Das Grauen

Mit erstaunlicher Leichtigkeit trippelte er auf der aus amerikanischen Musicals geliehenen Showtreppe, parodierte zwischen Hans Moser und Boris Becker alles mit gleicher Nonchalance, spielte selbstverständlich auch Charleys Tante und überzeugte (wie die Theaterkritiker sagen) als Graf Bobby: einschichtig, großäugig, mit Resten vergangener Größe. Das war das gute alte Österreich, ein bisschen debil, aber gnadenlos exportfähig, wenn auch nur bis an die Westgrenze des Altreichs.

Seichtmeister Dieter Bohlen und selbst Dieter Thomas Heck verzwergen vor Peter Alexander, der die Zuschauer zu Beginn der siebziger Jahre massenhaft vor den Fernseher saugte.

Willi Winkler in der Süddeutschen über Peter Alexander, der heute 80 Jahre alt wird: → Es schnurrdiburtt

Tony Hillerman: Der Skelett-Mann

Vor Jahren habe ich einen der geschätzten „Ethno-Krimis“ von Tony Hillerman gelesen. Und wenig später wieder vergessen. Er war weder schlecht noch so gut, dass er Lust auf mehr gemacht hätte. Seitdem beobachte ich die allgemeine Wertschätzung, die Hillerman genießt, mit Misstrauen – auch mir gegenüber, denn vielleicht habe ich damals den falschen Roman gelesen, einen missglückten eben. Da hilft nur eins: Noch einen lesen.

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Politsammelbildchen 1

Walter wünschte sich letzte Woche:

Bild: Stoiber beim Zurechthacken von Holzscheiten
Text: Stoiber für härtere Strafen gegen Gotteslästerer.

Irgendwie kam ich dann nicht zum Zeichnen – Handwerker vor dem Haus, das Wetter, meine älteste Tochter wollte ihre Geburtstagsparty mit Bier, Musik und Übernachten… egal, Stoiber ist inzwischen bestimmt schon dabei die Scheite zu stapeln. Allé hopp!

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Die Predigerin

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Zunächst sind Personen in Romanen nichts weiter als Namen, flüchtige Umrisse und Platzhalter für dramaturgische Entwicklungen. Je weiter wir bei der Lektüre vorankommen, desto lebendiger sollen die Personen und ihre Beziehungen untereinander werden. Eine große Aufgabe also für die AutorInnen. Leider wird sie speziell in Krimis nicht immer ernst genommen.

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Riverside: Voices In My Head

In den Kritiken zu Riversides aktuellem Longplayer „Second Life Syndrome“ schwang fast immer ein Hauch von Verwunderung mit. Wie kann es sein, dass eine nahezu unbekannte Band aus Polen scheinbar mühelos alles in den Schatten stellt, was im Prog-Rock Rang und Namen hat? „Voices In My Head“ ist die Wiederveröffentlichung einer EP von 2004, jetzt angereichert mit drei Livetracks und dem Video zu „Acronym Love“.

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Grimms Märchen

Was mussten die armen Grimms Märchen nicht schon alles mitmachen?! Das Schlimmste waren wohl ihre Übersetzungen in „total krasse“ Jugendsprech. Oder die Verfilmungen mit Otto und jüngst den Comedynasen eines Privatsenders… Nun gut, als Bilderbücher gibt´s es sie auch zuhauf. Und das, obwohl Märchen doch traditionelles Erzählgut sind. Also was für die Ohren.

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Schmierblatt für 14

Betrifft Krimiporträts. Also nur für 14 Leute relevant. Ein Ideenstrang, den ich jetzt mal rasch skizziert hab, bevor er weg ist. Muss noch ausgearbeitet werden. Vernünftig formuliert. Wer will, kann sich aber schon mal anschauen, wie die Richtung sein wird. Aber nur die 14 Vorbesteller bitte! Alle anderen – →subskribieren oder Leine ziehen! Ich kontrollier das!

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Sie bloggt auch

Neukrimiautorin Bauer. →Hier. Zitat: „Ich bin echt total gespannt. Wenn die Buchhändler jetzt nicht aufwachen, weiß ich ja auch nicht.“ Bezieht sich auf das Erscheinen untengenannten Artikels, in dem es u.a. heißt: „Mit ihrem ersten Krimi hat sich die Autorin jetzt schon eine große Fangemeinde erschlossen.“ Ja, ja, so ist das. Da gehen die Bücher weg wie die Semmeln, aber die Buchhändler merkens nicht, weil sie schlafen.