Die Aufreger der Woche

Heute bin ich den ganzen Tag unterwegs. Ein elektronisches Pflanztagebuch muss weiterentwickelt werden. In Wiesbaden, bei „bildungsbenachteiligten Jugendlichen“, die auch schon „bildungsfern“ oder, sehr schön, „bildungsresistent“ heißen können, wenn es irgendeinem Sozialpädagogen so gefällt. Aber das nur nebenbei. Heißt nämlich: Heute steht hier nichts krimimäßig Substantielles, und wer jetzt auftrumpft, das tue es hier eh selten, dem präsentiere ich, zum Aufheizen, noch ein paar Aufreger der Woche.

Weiterlesen

Ludgers Schreibbloggade beendet

Angeblich musste er viel arbeiten. Angeblich „läuft da was im Hintergrund mit dem Krimijahrbuch“. Wahrscheinlicher: Zuerst WM geguckt, dann 14 Tage Sonne satt auf den Seychellen. Nun denn: →Ludger Menke bloggt wieder. Unter anderem über den Was-hast-Duden-da? – Rezensionsexemplare bekommt er auch noch, die Verlage scheinen Geld im Überfluss zu haben. Jetzt warten wir auf die erste Post-Bloggade-Rezension.

Alphatier

Gerade nutze ich eine ruhige Minute und blättere durch die Süddeutsche von gestern und sehe, dass man auf der „Wissen“-Seite für eine Rezension eines Buches von Harald Fritzsch über die sog. Naturkonstanten (→ „Das absolut Unveränderliche. Die letzten Rätsel der Physik“) mit → Theodor W. Hänsch einen veritablen Nobelpreisträger gewinnen konnte. Über die Feinstrukturkonstante liest man da u.a.:

Die Konstante ist eine dimensionslose Zahl, genannt Alpha, und 1/Alpha ist etwa 137.

So weit, so richtig, aber das dicke Ende kommt noch:

„Da Alpha relativ klein ist, etwa 0,07, (…)“



Wahrscheinlich hat der Korrektor nicht aufgepasst oder es gibt ihn gar nicht und es handelt sich einfach um einen der beliebten kleinen SZ-Fehlern. Wenn aber nicht, dann muß man sich um den Wissenschaftsstandort Deutschland ernsthafte Gedanken machen.
P.S.: Wer´s mit Mathe nicht so hat, kann natürlich einfach bei Google nachschauen…

Klick und ab in’s Netz

Ab und an schaue ich ja mal im Hinter-Net!-Weblog vorbei. Auch wenn es sehr heiß ist und der Bauernsalat dampfend auf dem Tisch steht. Und was die Diskussion zum Thema Digicam angeht… Also, ich frag da immer den erstbesten UMTS-Nutzer. Der macht ein Foto und läd es mir auch gleich ins Netz. Ab, fertig.

Und jetzt guten Appetit!

Olivier Descosse: In der Höhle des Kraken

Am Ende schaut der Held mit feuchten Augen auf seine Königin, seine Stadt, Marseille. Der Leser nimmt das perplex zur Kenntnis, denn eine solch tragende Rolle hat die Stadt vorher nicht gespielt. Statt dessen herrschte das Gehetze eines weltumspannenden Abenteuerromans vor, und eher wenig der urbane Thriller, womöglich noch tout noir. Nix da. Von Marseille geht’s nach Paris, zurück nach Marseille, auf Tauchgang ins polynesische Tureia Atoll, zum Showdon zurück auf die Insel Porquerolles vor den Gestaden Marseilles, wo alles mit einer angeschwemmten Leiche begann. Habe ich eine Station vergessen? Bestimmt…

Weiterlesen

Nichts als Ärger

… hat man mit diesen Kriminaldichterinnen. Da schätzt du pi mal Daumen: Jo, 24 Seiten, das reicht, und dann erkennst du, mitten in der Arbeit: Nee, das reicht nicht. Soeben Seite 20 geschrieben und immer noch bei „Sterntaucher“, der Nummer 2 von vieren. Außerdem: Ungewöhnliche Bücher erfordern ungewöhnliche Maßnahmen. Vier Zeichnungen von Diplomkünstler Wünsch, alles klar. Jetzt aber auch noch die Notwendigkeit, auf zwei Ebenen zu schreiben. Die zweite für Exkursionen ins Grundsätzliche, Asides, Abschweifungen…

Weiterlesen

Die Debütantin

Die Presse-Infos des Eichborn Verlags, die von Zeit zu Zeit in meinem Postfach landen, sind zumeist erfreulicher Natur. „Aschemenschen“ von Ulrich Schmid wurde mir so ans Herz gelegt, auch Jan Costin Wagners „Schattentage“, ein Spiel mit den Möglichkeiten des Krimis. Gestern jedoch brachte mich schon die Betreffzeile der neuesten Eichborn-Post schwer ins Grübeln: „Regula Venskes literarisches Debüt ‚Marthes Vision'“. Regula Venske? Den Namen kenn ich doch…

Weiterlesen