
Mir ist natürlich klar, dass es hierfür so richtig Ärger gibt – schlimmer als damals beim Karikaturenstreit – allein, ich kann alles erklären … (hoffentlich)

Mir ist natürlich klar, dass es hierfür so richtig Ärger gibt – schlimmer als damals beim Karikaturenstreit – allein, ich kann alles erklären … (hoffentlich)
Bestürzung im Hause des Korvettenkapitäns von Fink: Einbruch! Safe geknackt! Kostbares Perlenhalsband gestohlen! Guter Rat ist teuer. Doch Frau von Fink hat ihn: „Wozu haben wir denn unsern berühmten Privatdetektiven Müller, lieber Mann?“ – Ja, richtig. Müller muss her.
WeiterlesenRyan Adams und Josh Ritter haben mit Sicherheit im selben musikalischen Sandkasten gespielt. Während der eine eine Sandburg nach der anderen raushaut, lässt sich der andere etwas mehr Zeit und minimiert dabei die Gefahr, dass der zweite Blick auch die Schwächen ans Licht bringt.
Weiterlesen„Start again, start again, start again…“ — es war schon immer die Kunst von Brian Molko, so lange die Songzeilen zu wiederholen, bis sie sich unverrückbar in die Hirnrinde gefräst haben. Nachdem eine Live-DVD und ein Best-Of-Album wie eine Zäsur anmuteten, starten Placebo trotzdem wieder da, wo sie aufgehört haben.
WeiterlesenFalls es irgendjemand geben sollte, der zwischen Blumfeld und Muse eine musikalische Lücke sieht, kann er sie jetzt mit der Bonner Band Voltaire schließen. Der Namen gebende Bandkopf heißt tatsächlich Roland Meyer de Voltaire und liebt eine Kopfstimme, die ins Bodenlose fällt und zurück saust, genauso wie Matthew Bellamy (Muse) oder Jeff Buckley. Dabei wird er von vier überaus talentierten Musikern unterstützt, die weit mehr drauf haben, als die zahllosen Deutsch-Rock-Bands, die uns derzeit die Ohren vollschrammeln.
WeiterlesenAuch die Norweger rationalisieren. Drummer ist weg, Neueinstellung steht aus. Dafür haben die beiden verbliebenen Motorpsycho-Köpfe Hans Magnus Ryan und Bent Sæther ein Doppelalbum rausgehauen und spielen halt die meisten Instrumente selbst. Das hört man aber „Black Hole/Blank Canvas“ keine Sekunde an.
Weiterlesen„Singen tut sie nicht schlecht.“ „Und die Band ist auch gut.“ Das hatten ganz treffend zwei Besucher in der Pause des Annett Louisan-Konzerts erkannt. Irgendwie ist diese Aussage symptomatisch für den Samstagabend im E-Werk gewesen. Ganz gut – das heißt so viel wie: Es war ganz nett.
WeiterlesenAdam Green, der zynische Songschreiber aus New York, der sich vom clownischen Provokateur zum hoch geschätzten Künstler gemausert hat, ist derzeit auf Deutschlandtournee. Kein gewöhnliche Tour wohlgemerkt. Er spielt nur in wenigen Städten und das jeweils vor einer überschaubaren Gruppe Fans, die zuvor das Glück hatten, bei ortsansässigen Radiosendern Karten zu gewinnen.
WeiterlesenIn Großbritannien sind sie bereits Stars. Dank ihrer Hitsingles „Cash Machine“ und „Hard To Beat“ dürfen sich Hard-Fi auf ihre anstehende UK-Tour freuen, die schon jetzt komplett ausverkauft ist. Dabei gastieren sie als Hauptband in nicht gerade den kleinsten Clubs der Insel und immerhin fünf Mal in London. Nicht schlecht für eine Band, die bis dato erst ein Album auf dem Markt hat: „Stars Of CCTV“, erschienen im letzten August.
WeiterlesenUm künftig allen Scharmützeln innerhalb der ideologieverseuchten „Blogosphäre“ aus dem Wege zu gehen, firmiert „Watching the detectives“ von nun an nicht mehr als „Blog“, sondern: „Dynamischer Internetauftritt mit kriminalliterarischem Inhalt“, kurz DIKI. Es wird also nicht gebloggt, sondern „gedikt“, der Blogger ist ein „Diker“, der sich mit Gleichgesinnten in der (noch) erfreulich ideologiefreien „DIKISPHÄRE“ tummelt. Ich bitte dies zur Kenntnis zu nehmen. Und es heißt natürlich DER DIKI und nicht DAS DIKI!
Ada Simon ist wieder unterwegs. In Afrika, in Mecklenburg, dessen Himmel so weit ist wie der afrikanische, und wo man sich auf einer Tagung um Tropenhölzer sorgt. Aber da hat die Fotografin Simon ihre Geschichten schon zu erzählen, unter Mecklenburgs Himmel, wo sich schließlich alles entscheidet, was in Afrika begonnen und sich zugespitzt hat.
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Deutschland im Fußballwahn – das war der Wunsch Walter Mittys für den Entwurf eines Fensterbildes für sein kathedralenartiges Badezimmer in Saarbrücken.
Window-Colours auf Acrylglas, 1.90 x 2,70 m

