Axels Tipps 24. Juni – 7. Juli 2006

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Hier findet man üblicherweise Axel Bußmers TV-Krimi – Tipps. Bei den Alligatoren. Und die sind…richtig: ausgeflogen sozusagen. Folglich: Was der Flimmerkasten vom 24. Juni bis zum 7. Juli 2006 so hergibt, lässt sich ausnahmsweise → hier im pdf-Format einsehen, runterladen, ausdrucken, rahmen. Leider ohne die schönen Bildchen, die sind in Alfreds Giftschrank und der mitsamt seinem Herrn und Meister all-inklusive am Ballermann. Aber lesen kann man wenigstens.

Patzer und andere Kritiken

Das Julischaffen von „literaturkritik.de“ ist erfreulicherweise recht krimihaltig. Auch Georg „Herr“ Patzer hat einiges beigesteuert, seine euphorischen „Krimijahrbuch 2006“- und „Schwarzwaldau“-Kritiken etwa, die ja →schon angezeigt wurden. Aber was hat Georg „Drei Rezensionen vor dem Frühstück“ Patzer sonst noch zu bieten? Der Mann, bei dessen Ansichtigwerden Arno Schmidt immer die Straßenseite wechselte?

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Prospektives 1

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Die gute Nachricht: Bald gibt es neue Krimis. Und die schlechte: Sie sind noch nicht da. Aber Vorfreude ist der erste Schritt zum Lesespaß und deshalb hier die erste Folge eines genüßlichen Streifzugs durch die Prospekte führender deutscher Krimiverlage, den Spätsommer und den Herbst 2006 betreffend.

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Live: Matt Costa

Köln, Prime Club, 7.6.2006.

Eigentlich hätte der lange laue Vorsommerabend all diese Jungs und Mädels mit den Skater-Schuhen, T-Shirts mit Aufdruck „West Shore“ und kleinen Holzsurfbords um den Hals zu einer Grillparty oder zumindest in den Biergarten gelockt, wäre da nicht das Matt Costa Konzert im Prime Club gewesen.
In der Schlange vorm Club wird noch in Ruhe ein Joint geraucht, bevor die Sonnenbrillen in den Taschen oder in den Haaren verschwinden und das schummerig-dunkle Saal-Licht uns alle umhüllt. Auf den Auftritt muss ich noch zwei angenehme Bierlängen warten. Der Raum ist voll als der nette Junge von nebenan die Bühne betritt…

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Gaaanz schnell noch

Walter Delabar über →David Peace, „1977“. Sein Fazit: „Das Ganze kommt dabei nicht als billiger handwerklicher Erzähltrick daher: Schneid‘ ich hier mal meinen Dialog ab, spring‘ woanders hin und komme erst später wieder. Nein, Peace bleibt über die gesamten fast vierhundert Seiten gleichermaßen schnell, attraktiv und erzählerisch auf hohem Niveau.“

Und ab vor die Glotze.
Äh…Dank an JL

Alliga-Tor! Tor! Tor!

Kurz bevor wir Ecuador weghauen, bin ich noch einmal aus der Wortspielhölle entkommen und vermelde die letzten News aus der Krimiszene. Kulturnews also, und genau dort findet sich ein Interview mit Craig Russell, dem Autor von „Blutadler“. Investigatives Gespräch, das auch gleich hammerhart beginnt:

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Cornwell, Nada, Wiesbaden

Bei „ndrinfo.de“ hat sich Julia Jakob Patricia Cornwells neuen Thriller → „Gefahr“ vor’s kritische Auge gehalten und dieses nicht zugedrückt: „Das Strickmuster von „Gefahr“ ist Krimi-klassisch – zwei scheinbar verschiedene Verbrechen gehören zusammen. Patricia Cornwell hat aus diesen Zutaten einen Polit-Krimi gestrickt, der letztendlich zu wenig Überraschendes oder gar Neues bietet.“

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Axel Brauns

Der „Herr“ Patzer Schorsch treibt sich an den seltsamsten Orten herum, nicht nur bei bloggenden Wiesbadenerinnen, sondern auch →hier, wo Alexander Gionis Axel Brauns‘ „Tag der Jagd“ gelesen hat und jubelt, Brauns habe „einen ganz erstaunlichen Krimi geschrieben, wie ihn wohl nur jemand „zaubern“ kann, der sonst mit Krimis nichts am Hut hat: brutal und behutsam, irritierend schön, langsam und doch kompakt und sprachlich ebenso simpel wie brillant.“ Vergleiche hierzu auch die →Kritik vom Kollegen Menke.

Krimi und Krimine

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Ist Ihnen das aufgefallen? Seit Wochen bespricht dpr, der Obermotzer hier, fast nur noch Krimis von Frauen. Warum? Ich kann bloß spekulieren. Vielleicht eine neue Form jener seit Urzeiten bekannten Balz, ein unbewusstes Verben um weibliche Gunst, sublimiert zwar, aber nichtsdestotrotz in seiner Plumpheit unverkennbar? Genau – diese Woche bespricht er einen „Freud-Krimi“, verfasst von – na? – einer Frau.

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