Schlimm, wenn Bands viel wollen und nichts erreichen. Rough Silk haben zweifelsohne Talent und Potenzial, bringen es aber irgendwie nicht fertig, das auch auf Platte zu bannen. Das erste (und beste) Stück „Symphony Of Life“ beginnt wie ein Song von Queen, erinnert in der Strophe an Guns’n’Roses und kupfert im Refrain gnadenlos bei Band Aid ab.
WeiterlesenKategorie: Musik
U.D.O.: Live From Russia
Selbst in den Hoch-Zeiten von Accept oder U.D.O. konnte ich diesen Bands nichts abgewinnen. Wenn Sänger Udo Dirkschneider wie ein kurz geschorener Kugelblitz in Armeeklamotten über die Bühne fetzt ist es nicht unbedingt das, was ich mir unter Rock’n’Roll vorstelle. Als mir jetzt das Doppel-Live-Album von U.D.O. auf den Tisch geflattert ist, hat mich schon allein die Aufmachung verblüfft: Edles, schwarz gestaltetes Booklet, massig Bildmaterial – alles so gut gemacht, dass meine Neugierde irgendwie doch geweckt wurde.
WeiterlesenGrave Digger: The Grave Digger
„Denk ich an Deutschland in der Nacht, bin ich um den Schlaf gebracht.“ Hört man die neue Grave Digger, reift wieder mal die Erkenntnis, dass sich jemand getäuscht hat, als er Deutschland als das Land der Dichter und Denker bezeichnete.
WeiterlesenShiner: The Egg
Zwischen Emo und Indie pendeln sich Shiner auf ihrem vierten Album ein. Immer mit der nötigen Raffinesse und Verschrobenheit in der Hinterhand, grooven sie sich durch ein angenehm sperriges, aber doch melodiöses Album. Gut zum Nebenbeihören und zum Reinstürzen und Erforschen.
(7 Fritten)
Shiner: The Egg
(De Soto/EFA)
Beth Hirsch: Titles & Idols
Die Stimme von Air („All I Need“, „Make It Easy“) griff sich die Londoner Produzenten The Black Dog, damit „Titles & Idols“ den glatten Feinschliff erhält. Akustisch und elektronisch zugleich. Nett, aber nicht wirklich spannend und fesselnd.
(5 Fritten)
Beth Hirsch: Titles & Idols
(!K7/Zomba)
Solefald: Pills Against The Ageless Ills
Moment, ich habe gleich: Death Metal, Black Metal und Progressive Metal. Alles Metal und schön verquirlt. Kickt nur leider nicht, sondern langweilt. Vielleicht lieber ’ne Pille einwerfen.
(4 Fritten)
Solefald: Pills Against The Ageless Ills
(Century Media/SPV)
Justin Robertson: Revtone
80er Pop-Charme, Disco-Klänge, House – Südamerika, Chicago, New York fallen in einem Studio in Edinburgh zusammen, wo Justin Robertson dieses Album in Angriff nahm. Am Die erste Hälfte der Platte ist klasse. Zum Ende hin wird es eintöniger.
(5 Fritten)
Justin Robertson: Revtone
(Nuphonic/Zomba)
Shiner: The Egg
Zwischen Emo und Indie pendeln sich Shiner auf ihrem vierten Album ein. Immer mit der nötigen Raffinesse und Verschrobenheit in der Hinterhand, grooven sie sich durch ein angenehm sperriges, aber doch melodiöses Album. Gut zum Nebenbeihören und zum Reinstürzen und Erforschen. wer mit Shiner noch nicht in Berührung gekommen ist, sollte sich „The Egg“ anhören. Faszinierend, spannend und abwechslungsreich ist die Platte allemal.
WeiterlesenPaladins: Palvoline No 7
Es fehlt eigentlich nur das Vinylkratzen (die Älteren werden sich erinnern) und Keiner würde glauben, dass „Palvoline No 7“ aus diesem Jahr ist. Ein Mikro in die Aula gestellt, Bandmaschine ab und vorgezählt. Paladins huldigen dem klassischen Rockabilly, versprühen Boogie mit Pianoparts und klingen „Vintage as vintage can be“.
(6 Fritten)
Paladins: Palvoline No 7
(Ruf Records)
Aphex Twin – Drukqs
Hübsch gewagt, was Richard D. James da vorlegt. Ein Doppelalbum voll Melodien und Rhythmen – kein einziger „wirklicher“ Song darunter, kryptische Take-Titel wie „Orban eq trx 4“ oder „Gwarek 2“, aber das ganze mal selbstbewusst „Drukqs“ genannt.
Frech und selbstironisch, so präsentiert sich James alias Aphex Twin gern. Und so seltsam „Drukqs“ auch anmutet – eines ist sie nicht: langweilig.
WeiterlesenGay Dad: Transmission
Eine wahrlich heimtückische Band. Erst erweckt sie bei allen noch so optimistischen Kritikern den Eindruck, eine der vielen Eintagsfliegen von der Insel zu sein, die erst über jeden Klee gelobt werden, aber an den hohen Erwartungen kläglich scheitern. Dann schüttelt die von fünf auf drei Musiker dezimierte Band ein Album aus dem Ärmel, das es in sich hat.
WeiterlesenElectric Frankenstein: The Buzz Of 1000 Volts!

