Chill Out, Lounge, oder Home Listening- alles Begriffe, die einen Musikstil umschreiben, bei der man auf grund der schwebenden Flächen, eines langsamen, dezenten Rhythmus und Tupfer klassischer Instrumente, wie Rhodes Piano, Trompete und Stimme, ausruhen kann. Das ganze wird dann noch leicht jazzy durch das sparsame Verwenden von Jazz Akkorden angemalt. Natürlich darf die Elektronik moderner Geräte wie Nordlead nicht fehlen. Voilà, fertig ist die Sosse! Natürlich schmeckt so ein Süppchen selten deftig, sondern allzuoft wird der Beigeschmack fade, denn mittlerweile überschwemmt der Chillout Sector den Markt mit Samplern wie diesem. Es beschleicht mich das Gefühl von Beliebigkeit, Geblubber und Gedaddel auf Teufel komm raus….Nur nicht aufregen- schließlich höre ich ja Chill Out.
WeiterlesenKategorie: Musik
Turbo AC’s: Fuel For Life
Ja, ich weiß schon, das dritte Album des New Yorker-Greaser-Rock-Trios ist ganz schön alt. Es wurde im Frühjahr auf CD von Nitro Records veröffentlicht. Aber dass es jetzt endlich auf Vinyl zu haben ist, ist selbst erwähnenswert. Der Sammler sowie derjenige, der die Bikini-Bekleidete in einem größeren Format hat, muss Blitzcore danken.
WeiterlesenEvergrey: In Search Of Truth
Als ich „In Search Of Truth“ das erste Mal gehört habe, war mein erster Gedanke, ob es eine gute Idee gewesen sei, einen Keyboarder fest in das Line-Up der Band zu integrieren. Beim zweiten Blick habe ich dem Mann dann aber doch etwas viel Bürde auf die Schulter geladen, denn von der Mannschaft des vergangenen Albums „Solitude Dominance Tragedy“ sind eigentlich nur noch Mastermind Tom S. Englund und der Schlagzeuger Patrick Carlsson an Bord. Vielleicht lässt sich so die Veränderung des Evergrey-Sounds erklären, der mit dem neuen Album um einiges progressiver und symphonischer geworden ist.
WeiterlesenGamma Ray: No World Order
Von Gamma Ray weiß man genau, was man zu erwarten hat. Die Band hat auch mit ihrem siebten Langeisen diese Erwartungshaltung nicht unterwandert und überrascht mit dem schnörkellosesten Album in der Bandhistorie. Wer von melodischem Power-Metal Krätze kriegt, soll weghören. Der Rest möge bitte Spaß haben.
(7 Fritten)
Gamma Ray: No World Order
(Metal-Is / Sanctuary)
The Kingsbury Manx: Let You Down
Im Dezember letzten Jahres begaben sich The Kingsbury Manx in ein Aufnahmestudio Richmond, Virginia. Dort mussten sie unter der Leitung von Brian Paulson das schwere Erbe des von der britischen Presse geliebten Erstlings antreten. Die Touren im Vorprogramm von Calexico und Stephen Malkmus sorgten zusätzlich für viel Anerkennung seitens Kritiker und Fans. Insofern dürften The Kinsbury Manx in Europa erfolgreicher und bekannter sein als in ihrer Heimat USA.
WeiterlesenThe Flower Kings: The Rainmaker
Waren mir Yes auf ihrem aktuellen Album „Magnification“ zu flügellahm, spannt jetzt der Adler seine Schwingen. Die Frickel-Schweden um Roine Stolt breiten wieder das ganze Spektrum der U-Musik vor dem Hörer aus und machen es ihm schwer zu entscheiden, welches denn nun tatsächlich das beste Album von The Flower Kings ist. Die erlesenen Zutaten sind immer ähnlich: Mörderlange Epen wie das 11-minütige „Last Minute On Earth“ oder präzises Songwriting wie das charmante „World Without A Heart“, das seine Qualitäten schon in gut vier Minuten offenbart.
WeiterlesenNew Order: Get Ready
Was für ein Comeback. Herrschaftszeiten! Ich schrieb mal – ich glaube, es war anlässlich einer Livekritik von The Church oder The Godfathers -, dass alte Männer besser rocken. Nun sind New Order keine waschechte Rockband. Zumindest nicht eine solche, wie es Erstgenannte sind.
