Hank Williams war ein ganz Großer der Country Musik und eine wichtige Quelle der Inspiration für Bob Dylan und Jerry Lee Lewis sowie seinen Sohn Hank Williams Jr. und seinen Enkel Hank Williams III, die beide die Country-Tradition ihres Vorbildes fortführten. Hank Williams wurde am 17. September 1923 in Garland, Alabama, geboren und am Neujahrstag 1953 tot auf dem Rücksitz seines Wagens gefunden. Die Besten sterben jung und spektakulär. Es war eine Mischung aus Spirituosen und Morphium, die den Country-Zögling ins Jenseits beförderte. Somit hatte seine letzte Single „I’ll Never Get Out Of This World Alive“, erschienen im Dezember 1952, rasch an Wahrheitsgehalt zugenommen.
WeiterlesenKategorie: Musik
U.D.O.: Live From Russia
Selbst in den Hoch-Zeiten von Accept oder U.D.O. konnte ich diesen Bands nichts abgewinnen. Wenn Sänger Udo Dirkschneider wie ein kurz geschorener Kugelblitz in Armeeklamotten über die Bühne fetzt ist es nicht unbedingt das, was ich mir unter Rock’n’Roll vorstelle. Als mir jetzt das Doppel-Live-Album von U.D.O. auf den Tisch geflattert ist, hat mich schon allein die Aufmachung verblüfft: Edles, schwarz gestaltetes Booklet, massig Bildmaterial – alles so gut gemacht, dass meine Neugierde irgendwie doch geweckt wurde.
WeiterlesenGrave Digger: The Grave Digger
„Denk ich an Deutschland in der Nacht, bin ich um den Schlaf gebracht.“ Hört man die neue Grave Digger, reift wieder mal die Erkenntnis, dass sich jemand getäuscht hat, als er Deutschland als das Land der Dichter und Denker bezeichnete.
WeiterlesenShiner: The Egg
Zwischen Emo und Indie pendeln sich Shiner auf ihrem vierten Album ein. Immer mit der nötigen Raffinesse und Verschrobenheit in der Hinterhand, grooven sie sich durch ein angenehm sperriges, aber doch melodiöses Album. Gut zum Nebenbeihören und zum Reinstürzen und Erforschen.
(7 Fritten)
Shiner: The Egg
(De Soto/EFA)
Beth Hirsch: Titles & Idols
Die Stimme von Air („All I Need“, „Make It Easy“) griff sich die Londoner Produzenten The Black Dog, damit „Titles & Idols“ den glatten Feinschliff erhält. Akustisch und elektronisch zugleich. Nett, aber nicht wirklich spannend und fesselnd.
(5 Fritten)
Beth Hirsch: Titles & Idols
(!K7/Zomba)
Solefald: Pills Against The Ageless Ills
Moment, ich habe gleich: Death Metal, Black Metal und Progressive Metal. Alles Metal und schön verquirlt. Kickt nur leider nicht, sondern langweilt. Vielleicht lieber ’ne Pille einwerfen.
(4 Fritten)
Solefald: Pills Against The Ageless Ills
(Century Media/SPV)
Shiner: The Egg
Zwischen Emo und Indie pendeln sich Shiner auf ihrem vierten Album ein. Immer mit der nötigen Raffinesse und Verschrobenheit in der Hinterhand, grooven sie sich durch ein angenehm sperriges, aber doch melodiöses Album. Gut zum Nebenbeihören und zum Reinstürzen und Erforschen. wer mit Shiner noch nicht in Berührung gekommen ist, sollte sich „The Egg“ anhören. Faszinierend, spannend und abwechslungsreich ist die Platte allemal.
WeiterlesenJustin Robertson: Revtone
80er Pop-Charme, Disco-Klänge, House – Südamerika, Chicago, New York fallen in einem Studio in Edinburgh zusammen, wo Justin Robertson dieses Album in Angriff nahm. Am Die erste Hälfte der Platte ist klasse. Zum Ende hin wird es eintöniger.
(5 Fritten)
Justin Robertson: Revtone
(Nuphonic/Zomba)
Paladins: Palvoline No 7
Es fehlt eigentlich nur das Vinylkratzen (die Älteren werden sich erinnern) und Keiner würde glauben, dass „Palvoline No 7“ aus diesem Jahr ist. Ein Mikro in die Aula gestellt, Bandmaschine ab und vorgezählt. Paladins huldigen dem klassischen Rockabilly, versprühen Boogie mit Pianoparts und klingen „Vintage as vintage can be“.
(6 Fritten)
Paladins: Palvoline No 7
(Ruf Records)
Aphex Twin – Drukqs
Hübsch gewagt, was Richard D. James da vorlegt. Ein Doppelalbum voll Melodien und Rhythmen – kein einziger „wirklicher“ Song darunter, kryptische Take-Titel wie „Orban eq trx 4“ oder „Gwarek 2“, aber das ganze mal selbstbewusst „Drukqs“ genannt.
Frech und selbstironisch, so präsentiert sich James alias Aphex Twin gern. Und so seltsam „Drukqs“ auch anmutet – eines ist sie nicht: langweilig.
WeiterlesenGay Dad: Transmission
Eine wahrlich heimtückische Band. Erst erweckt sie bei allen noch so optimistischen Kritikern den Eindruck, eine der vielen Eintagsfliegen von der Insel zu sein, die erst über jeden Klee gelobt werden, aber an den hohen Erwartungen kläglich scheitern. Dann schüttelt die von fünf auf drei Musiker dezimierte Band ein Album aus dem Ärmel, das es in sich hat.
