McQueen eine Band, sie hieße Blumfeld.
WeiterlesenQueensrÿche: Operation: Mindcrime II
Wäre dieses Album nach „Empire“ erschienen, hätte es die Metal-Welt wahrscheinlich in seinen Grundfesten erschüttert. Nach vielen Aufs und Abs haben sich Geoff Tate und seine Mannen jetzt an die Fortsetzung ihres Klassikers „Operation: Mindcrime“ gewagt, aber es überwiegt das Gefühl, dass der zweite Teil einfach zu spät kommt.
WeiterlesenSchandmaul: Mit Leib und Seele
Es gab bislang schon einige Gründe, Schandmaul etwas seltsam zu finden. Aber dank ihrer unbekümmerten Attitüde hat man an manchen Stellen großzügig ein Auge zugedrückt. Nun liegt „Mit Leib und Seele“, das fünfte Studioalbum des Sextetts, vor und nüchtern betrachtet wird es jetzt etwas zu viel.
WeiterlesenSkin: Fake Chemical State
Da kann man sich schon mal am kahl rasierten Kopf kratzen. Während sich ex-Skunk Anansie-Sängerin Skin mit ihrem Debüt „Fleshwounds“ von den wilden Tönen abwandte, krabbelt sie jetzt wieder reumütig zurück in ihre alte Schublade: Haare ab, böse gucken und Radau machen. Emanzipation hatte ich mir anders vorgestellt.
WeiterlesenI Love You But I’ve Chosen Darkness: Fear Is On Our Side
Zumindest namenstechnisch haben I Love You But I’ve Chosen Darkness alle Vergleiche gewonnen. Während sich alte und neue musikalische Verwandte mit kurzen Namen wie Joy Division oder Interpol schmücken, klingt der Bandname der Amerikaner wie der Anfang eines Gedichts.
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