
[Schon ein merkwürdiges Gefühl, wenn man eine deftige Sexszene liest und einem dabei ein butterbrotkauender Pennäler gegenübersitzt. Aber so ist nun mal das Lesen im Zug: War of the Worlds]
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[Schon ein merkwürdiges Gefühl, wenn man eine deftige Sexszene liest und einem dabei ein butterbrotkauender Pennäler gegenübersitzt. Aber so ist nun mal das Lesen im Zug: War of the Worlds]
WeiterlesenDer US-amerikanische Rapper beim X-Clan stirbt 49jährig an Hirnhautentzündung.
Lustig geht es manchmal zu beim Krimiblog von Hinternet. Ein Kasten Bier auf dem Tisch, Chef Walter wirft ein Stück Konfetti in die Luft und befiehlt „Stimmung!“. Die herausragendsten Ergebnisse solcher Orgien der Lustigkeit findet man nun hier aufgelistet. Ab sofort auch als permanenten Link in der rechten Leiste der Krimilinks von „watching the detectives“.
WeiterlesenEndlich erschienen ist der von Axel Bußmer herausgegebene → Sammelband zu Laurence Block. Dass jemand namens Block in einem Krimiblog besprochen werden muss, versteht sich von selbst. Gespanntes Warten auf das Rezensionsexemplar.
Unter dem Titel „Diener zweier Herren? Verlagslektoren und ihre Arbeit“ lief vorgestern eine → Sendung beim Deutschlandradio über Arbeit und Wesen, Glanz und Elend der Lektoren. Darin auch O-Töne von Pieke Biermann und Thomas Wörtche. Manuskript kann als Papier oder Audiodatei heruntergeladen werden. Interessant. Wenn Sie immer schon einmal wissen wollten, welcher Herausgeber einen Lektor verprügelt hat. Mich überrascht das nicht… (Danke an Frau Anobella für diesen Hinweis!)
Ach ja, der Vollständigkeit halber: Ich stelle gerade eine Mailingliste für alte-krimis.de zusammen. Alle, die da draufstehen, erhalten in unregelmäßigen Abständen Informationen über den neuesten Stand des Projekts, die Planungen, dazu Leseproben und andere Annehmlichkeiten. Alles völ-lig un-ver-bind-lich. Wer drauf möchte, schicke eine kurze (oder lange) Mail an mich.
Versetzt ein Buch den Leser in einen Schwebezustand, ist das sehr schön. Eigentlich. Man springt in den Text und bekommt von ihm Flügel verliehen. Auch Anne Chaplets „Sauberer Abgang“ lässt den Leser schweben. Über dem Buch. Er will rein. Er schafft es nicht. Und stürzt schließlich ab.
WeiterlesenDer US-amerikanische SF-Autor stirbt 61jährig in Mason (Michigan).
WeiterlesenWenn man das Wort ‚Stagnation‘ vermeiden möchte, spricht man auch gern von einer ‚Seitwärtsbewegung‘. Wenn sich nichts so richtig nach oben und unten bewegt und am Ende die berühmte schwarze Null rauskommt. Ein bisschen trifft das leider auch auf „Over En By“ zu: Das 14. Album von Kari Bremnes ist im wesentlichen eine Bestandsverwaltung auf hohem Niveau.
WeiterlesenStill war’s um Katharina Franck und ich glaube nicht, dass ihr vor vier Jahren extrem viele Menschen in’s „Zeitlupenkino“ gefolgt sind. Schade eigentlich, aber deutsch und Spoken Word war gestern, jetzt ist die Songwriterin wieder so nah dran an „Blueprint“ wie all die Jahre nicht mehr.
WeiterlesenBis das nächste Album im Kasten ist, darf sich der geneigte Death From Above 1979-Fan mit dieser Remix- und B-Seiten-Kollektion vergnügen. Wie schon auf ‚You’re A Woman, I’m A Machine‘ versüßt uns das eigensinnige Duo die Wartezeit mit Dancepunk/Electro-Experimenten der besonderen Art.
WeiterlesenHoppla, was ist denn das? Die Bolzplatz Heroes rekrutieren sich aus Mitgliedern von den Sportfreunden Stiller, The Notwist und Cosmic Casino und machen eine Musik, wie man sie gemeinhin von den Mitgliedern der eben genannten Bands nicht unbedingt erwarten würde.
WeiterlesenIm letzten Jahr hörte man verstärkt von großartigen neuen Bands aus Kanada – siehe Broken Social Scene und The Arcade Fire. Wie wäre es zur Abwechslung mal mit einem experimentierfreudigen australischen Achter?
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14. März 1607 – Ludolphus van Ceulen schließt nach dreißigjähriger Arbeit in Leiden die Berechnung der Zahl Pi ab
Anmerkung: Der ursprüngliche Beitrag zum Welt-Pi-Tag ist damit hinfällig. Es handelte sich um einen bedauerlichen Drag-and-Drop-Fehler.
Die Nominierungen zum Glauser 2006 in den einzelnen Kategorien stehen fest. Tun wir dem Kollegen Menke mal was Gutes und verlinken für die Details auf seinen wie immer vorbildlichen → Eintrag.
Soeben erreicht mich eine Mail von → Horst Eckert, die ein weiteres Kapitel im Buch „Wie Horst Eckert die Bundesrepublik Deutschland politisch destabilisiert“ aufschlägt. Es ist ein Witz. Hier der Wortlaut.