Hättste doch nicht machen sollen…Schickt mir der Bursche tatsächlich nicht nur die broschierte Ausgabe des von Axel Bußmer herausgegebenen → Block-Sammelbandes, sondern auch noch die gediegen gebundene und mit einem Schutzumschlag veredelte. Darf ich doch nicht rezensieren, Herr Miersch! Bin doch befangen! Gleich doppelt! Was sollen denn meine Leser denken!? Andererseits: Erstes Anlesen…ja, ja, doch, doch…nein, darf ich nicht! Gehört sich nicht! Rezensentenmoral! Andererseits: Ich kann einfach kein Buch unbesprochen lassen. Das ist inzwischen wie eine Sucht…Wie soll ich mich nur entscheiden? Warum stürzt du mich in diesen Gewissenskonflikt, gewissenloser Verleger Alfred Miersch?

Gesetze regeln das Zusammenleben und sind, weil es sie gibt, Zeugnisse menschlicher Unvollkommenheit. Was aber regeln Gesetze, die zum Schreiben von Kriminalliteratur erlassen werden? Und welche Unzulänglichkeit bezeugen sie?
WeiterlesenDie Zukunft des Freundeskreis steht nach wie vor in den Sternen. Immerhin ist nach Max Herre und DJ Friction nun auch Don Philippe „solo“ aktiv. Er hat sich mit der Sängerin und Songschreiberin Laura López Castro zusammengetan. Will meinen: Er begleitet die weiche, sanfte Stimme der jungen Spanierin, die in der Nähe von Stuttgart aufgewachsen ist.
WeiterlesenDie Bücher der späten 90er Jahre von George P. Pelecanos sind in den USA als „washington quartet“ bekannt. „Nach dem starken Echo erscheint die Washington-Trilogie nun als Kassette im literarischen Hauptprogramm“, schreibt dagegen der Dumont Verlag zu einer → Neuauflage der Bücher „Das große Umlegen“, „King Suckerman“ und „Eine süße Ewigkeit“ in einem Sammelschuber. Und auch die deutsprachige Kritik spricht von einer Trilogie. Nun muss man natürlich auch bei viel gutem Willen zugeben, dass die Begriffe Trilogie und „quartet“ sich nicht zur Deckung bringen lassen. „Tell the truth and shame the devil“: Die haben da einfach ein Buch weggelassen.
WeiterlesenEs wird immer schlimmer mit dem Kollegen Menke vom Krimiblog. Erst hält er dem ahnungslosen David Peace ein Mikro vor die Nase und nötigt ihn zum → Interview. Dann dient sich ihm die notorische Komplizin Anobella als (wahrscheinlich leichtbekleidetes) „Bunny“ an, um künftigen Opfern „Tee zu servieren“ (Kommentar 12 zum Interview) .
WeiterlesenDas mit den Definitionen ist so eine Sache. Zu behaupten, „noir“ sei 1929 entstanden, ist das eine (siehe → hier ); daraus zu schließen, „noir“ habe seit 1929 genau diese und jene Charakteristika, würde jedoch bedeuten, Literatur nicht als lebendiges, sich ständig veränderndes Wesen wahrzunehmen. Und davor wollen wir uns hüten. Nein, alles hat sich entwickelt, alles entwickelt sich, geht vor und zurück; Kriminalromane, die nach Schablonen entstehen, sind allenfalls harmlose Unterhaltung, Autoren, die neben sich „Gesetzbücher“ stapeln wie sonst nur Juristen, wären besser Juristen geworden. Und selbst denen genügt das gedruckte Wort selten allein.
WeiterlesenDer US-amerikanische Science Fiction-Autor stirbt 75jährig in Sullivan (New Hampshire)
Ein Gesetz ist das, was auf einer massiven Steintafel steht, bei der man erst dann, wenn man sie wütend auf die Erde schleudert, merkt, dass sie aus Ton ist. Und ist die Tafel erst einmal kaputt, das Gesetz obsolet, kommt auch flugs das nächste und das nächste und bis in alle Ewigkeit. Das gilt auch für den Kriminalroman. All das müsste einmal erschöpfend dokumentiert werden, und jetzt tut es einer. Jan Seghers.
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