WeiterlesenElectric Frankenstein: The Buzz Of 1000 Volts!

Victory Records steht nicht für Hardcore und Emo, auch Rock’n’Roll kommt bei dem amerikanischen Label nicht zu kurz. Eines der Aushängeschilder ist Electric Frankenstein. Das neue Album „The Buzz Of 1000 Volts!“ rockt richtig dreckig los. „The Mess“ ist nur der Auftakt eines Feuerwerks. Das Quintett aus New Jersey lässt sich nicht lumpen und brettert in gewohnter Weise drauf los.
WeiterlesenCadillac: Cure

Es lebe die Rockmusik! In diesem Fall das was allgemein hin als Southern-, Blues- und Stoner Rock bezeichnet wird. Genau in dieser Ecke sind Cadillac anzusiedeln. Sie haben auf dem noch unbekannten Label Music Network voll ins Schwarze getroffen. Sie wollen nicht wissen vom neuen Motto „Quiet Is The New Loud“, ausgegeben von ihren norwegischren Landsmännern Kings Of Convenience.
WeiterlesenBrain Donor: Love, Peace & Fuck
Hm, was wollen uns Brain Donor mit dem Titel ihres Albums sagen? Ob sie das überhaupt selbst wissen? Egal, Brain Donor ist das neue Kind der ehemaligen Spiritualized-Mitglieder Kevlar und Dogman sowie Julian Cope, der Solokünstler ist und auch schon mit Nova Mob und Teardrop Explodes gespielt hat. Sie ergeben zusammen diese hochexplosive Mischung namens Brain Donor. Ihnen geht es um freie Meinungsäußerung jenseits des politisch Korrekten.
WeiterlesenSkindive: Skindive
Gerry Owens, der Kopf von Skindive, hat eine große Affinität zu Filmmusiken. Aus diesem Grunde hat er sich von ihnen inspirieren lassen, um dem Debüt seiner Band eine etwas andere Note zu verleihen. Seine Kompositionen sind unglaublich dicht und kompakt. Den gebürtigen Dubliner verschlug es seinerzeit nach London, um Mitstreiter für sein Projekt aufzuspüren. Die fand er in Alan Lee (Bass) und Ger Farrell (Schlagzeug). Nur eine Sängerin fand er nicht. Schließlich stieß er auf Daniele Harrison, der er per Telefon die ersten fertigen Stücke vorspielte. Sie war begeistert und damit war Skindive geboren.
WeiterlesenGranfaloon Bus: Exploded View
Ruhe und Besinnlichkeit sind Stimmungszustände, die nur zu gut zu dieser Jahreszeit passen. Da kommen uns die vier Zeitlupenmusiker aus San Francisco gerade Recht. Granfaloon Bus sind bekannt für ihre wunderschöne Untermalung unendlicher Weiten. Wo man auch hin schaut, man sieht nichts als dürre Landschaften. Doch in der Ferne erkennt man einen Salon und aus diesem dringt aufs Wesentliche reduzierte Country & Western-Musik an unsere Ohren.
WeiterlesenSoilent Green: A Deleted Symphony For The Beaten Down
Dass das amerikanische Rolling Stone-Magazin einmal geschrieben haben soll, Soilent Green seien eine der zehn wichtigsten „hard and heavy bands“, möchte man kaum glauben. Dasselbe Magazin, das regelmäßig die alternden Rockstars U2 und Phil Collins auf dem Cover hat, beweist plötzlich Underground-Glaubwürdigkeit und Geschmack. Chapeau!
WeiterlesenThe Cranberries: Wake Up And Smell The Coffee
Die Meinungen über die irische Band klaffen weit auseinander. Aber so schlecht, wie sie gerne gemacht werden, sind The Cranberries auch nicht. Zumindest nicht auf ihrem fünften Album „Wake Up And Smell The Coffee“. Die beste Nachricht zuerst: Die Stimme von Dolores O’Riordan verliert immer mehr diese schneidende Penetranz, die bisher Milchprodukte aller Art zum sofortigen Umkippen bewegt hat.
WeiterlesenTindersticks: Trouble Every Day
Dem Soundtrack nach zu urteilen, handelt es sich bei „Trouble Every Day“ um einen ruhigen, tief-traurigen Film. Wahrscheinlich geht es um eine ausweglose Beziehungskiste, die tragisch und schockierend endet. Da hätte die Wahl der Musikgestaltung nicht besser fallen können. Tindersticks sind bekannt für ihre musikalische Neigung zur Klassik, ihre schwelgerische Ader, die in Pathos und Tragik zu versinken droht.
WeiterlesenAnne Haigis: in deutsch
Urgendwann hat sich meine Chrom-Compact-Cassette verabschiedet, die auf ihrem Band „Wer fragt nach mir“ von Anne Haigis beherbergt hatte. Das hektische Suchen nach der CD verlief erfolglos, da die vier deutschsprachigen CDs von 1984-1989 nicht mehr aufgelegt werden. Für jeden, der irgendwann und irgendwo ein Lieblingslied von Anne Haigis hatte, gibt es jetzt alle deutschsprachigen Singles der Sängerin auf einer CD. 18 Tracks, 77 Minuten mit allem was die stimmgewaltige Süddeutsche bekannt gemacht hat.
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