Die Arbeit der nächsten Wochen

…wird mich fast erschlagen. Erstens: Ich habe hier quasi „das Ganze“. Chef Walter liegt noch erschöpft im Wochenbett, die dynastische Hinternet-Erbfolge ist mit Prinz Vincent jetzt immerhin gesichert. Das noch schüttere Haupthaar des zukünftigen Hinternet-Magnaten erinnert an Zidane und man weiß schon jetzt: Wer dereinst seine Mamma beleidigen wird, geht schweren Zeiten entgegen. Der Knabe wurde Fräulein Katja zur artgerechten Aufzucht übergeben.

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Frl. Katjas Nähkästchen, Folge 30

Frl. Katja ist schwanger

Nein, ich tue nichts für die Rente. Oder: doch. Aber anders, als viele denken. Ich zahle nämlich in die Rentenkasse ein. Ob mein dicker Bauch beziehungsweise sein Bewohner später einzahlt, ist noch völlig offen. Dafür müsste er erst mal einen Job kriegen. Aber das scheint für viele Menschen ausgemachte Sache. Denn der Standardspruch, den man als Schwangere heute hört, ist eben: „Toll, Du tust was für die Rente.“ Gähn. Die demographische Panikmache fordert ein erstes Opfer, nämlich mich. Ich kann es nicht mehr hören!

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Wortspielhölle: 14 juillet

An die Italiener

Schon geht es hin zur Guillotine,
polierter Stahl, entblößtes Haupt.
Das Volk steht gaffend, froh erwartungsvoller Mine,
die Spannung wird emporgeschraubt.

(Trommelwirbel…)

Und „schack schirack“ mit präsidialem Klang,
(Fanfaren!)
der Kopf ist ab, da drüben geht es lang.

Revolutionslied, erstmals 1794

Folge 2: Das ultimative Verbrechen

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Kurz vor dem Offenbarungseid? Mehr Krimis gelesen als Georges Simenon geschrieben hat? Stets bereit, die Tinte aus der Feder sprudeln zu lassen, bevor die Ideen aus dem Hirn fontänen? Mit einem Wort: Skrupellos genug, ein(e) deutsche(r) Kriminalschaffende(r) zu werden? Nun denn, wohlan. In unserer neuen kleinen Sommerreihe erklären wir dir, wie du es schaffst, ein Erfolgskrimiautor zu werden und nach 300 Seiten die ersten Millionen an die Pforte deiner Sparkasse klopfen zu hören. Wir geben dir die ultimativen Ratschläge, wie du wenigstens vier Millionen Krimileser erreichst. Das ist wissenschaftlich bewiesen! Und wie du somit, bei einem durchschnittlichen Honorar von zwei Euro pro Buch (gebunden, Schutzumschlag) 8 Millionen Euro vor Steuern einsacken kannst. Denn vier Millionen mal 2 macht acht Millionen. Das ist mathematisch bewiesen! Heute: Welches Verbrechen wählen wir für unseren Topseller?

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Head Automatica: Popaganda

Plopp, plopp, plopp… – trieb man früher den ein oder anderen Delinquenten tröpfchenweise in den Wahnsinn, versuchen das Head Automatica mit zwei Konsonanten weniger. Mit Pop, Pop, Pop penetrieren sie des Hörers Ohr auf unbekümmerte Art und Weise. Sänger Daryl Palumbo, sonst Schreihals bei Glassjaw, wechselt auch für den zweiten Streich seines Sideprojects Head Automatica das Genre.

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Bernice Rubens: Das Wartespiel

Ein exklusives Altersheim nahe Dover, „an der Straße nach Paris“, und das in einem Krimi einer englischen Autorin. Na servus. Sitzt da nicht Miss Marple schon kombinierend im Plüschsessel? Wird das nicht alles von sehr sehr britisch-skurriler Landhausluft umweht? Kommen wir zu etwas ganz anderem: Bernice Rubens’ „Das Wartespiel“. Ort der Handlung: ein exklusives Altersheim nahe Dover, „an der Straße nach Paris“.

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Spannungsverlagerung

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Und noch eine kleine Sommerserie: Kurze Überlegungen zur Geschichte der Spannung in Kriminaltexten. Vieles ausbaufähig, das meiste skizzenhaft. Keine Angst: Gibt keine Heftchen.
Für die These, die Spannung in alten Krimis unterscheide sich grundsätzlich von der in neuen, gibt es ein beredtes Belegstück, den 1981 beim Freiburger Herder-Verlag neu aufgelegten Roman „Mord beim Sandkrug“ von J.D.H. Temme.

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Noch eine Leseprobe

…weil man ja die Katze nicht im Sack kaufen will. Also eine Leseprobe aus dem Krimiheftchen zu den Ina-Henkel-Krimis von Astrid Paprotta, diesem immer bedrohlicher anwachsenden Textkonvolut, der so langsam gebändigt werden muss. Und jetzt fällt mir auch noch der Mittwoch aus, weil ich wieder mal in Wiesbaden bin.

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Bettnässen

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Und noch eine kleine Sommerserie: Kurze Überlegungen zur Geschichte der Spannung in Kriminaltexten. Vieles ausbaufähig, das meiste skizzenhaft. Keine Angst: Gibt keine Heftchen.
Monoton ist es schon, das Retten der alten Krimis. Scannen und oder abschreiben. Aber auch irgendwie erhebend. Man rettet kein Menschenleben, aber immerhin ein Bücherleben. Und lernt etwas dabei. Nicht nur über die alten, auch über die neuen Krimis, deren Spannungstechniken auf einmal nicht mehr so selbstverständlich daherkommen, wenn man weiß, dass es früher andere, durchaus nicht schlechtere Strategien gegeben hat, Spannung zu erzeugen.

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