WeiterlesenTori Amos: Strange Little Girls
„Strange Little Girls“ist kein Märchenalbum, das Sagen über seltsame, kleine Mädchen verbreitet. Ebenso wenig ist es ein gewöhnliches Studioalbum einer Frau, die über Jahre hinweg mit ihrer Musik nicht nur Männerherzen verzaubert hat. Die rothaarige Sängerin Tori Amos hat sich ein neues Konzept zurechtgelegt, um den Tour-Studioalbum-Tour-Zirkel aufzulockern: Man nehme Songs männlicher Künstler und packt diese auf eine Platte.
Orbital: The Altogether
Alle Jahre wieder bescheren uns die Gebrüder Hartknoll eine neue Lektion wie sich elektronische Musik in England anzuhören hat – großspurig, ravend, ohne minimale Ausflüge auskommend. So die Bestandsaufnahme bis dato. In Verbund mit den anderen Größen der Insel so wie Underworld, Prodigy und den Chemicals sind Orbital einen Tick weniger Hauruck und versuchen doch eine Menge Abwechslung in ihr Programm einfließen zu lassen.
WeiterlesenThe 4 Of Us: Classified Personal
Das irische Quartet The 4 Of Us ist wie Frischhaltefolie: Es gibt viele bessere Möglichkeiten, die Reste zu verpacken, aber manchmal ist halt nichts Anderes da. Einmal von der Rolle, kriegt man sie nie mehr glatt, sie schrumpelt zusammen oder klebt an Stellen, an denen sie nicht kleben soll. „Classified Personal“ wirkt auf den ersten Blick auch etwas durchsichtig und unnütz, aber ist die CD erstmal im Player klebt sie auch überall fest, legt sich wie ein Vakuum um den Kopf und dichtet die Ausgänge ab.
WeiterlesenSeven Mary Three: The Economy Of Sound
Ökonomisch ist der Sound von Seven Mary Three fürwahr. Zwölf Songs, die meisten mit einer Länge um die magische 3-Minuten-Grenze. Das vergangene Album „Orange Ave.“ hat in Deutschland eigentlich niemand wahrgenommen und selbst wenn, hat es doch 3 Jahre gedauert, bis jetzt wieder ein neues Album des Quartetts vorliegt.
WeiterlesenThorn.Eleven: Thorn.Eleven
Plattenfirmen sind mitunter allzu berechnend. Mische Tool (Gesang) mit amerikanischem Nu Metal-Standard (Musik) und du hast Thorn.Eleven. Wer’s mag.
(3 Fritten)
Thorn.Eleven: Thorn.Eleven
(Steamhammer/SPV)
Shakra: Power Ride
Es gibt Alben, da muss man eigentlich nur den Namen und den Albumtitel rufen und schon weiß man, wie der Hase läuft. Bei Shakra ist es zwar eine Rennschnecke, die auf dem Backcover zu sehen ist, aber es steht einfach bei dem Titel „Power Ride“ schon zu vermuten, dass hier ordentlich gerockt wird: Straight, laut und eingängig. Gerockt im Sinne von fetten Melodien und einprägsamen Hooks.
WeiterlesenMariah Carey: Glitter

Die psychischen Probleme der Popsirene Mariah Carey scheinen schwerwiegender zu sein, als angenommen. Sie ließ vor einiger Zeit verlauten, ausgebrannt und erschöpft zu sein. Was verständlich ist, arbeitete sie zeitgleich an dem Film „Glitter“ (ab 15. November in europäischen Kinos zu sehen) und dem gleichnamigen Album, das die Musik für das Stück Zelluloid stellen wird. Andererseits könnte man ihr auch vorwerfen, vom vielen Posen – Brüste und Po raus, Bauch rein! – ausgelaugt zu sein. Aber lassen wir das.
WeiterlesenInterview: Princess Superstar
Sexgeile Feministin
Princess Superstar kämpft für die Rechte der Frauen und setzt dazu gerne und oft ihre üppige Oberweite ein. Irgendwie muss man ja Aufmerksamkeit erregen.