WeiterlesenPolitisch unbequem – Düsseldorfer OB verbietet Lesung von „Wege zum Ruhm“

E = m * pi²
Ich will ja dem Herrn → Linder, der gerade das frühe 20. Kriminaljahrhundert unterm kritischen Auge hat, nicht ins Handwerk pfuschen. Aber das hier ist einfach zu schön und so wahr, als dass ich daran vorbeigehen könnte. Eine Kriminalparodie aus dem Jahr 1920 von Baron G. de S. Heinrich Lautensack, und schon der Titel ist eine Kurzgeschichte: „Leben, Taten und Meinungen (kurz zusammengefaßt) des sehr berühmten russischen Detektivs Maximow, Beamter zu besonderen Aufträgen im Ministerium des Innern zu St. Petersburg“. Allein die Vorrede war die Investition wert…
WeiterlesenTerry Orr hat vor fünf Jahren seine Frau und ein Kind durch ein Gewaltverbrechen verloren. Er kennt den Täter: Raymond Montgomery Weisz, ein ehemaliges Wunderkind des Klaviers, zerbrochen an den Ansprüchen seiner Mutter, seit vielen Jahren durch die Strasse New Yorks wildernd, von Terry Orr als Wolfsmann bezeichnet. Terry Orr will sich rächen: Raymond Montgomery Weisz ist seine Obsession.
Terry Orr hat aber auch eine Tochter zu erziehen. Er musste lernen seine Obsession zu kontrollieren. Und er trägt schwer daran. Wenn auch über weite Strecken des Buches die Beziehung zwischen der selbstständigen Tochter und dem Vater freundlich ist, spürt der Leser, dass die Tochter gerne mehr von ihrem Vater hätte.
„Tribeca Blues“ ist das dritte Buch des italoamerikanischen Autors Jim Fusilli, und entwickelt die Geschichte Terry Orrs fort. Es ist zum einen eine Reise zurück zum Tod von Frau und Kind und eine Geschichte über das Zerplatzen einer Obsession. Plötzlich stellt sich alles ganz anders dar und am Ende wird Terry Orr versuchen, das Leben Raymond Montgomery Weisz’ zu retten. Es ist aber auch ein klassischer PI-Roman („Private Investigator“). Denn einer der beiden letzten Wünsche eines toten Freundes war, dass ein gemeinsamer Freund seine verwaiste Kneipe übernimmt und der andere Wunsch war, dass Terry Orr verhindern möge, dass seine frühere Frau selber von der Kneipe Besitz ergreift.
Diese Art von Krimi ist in den USA recht verbreitet: Gut gemacht, entwickeln sich mehrere Erzählstränge nebeneinander, um am Ende eine unauflösbare Einheit darzustellen. Dazu ein Detektiv mit einer persönlichen Konfliktsituation und schon ist es fertig, das amerikanische Krimipendant zu einem internationalen, barrique -ausgebauten Rotwein (1).
So wie beim Wein das Etikett, so dienen bei diesen Krimis die Atmosphäre, die Umgebung und die Stilistik als Möglichkeit, sich individuell in Szene zu setzen. „Tribeca Blues“ spielt hauptsächlich in einem engumschriebenen Gebiet New Yorks, in dem auch „Ground Zero“ liegt. Terry Orrs Frau war Italienerin und die Haushälterin der Familie versucht die Werte der italienischen Küche hochzuhalten. Das fügt sich zu einem Buch mit individueller Note, aber keineswegs zu einem Regionalkrimi.
Sprachlich ist dem Autor nichts vorzuwerfen. „Tribeca Blues“ ist ein von leichter Hand geschriebenes, sich furios entwickelndes Buch, dominiert von der Obsession Terry Orrs. Die Sprache ist knapp. Zur Zeichnung der glaubwürdig entwickelten Personen enthält die Story allerdings manchmal etwas viel Speck. Der Aufbau ist wohl durchdacht. Dabei schafft es Fusilli immer wieder, im rechten Moment durch eine überraschende Wendung an der Schraube zu drehen. Wenn es auch vielleicht nicht ganz die „beklemmende“ Emotionalität oder die scheinbare Ausweglosigkeit der allerersten Garde hat, so ist es ein ausgesprochen gutes Buch. Alleine: Ab und zu ermüden diese etwas uniform wirkenden Werke des gehobenen Niveaus etwas.
(1) Hierbei handelt es sich bekanntlich um Rotweine, die mitunter sehr teuer sind, qualitativ unangreifbar wirken, aber auf hohen Niveau austauschbar schmecken und ihre Wurzeln häufig nicht mehr erkennen lassen.
Jim Fusilli: Tribeca Blues.
Berkley Prime Crime 2004. 294 Seiten, z.Zt. nur gebraucht erhältlich
(keine deutsche Übersetzung)
1929 war alles vorbei. Der Kriminalroman als leichte Erschütterung der Wirklichkeitskruste, unter der das Magma des Triebhaften brodelte, der Kriminalroman, der solche Erschütterungen nutzte, um einen Spalt zum Inferno zu öffnen – und sogleich wieder zu verschließen, der Kriminalroman, der darob einen Schrecken einjagte und wieder vertrieb, die Katharsis als Schlafmittel. Vorbei.
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