Victory Records steht nicht für Hardcore und Emo, auch Rock’n’Roll kommt bei dem amerikanischen Label nicht zu kurz. Eines der Aushängeschilder ist Electric Frankenstein. Das neue Album „The Buzz Of 1000 Volts!“ rockt richtig dreckig los. „The Mess“ ist nur der Auftakt eines Feuerwerks. Das Quintett aus New Jersey lässt sich nicht lumpen und brettert in gewohnter Weise drauf los.
WeiterlesenCadillac: Cure

Es lebe die Rockmusik! In diesem Fall das was allgemein hin als Southern-, Blues- und Stoner Rock bezeichnet wird. Genau in dieser Ecke sind Cadillac anzusiedeln. Sie haben auf dem noch unbekannten Label Music Network voll ins Schwarze getroffen. Sie wollen nicht wissen vom neuen Motto „Quiet Is The New Loud“, ausgegeben von ihren norwegischren Landsmännern Kings Of Convenience.
WeiterlesenPhat World (15)
Es kamen und gingen Gonzales, Bobby Digital, Promoe, Ferris MC, Mykill Miers, Breite Seite, Curse, Timbaland & Magoo, Lil‘ Mo, Kelis, The Unspoken Heard, Fettes Brot und diverse Sampler.
WeiterlesenThe Go Faster Nuns: Teenage Love Beats

Gutes erstes Album von einer Bamberger Band, die es geschafft hat, soliden Pop-Punk zu machen. Der Album-Titel und das Cover mit Holzfiguren machen den Eindruck, dass wir es hier mit Blink 182-mässigem pre-teen Kram zu tun haben, was aber Gott sei Dank nicht der Fall ist. „Teen Queen“ könnte aber schon die Jimmy Eat World-Clique anlocken.
WeiterlesenHardcore Superstar: Thank You (For Letting Us Be Ourselves)
Das schwedische Quartett versucht auf seiner 3. LP wieder, endlich den kommerziellen Durchbruch für skandinavischen Schweinerock zu schaffen. Ja, die Hellacopters waren auf ihrer letzten Platte melodischer als je zuvor, und wenn Erfolg nur vom Aussehen abhinge, wären die Backyard Babies schon längst Superstars.
WeiterlesenJoan Baez: Original Master Series
Das ehrwürdige Label Vanguard veröffentlicht innerhalb der „Original Master Series“ 14 CDs von Joan Baez in verbesserter Klangqualität und mit unveröffentlichtem Material. Los geht’s mit drei Alben: Dem Debüt von 1960 „Joan Baez“, „Joan Baez Vol 2“ (1961) und „Noël“ von 1966. Es ist sicherlich nicht vermessen, die beiden ersten CDs als Meilensteine zu bezeichnen, gilt doch Joan Baez bis heute als das weibliche Pendant zu Bob Dylan.
Künstler Treu: My Sketchbook Of Whack
Verdammt, was für ein slickes Zeugs ist da auf meinen Tisch geflattert? Eines der Alben, von denen man denkt: Aha, wird wohl nix Tolles sein, werde ich irgendwann mal in einem Abwasch mit all dem anderen Mist abarbeiten. Von wegen! „My Sketchbook Of Whack“ ist ein groovender Easy Listening-Spaß. Es plätschert, summt, fiept und funkt an allen Ecken und Enden. Hinsetzen, reinkuscheln und wohlfühlen.
WeiterlesenNo Angels: Elle`ments
Wer braucht schon all die Girl Groups aus England oder den USA, wenn auch Deutschland eine überaus interessante und unterhaltsame All-Girl Gruppe auf die Beine stellen kann? Das meine ich im Ernst. No Angels sind kein Abfallprodukt des Fernsehens. Es läuft doch immer so: Casting, Probeaufnahmen, Promotion, Platte, Video – Bang! Nur kriegen wir sonst nie mit, was hinter den Kulissen vor sich geht.
WeiterlesenPink Cream 69: Endangered
Die beiden vergangenen Scheiben der Melodic-Rocker von Pink Cream 69 waren Manifeste stramm sitzender Rockmusik. „Endangered“ ist das dritte Album, das auf der Erfolgsschiene reitet und so ein bisschen leiern die Gummibündchen jetzt aus. Betrachtet man alle acht Alben, sind Pink Cream 69 durch tiefe Täler gegangen, haben sich wieder hochgekämpft und immer versucht, sich ein Stück weit neu zu definieren, was ihnen aber auf „Endangered“, ob gewollt oder ungewollt, nicht mehr gelingt.
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