Erst einmal eine kurze Einleitung, was euch auf „Princess Superstar Is“ (Rapster/Zomba) erwartet: Die liebe Princess Superstar ist ein Biest – Feministin, Reimmeisterin und Sexbesessene in Personalunion. Sie ist eine heißblütige Vertreterin einer neuen Girlpower-Bewegung. Einem Movement, das selbstbewusst und bestimmt auftritt. Dazu zählen unabhängige Frauen, die sich selbst um ihre Sachen kümmern, die genug Kraft haben und sich nicht unterbuttern lassen. Ein eigenes Label, vier Soloalben und ein sicheres Auftreten gehören in den Augen der New Yorkerin ebenso dazu. Nichts ist ihr heiliger als die eigene Unabhängigkeit. Die kann ihr kein Major der Welt bieten. Wenn während einer ihrer Auftritte plötzlich ein Zuschauer auf die Bühne klettert, ihr seine Aufwartung macht und ihr den Bauch küsst, findet sie das amüsant, schmeichelhaft und insbesondere sexy. Letztgenanntes Attribut passt auf ihre Texte und Songs gleichermaßen. Sie zollt dem Old School-HipHop Tribut und würzt ihre (schlüpfrigen) Reime mit viel Witz und Ironie. Was nicht heißen soll, sie würde sich nicht über die Rolle der Frauen im HipHop, also die der dekorativen Sexpüppchen in den Videoclips, echauffieren. Das macht sie zu Schwestern im Geiste mit Bahamadia und Beth Orton, die auf diesem grandiosen Album mitgewirkt haben.
WeiterlesenStephan Eicher’s Favourite Hotel*s
Best Of-Alben sind oft unnütz: Vertragserfüllung, lieblos zusammengestellt und man steht als Fan grübelnd davor, ob man sich für zwei neue Lieder wirklich nochmal alle anderen mit kaufen soll. Umso erfreulicher, wenn ein Künstler seine 19 liebsten Songs selbst zusammenstellt, sie mit einem umfangreichen Booklet und eigenen Liner-Notes versieht und die Erstausgabe in einen Papp-Schuber mit einer zweiten CD zusammen packt. Auf dieser sind nochmal 12 Titel, die unter der Überschrift „Lost and Found“ allerlei Remixes, Demoversionen, Backstage-Aufnahmen, auf den komischsten Medien im Originalzustand aufgenommen, präsentiert.
WeiterlesenDJ Krush: Zen
Japans Altmeister DJ Krush mit seiner Shaolin Weisheit in Form von Breaks und Rap hat wieder Speck angesetzt- will sagen, dass er den Pfad der Tugenden seines Vorgänger – Albums „Kakusei“ verlassen hat und das bloße Beatgefrickele mit Fleisch versehen hat. Und was für welches! Die Augenschmaus – Legende der Brand New Heavies N`Dea Davenport könnte die Gallionsfigur bilden und steuert ihr sexy Organ „With Grace“ bei (welch ein blödes Wortspiel).
WeiterlesenEels: Souljacker
Soll ich all den vielen Fans des Scientologen Beck mal auf die Füße treten? „Souljacker“ ist besser als das, was Beck zuletzt zustande gebracht. Es geht in die selbe Richtung, nur weiter, nur schöner, nur großartiger, nur atypischer. Schön, dass es solche Alben gibt, die einer Berg- und Talfahrt der Gefühle durch das Land der gekreuzten Genres ähneln. Wer auf dieser Platte nicht mindestens zwei oder drei Stücke findet, denen er sich bedingungslos und mit Freude hingeben kann, der hat keine Ahnung von Musik. Arroganz galore!
WeiterlesenThe Real McKenzies: Loch’d & Loaded
Sie klingen wie begeisterte Whiskey-Säufer, die Punkrock mit schottischer Folklore kreuzen. „Sex Pistols meet Scottish folk legend Robbie Burns“, sagen die Mannen aus Vancouver in ihrem Bandinfo. Wer Levellers auf einem Punktrip erleben möchte…
(6 Fritten)
The Real McKenzies: Loch'd & Loaded
(Honest Don's/SPV)
Biohazard: Uncivilization
Ein Wunder, dass es Biohazard noch immer gibt und sie noch nicht den Kopf in den Sand gesteckt haben. „Uncivilization“ ist ein knallharter, tonnenschwerer Nu Metal/Hardcore-Brocken, auf dem die New Yorker keine Kompromisse eingehen. Mit Unterstützung von Phil Anselmo, Pete Steele, Sen Dog, Hatebreed und anderen Supportern im Rücken werden sie ihrem Tough Guy-Image gerecht.
(6 Fritten)
Biohazard: Uncivilization
(Steamhammer/SPV)
